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Einsteinchens Spielwiese


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1110 Antworten in diesem Thema

#1101 Einsteinchen

Einsteinchen

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Geschrieben 14 June 2017 - 03:41

Wenn ich bei der Aufenthaltsgenehmigungsprüfung für den Kulturislamisten Bassan Tibi der für ihn zuständige Beamte gewesen wäre, hätte ich ihm eine einzige Frage gestellt. Bassam Tibi konnte sehr gut deutsch und er beschwerte sich bei seiner Prüfung, in einem ORF-Interview, dass ihn so ein Jungspund von Beamter wie einen Erstklassler prüfte.

Meine Frage als strenger Verfassungsschützer und Terroristenschnüffler wäre eine Religionsfrage gewesen.

Die Frage, die ich ihm gestellt hätte, wäre gewesen:

 

Angenommen, Sie sitzen vor Ihrem Fernsehgerät in Ihrer Wohnung und sehen den Film: Zwei kesse Bienen auf den Philippinen (deutscher Schmuddelfilm) Was tun Sie dafür oder dagegen?

Ein Aufsatz für Sie, einzureichen in einer Woche beim deutschen (Ich glaube Bassam Tibi ist Deutscher) Verfassungsdienst und BND.

Die schriftliche Entscheidung, ob Sie Bürger der BRD werden dürfen, erfolgt in Kürze.

 

Durch linquistische Analysen kann man ja herausbekommen, ob einer Terrorist, Flüchtling, Attentäter oder Bombenbastler ist.

 

Wie man sieht bin ich noch immer völlig in der Lage, mich in die paranoide Verschwörungsmentalität hineinzufühlen.


Bearbeitet von Einsteinchen, 14 June 2017 - 04:12.


#1102 Einsteinchen

Einsteinchen

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Geschrieben 15 June 2017 - 02:06

In meinen Texten kommt sehr viel von Bildung vor und vom Lernen in Büchern, mit Physik und Philosophie, aber dabei soll man nie vergessen, dass in der Zeit des Analphabethismus die Menschen auch groß wurden und schön. Das wäre die sogenannte Herzensbildung. Es gibt ja die Ansicht mancher neuzeitlichen Atheisten, das Bronzevolk der Juden wäre bildungslos und schriftlos gewesen, primitive Ziegenhirten, überspitzt gesagt. Ich glaube das zwar nicht. Aber schriftlose Gesellschaften gibt es. Sie sind Menschen. Und ich würde mich über sie nicht erheben. Sie bekommen ihre Gottesebenbildlichkeit und nicht zu unterschätzenden Talente (im Sinne des Gleichnisses Jesu) eben von anderswo, wo wir Westlichen keine Ahnung haben. Zum Beispiel, was wissen wir schon von den australischen Aborigines.


Bearbeitet von Einsteinchen, 15 June 2017 - 02:06.


#1103 Einsteinchen

Einsteinchen

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Geschrieben 15 June 2017 - 15:27

Wenn man in youtube den Begriff "mindcontrol" sucht, findet man zwei Dinge

Mindcontrol:

Versuch, mit allen Mitteln einen Menschen fernzusteuern und zu kontrollieren. (böse)

Versuch, sich selbst in Kontrolle zu bringen mit verschiedenen Methoden (gut)

 

Beide Weisen sind ein faszinierendes Gebiet für mich, der ich vom Kopf her lebe, und mir gerne vorstelle, man sei ein Automat.


Bearbeitet von Einsteinchen, 15 June 2017 - 17:09.


#1104 Einsteinchen

Einsteinchen

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Geschrieben 16 June 2017 - 02:24

Jeder kennt soweit die Quantenmechanik, weil er populärwissenschaftliche Werke darüber liest. Gleichzeitig kennt jeder Richard Feynman, der jemanden, der über Quantenmechanik liest, damit einschüchtert, dass er sagt, wer glaubt, die Quantenmechanik zu verstehen, der habe sie nicht verstanden. Wer ist absolut strenger:

Die Wissenschaft, die jeden mit diesem Quantenmechanik-Diktum einschüchtert.  oder

Die religiösen Autoritäten (Bischöfe, Theologen, Papst) mit ihrem Lehren über Gott.

 

Wer schüchtert mehr ein? Richard Feynman oder der Obertheologe?

 

Wann darf man sagen, man versteht was?


Bearbeitet von Einsteinchen, 16 June 2017 - 02:27.


#1105 Einsteinchen

Einsteinchen

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Geschrieben 17 June 2017 - 06:54

Es ist ein seltsames Phänomen, dass mir als Kind der Eindruck aufgedrängt wurde, Filme von Peter Alexander oder Roy Black seien was für Opas und Omas und über das war ich erhaben, jetzt, da ich älter bin, gefallen mir die Filme und sie wirken gar nicht so kindisch, sondern man kann die hohe Professionalität der Schauspieler bewundern. Als Kind mag man dabei gedacht haben: Ach was, das brauch ich nicht, ich bin ja erwachsen. Kitsch, Schnulze, Schwank, solche apodiktischen Wörter mag man da wohl aufgeschnappt haben, und wusste von irgendwo her gleichzeitig, dass das was Übles ist.

