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> Evangelium vom Dienstag, Bibelteilen (Verweilen und/oder Teilen und /oder Gebet)
Martin
Beitrag 29.07.2003, 13:46
Beitrag #121


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Ich bin die Auferstehung und das Leben.
Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt,
und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben.

Glaubst du das?
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Gabriele
Beitrag 05.08.2003, 11:25
Beitrag #122


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5. August

Zur Lesung Das „Murren“ nimmt kein Ende. Diesmal sind es Mirjam und Aaron, die Moses Führungsanspruch bestreiten. Als Anlass des Streites wird die Frau des Mose genannt; sie hieß Zippora und war eine Midianiterin. Sie ging, wie es scheint, vor allem Mirjam auf die Nerven; „die Kuschiterin“ sagen Mirjam und Aaron zu ihr, so wie man bei uns vielleicht sagen würde „die Zigeunerin“. Diesem Gezänk gegenüber wird in Vers 3 die bescheidene Zurückhaltung des Mose betont, um deutlich zu machen, dass „der demütige Mann Mose“ sich nicht selbst in seine Stel­lung hineingedrängt und diese auch nicht mit Anmaßung verteidigt hat. In der Gottesrede (V. 6-8) wird Mose nicht nur als Prophet anerkannt; er ist in einzigartiger Weise Jahwes Vertrauter, mit dem er redet wie mit je­mandem von gleichem Rang; es wird sogar das Ungewöhnliche gesagt, Mose dürfe die Gestalt Jahwes sehen. Die unantastbare Autorität des Mose wird damit ins helle Licht gerückt. - Ex 3, 11; 4, 10-16: Sir 45, 4; Hebr 3, 2-5; Ex 33, 11.20.


Lesung Num 12, 1-13

Warum habt ihr es gewagt, über meinen Knecht Mose zu reden?

Lesung aus dem Buch Numeri

1Als sie in Hazerot waren, redeten Mirjam und Aaron über Mose wegen der kuschitischen Frau, die er sich genommen hatte. Er hatte sich nämlich eine Kuschiterin zur Frau genommen.
2Sie sagten: Hat etwa der Herr nur mit Mose gesprochen? Hat er nicht auch mit uns gesprochen? Das hörte der Herr.
3Mose aber war ein sehr demütiger Mann, demütiger als alle Menschen auf der Erde.
4Kurz darauf sprach der Herr zu Mose, Aaron und Mirjam: Geht ihr drei hinaus zum Offenbarungszelt! Da gingen die drei hinaus.
5Der Herr kam in der Wolkensäule herab, blieb am Zelteingang stehen und rief Aaron und Mirjam. Beide traten vor,
6und der Herr sprach: Hört meine Worte! Wenn es bei euch einen Propheten gibt, so gebe ich mich ihm in Visionen zu erkennen und rede mit ihm im Traum.
7Anders bei meinem Knecht Mose. Mein ganzes Haus ist ihm anvertraut.
8Mit ihm rede ich von Mund zu Mund, von Angesicht zu Angesicht, nicht in Rätseln. Er darf die Gestalt des Herrn sehen. Warum habt ihr es gewagt, über meinen Knecht Mose zu reden?
9Der Herr wurde zornig auf sie und ging weg.
10Kaum hatte die Wolke das Zelt verlassen, da war Mirjam weiß wie Schnee vor Aussatz. Aaron wandte sich Mirjam zu und sah: Sie war aussätzig.
11Da sagte Aaron zu Mose: Mein Herr, ich bitte dich, lass uns nicht die Folgen der Sünde tragen, die wir leichtfertig begangen haben.
12Mirjam soll nicht wie eine Totgeburt sein, die schon halb verwest ist, wenn sie den Schoß der Mutter verlässt.
13Da schrie Mose zum Herrn: Ach, heile sie doch!

