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Brauchen wir einen Bundespräsidenten?


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148 Antworten in diesem Thema

#1 Katharer

Katharer

    Dieu reconnaîtra les siens

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Geschrieben 12 February 2017 - 12:31

Heute am 12.Februar2017 wird Herr Steinmeier inthronisiert. In Berlin wird um 12:25 bereits gefeiert obwohl unsere Volksvertreter und eine Handvoll auserwählter Bürger/innen noch nicht zur Wahlurne gegangen sind.rauchen wir eine solche Farce wirklich? Wäre es nicht besser das Volk würde seinen Präsidenten direkt wählen? Oder wäre eine Monarchie von "Gottes Gnaden" besser für Deutschland?


Bearbeitet von Katharer, 12 February 2017 - 12:33.


#2 Marcellinus

Marcellinus

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Geschrieben 12 February 2017 - 15:15

Heute am 12.Februar2017 wird Herr Steinmeier inthronisiert. In Berlin wird um 12:25 bereits gefeiert obwohl unsere Volksvertreter und eine Handvoll auserwählter Bürger/innen noch nicht zur Wahlurne gegangen sind.rauchen wir eine solche Farce wirklich?

 
Ich weiß nicht, was du rauchst, aber es ist keine Farce und wir sind mit unseren Präsidenten in der Bonner wie der Berliner Republik recht gut gefahren, und die, die nicht so gut waren, waren wir schnell und ohne große Probleme wieder los. Regierung von Repräsentation zu trennen, beide zu wählen, aber auf unterschiedliche Weise, finde ich eine geniale Konstruktion.
 

Wäre es nicht besser das Volk würde seinen Präsidenten direkt wählen?


Nein. Der letzte direkt gewählte Präsident hat mit Notverordnungen regiert und den GröFaz ins Amt gehievt.
 

Oder wäre eine Monarchie von "Gottes Gnaden" besser für Deutschland?


Igitt! Du weißt, wie das beim letzten Mal ausgegangen ist?



#3 Thofrock

Thofrock

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Geschrieben 12 February 2017 - 16:35

Bei einer Direktwahl hätten wir jetzt vermutlich einen Präsidenten Engelbert Sonneborn. Das kann es ja dann auch nicht sein.
  • Perle von Higgs Boson

#4 tribald

tribald

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Geschrieben 12 February 2017 - 17:14

Heute am 12.Februar2017 wird Herr Steinmeier inthronisiert. In Berlin wird um 12:25 bereits gefeiert obwohl unsere Volksvertreter und eine Handvoll auserwählter Bürger/innen noch nicht zur Wahlurne gegangen sind.rauchen wir eine solche Farce wirklich? Wäre es nicht besser das Volk würde seinen Präsidenten direkt wählen? Oder wäre eine Monarchie von "Gottes Gnaden" besser für Deutschland?

Weder noch. Ich halte das Amt des Bundespräsidenten für absolut überflüssig. Kostet nen haufen Geld, auch nach seiner Amtszeit, und hat meiner Meinung nach nur den Nutzen, dass sich da einer auf Kosten der Allgemeinheit einen schönen Lenz macht.

Was an luftleerem Geblubber, und mehr ist es in aller Regel nicht, was diese Herren so loslassen, wichtig und unverzichtbar sein soll, keine Ahnung. Und wieso diese merkwürdige Versammlung von Leuten der Bundesversammlung eher geeignet sein soll wie ein Wahl durch das Volk, entzieht sich auch meiner Erkenntnis.

Nee, abschaffen dasAmt. Wäre mal ein Zeichen, dass wirklich gespaart werden soll.

 

zu diesem Thema recht radikal seinen.................tribald


  • Perle von Katharer

#5 teofilos

teofilos

    Bewegung Bonn muss wieder Hauptstadt werden

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Geschrieben 12 February 2017 - 17:18

Bei einer Direktwahl hätten wir jetzt vermutlich einen Präsidenten Engelbert Sonneborn. [..].


Glaub ich nicht.

