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Trump


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1893 Antworten in diesem Thema

#1601 Long John Silver

Long John Silver

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Geschrieben 16 February 2017 - 20:01

Interessanter Ansatz eines "Verhandlungsexperten" auf "heute.de": Er versucht Trump als rational handelnden Agenten (*) der US-Interessen aufzufassen, der statt des "diplomatischen " Wegs eine konfrontative Verhandlungsstrategie benutzt. Ich halte die Idee insofern für gut, als sie sicherlich für unsere Regierung der beste Rat ist: Von einem rational handelnden Agenten auszugehen und die optimale Gegenstrategie auszutüfteln und anzuwenden. Man muss in der Tat gegen eine solche Strategie (wenn es sie denn gibt) anders vorgehen, als bisher. Falls Trump gar nicht rational handelt, wäre es dennoch kein Fehler, in der eigenen Strategie so zu tun, als handle er rational. Das ist Spieltheorie.

 

(*) "Agent" nicht im Sinne von "Spion", sondern im Sinne von "Handlungsträger".

 

Ich hatte das vor einigen Tagen, allerdings nicht so ausformuliert, dahingehend skizziert, dass es um Businessstrategie vs. Diplomatische Strategie geht, zwei Modelle, die so noch nicht aufeinander trafen bisher in der Politik. 



#1602 Mac Craig

Mac Craig

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Geschrieben 17 February 2017 - 10:23

 

 

Wenn ich von Spannung rede, dann meine ich die dramaturgische Spannung und nicht die Stärke des elektrischen Stroms.

Niemand der von Spannung redet meint damit die Stärke des elektrischen Stroms. SCNR.

 

Öhm, doch. 

Dale

 

 

Nicht Öhm, Ohm hieß der gute Mann. U = R*I nicht U = I.

Egal, Club-Ausflug ist am 3. Oktober.


Bearbeitet von Mac Craig, 17 February 2017 - 10:24.


#1603 Mac Craig

Mac Craig

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Geschrieben 17 February 2017 - 10:29

Sehenswertes Video einer Pressekonferenz.
 

 

The news is fake because so much of the news is fake.

:wacko:



#1604 Dale Earnhardt

Dale Earnhardt

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Geschrieben 17 February 2017 - 10:41

 

 

 

Wenn ich von Spannung rede, dann meine ich die dramaturgische Spannung und nicht die Stärke des elektrischen Stroms.

Niemand der von Spannung redet meint damit die Stärke des elektrischen Stroms. SCNR.

 

Öhm, doch. 

Dale

 

 

Nicht Öhm, Ohm hieß der gute Mann. U = R*I nicht U = I.

Egal, Club-Ausflug ist am 3. Oktober.

 

Ich meinte es selbstverständlich UMGANGSSPRACHLICH, du...äh...du....ohm.....du.... GROSSER VORSITZENDER....

Dale 

 

PS: Stullen selbst schmieren oder gibt es was zu futtern? 



#1605 Sokrates

Sokrates

    Kritischer Rationalist

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Geschrieben 17 February 2017 - 11:42

Jetzt geht sogar schon Fox-News auf Distanz zum Trumpel: Shepard Smith, einer der führenden Nachrichtenleute bei Fox-News mit einem Zornesausbruch in seiner Sendung.



#1606 Franciscus non papa

Franciscus non papa

    Franciscus non papa -Katholik und Ketzer ;-) Forendiva - Rainbow

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Geschrieben 17 February 2017 - 12:17

Der Realitätsverlust - wenn man von Verlust sprechen kann - bei Trump ist jedenfalls besorgniserregend. Da darf man getrost Zweifel an seiner geistigen Gesundheit haben.



#1607 Lothar1962

Lothar1962

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Geschrieben 17 February 2017 - 13:57

Da darf man getrost Zweifel an seiner geistigen Gesundheit haben.


Selbstverständlich darf man das. Niemand wird Dir das verbieten. Was meinst Du, wen ich alles für bekloppt halte? Manchmal bin ich der einzige Normale in meinem Umfeld.

Aber angesichts der Tatsache, dass dieser Mann seit ca. 40 Jahren ein Firmenimperium nicht ganz erfolglos führt (wobei man sich sicherlich über seine Führungsqualitäten streiten kann) fällt es mir schwer, ihn für bekloppt zu halten. Ich gehe sogar davon aus, dass er weiß, was er tut und dass er die Irritationen, die er verursacht, nicht nur in Kauf nimmt, sondern teilweise einsetzt.