Zum Evangelium Nach der Brotvermehrung berichten Matthäus, Markus und Johannes, wie Jesus bei Nacht über den See ging und zu den Jüngern kam. Die Jünger sollen sehen und begreifen, dass er Macht über die Elemente hat. Stattdessen sehen sie zunächst nur ein Gespenst und sind entsetzt. Im weiteren Verlauf der Erzählung setzt Matthäus die Ak­zente anders als Markus. Nach Markus stehen die Jünger dieser Selbstoffenbarung Jesu verständnislos gegenüber, bis zum Schluss kommen sie nicht aus dem Schrecken heraus. In der Darstellung des Matthäus er­schrecken die Jünger zwar auch, aber das Wort Jesu beruhigt sie, und am Ende der Erzählung steht das anbetende Bekenntnis: „Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn.“ Neu ist bei Matthäus (im Vergleich zu Markus) auch die Geschichte von Petrus, der über das Wasser zu Jesus geht und in dem Augenblick zu sinken beginnt, als er auf die Wogen schaut statt auf Jesus. Es ist leicht zu sehen, dass Matthäus in jenem Ereignis nicht bloß (wie Markus) die Erscheinung (Epiphanie) Jesu vor den entsetzten, unverständigen Jüngern sieht; es handelt sich auch um die Erziehung der Jünger zum Glauben und zur Nachfolge. Was der Glaube vermag, zeigen die Verse 28-29; aber gerade da wird auch deutlich, wie sehr in kritischen Situationen auch der Glaube der Jünger bedroht ist. - Mk 1, 35; ­6, 45-56; Joh 6, 15-21; Mt 8, 23-26. – „Sohn Gottes“: Mt 3, 17; 4, 3.6; 8, 29; 16, 16.

Evangelium Mt 14, 22-36

Herr, befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme
+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

22Gleich darauf forderte er die Jünger auf, ins Boot zu steigen und an das andere Ufer vorauszufahren. Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken.
23Nachdem er sie weggeschickt hatte, stieg er auf einen Berg, um in der Einsamkeit zu beten. Spät am Abend war er immer noch allein auf dem Berg.
24Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt und wurde von den Wellen hin und her geworfen; denn sie hatten Gegenwind.
25In der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen; er ging auf dem See.
26Als ihn die Jünger über den See kommen sahen, erschraken sie, weil sie meinten, es sei ein Gespenst, und sie schrien vor Angst.
27Doch Jesus begann mit ihnen zu reden und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht!
28Darauf erwiderte ihm Petrus: Herr, wenn du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme.
29Jesus sagte: Komm! Da stieg Petrus aus dem Boot und ging über das Wasser auf Jesus zu.
30Als er aber sah, wie heftig der Wind war, bekam er Angst und begann unterzugehen. Er schrie: Herr, rette mich!
31Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?
32Und als sie ins Boot gestiegen waren, legte sich der Wind.
33Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten: Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn.
34Sie fuhren auf das Ufer zu und kamen nach Gennesaret.
35Als die Leute dort ihn erkannten, schickten sie Boten in die ganze Umgebung. Und man brachte alle Kranken zu ihm
36und bat ihn, er möge sie wenigstens den Saum seines Gewandes berühren lassen. Und alle, die ihn berührten, wurden geheilt.
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NetMarie
Beitrag 05.08.2003, 13:07
Beitrag #123


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Habt Vertrauen.
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Monika
Beitrag 12.08.2003, 01:39
Beitrag #124


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Dienstag der 19. Woche im Jahreskreis



Lesung Dtn 31, 1-8

Josua, empfange Macht und Stärke: Du sollst mit diesem Volk in das Land hineinziehen

Lesung aus dem Buch Deuteronomium

1Mose trat vor ganz Israel hin und sprach diese Worte.

2Er sagte zu ihnen: Ich bin jetzt hundertzwanzig Jahre alt. Ich kann nicht mehr in den Kampf ziehen. Auch hat der Herr zu mir gesagt: Du wirst den Jordan hier nicht überschreiten.

3Der Herr, dein Gott, zieht selbst vor dir hinüber, er selbst vernichtet diese Völker bei deinem Angriff, so dass du ihren Besitz übernehmen kannst. Josua zieht vor dir hinüber, wie es der Herr zugesagt hat.

4Der Herr wird an ihnen tun, was er an Sihon und Og, den Amoriterkönigen, die er vernichtete, und an ihrem Land getan hat.

5Der Herr wird sie euch ausliefern: Dann sollt ihr an ihnen genau nach dem Gebot handeln, auf das ich euch verpflichtet habe.

6Empfangt Macht und Stärke: Fürchtet euch nicht, und weicht nicht erschreckt zurück, wenn sie angreifen; denn der Herr, dein Gott, zieht mit dir. Er lässt dich nicht fallen und verlässt dich nicht.

7Mose rief Josua herbei und sagte vor den Augen ganz Israels zu ihm: Empfange Macht und Stärke: Du sollst mit diesem Volk in das Land hineinziehen, von dem du weißt: Der Herr hat ihren Vätern geschworen, es ihnen zu geben. Du sollst es an sie als Erbbesitz verteilen.