#6 teofilos

teofilos

    Bewegung Bonn muss wieder Hauptstadt werden

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Geschrieben 12 February 2017 - 17:21

Heute am 12.Februar2017 wird Herr Steinmeier inthronisiert. In Berlin wird um 12:25 bereits gefeiert obwohl unsere Volksvertreter und eine Handvoll auserwählter Bürger/innen noch nicht zur Wahlurne gegangen sind.rauchen wir eine solche Farce wirklich? Wäre es nicht besser das Volk würde seinen Präsidenten direkt wählen? Oder wäre eine Monarchie von "Gottes Gnaden" besser für Deutschland?

Weder noch. Ich halte das Amt des Bundespräsidenten für absolut überflüssig. Kostet nen haufen Geld, auch nach seiner Amtszeit, und hat meiner Meinung nach nur den Nutzen, dass sich da einer auf Kosten der Allgemeinheit einen schönen Lenz macht.
Was an luftleerem Geblubber, und mehr ist es in aller Regel nicht, was diese Herren so loslassen, wichtig und unverzichtbar sein soll, keine Ahnung. Und wieso diese merkwürdige Versammlung von Leuten der Bundesversammlung eher geeignet sein soll wie ein Wahl durch das Volk, entzieht sich auch meiner Erkenntnis.
Nee, abschaffen dasAmt. Wäre mal ein Zeichen, dass wirklich gespaart werden soll.
 
zu diesem Thema recht radikal seinen.................tribald
Frage: Wieviel Bundespräsidenten pro Jahr kann man sich für einen Monat Standkosten Flughafen BER leisten?

#7 tribald

tribald

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Geschrieben 12 February 2017 - 17:22

Bei einer Direktwahl hätten wir jetzt vermutlich einen Präsidenten Engelbert Sonneborn. Das kann es ja dann auch nicht sein.

Glaub ich nicht. Aber der Unterhaltungswert der Reden von Sonnborn wäre sicher um ein vielfaches höher als bei allen anderen bisher.

 

 

einwerfend.................tribald



#8 Marcellinus

Marcellinus

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Geschrieben 12 February 2017 - 17:23

Ich halte das Amt des Bundespräsidenten für absolut überflüssig.


Du brauchst einen zum Repräsentieren und einen zum Regieren. Da Regieren heute ein Fulltimejob ist, hieße das in der Praxis, der Vize reiste ständig durch die Weltgeschichte und wäre doch nur zweite Wahl. Reist stattdessen der Regierungschef durch die Welt, fehlt er zu Hause. Wobei zuviel Macht für den Regierungschef keine gute Idee ist, wie man in Frankreich, der Türkei oder den USA sieht. Ich halte unsere Lösung für eine gute.

#9 tribald

tribald

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Geschrieben 12 February 2017 - 17:25

 

 

Heute am 12.Februar2017 wird Herr Steinmeier inthronisiert. In Berlin wird um 12:25 bereits gefeiert obwohl unsere Volksvertreter und eine Handvoll auserwählter Bürger/innen noch nicht zur Wahlurne gegangen sind.rauchen wir eine solche Farce wirklich? Wäre es nicht besser das Volk würde seinen Präsidenten direkt wählen? Oder wäre eine Monarchie von "Gottes Gnaden" besser für Deutschland?

Weder noch. Ich halte das Amt des Bundespräsidenten für absolut überflüssig. Kostet nen haufen Geld, auch nach seiner Amtszeit, und hat meiner Meinung nach nur den Nutzen, dass sich da einer auf Kosten der Allgemeinheit einen schönen Lenz macht.
Was an luftleerem Geblubber, und mehr ist es in aller Regel nicht, was diese Herren so loslassen, wichtig und unverzichtbar sein soll, keine Ahnung. Und wieso diese merkwürdige Versammlung von Leuten der Bundesversammlung eher geeignet sein soll wie ein Wahl durch das Volk, entzieht sich auch meiner Erkenntnis.
Nee, abschaffen dasAmt. Wäre mal ein Zeichen, dass wirklich gespaart werden soll.
 
zu diesem Thema recht radikal seinen.................tribald
Frage: Wieviel Bundespräsidenten pro Jahr kann man sich für einen Monat Standkosten Flughafen BER leisten?