Interessant, in jedem Fall. So hat noch niemand Politik gemacht, vor allem hat noch kein führender Politiker eines so großen und bedeutsamen Landes so Politik gemacht.

Die US-Amerikaner haben ihn gewählt, sie werden schon Möglichkeiten haben, mit ihm zurecht zu kommen. Und im Zweifelsfalle wird er von der Länderebene geblockt, wenn er zu schräg wird. Der extreme Föderalismus wird damit schon fertig (die sind mit fast alles fertig geworden - einzig McCarthy hat etwas zu lange sein Unwesen treiben können).

Insofern kann ich mich zurücklehnen und interessiert zuschauen, wie dieses neue Konzept aufgehen wird. Ich bin mir auch relativ sicher, dass die Amerikaner mein Mitgefühl nicht brauchen - ich brauche ja auch das amerikanische Mitgefühl für unsere Politik nicht.

Und dass der Präsident eines Landes die Interessen seines Landes vertritt, dürfte trivial sein. Ich kenne kein Land, wo das anders wäre. Und üblicherweise werden internationale Verträge auch nur dann abgeschlossen, wenn es einem selber etwas bringt (es sei denn, man wird zu "ungleichen Verträgen" genötigt, wovon ich nun nicht ausgehe).

Jetzt muss mal halt schauen, wie man die neue Situation möglichst positiv nutzen kann. Die Chinesen sind schon mächtig am Arbeiten, es soll eine neue Sino-australische Partnerschaft mit Einladung aller dazwischenliegender Länder aufgebaut werden. Denen ist wahrhaftig ein Reiskuchen ohne ihr Zutun in die Küche gerollt - die wissen ganz genau, welchen Eindruck ein solcher Präsident auf Asiaten macht, und dann cancelt er auch noch die TPP... könnte nicht besser sein.
  • Perle von Long John Silver

#1608 Aristippos

Aristippos

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Geschrieben 17 February 2017 - 14:03

Und dass der Präsident eines Landes die Interessen seines Landes vertritt, dürfte trivial sein. Ich kenne kein Land, wo das anders wäre.

:lol:



#1609 Soulman

Soulman

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Geschrieben 17 February 2017 - 14:06

 

Und dass der Präsident eines Landes die Interessen seines Landes vertritt, dürfte trivial sein. Ich kenne kein Land, wo das anders wäre.

:lol:

 

:lol:  :lol:



#1610 Xamanoth

Xamanoth

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Geschrieben 17 February 2017 - 14:33

 

 

Und dass der Präsident eines Landes die Interessen seines Landes vertritt, dürfte trivial sein. Ich kenne kein Land, wo das anders wäre.

:lol:

 

:lol:  :lol:

 

Was lachet ihr?

Ich kenne auch keines.

Meine Interessen vertrat der letzte Präsident meines Landes gut, und auch beim neugewählten bin ich optimistisch. Gleiches gilt für die Kanzlerin.


  • Perle von Frank

#1611 Thofrock

Thofrock

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Geschrieben 17 February 2017 - 14:50

Aber angesichts der Tatsache, dass dieser Mann seit ca. 40 Jahren ein Firmenimperium nicht ganz erfolglos führt (wobei man sich sicherlich über seine Führungsqualitäten streiten kann) fällt es mir schwer, ihn für bekloppt zu halten. Ich gehe sogar davon aus, dass er weiß, was er tut und dass er die Irritationen, die er verursacht, nicht nur in Kauf nimmt, sondern teilweise einsetzt.

Da liegt scheinbar wirklich ein Widerspruch, mit dem ich so gar nicht klarkomme. Jemand, der offenbar alle Entscheidungen hochemotional und wie ein bockiges Kind trifft, für den Diplomatie ein völliges Fremdwort ist, hätte als Unternehmer eigentlich früher oder später scheitern müssen.

#1612 Lothar1962

Lothar1962

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Geschrieben 17 February 2017 - 15:12

Was lachet ihr?
Ich kenne auch keines.
Meine Interessen vertrat der letzte Präsident meines Landes gut, und auch beim neugewählten bin ich optimistisch. Gleiches gilt für die Kanzlerin.


Meine ja auch. Aber wir müssen wohl entweder verrückt oder realitätsfremd sein.

#1613 Mecky

Mecky

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Geschrieben 17 February 2017 - 15:19

Nicht, wenn er die Kunst beherrscht, Leute oder andere Firmen unter Druck zu setzen.