8Der Herr selbst zieht vor dir her. Er ist mit dir. Er lässt dich nicht fallen und verlässt dich nicht. Du sollst dich nicht fürchten und keine Angst haben.



Evangelium Mt 18, 1-5.10.12-14

Hütet euch davor, einen von diesen Kleinen zu verachten!

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

1In jener Stunde kamen die Jünger zu Jesus und fragten: Wer ist im Himmelreich der Größte?

2Da rief er ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte

3und sagte: Amen, das sage ich euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen.

4Wer so klein sein kann wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte.

5Und wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf.

10Hütet euch davor, einen von diesen Kleinen zu verachten! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters.

12Was meint ihr? Wenn jemand hundert Schafe hat und eines von ihnen sich verirrt, lässt er dann nicht die neunundneunzig auf den Bergen zurück und sucht das verirrte?

13Und wenn er es findet - amen, ich sage euch: er freut sich über dieses eine mehr als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt haben.

14So will auch euer himmlischer Vater nicht, dass einer von diesen Kleinen verloren geht.



Was der Herr unter seiner Jüngerschaft aufrichtete, der Evangelist in seiner Zeit neu und in apostolischer Autorität verkündet, das gilt für die Kirche zu allen Zeiten, und dann auch in unseren Gemeinden. Es geht um ein Grundgesetz der Kirche Christi, das sie nie aus dem Bewusstsein verlieren darf. In der Gemeinde sind die Geringen die Großen. Wie die Kin­der zu werden - das ist als Ziel und Richtbild, verbindlich und zugleich Ärgernis erregend vor uns hingestellt. Es kann nicht anders sein, als dass dieses Ziel nur über den bitteren Weg der Bekehrung erreicht werden kann, einer Umwendung, die stets von neuem angestrebt und vollbracht werden soll. Wenn dies geschieht, dann erst kann die Gemeinde Jesu Christi rein und unverfälscht dargestellt werden. Dann erst wird auch das Verhältnis des einzelnen zu Gott und zum Bruder im Sinne Christi geordnet: Wer vor Gott zum Kinde wird und vor dem Bruder zum Diener, der kann in das Königtum Gottes eingehen“ (Wolfgang Trilling).


(Quelle Erzabtei Beuron)
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Gabriele
Beitrag 12.08.2003, 11:00
Beitrag #125


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Wer so klein sein kann wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte.

Es kann nicht anders sein, als dass dieses Ziel nur über den bitteren Weg der Bekehrung erreicht werden kann, einer Umwendung, die stets von neuem angestrebt und vollbracht werden soll. ...
Dann erst wird auch das Verhältnis des einzelnen zu Gott und zum Bruder im Sinne Christi geordnet: Wer vor Gott zum Kinde wird und vor dem Bruder zum Diener, der kann in das Königtum Gottes eingehen.
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Monika
Beitrag 18.08.2003, 20:14
Beitrag #126


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Dienstag der 20. Woche im Jahreskreis



Zur Lesung Die Midianiter waren Beduinen, die ihr Stammesgebiet am Golf von Akaba hatten, aber ihren Machtbereich zuzeiten bis nach Palästina und dem Ostjordanland ausdehnten. Von ihrer Zurückweisung durch Gideon, den bedeutendsten der „Richter“ (um 1100 v. Chr.), erzählen die Kapitel 6-8 des Richterbuches. Die heutige Lesung enthält die Berufungsgeschichte Gideons. Darin kehren manche Züge wie­der, die uns aus der Berufung des Mose bekannt sind: Auftrag, Israel zu retten; Einwand des Berufenen; Zusicherung göttlicher Hilfe und Gewäh­rung eines Zeichens. Am Schluss wird die Gründung eines Jahwe-Heilig­tums in Ofra (in der Nähe von Sichem) berichtet. Nicht um die Ruhmestaten eines Menschen geht es in diesem und den folgenden Kapiteln dem biblischen Verfasser; die Rettung Israels soll deutlich als Tat Gottes, nicht als Menschentat sichtbar werden. - Ex 3, 10-12; 4, 1-9; Lev 9, 24; 1 Kön 18, 38; 1 Chr 21, 26; 2 Chr 7, 1; Ex 33, 20; Gen 33, 20; Ex 17, 15; 1 Sam 14, 35.


1. Lesung Ri 6, 11-24a

Gideon, geh und befrei Israel: Ich sende dich

Lesung aus dem Buch der Richter

11Der Engel des Herrn kam und setzte sich unter die Eiche bei Ofra, die dem Abiësriter Joasch gehörte. Sein Sohn Gideon war gerade dabei, in der Kelter Weizen zu dreschen, um ihn vor Midian in Sicherheit zu bringen.