 

Gegenfrage, wieviel Flugzeuge können auf einem Bundespräsidenten landen?

 

......................end.....................tribald


Bearbeitet von tribald, 12 February 2017 - 18:25.


#10 tribald

tribald

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Geschrieben 12 February 2017 - 17:29

 

Ich halte das Amt des Bundespräsidenten für absolut überflüssig.


Du brauchst einen zum Repräsentieren und einen zum Regieren. Da Regieren heute ein Fulltimejob ist, hieße das in der Praxis, der Vize reiste ständig durch die Weltgeschichte und wäre doch nur zweite Wahl. Reist stattdessen der Regierungschef durch die Welt, fehlt er zu Hause. Wobei zuviel Macht für den Regierungschef keine gute Idee ist, wie man in Frankreich, der Türkei oder den USA sieht. Ich halte unsere Lösung für eine gute.

 

Wer redet von mehr Macht für den BP? Es geht mir alleine ums nötig oder nicht. Ich halte es nicht für nötig. Ich bin mir sicher, dass uns hier keinerlei Nachteile ohne einen BP enständen. Wieso auch. Alles wirklich Wichtige wird vom Regierungschef und seiner/m Assi getätigt.

 

da anderer Meinung seiend..............tribald



#11 mn1217

mn1217

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Geschrieben 12 February 2017 - 17:42

Im Großen und Ganzen schließe ich mich marcellinus an.

Ich finde es gut, dass der Kanzler/die Kanzlerin NICHT das höchste Amt im Staat innenhat, sondern dass es da noch jemand Anderen gibt.

Allerdings denke ich nicht, dass der Bundespräsident notwendigerweise ein Politker sein muss,auch wenn natürlich politische Erfahrung ein Vorteil sein kann.

 

Was Monarchie anbetrifft. Kostet auch Steuergelder, und wer wäre denn momentan der aktuelle Kandidat, äh Thronfolger? Nein, ehrlich: Das kann funktionieren, aber ich finde, wir fahren mit den nicht-Monarchen ganz gut.

 

Direktwahl: Schwierig, gerade in so populitischen Zeiten wie momentan. ich will mir die Twitterhashtags und facebookkommentare lieber nicht vorstellen.

Was ich aber für möglich hielte, wäre mehr Einfluss auf die Besetzung der Bundesversamlung resp auf den Teil, der nicht aus dem Bundestag stammt. Klar kann ich nachlesen,wen da welches Bundesland  hingeschickt hat, aber welche Gründe dafür gesprochen haben, vielleicht nicht immer. In vieln Fällen scheint es Prominez gewesen zu sein (Jogi, Peter Maffay, Veronica Ferres...).  Hier hielte ich es für möglich, dass alle Bürger Ü 18 Vorschläge einreichen könnten, mit Begründungen.

Und die drei oben geannten wären dann vermutlich immer noch unter den Delegierten gewesen.

 

Noch radikaler: Losen. Unter allen im Wählerbverzeichnis registrierten Personen, die nicht qua Amt Mitgleid der Bundesversammlung sind, wird gelost, wer Delegierter wird. Dann hat man noch mehr den "Otto-Normalbürger-Faktor".


Bearbeitet von mn1217, 12 February 2017 - 17:59.


#12 Marcellinus

Marcellinus

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Geschrieben 12 February 2017 - 17:42

Ich halte das Amt des Bundespräsidenten für absolut überflüssig.