Ein seltsames Phänomen ist auch, mit einem schwerhörigen alten Mann, meinem Vater zu fernsehen. (als er noch lebte). Ich sah Fernsehen mit seinen Sinnen, besonders mit seinem Hörsinn. Ich hörte zwar gut, aber wenn im Fernsehen wer flüsterte, wusste ich, mein Vater hörte das nicht, und so war meine Aufmerksamkeit dahin, und ich nahm den Film verzerrt war, denn der Eindruck war übermächtig, dass man das ja nicht hören konnte. 

Wenn ein Liebespaar stritt, was ich ja eigentlich ertrug, und sie sich dann versöhnt küssten, sagte mein Vater: Typisch, zuerst streiten, dann sich um den Hals fallen und abschlecken! Auch das verzerrte die Wahrnehmung des Filmes, wenn ich ihn mir jetzt allein ansehe.

Wenn in den Nachrichtensendungen eine palästinensische Gruppe schreiend und jammernd einen Toten durch die Straßen trug, sagte mein Vater abwertend. Solche Fanatiker. Und ich hatte das ganze Bild des Orients, wie er dann auch für mich war in mir.

Ich bin nicht abgegrenzt vom Urteil der anderen Menschen, von den Sinnen der anderen.

Das muss ich noch lernen.

Ich nahm immer mit den Sinnen von Vater und Mutter auf, was ja biblisch (viertesgebotmäßig) konform ist, (auf dass ich lange lebe), aber jetzt sind sie im Jenseits und ich müsste das nicht mehr tun.


Bearbeitet von Einsteinchen, 17 June 2017 - 07:18.


#1106 Einsteinchen

Einsteinchen

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Geschrieben 18 June 2017 - 02:14

Wenn ein Psychotiker auf einen Psychotiker trifft, lösen sich deren Gedankenwelten wie in der Physik, wo Wellenberg auf Wellental trifft, auf in eine stabile ruhige Weltwahrnehmung, und die beiden sind irgendwo, ganz ruhig und sanft, und man kann das, was zwischen ihnen passieren mag, im Nachhinein den anderen Menschen nicht mehr vermitteln. Oder, anders ausgedrückt, ruhiges Auge (obwohl psychotisch) trifft interessiertes Auge (auch versiert in Psychosen) und beide gehen für eine Zeit gemeinsame Wege.

Ich bin immer noch am Analysieren jenes fahrradfahrenden Trickbetrügers, den ich schon mehrmals erwähnt habe. Ich analysiere: Wie hat er das gemacht? Was hat er bewußt gemacht? Wo habe ich mitgemacht und war unaufmerksam? Würde es ihm, wenn ich ihn wieder träfe, nochmal gelingen, mich um den Finger zu wickeln?

Aus Fehlern kann man lernen.

Ich betrachte diesen Menschen und seine Erfahrung mit ihm als Feldtest, als Seminarlehrstück in der Kunst des Gaucklertums, der Taschenspielertricks und Zigeuner. Gerade gestern habe ich bei (wahrscheinlich einem Sinti oder Roma) obsiegt. Er fand vor meinen Füßen einen Goldring, tat sehr glücklich und überrascht und versuchte den Ring auf seine Finger zu stecken. Dort passten sie nicht. Also testete er meine Finger. Auf meinem Finger passte der Goldring perfekt. Er gratulierte mir und sagte. Heute ist ein Glückstag. Ich wollte gehen und mich bedanken, aber er wollte Geld von mir. Halb sagte ich Nein, ich hätte nichts und kramte meine Geldtasche heraus und zeigte ihm meinen Cent-Inhalt, Ich hatte die Cents auch schon in der Hand, um sie ihm zu geben, aber er beharrte auf 10 Euro, wahrscheinlich sah er sie hervorlugen aus meiner Brieftasche, ich war aber standhaft und konnte mich überwinden, den Ring von meinem Finger zu ziehen, ihn ihm zu geben und weiterzugehen.

Er war kein Verbrecher, denn er zuckte über diesen Affront (aus meiner Wahrnehmung gesehen) nicht aus.

Ich suche aus diesen Lernerfahrungen gewitzter zu werden und fühle mich da eher nicht wie Jesus, der die andere Backe hinhält, sondern eher wie der germanische Gott Loki, der Trickster, oder wie der schamanische Coyote. Auf jeden Fall habe ich den Eindruck, ich will die dunklen Seiten integrieren.


Bearbeitet von Einsteinchen, 18 June 2017 - 03:07.