12Da erschien ihm der Engel des Herrn und sagte zu ihm: Der Herr sei mit dir, starker Held.

13Doch Gideon sagte zu ihm: Ach, mein Herr, ist der Herr wirklich mit uns? Warum hat uns dann all das getroffen? Wo sind alle seine wunderbaren Taten, von denen uns unsere Väter erzählt haben? Sie sagten doch: Wirklich, der Herr hat uns aus Ägypten heraufgeführt. Jetzt aber hat uns der Herr verstoßen und uns der Faust Midians preisgegeben.

14Da wandte sich der Herr ihm zu und sagte: Geh und befrei mit der Kraft, die du hast, Israel aus der Faust Midians! Ja, ich sende dich.

15Er entgegnete ihm: Ach, mein Herr, womit soll ich Israel befreien? Sieh doch, meine Sippe ist die schwächste in Manasse, und ich bin der Jüngste im Haus meines Vaters.

16Doch der Herr sagte zu ihm: Weil ich mit dir bin, wirst du Midian schlagen, als wäre es nur ein Mann.

17Gideon erwiderte ihm: Wenn ich dein Wohlwollen gefunden habe, dann gib mir ein Zeichen dafür, dass du selbst es bist, der mit mir redet.

18Entfern dich doch nicht von hier, bis ich zu dir zurückkomme; ich will eine Gabe für dich holen und sie vor dich hinlegen. Er sagte: Ich werde bleiben, bis du zurückkommst.

19Gideon ging (ins Haus) hinein und bereitete ein Ziegenböckchen zu sowie ungesäuerte Brote von einem Efa Mehl. Er legte das Fleisch in einen Korb, tat die Brühe in einen Topf, brachte beides zu ihm hinaus unter die Eiche und setzte es ihm vor.

20Da sagte der Engel Gottes zu ihm: Nimm das Fleisch und die Brote, und leg sie hier auf den Felsen, die Brühe aber gieß weg! Gideon tat es.

21Der Engel des Herrn streckte den Stab aus, den er in der Hand hatte, und berührte mit seiner Spitze das Fleisch und die Brote. Da stieg Feuer von dem Felsblock auf und verzehrte das Fleisch und die Brote. Der Engel des Herrn aber war Gideons Augen entschwunden.

22Als nun Gideon sah, dass es der Engel des Herrn gewesen war, sagte er: Weh mir, Herr und Gott, ich habe den Engel des Herrn von Angesicht zu Angesicht gesehen.

23Der Herr erwiderte ihm: Friede sei mit dir! Fürchte dich nicht, du wirst nicht sterben.

24Gideon errichtete an jener Stelle einen Altar für den Herrn und nannte ihn: Der Herr ist Friede.



Evangelium Mt 19, 23-30

Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Got­tes gelangt

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

23Da sagte Jesus zu seinen Jüngern: Amen, das sage ich euch: Ein Reicher wird nur schwer in das Himmelreich kommen.

24Nochmals sage ich euch: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.

25Als die Jünger das hörten, erschraken sie sehr und sagten: Wer kann dann noch gerettet werden?

26Jesus sah sie an und sagte zu ihnen: Für Menschen ist das unmöglich, für Gott aber ist alles möglich.

27Da antwortete Petrus: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was werden wir dafür bekommen?

28Jesus erwiderte ihnen: Amen, ich sage euch: Wenn die Welt neu geschaffen wird und der Menschensohn sich auf den Thron der Herrlichkeit setzt, werdet ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.

29Und jeder, der um meines Namens willen Häuser oder Brüder, Schwestern, Vater, Mutter, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird dafür das Hundertfache erhalten und das ewige Leben gewinnen.

30Viele aber, die jetzt die Ersten sind, werden dann die Letzten sein, und die Letzten werden die Ersten sein.


(Quelle Erzabtei Beuron)
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NetMarie
Beitrag 19.08.2003, 00:36
Beitrag #127


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Ja, ich sende dich.
Weil ich mit dir bin, wirst du Midian schlagen, als wäre es nur ein Mann
Der Herr ist Friede.