Du brauchst einen zum Repräsentieren und einen zum Regieren. Da Regieren heute ein Fulltimejob ist, hieße das in der Praxis, der Vize reiste ständig durch die Weltgeschichte und wäre doch nur zweite Wahl. Reist stattdessen der Regierungschef durch die Welt, fehlt er zu Hause. Wobei zuviel Macht für den Regierungschef keine gute Idee ist, wie man in Frankreich, der Türkei oder den USA sieht. Ich halte unsere Lösung für eine gute.
Wer redet von mehr Macht für den BP? Es geht mir alleine ums nötig oder nicht. Ich halte es nicht für nötig. Ich bin mir sicher, dass uns hier keinerlei Nachteile ohne einen BP enständen. Wieso auch. Alles wirklich Wichtige wird vom Regierungschef und seiner/m Assi getätigt.
 
da anderer Meinung seiend..............tribald

Wenn du das Amt des Bundespräsidenten abschaffst, muß du dessen Befugnisse an den Regierungschef geben. Damit wird aus dem Kanzler de facto ein Präsident. Ist das so schwer?

#13 mn1217

mn1217

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Geschrieben 12 February 2017 - 18:03

Zur Wahl an sich:

Der Kandidat der Linken hat ja deutlich mehr Stimmen bekommen, als nur von der Linken. Beachtlich.

 

Ein bisschen öeid getan hat mir Alexander Holdt. Weniger Stimmen als der Afd Mann hat er nicht verdient.



#14 Flo77

Flo77

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Geschrieben 12 February 2017 - 18:19

Was mich an diesem Amt stört sind 1. die Folgekosten. Man muss ja quasi einen wählen, der möglichst schon weit jenseits der 60 besser noch 70 ist. Andernfalls stehen die Kosten für den Steuerzahler in keinem Verhältnis. Das könnte man relativ einfach nachbessern (gilt für die BT-Abgeordneten-Versorgung ja auch). Aber dafür braucht man überraschenderweise politischen Willen. Das ist natürlich bei unserem aktuellen Polit-Personal nicht erwartbar.

 

Das 2. ist die Art und Weise der Wahl. Die Methode nach der die Bundesversammlung zusammengestellt wird, gereicht jeder Diktatur zur Ehre ist aber kein demokratisches Verfahren. Ein paar Kasper holen sich ein paar zusätzliche Nasen, von denen erwartet wird, so zu wählen wie die Kasper. Das ist völlig sinnfrei. Dazu kommt, daß doch seit mind. 1996 (seitdem kann ich mich an die Wahlen erinnern) doch eigentlich kein Kandidat mehr reingegangen ist, dem nicht klar war, wer am Ende gekürt werden würde. Gut - unserer heutigen Politkaste gilt es ja schon als Kampfabstimmung, wenn zwei oder mehr annähernd gleichstarke Kanditaten im Raum stehen, aber diese Grundübung demokratischer Kultur muss anscheinend auch von Grund auf gelernt werden.


  • Perle von Katharer, Juana und tribald

#15 tribald

tribald

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Geschrieben 12 February 2017 - 18:23

 

 

 

Ich halte das Amt des Bundespräsidenten für absolut überflüssig.


Du brauchst einen zum Repräsentieren und einen zum Regieren. Da Regieren heute ein Fulltimejob ist, hieße das in der Praxis, der Vize reiste ständig durch die Weltgeschichte und wäre doch nur zweite Wahl. Reist stattdessen der Regierungschef durch die Welt, fehlt er zu Hause. Wobei zuviel Macht für den Regierungschef keine gute Idee ist, wie man in Frankreich, der Türkei oder den USA sieht. Ich halte unsere Lösung für eine gute.
Wer redet von mehr Macht für den BP? Es geht mir alleine ums nötig oder nicht. Ich halte es nicht für nötig. Ich bin mir sicher, dass uns hier keinerlei Nachteile ohne einen BP enständen. Wieso auch. Alles wirklich Wichtige wird vom Regierungschef und seiner/m Assi getätigt.
 
da anderer Meinung seiend..............tribald

Wenn du das Amt des Bundespräsidenten abschaffst, muß du dessen Befugnisse an den Regierungschef geben. Damit wird aus dem Kanzler de facto ein Präsident. Ist das so schwer?