Ich befürchte, dass er mit dieser Tour auch politisch einige Erfolge erzielen wird. Zumindest für einige Zeit. Allerdings sind bei den "einigen" Erfolgen auch die Pyrrus-Siege mitgezählt, die sich über kurz oder lang furchtbar rächen werden. Und es wird auch Misserfolge geben. Vor allem viele Misserfolge, die dann andere auszutragen haben, insbesondere andere Amerikaner.

 

Ich halte Trump übrigens nicht für bekloppt. Er ist narzistisch und egomanisch, brutal, nationalistisch und beratungsresistent, aber nicht im medizinischen Sinne bekloppt. Trotz seiner Emotionalität und kindischen Bockigkeit. Er ist sogar eine Identifikationsfigur für egomanische, brutale, nationalistische, beratungsresistente, überemotionale und kindische US-Amerikaner geworden. Auch diese sind nicht im medizinischen Sinne krank, sondern es handelt sich um den ganz normalen Wahnsinn einer großen Gruppe.

 

Er ist auch nicht wirklich dumm - zumindest nicht sehr viel dümmer, als Erdogan. Natürlich ist er auch nicht wirklich intelligent im Sinne wie Obama, Putin oder Merkel. Aber das gleicht er durch Macht aus.

 

Die ganzen Gerüchte über Impeachment sind auch völlig übertrieben. Und in manchen Sachen hat er ja irgendwie Recht. Dass die Nato sich z.B. zu sehr von den USA abhängig gemacht haben. Da haben es sich einige Länder zu bequem gemacht.

 

Dies alles macht den Mann so richtig gefährlich. Einen Wahnsinnigen kann man schneller durchschauen und ihn politisch aufs Abstellgleis stellen. Aber eine solch schillernde Figur? Da vermuten viele ungeahnte Fähigkeiten. Ganze Staaten gehen schon auf Appeasement-Kurs. Alles andere könnte ja auch schrecklich enden. Die Erfahrung mit Chamberlain und Deutschland zeigen allerdings, dass man trotzdem ins Fettnäpfchen treten kann. (Nein, ich halte ihn nicht für eine Reinkarnation Hitlers. Eher schon von Mussolini: Der war ja auch so ein Politclown. Aber auch dieser Vergleich hinkt. Ich wollte auf das Appeasement hinaus.) 

 

Irgendwie genial: Appeasement bringt Schrecken hervor. Nicht-Appeasement auch. Konsequenz: "Kinder, kauft Kämme! Es kommen lausige Zeiten." Journalisten, Farbige, Moslems und sonstige können sich beim Friseurladen gleich mal vorne anstellen.



#1614 Lothar1962

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Geschrieben 17 February 2017 - 15:21

Jemand, der offenbar alle Entscheidungen hochemotional und wie ein bockiges Kind trifft, für den Diplomatie ein völliges Fremdwort ist, hätte als Unternehmer eigentlich früher oder später scheitern müssen.


Unter Umständen ist er als Geschäftsmann fachlich kompetenter, als man meint. Warten wir mal ab, wie es in der Politik aussieht.

#1615 Aristippos

Aristippos

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Geschrieben 17 February 2017 - 16:02

 

Was lachet ihr?
Ich kenne auch keines.
Meine Interessen vertrat der letzte Präsident meines Landes gut, und auch beim neugewählten bin ich optimistisch. Gleiches gilt für die Kanzlerin.


Meine ja auch. Aber wir müssen wohl entweder verrückt oder realitätsfremd sein.

 

In der Tat, das seid ihr.

 

Vertrat Mao während der Kulturrevolution die Interessen seines Landes? Vertritt Kim Jong-un die Interessen seines Landes? Vertrat Dilma Roussef die Interessen ihres Landes, während sie sich bei Petrobras die Taschen füllte?


  • Perle von Marmot

#1616 Lothar1962

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Geschrieben 17 February 2017 - 16:16

Vertrat Mao während der Kulturrevolution die Interessen seines Landes? Vertritt Kim Jong-un die Interessen seines Landes? Vertrat Dilma Roussef die Interessen ihres Landes


Du hast natürlich uneingeschränkt recht.

Ich hatte funktionierende westliche Demokratien mit korrekt funktionierender Gewaltentrennung im Sinne und darüber vergessen, dass solche Länder weltweit vermutlich in der Minderzahl sind.