... scheint ein schönes Buch zu sein...
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Monika
Beitrag 19.08.2003, 04:31
Beitrag #128


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Doch Gideon sagte zu ihm: Ach, mein Herr, ist der Herr wirklich mit uns? Warum hat uns dann all das getroffen? Wo sind alle seine wunderbaren Taten, von denen uns unsere Väter erzählt haben?
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Erich
Beitrag 19.08.2003, 07:37
Beitrag #129


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Mit Widmung an Zorn0

Nochmals sage ich euch: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.
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Edith
Beitrag 19.08.2003, 07:38
Beitrag #130


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24Gideon errichtete an jener Stelle einen Altar für den Herrn und nannte ihn: Der Herr ist Friede.
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Martin
Beitrag 19.08.2003, 09:12
Beitrag #131


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Geh
und befrei mit der Kraft, die du hast,
Israel aus der Faust Midians!
Ja, ich sende dich.

...

Doch der Herr sagte zu ihm:
Weil ich mit dir bin,
wirst du Midian schlagen,
als wäre es nur ein Mann.


Wenn es Gott ist, der sendet, reicht die Kraft des Menschen aus.
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Gabriele
Beitrag 19.08.2003, 10:30
Beitrag #132


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Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt.

Du weißt, Herr,
alles verlassen ist ein großes Wort.
So groß, dass ich es nicht von mir sagen kann.
Nachfolgen will ich Dir, Herr,
aber immer wieder stolpere ich,
nicht zuletzt über meine Besitztümer,
über meine Beziehungen und Binungen.
Vieles lässt sich nicht so einfach wegtun,
verlassen.
Hilf mir, Herr,
auf dem Weg der Nachfolge zu bleiben,
hilf mir auf, wenn ich stolpere,
hilf mir weiter, wenn ich zögere.
Amen
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Beitrag 19.08.2003, 13:00
Beitrag #133


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Ja, ich sende dich
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Martin
Beitrag 26.08.2003, 06:38
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Dienstag der 21. Woche im Jahreskreis


Zur Lesung. „Mit Macht und mit dem Heiligen Geist und mit voller Gewissheit“ (1, 5) hat Paulus in Thessalonich das Evangelium verkündet, noch mit den Striemen von Philippi am Leib (vgl. Apg 16, 20-24). In der Verkündigung des Evangeliums ist Gottes Macht am Werk: er ist es in Wirklichkeit, der spricht und der auch das Hören gibt. Aber Gott spricht in die Welt hinein durch Menschen, die sich ihm zur Verfügung stellen. Wie einst Jeremia, so weiß sich auch Paulus von Gott geprüft und ange­nommen (V. 4), für gut befunden, um die Botschaft auszurichten. Gott hat ihm das Evangelium anvertraut: sein eigenes Wort, letzten Endes sich selbst als die Gabe des Heils. Daraus ergibt sich für Paulus die doppelte Forderung: Verantwortung vor Gott, der ihn berufen hat, und Liebe zu den Menschen, denen er das Evangelium schuldet. - Zu 2, 4: Jer 1, 5; 11,20; 12, 3; Eph3, 7-13; 1 Tim 1, 11. – Zu 2, 5: 2 Kor 4, 2; 5, 9; Gal 1, 10. (www.erzabtei-beuron.de)



Lesung

1 Thess 2, 1-8


1 Ihr wisst selbst, Brüder, dass wir nicht vergebens zu euch gekommen sind.
2 Wir hatten vorher in Philippi viel zu leiden und wurden misshandelt, wie ihr wisst; dennoch haben wir im Vertrauen auf unseren Gott das Evangelium Gottes trotz harter Kämpfe freimütig und furchtlos bei euch verkündet.
3 Denn wir predigen nicht, um euch irrezuführen, in schmutziger Weise auszunutzen oder zu betrügen,
4 sondern wir tun es, weil Gott uns geprüft und uns das Evangelium anvertraut hat, nicht also um den Menschen, sondern um Gott zu gefallen, der unsere Herzen prüft.
5 Nie haben wir mit unseren Worten zu schmeicheln versucht, das wisst ihr, und nie haben wir aus versteckter Habgier gehandelt, dafür ist Gott Zeuge.
6 Wir haben auch keine Ehre bei den Menschen gesucht, weder bei euch noch bei anderen,
7 obwohl wir als Apostel Christi unser Ansehen hätten geltend machen können. Im Gegenteil, wir sind euch freundlich begegnet: Wie eine Mutter für ihre Kinder sorgt,
8 so waren wir euch zugetan und wollten euch nicht nur am Evangelium Gottes teilhaben lassen, sondern auch an unserem eigenen Leben; denn ihr wart uns sehr lieb geworden.