 

Nö, muss man nicht. Wir haben ja jetzt schon die Gewaltenteilung in Bundestag und Bundesrat, die Kammer der Länder. Dem Bundesrat könnte man ohne weiteres auch die paar Befugnisse des BPs übertragen. Der BP ist überflüssig. Eine Operettenfigur, die meistens eher peinlich ist.

 

bei seiner Meinung bleibend...................tribald


Bearbeitet von tribald, 12 February 2017 - 18:24.


#16 Marcellinus

Marcellinus

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Geschrieben 12 February 2017 - 18:28

Ich halte das Amt des Bundespräsidenten für absolut überflüssig.


Du brauchst einen zum Repräsentieren und einen zum Regieren. Da Regieren heute ein Fulltimejob ist, hieße das in der Praxis, der Vize reiste ständig durch die Weltgeschichte und wäre doch nur zweite Wahl. Reist stattdessen der Regierungschef durch die Welt, fehlt er zu Hause. Wobei zuviel Macht für den Regierungschef keine gute Idee ist, wie man in Frankreich, der Türkei oder den USA sieht. Ich halte unsere Lösung für eine gute.
Wer redet von mehr Macht für den BP? Es geht mir alleine ums nötig oder nicht. Ich halte es nicht für nötig. Ich bin mir sicher, dass uns hier keinerlei Nachteile ohne einen BP enständen. Wieso auch. Alles wirklich Wichtige wird vom Regierungschef und seiner/m Assi getätigt.
 
da anderer Meinung seiend..............tribald

Wenn du das Amt des Bundespräsidenten abschaffst, muß du dessen Befugnisse an den Regierungschef geben. Damit wird aus dem Kanzler de facto ein Präsident. Ist das so schwer?
Nö, muss man nicht. Wir haben ja jetzt schon die Gewaltenteilung in Bundestag und Bundesrat, die Kammer der Länder. Dem Bundesrat könnte man ohne weiteres auch die paar Befugnisse des BPs übertragen. Der BP ist überflüssig. Eine Operettenfigur, die meistens eher peinlich ist.
 
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Der Bundesrat ist die Vertretung der Länder. Wenn schon, dann der Bundestag. Ein Gremium als Staatsoberhaupt. Da könnte es auf mancher Tribüne eng werden. :lol:

#17 Thofrock

Thofrock

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Geschrieben 12 February 2017 - 18:45

Bei einer Direktwahl hätten wir jetzt vermutlich einen Präsidenten Engelbert Sonneborn. [..].


Glaub ich nicht.

Naja, die haben den ja aufgestellt, um satirisch darauf aufmerksam zu machen, dass die Wahl ja gar keine ist. Gäbe es diese Direktwahl wirklich, gäbe es dazu ja auch einen Wahlkampf. Und beliebte Promi-Kandidaten. Jauch z.B. lebt ja da ohnehin fast um die Ecke vom Schloss.

#18 Frank

Frank

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Geschrieben 12 February 2017 - 18:56

Glaubt man Wiki dann sind die Aufgaben des Bundespräsidenten folgende (und farbig ein Paar Gedanken, wohin man bei Abschaffung die Aufgabe übergeben könnte):
 