Weiterhin schränkte ich die Aussage "America First", darauf ein, dass der Präsident damit meinen würde, die Interessen Amerikas vor den Interessen anderer Länder zu vertreten. Mit dieser Blickweise sind auch Pol Pot, Stalin, Mao und Co. mit inbegriffen, denn die haben auch nicht die Interessen anderer Länder zuerst vertreten (sondern ihre eigenen, die bestimmter Firmen, ...).

#1617 Dale Earnhardt

Dale Earnhardt

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Geschrieben 17 February 2017 - 17:09

 

Aber angesichts der Tatsache, dass dieser Mann seit ca. 40 Jahren ein Firmenimperium nicht ganz erfolglos führt (wobei man sich sicherlich über seine Führungsqualitäten streiten kann) fällt es mir schwer, ihn für bekloppt zu halten. Ich gehe sogar davon aus, dass er weiß, was er tut und dass er die Irritationen, die er verursacht, nicht nur in Kauf nimmt, sondern teilweise einsetzt.

Da liegt scheinbar wirklich ein Widerspruch, mit dem ich so gar nicht klarkomme. Jemand, der offenbar alle Entscheidungen hochemotional und wie ein bockiges Kind trifft, für den Diplomatie ein völliges Fremdwort ist, hätte als Unternehmer eigentlich früher oder später scheitern müssen.

 

Ich denke, ein wesentlicher Unterschied besteht darin, dass der Unternehmer Trump sich nicht an komplizierte demokratische Regeln halten musste. Als Firmenboss konnte er weitgehend autokratisch regieren. Es wird doch jetzt schon deutlich, dass sich Trump genau in diesem Punkt schwer verrechnet hat. Plötzlich hat er es mit Widerspruch zu tun, plötzlich gibt es da ein Gericht, das seine Entscheidungen aushebelt und die Journalisten sind nicht wie seine Mitarbeiter, die sich vermutlich weitgehend in seinem Dickdarm versammelt hatten. Und genau damit scheint Mr. Trump nicht gut klar zu kommen.

Dale



#1618 Lothar1962

Lothar1962

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Geschrieben 17 February 2017 - 18:13

Als Firmenboss konnte er weitgehend autokratisch regieren.


Ich weiß nicht. Das Imperium ist schon groß. Er muss schon fachlich verdammt gut sein, wenn er ohne jegliche Korrektur durch Kritiker auskommt und autokratisch durchregiert. Gerade ein Autokrat sollte sehr genau auf seine "Beherrschten" und deren Reaktionen schauen, sonst kann es furchtbar daneben gehen.

An Nordkorea kann man ein Beispiel sehen, was passiert, wenn Alleinentscheider weitgehend ohne jegliche Korrekturinstanzen herumwurschteln. Dann leidet sich das Land langsam seinem Untergang entgegen. Das kann man aber nun vom Trump-Imperium nicht behaupten.

Nur Kolonkriecher im Umfeld zu haben, qualifiziert einen normalerweise nicht dazu, auch den Laden gut zu führen.

Außerdem: Trump ist seit 70 Jahren ein Amerikaner und seit 40 Jahren ein Geschäftsmann, der sollte eigentlich zumindest die Grundlagen der US-Verfassung und deren Regelungen über die Tätigkeit des Präsidenten haben.

#1619 Marcellinus

Marcellinus

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Geschrieben 17 February 2017 - 20:25

Ich weiß nicht. Das Imperium ist schon groß.


Ist es das wirklich? Ich habe eher den Eindruck, daß wir es hier auch mit "alternativen Fakten" zu tun haben, um deren Wahrheitsgehalt sich nur in der Vergangenheit niemand gekümmert hat. Er war eben ein Großmaul, und damit hatte sich's (wenn man nicht gerade einer seiner unglücklichen Lieferanten war, die auf ihren Rechnungen sitzenblieben).



#1620 Flo77

Flo77

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Geschrieben 17 February 2017 - 20:43

Hatte Trump nicht schon die ein oder andere Insolvenz hingelegt?

 

Das ist in den USA zwar nicht so ein gravierendes Stigma wie hierzulande, aber für eine nicht mehr in den Griff zu bekommende Zahlungsunfähigkeit gibt es durchaus Gründe, die in der Person des Firmenchefs liegen dürften.

 

Was bei uns auch eher unbekannt sein dürfte ist die Zahl und die Art der Rechtsstreitigkeiten in die die Firmen des Trump-Imperiums verwickelt sind und waren. Auch das wäre ein Indikator dafür, wie integer die Firmengruppe ist.