Zum Evangelium. Im vierten und fünften Wehruf wirft Jesus den Führern des jüdischen Volkes vor, dass sie zwar auf den Buchstaben des Gesetzes großen Wert legen, aber die eigentliche Forderung Gottes nicht begreifen wollen. In ihrer Gesetzespraxis ist weder Liebe zu Gott noch Liebe zu den Menschen; ihre einzige Tugend ist die Genauigkeit. Wenn darüber Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Treue zugrunde gehen, wird der Sinn des Gesetzes verfehlt und das Bild Gottes zur Unkenntlichkeit verzerrt. Was Jesus hier sagt, ist nichts anderes, als was vor ihm die Pro­pheten gesagt haben. - Die Verse 25-26 meinen im Grunde das Gleiche wie die Verse 23-24; der Unterscheidung von wesentlichen und nicht we­sentlichen Vorschriften entspricht hier die von innen und außen. Wenn das Innere, das „Herz“, rein geworden ist, dann wird das äußere Tun von selbst richtig. Das Herz aber wird rein, indem es auf Gottes Wort und Wil­len horcht. - Jer 5, 1; Hos 4, 1-2; Am 5, 21; Sach 7, 9-11; Mk 7, 4; Lk 11, 39-40. (www.erzabtei-beuron.de)


Evangelium

Mt 23, 23-26


23 Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr gebt den Zehnten von Minze, Dill und Kümmel und lasst das Wichtigste im Gesetz außer acht: Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Treue. Man muss das eine tun, ohne das andere zu lassen.
24 Blinde Führer seid ihr: Ihr siebt Mücken aus und verschluckt Kamele.
25 Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr haltet Becher und Schüsseln außen sauber, innen aber sind sie voll von dem, was ihr in eurer Maßlosigkeit zusammengeraubt habt.
26 Du blinder Pharisäer! Mach den Becher zuerst innen sauber, dann ist er auch außen rein.
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Martin
Beitrag 26.08.2003, 09:22
Beitrag #135


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Ihr siebt Mücken aus und verschluckt Kamele.

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Der Stolz auf Erreichtes kann leicht den Blick auf die echten Herausforderungen verstellen.
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NetMarie
Beitrag 26.08.2003, 14:45
Beitrag #136


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Mach den Becher zuerst innen sauber, dann ist er auch außen rein.




> "Komm mit dir ins Reine, dann geht es dir gut."
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Gabriele
Beitrag 26.08.2003, 22:19
Beitrag #137


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Man muss das eine tun, ohne das andere zu lassen.
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Beitrag 27.08.2003, 12:46
Beitrag #138


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Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler!
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Beitrag 02.09.2003, 01:16
Beitrag #139


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Dienstag der 22. Woche im Jahreskreis


Lesung 1 Thess 5, 1-6.9-11

Er ist für uns gestorben, damit wir vereint mit ihm leben
Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher

1Über Zeit und Stunde, Brüder, brauche ich euch nicht zu schreiben.

2Ihr selbst wisst genau, dass der Tag des Herrn kommt wie ein Dieb in der Nacht.

3Während die Menschen sagen: Friede und Sicherheit!, kommt plötzlich Verderben über sie wie die Wehen über eine schwangere Frau, und es gibt kein Entrinnen.

4Ihr aber, Brüder, lebt nicht im Finstern, so dass euch der Tag nicht wie ein Dieb überraschen kann.

5Ihr alle seid Söhne des Lichts und Söhne des Tages. Wir gehören nicht der Nacht und nicht der Finsternis.

6Darum wollen wir nicht schlafen wie die anderen, sondern wach und nüchtern sein.

7Denn wer schläft, schläft bei Nacht, und wer sich betrinkt, betrinkt sich bei Nacht.

8Wir aber, die dem Tag gehören, wollen nüchtern sein und uns rüsten mit dem Panzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf das Heil.

9Denn Gott hat uns nicht für das Gericht seines Zorns bestimmt, sondern dafür, dass wir durch Jesus Christus, unseren Herrn, das Heil erlangen.

10Er ist für uns gestorben, damit wir vereint mit ihm leben, ob wir nun wachen oder schlafen.

11Darum tröstet und ermahnt einander, und einer richte den andern auf, wie ihr es schon tut.