  • Er vertritt den Bund völkerrechtlich. (Bundeskanzler)
  • Er beglaubigt diplomatische Vertreter. (Aussenminister)
  • Er hat auf Bundesebene das Begnadigungsrecht, welches er allerdings teilweise an andere Bundeseinrichtungen delegiert hat; er kann aber keine Amnestie aussprechen. (Bundesjustizminister)
  • Er fertigt Bundesgesetze durch seine Unterschrift aus und lässt sie durch Bekanntmachung im Bundesgesetzblatt verkünden. (Tja, hier wird es Tricky, als "Staatsnotar" soll der BPr erstmal checken ob das Gesetz Verfassungskonform ist bzw. ob das Verfahren eingehalten soll. Bundeskanzler oder Bundestagspräsident oder Bundesratspräsident - also einer der Verfahrensbeteiligten - überprüft ob sich die Verfahrensbeteiligten an die Verfassung gehalten haben. Alles klar!)
  • Er schlägt dem Deutschen Bundestag einen Kandidaten als Bundeskanzler zur Wahl vor, ernennt und entlässt ihn. (Bundestagspräsident)
  • Auf Vorschlag des Bundeskanzlers ernennt und entlässt er Bundesminister. (Das müsste der Bundeskanzler dann selber machen)
  • Er ernennt und entlässt Bundesrichter, Bundesbeamte, Offiziere und Unteroffiziere, sofern nichts anderes durch Anordnungen und Verfügungen bestimmt ist. (Der zuständige Minister - Bundesrichter durch den Justizminister; Offiziere und Unteroffiziere durch den Verteidigungsminister  andere Bundesbeamte durch den Minister in dessen Aufgaben Bereich der Beamte arbeitet - mit Gegenzeichnung durch den Bundeskanzler... Aber Vorsicht: Bundesrichter durch die Regierung ernennen zu lassen ist die Blutgrätsche in die Knochen der Gewaltenteilung. Das gleiche gilt wenns der Bundestagspräsident oder der Bundesratspräsident macht)
  • Nach dreimalig gescheiterter Kanzlerwahl oder nach einer gescheiterten Vertrauensfrage hat er die Entscheidung zur Auflösung des Deutschen Bundestages. (Bundestagspräsident... kann der das wirklich Überparteilich und Unabhängig?)
  • Er verkündet, dass der Verteidigungsfall festgestellt worden und eingetreten ist, und er gibt völkerrechtliche Erklärungen ab, wenn ein Angriff erfolgt; der Bundespräsident hat insofern allein die Funktion der Kriegserklärung. (Wenn den Job der Bundeskanzler übernimmt haben wir spätestens jetzt einen Defactopräsident, okay, der Deutsche Bundestag könnte dies per Resolution machen)
  • Er beruft den Bundestag (abweichend von den Parlamentsbeschlüssen) und
  • die Parteienfinanzierungskommission nach dem Parteiengesetz ein.
  • Er veranlasst Staatsakte aus wichtigem Anlass
  • und ordnet die Staatssymbole an.

  • Perle von mn1217

#19 mn1217

mn1217

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Geschrieben 12 February 2017 - 19:22

Warum war die Versammlung eigentlich heute und nicht am 23. Mai?
Nähe zur NRW Wahl?

#20 Julius

Julius

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Geschrieben 12 February 2017 - 19:27

Warum war die Versammlung eigentlich heute und nicht am 23. Mai?
Nähe zur NRW Wahl?

 

Weil der Bundespräsident in Berlin und nicht in NRW gewählt wird.



#21 mn1217

mn1217

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Geschrieben 12 February 2017 - 19:43

? Ich meinte eher das Datum.
Eigentlich sind die Präsidentenwahl und Landtagswahlen ja voneinander unabhängig.
Aber der ein oder Andere hätte da wohl was dran auszusetzen gehabt.

#22 Sokrates

Sokrates

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Geschrieben 12 February 2017 - 20:22

*
Leseperle

Was mich an diesem Amt stört sind 1. die Folgekosten.

Dann muss ich dir (und dem verperlenden Tribald) konstatieren, dass ihr mathematische Analphabeten seid.

 

Man kann leicht nachrechnen, dass die Folgekosten des Bundespräsidenten weniger als 1 Cent pro Bundesbürger und Jahr ausmachen. Die Wahl selber kostet etwa 5 Cent. Das, und ein paar andere Maßnahmen, die sich sicherlich insgesamt auf 20 Cent addieren, gehören zur institutionalen Prophylaxe unseres Staates gegen diktatorische Machtübernahmen (wie wir sie in Säuglingsdemokratien wie Polen und Ungarn leider beobachten müssen). Das ist alles lächerlich, solange 98% der Mitglieder unseres Parlaments, wie es zur Zeit der Fall ist, keinerlei Anstalten machen, unser System zu überwinden. Ein Blick nach Amerika zeigt, dass im Zeitalter der Trumpokratie es durchaus geboten erscheint, in ein demokratisches Sytem ein paar Sicherheitmechanismen gegen ausgetickte Urschlöcher eingebaut zu haben. Auch wenn das viellciht pro Bürger 1 Euro pro Jahr kostet. Für meine Haftpflichtversicherung zahle ich mehr. Ob die Sicherung hält, bleibt abzuwarten bzw. zu hoffen. Umsonst ist sie jedenfalls nie.