#1107 Einsteinchen

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Geschrieben 18 June 2017 - 02:59

Denn Nein sagen ist für einen gewesenen psychotisch getränkten Gott, der ja für alle nur das Beste will, das Schwierigste überhaupt. Da gibt es ein Buch von christlichen Schriftstellern: "Nein sagen ohne Schuldgefühle". Denn wenn man dann die Schuldgefühle abgelegt hat, und dann gar keine Bedenken mehr hat, Nein zu sagen, landet man am anderen Ende des metaphysischen Straßengrabens.


Bearbeitet von Einsteinchen, 18 June 2017 - 03:01.


#1108 Long John Silver

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Geschrieben 18 June 2017 - 08:20

Jeder kennt soweit die Quantenmechanik, weil er populärwissenschaftliche Werke darüber liest. Gleichzeitig kennt jeder Richard Feynman, der jemanden, der über Quantenmechanik liest, damit einschüchtert, dass er sagt, wer glaubt, die Quantenmechanik zu verstehen, der habe sie nicht verstanden. Wer ist absolut strenger:

Die Wissenschaft, die jeden mit diesem Quantenmechanik-Diktum einschüchtert.  oder

Die religiösen Autoritäten (Bischöfe, Theologen, Papst) mit ihrem Lehren über Gott.

 

Wer schüchtert mehr ein? Richard Feynman oder der Obertheologe?

 

Wann darf man sagen, man versteht was?

 

Ich fuehle mich von keinem der beiden eingeschuechtert. 

 

Gaebe es einen triftigen Grund dazu?



#1109 Einsteinchen

Einsteinchen

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Geschrieben 18 June 2017 - 22:20

Don Bosco war ein Multitalent. Und er führte auch Zauberkunststücke auf. Das beunruhigte einige geistliche Mitbrüder so sehr (im 19. Jahrhundert), dass sie glaubten, er sei mit dem Teufel im Bunde. Aber Don Bosco war so nachgiebig, dass er den abergläubischen Mitbrüdern seine Tricks langsam vorführte und gleichzeitig erklärte, so dass sie erleichtert aufatmeten und ihn gewähren ließen.


Bearbeitet von Einsteinchen, 18 June 2017 - 22:21.


#1110 Einsteinchen

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Geschrieben 21 June 2017 - 06:32

Selbstmord oder vielleicht linder gesagt Freitod halte ich für das Schrecklichste, das es gibt. Dabei gibt es einen Philosophen, der das propagiert hat, nämlich

Jean Amery, aber dieser Mensch war nicht geisteskrank, nur meiner Meinung nach von einer fixen Idee besessen, wenn man diese Idee aus seinem Geist herausextrahieren hätte können, hätte er sich nicht umgebracht. Wenn man Mozarts Zauberflöte ansieht, ein wunderbares Werk, sowohl von Mozart als auch von Emanuel Schikaneder, da will sich der heitere Papageno umbringen, wegen irgend einem Liebeskummer, und er singt "Lebe wohl, du falsche Welt" und bereitet den Strick an dem Baum vor. Wie das so bei Opern ist, wird er abgehalten von drei singenden Frauen, die plötzlich da sind. Und komischerweise ist Papageno gar nicht klinisch lebensmüde, und der Selbstmord, der doch so knapp durchgeführt schien, ist vom Tisch.

Die Opernmenschen leben immer im Extrem, an einem seidenen Faden. Fühlte sich Jean Amery auch an einem seidenen Faden geführt? Anders als Papageno hielt ihn niemand ab.

Es stellt sich für mich auch die Frage: Wie frei ist der Mensch? 


Bearbeitet von Einsteinchen, 21 June 2017 - 06:34.


#1111 Einsteinchen

Einsteinchen

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Geschrieben 22 June 2017 - 18:11

Wenn man an die Allerlösung glaubt, und man allein ist und nicht liiert mit irgendwelchen Menschen (Probezölibat) kann man die Abstraktionsleistung vollbringen in seiner Seele, jeden Menschen mathematisch als einen Punkt zu betrachten, natürlich ist jeder Mensch in Wirklichkeit so ca zwischen 30 cm und 2 Meter groß, aber im Vergleich zum Universum ein Punkt. So haftet kein Mensch an einem an und kann keine Kontrolle über einen übernehmen, und man gewinnt die Fähigkeit, wenn man diese Abstraktionsleistung tief in seinem Geist verankert hat, den Menschen, so zu nehmen, wie er ist. Steht man konkret als 1.60 cm Mensch einem 1.80 cm Mensch gegenüber, hat man durch diese geistige Disziplin die wichtige Distanz erlernt, um mit jedem Menschen richtig umzugehen, sei er ein Filmstar, ein weltberühmter Held oder ein Großer in der Literatur. Durch diese Haltung werden kritische Extasen verhindert, die eventuell zum Beispiel Teenager befallen, wenn sie Paul McCartney treffen oder einen Eintagsfliegenstar aus einer RTL-Serie.

Und man kann so jeden Menschen lieben, wobei ich witzig finde, dass Jesus die Liebe als Befehl formuliert hat.


Bearbeitet von Einsteinchen, 22 June 2017 - 18:19.





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