 

Der Posten "Anwaltskosten" wäre auch so ein Punkt. Es ist ein offenes Geheimnis, daß gute Anwälte zum einen viel kosten, zum anderen das Recht bis zur Unkenntlichkeit verbiegen können.

 

Von daher kann ich mir durchaus vorstellen, daß Trump für sein Firmenimperium vieles einfach durch seine "juristischen Berater" hat lösen können ohne selbst irgendeine Lehre aus den entsprechenden Vorgängen hätte ziehen müssen.



#1621 Frank

Frank

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Geschrieben 17 February 2017 - 23:13

Hatte Trump nicht schon die ein oder andere Insolvenz hingelegt?

 

Das ist in den USA zwar nicht so ein gravierendes Stigma wie hierzulande, aber für eine nicht mehr in den Griff zu bekommende Zahlungsunfähigkeit gibt es durchaus Gründe, die in der Person des Firmenchefs liegen dürften.

 

Was bei uns auch eher unbekannt sein dürfte ist die Zahl und die Art der Rechtsstreitigkeiten in die die Firmen des Trump-Imperiums verwickelt sind und waren. Auch das wäre ein Indikator dafür, wie integer die Firmengruppe ist.

 

Der Posten "Anwaltskosten" wäre auch so ein Punkt. Es ist ein offenes Geheimnis, daß gute Anwälte zum einen viel kosten, zum anderen das Recht bis zur Unkenntlichkeit verbiegen können.

 

Von daher kann ich mir durchaus vorstellen, daß Trump für sein Firmenimperium vieles einfach durch seine "juristischen Berater" hat lösen können ohne selbst irgendeine Lehre aus den entsprechenden Vorgängen hätte ziehen müssen.

Nicht zwingend. Es gibt genügend mittelständische Unternehmen die den Bach runter gegangen sind, weil Auftraggeber nicht gezahlt haben. Natürlich kann man die Außenstände einklagen und ein guter Unternehmer wird das auch tun. Aber bis das Geld dann rein kommt muss man halt die Zeit auch irgendwie kompensieren, wirtschaftlich



#1622 Julius

Julius

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Geschrieben 17 February 2017 - 23:26

Der SPON-Klassiker von vor einem Jahr:

 

Der Mythos ist eine PR-Fabel, genährt vom Klischee, dass es in Amerika jeder im Alleingang vom Tellerwäscher zum Millionär schaffen könne. Trump verkörpert diesen American Dream - aber seine gern erzählte Erfolgsstory ist eine Legende, die mit der Realität wenig zu tun hat.


#1623 Julius

Julius

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Geschrieben 17 February 2017 - 23:27


Es gibt genügend mittelständische Unternehmen ...

 

In der Liga spielt Trump aber nicht.



#1624 Frank

Frank

    Gutmensch, Trockennasenaffe

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Geschrieben 18 February 2017 - 00:05

 


Es gibt genügend mittelständische Unternehmen ...

 

In der Liga spielt Trump aber nicht.

 

Zugegeben. Was lerne ich aus dem Fehlgriff? Das man ab einer gewissen grösse ein Unternehmen nicht an die Wand fahren kann ohne (sei es Absicht, Dummheit oder gestörte Persönlichkeit) auch selber Schuld zu sein?



#1625 Sokrates

Sokrates

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Geschrieben 18 February 2017 - 10:22

John F. Kennedy 1962 in einem Interview mit NBC (Hervorhebungen von mir):

 

Sander Vanocur (NBC): You once said that you were reading more and enjoying it less. Are you still as avid a newspaper reader, magazine—I remember those of us who traveled with you on the campaign, a magazine wasn't safe around you.

THE PRESIDENT: Oh, yes. No, no, I think it is invaluable, even though it may cause you—it is never pleasant to be reading things that are not agreeable news, but I would say that it is an invaluable arm of the presidency, as a check really on what is going on in the administration, and more things come to my attention that cause me concern or give me information. So I would think that Mr. Khrushchev operating a totalitarian system, which has many advantages as far as being able to move in secret, and all the rest—there is a terrific disadvantage not having the abrasive quality of the press applied to you daily, to an administration, even though we never like it, and even though we wish they didn't write it, and even though we disapprove, there isn't any doubt that we could not do the job at all in a free society without a very, very active press.

 

Quelle


  • Perle von nannyogg57




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