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> Suche Beleg für eine spezielle Geschichte von Don Bosco
nannyogg57
Beitrag 29.01.2010, 21:49
Beitrag #51


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Es gibt von Don Bosco eine Geschichte aus seiner Kindheit, an die ich mich nur wenig exakt erinnere. Er hatte als Schüler sein Lateinbuch vergessen und zitierte den lateinischen Text aus dem Kopf und übersetzte ins Deutsche, damit der Lehrer es nicht merkte. Seine Mitschüler reagierten auffälig, deshalb nur bemerkte es der Lehrer. Ich suche zu dieser Geschichte die Quelle, möglichst natürlich die Primärquelle.

Mein Sohn kassiert ständig Verweise (insgesamt 3-4), weil er sich nicht meldet, wenn er seine Hausaufgaben vergessen hat. Ich habe ihm schon zugesichert, dass ich jede Mitteilung wegen vergessener HA kommentarlos unterschreibe, aber irgendwie hilft das nix. Er ist nicht besonders fleißig und lügen kann er gar nicht gut. Mich regt es auf, dass die Lehrer dieses Vergehen eines Schülers moralisch aufblasen und als Vertrauensmissbrauch hinstellen. Kontrollieren soll die HA ja ich als Mutter, aber das ist schwierig. Irgendwie kann ich mich dunkel erinnern, dass die HA-Kontrolle in meiner Zeit noch von den Lehrern durchgeführt wurde und dass Eltern damals noch nicht als Hilfslehrer eingesetzt wurden.
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Xamanoth
Beitrag 12.02.2010, 20:07
Beitrag #52


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Ich kann nanny... verstehen. Ich kann die Haltung einiger Leute hier schwer nachvollziehen. Es ist einfach Unsinn, dass es so etwas wie eine moralische Pflicht der Schüler gebe
a) die Hausaufgaben zu machen und im Unterricht konstruktiv mitzuarbeiten
b ) der Eltern darauf hinzuwirken.

Ich war früher der Ansicht, dass schulische Aufgaben geprüft werden sollten, ob sie
a) sinnvoll
b ) interessant oder unterhaltsam sind. Und sie nur dann zu erfüllen. Ansonsten sich so durchzuschlängeln, dass man keine zu harten Sanktionen zu erwarten hat.

Und mit dieser Einstellung - die kritisch, selbstdenkend ist - habe ich es zum einserabitur und prädikatsexamen gebracht. Irgendwie vertrete ich die Haltung immer noch- während die anderen letzte Woche von acht bis dreizehn uhr bei einer übungsklausur für das zweite examen saßen, die irgendein Schafskopf alls verpflichtend für alle bezeichent hatte - habe ich vier seiten hingeklatscht, mit einer Sauklaue, und bin um zehn uhr gegangen.

Ich weiß nicht, woher die Ansicht kommt, dass Lehrer so etwas wie ein grundrecht auf Respekt hätten. Respekt muss man sich verdienen. Ein Lehrer verdient Respekt, wenn er
a) sich durchzusetzen versteht
b ) interessanten Stoff vermitteln kann.
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nannyogg57
Beitrag 12.02.2010, 21:41
Beitrag #53


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ZITAT(Xamanoth @ 12.02.2010, 20:07) *
Ich kann nanny... verstehen. Ich kann die Haltung einiger Leute hier schwer nachvollziehen. Es ist einfach Unsinn, dass es so etwas wie eine moralische Pflicht der Schüler gebe
a) die Hausaufgaben zu machen und im Unterricht konstruktiv mitzuarbeiten
b ) der Eltern darauf hinzuwirken.

Ich war früher der Ansicht, dass schulische Aufgaben geprüft werden sollten, ob sie
a) sinnvoll
b ) interessant oder unterhaltsam sind. Und sie nur dann zu erfüllen. Ansonsten sich so durchzuschlängeln, dass man keine zu harten Sanktionen zu erwarten hat.

Und mit dieser Einstellung - die kritisch, selbstdenkend ist - habe ich es zum einserabitur und prädikatsexamen gebracht. Irgendwie vertrete ich die Haltung immer noch- während die anderen letzte Woche von acht bis dreizehn uhr bei einer übungsklausur für das zweite examen saßen, die irgendein Schafskopf alls verpflichtend für alle bezeichent hatte - habe ich vier seiten hingeklatscht, mit einer Sauklaue, und bin um zehn uhr gegangen.

Ich weiß nicht, woher die Ansicht kommt, dass Lehrer so etwas wie ein grundrecht auf Respekt hätten. Respekt muss man sich verdienen. Ein Lehrer verdient Respekt, wenn er
a) sich durchzusetzen versteht
b ) interessanten Stoff vermitteln kann.


Alles besser als Mitleid. Aber ich stimme dir zu. Die Religionspädagogik gerade verlangt von ihren Adepten, diese letztgenannten Kriterien zu erfüllen. Es gelingt nicht in jeder Stunde. Bei 26 Wochenstunden gibt es oft mal Unterricht aus der Konserve, aber zumindestens wird darauf geachtet, dass in den Konserven was Gutes drin ist. Ich weiß, dass in Grund- und Hauptschulen die Fähigkeiten der Lehrer, ihren Stoff, die Medien und die Methoden zu reflektieren, auf hohem Niveau eingefordert werden. Fähige Lehrer sind selbstbewusste Lehrer und die haben kein Autoritätsproblem.

Oft ist es der Alltag, der einem das Kreuz bricht: Doppelführung, große Klassen, zu viel Stunden, Probleme im Kollegium, mit dem Rektor.

Was im Gymnasium abläuft, kann ich nur mehr als Mutter beurteilen. Hier wird ja auf die "Eigenständigkeit" der Schüler gesetzt. Manchmal heißt das, dass nicht der Lehrer motiviert, sondern die Schüler das tun müssen. Manche unterrichten wohl nach dem Prinzip: "Friß Vogel oder stirb!"

Ich weiß nicht, inwieweit die Kollegen dort den Stoff schülergerecht aufbereiten und oder nur so vermitteln, dass außer der Begründung "das steht im Lehrplan" keinerlei Reflexion durch die Lehrer stattfindet. Das gilt nicht für alle, aber für manche. Und ich glaube, von denen wissen viele nicht, was es in der Zauberkiste der Methoden und Medien, der didaktischen Winkelzüge alles so gäbe. Und von den Hauptschul- und Grundschullehrern will man nichts lernen, denn man hat ja was Höheres studiert.
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