Zum Evangelium Nicht Nazaret, sondern Kafarnaum wird zum Mittelpunkt der Tätigkeit Jesu in Galiläa. Nicht seine Verwandten sammelt Jesus um sich, sondern die Jünger, die er in freier Wahl beruft. Von Anfang an tritt er „mit Vollmacht und Kraft“ auf (V. 36); er redet „mit göttlicher Vollmacht“ (V. 32), er lehrt nicht wie die Rabbiner, indem er sich auf fremde Autoritäten beruft; aus eigenem Wissen und eigener Gewissheit sagt er: So ist es. Die Zuhörer sind bestürzt, ohne recht zu wissen, was sie denken sollen; die Dämonen aber erkennen mit Entsetzen, dass hier der Mächtigere gekommen ist, der „Heilige Gottes“. Auch „Sohn Gottes“ nennen ihn die Dämonen, z. B. Lk 4, 41. Die beiden Bezeichnungen gehören eng zusammen; sie bezeichnen den, „den der Vater in die Welt gesandt hat“ (Joh 10, 36), den Messias (Lk 4, 41). – Mk 1, 21-28; Mt 7, 28-29; Apg 13, 12; Mt 8, 29; Lk 8, 28; Joh 6, 69.





Evangelium Lk 4, 31-37

Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes!
+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

31Jesus ging hinab nach Kafarnaum, einer Stadt in Galiläa, und lehrte die Menschen am Sabbat.

32Sie waren sehr betroffen von seiner Lehre, denn er redete mit (göttlicher) Vollmacht.

33In der Synagoge saß ein Mann, der von einem Dämon, einem unreinen Geist, besessen war. Der begann laut zu schreien:

34Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes!

35Da befahl ihm Jesus: Schweig und verlass ihn! Der Dämon warf den Mann mitten in der Synagoge zu Boden und verließ ihn, ohne ihn jedoch zu verletzen.

36Da waren alle erstaunt und erschrocken, und einer fragte den andern: Was ist das für ein Wort? Mit Vollmacht und Kraft befiehlt er den unreinen Geistern, und sie fliehen.

37Und sein Ruf verbreitete sich in der ganzen Gegend.


(Quelle Erzabtei Beuron)
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Monika
Beitrag 02.09.2003, 01:53
Beitrag #140


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Darum tröstet und ermahnt einander, und einer richte den andern auf, wie ihr es schon tut.
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Gabriele
Beitrag 02.09.2003, 09:39
Beitrag #141


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Ihr aber, Brüder, lebt nicht im Finstern, so dass euch der Tag nicht wie ein Dieb überraschen kann.
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Martin
Beitrag 02.09.2003, 13:35
Beitrag #142


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Darum tröstet und ermahnt einander, und einer richte den andern auf, wie ihr es schon tut.
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ThomasB.
Beitrag 02.09.2003, 17:59
Beitrag #143


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und einer richte den andern auf
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Martin
Beitrag 09.09.2003, 07:13
Beitrag #144


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Dienstag der 23. Woche im Jahreskreis


Zur Lesung. „Falsche Lehren“ gehen in Kolossä um: wir können sie nur aus dem erschließen, was Paulus in diesem Brief sagt, um die Christen zu warnen. In der heutigen Lesung ist die Rede von menschlichen Über­lieferungen, von Elementarmächten der Welt (V.8), von Beschneidung (V. 11), von Fürsten und Gewalten (V. 15); in der Fortsetzung des Briefs sehen wir, dass es sich außerdem um Fragen von Speise und Trank, von Neumond und Sabbat handelte, auch um die Verehrung von Engeln (V.16.18). Das alles, sagt Paulus, sind menschliche Vorschriften und Leh­ren (V. 22), Befriedigung irdischer Eitelkeiten (V. 23). - Irrlehren sehen heute anders aus als vor 1900 Jahren. Aber auch heute ist die Frage, ob wir uns durch Christus die Vergebung der Sünden schenken lassen, ob wir durch ihn die Freiheit und die Fülle des Lebens haben, oder ob wir nach anderen Heilbringern ausschauen: nach Menschen, Systemen, Dro­gen, „Elementarmächten der Welt“, nach „Geschöpfen anstelle des Schöp­fers“ (Röm 1, 25). - Eph 3, 17; 1 Thess 2, 13; Gal 4, 3; Eph 5, 6: - Zu 2, 9-10: Eph 1, 13; 3, 19; 4, 12-14. - Zu 2, 11-13: Jer 4, 4; Röm 2, 25-29; Phil 3, 3; Röm 6, 4; Eph 2, 1.5-6. - Zu 2, 14-15: Eph 2. 14-16; Jes 53, 12; 1 Petr 3, 22; 2 Kor 2, 14. (www.erzabtei-beuron.de)


Lesung

Kol 2, 6-15


6 Ihr habt Christus Jesus als Herrn angenommen. Darum lebt auch in ihm!
7 Bleibt in ihm verwurzelt und auf ihn gegründet, und haltet an dem Glauben fest, in dem ihr unterrichtet wurdet. Hört nicht auf zu danken!
8 Gebt acht, dass euch niemand mit seiner Philosophie und falschen Lehre verführt, die sich nur auf menschliche Überlieferung stützen und sich auf die Elementarmächte der Welt, nicht auf Christus berufen.
9 Denn in ihm allein wohnt wirklich die ganze Fülle Gottes.
10 Durch ihn seid auch ihr davon erfüllt; denn er ist das Haupt aller Mächte und Gewalten.
11 In ihm habt ihr eine Beschneidung empfangen, die man nicht mit Händen vornimmt, nämlich die Beschneidung, die Christus gegeben hat. Wer sie empfängt, sagt sich los von seinem vergänglichen Körper.
12 Mit Christus wurdet ihr in der Taufe begraben, mit ihm auch auferweckt, durch den Glauben an die Kraft Gottes, der ihn von den Toten auferweckt hat.
13 Ihr wart tot infolge eurer Sünden, und euer Leib war unbeschnitten; Gott aber hat euch mit Christus zusammen lebendig gemacht und uns alle Sünden vergeben.
14 Er hat den Schuldschein, der gegen uns sprach, durchgestrichen und seine Forderungen, die uns anklagten, aufgehoben. Er hat ihn dadurch getilgt, dass er ihn an das Kreuz geheftet hat.
15 Die Fürsten und Gewalten hat er entwaffnet und öffentlich zur Schau gestellt; durch Christus hat er über sie triumphiert.




Zum Evangelium. Die Berufung der Zwölf berichtet Lukas (6, 12-16) mit ungewöhnlicher Feierlichkeit. Jesus geht auf den Berg, um zu beten. Der Berg ist der Ort der Gottesoffenbarungen, der bevorzugte Ort des Gebets. Nur an dieser Stelle wird berichtet, Jesus habe die ganze Nacht gebetet. Es ist ein entscheidender Augenblick. Aus dem Kreis der Jünger werden zwölf herausgerufen, „ausgewählt“. Kein Wort darüber, warum gerade diese zwölf es sind die, die der Vater ihm „gegeben“ hat. Wozu er sie auswählt, wird hier nicht gesagt (vgl. Mk 3, 14). Vorerst sind sie die beständigen Begleiter Jesu, Zeugen all dessen, was er sagt und tut, später die Zeugen seiner Auferstehung (vgl. Apg 1, 21-22). Durch ihre Zwölfzahl sind sie Zeichen des neu geschaffenen Gottesvolkes, das aus allen Völkern der Erde zusammenkommt. - Unten, „in der Ebene“, wartet das Volk. Kranke und unglückliche Menschen drängen sich an Jesus heran. Er heilt sie, und er spricht zu ihnen. - Zu 6, 12-16: Mk 3, 13-19; Mt 10, 1-4. - Zu 6, 17-19: Mk 3, 7-12; Mt 4, 24-25; Lk 5, 17; 8, 45-47; Mk 5, 30. (www.erzabtei-beuron.de)


Evangelium

Lk 6, 12-19


12 In diesen Tagen ging er auf einen Berg, um zu beten. Und er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott.
13 Als es Tag wurde, rief er seine Jünger zu sich und wählte aus ihnen zwölf aus; sie nannte er auch Apostel.
14 (Es waren) Simon, dem er den Namen Petrus gab, und sein Bruder Andreas, dazu Jakobus und Johannes, Philippus und Bartholomäus,
15 Matthäus und Thomas, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Simon, genannt der Zelot,
16 Judas, der Sohn des Jakobus, und Judas Iskariot, der zum Verräter wurde.
17 Jesus stieg mit ihnen den Berg hinab. In der Ebene blieb er mit einer großen Schar seiner Jünger stehen, und viele Menschen aus ganz Judäa und Jerusalem und dem Küstengebiet von Tyrus und Sidon
18 strömten herbei. Sie alle wollten ihn hören und von ihren Krankheiten geheilt werden. Auch die von unreinen Geistern Geplagten wurden geheilt.
19 Alle Leute versuchten, ihn zu berühren; denn es ging eine Kraft von ihm aus, die alle heilte.
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Martin
Beitrag 09.09.2003, 10:20
Beitrag #145


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