Bearbeitet von Sokrates, 12 February 2017 - 20:25.

  • Perle von OneAndOnlySon, Frank, Moriz und 6 anderen

#23 harry

harry

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Geschrieben 12 February 2017 - 21:48

es ist keine Farce und wir sind mit unseren Präsidenten in der Bonner wie der Berliner Republik recht gut gefahren, und die, die nicht so gut waren, waren wir schnell und ohne große Probleme wieder los.

Ich habe es Dir viel zu selten gesagt,
aber vieles (mehr als 50%)von dem, was Du postest, teile ich. Das auch, wobei man fairerweise sogar noch sagen muss, dass selbst der Wulff schlechter behandelt wurde, als er selber war. An den ganzen Vorwürfen damals, war nichts dran. Es war eine Hetzjagd, aber egal. So schlimm war das jetzt auch nicht.

 

Ja, unsere Bundespräsidenten waren allesamt keine großen Missgriffe und manche waren sogar richtig viel besser als die meisten meiner Landsleute.

 

Ich lehne eine Wahl durch die ca. 60 millionen Wahlberechtigte ab, aus vielen Gründen.

Erstens, der BP hat nicht wirklich viel Macht, sondern ist eher dazu da, nett zu sein und unser Land auf nette Art zu repräsentieren. Zweitens: Wir haben schon genug Wahlen, um es denen da oben zu zeigen. Landtagswahlen, Bundestagswahl, Kommunalwahl, EU Parlamentwahl.

 

Drittens: Die mllionen Wahlzettel, die Briefwahlbögen, die Wahlbenachrichtungen erfordern die Abholzung eines größeren Waldgebiets. Die Wahlplakate und das Verkleben ist mindestens genauso eine gigatische Dreckschleuder. Die Wahlkampfreisen diverser Politiker aller Parteien, um für ihren Kandidat zu werben, sind eine ebenfalls eine riesige Umweltsauerei. Was da geflogen und mit dem PKW gefahren würde, ist zusätzlich auch noch teuer, das letztlich wir Steuerzahler zahlen.

 

Ich kriege jetzt schon einen Hals, wenn ich aufgetakelte Dummschwätzer wie Wagenknecht

im Fernsehen sehe, wie sie in fetten Audis von Veranstaltung zu Veranstaltung gekarrt werden und das ist ja nur eine Blöde von vielen Blöden, auf die ich verzichten kann, für die offensichtlichn ein Polo unter der Würde ist.

 

Und dann die vielen engagierten Parteisoldaten, die den ganzen Wahlsonntag im Wahlbüro sitzen müssen, statt mit ihren Kindern spazieren zu gehen.

 

Was soll das?

 

Nur weil ein paar rote und braune Heulsusen und Wutbürger sich über Weizsäcker oder Steinmeier aufregen. Le... mich doch am .A....


Bearbeitet von harry, 12 February 2017 - 21:52.


#24 Sokrates

Sokrates

    Kritischer Rationalist

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Geschrieben 12 February 2017 - 22:32

Was Flos "Punkt 2", das Wahlverfahren betrifft, möchte ich meinen obigen Beitrag ergänzen (Normalerweise hätte ich meinen obigen Beitrag editiert, das kann ich redlicherweise nicht mehr tun, da ich sonst unautorisierte Perlen einsammeln würde).

 

Natürlich ist in einem Jahr, in dem drei Parteivorsitzende in einem Hinterzimmergespräch eine Mehrheit von über 80% für einen Kandidaten organisieren können, eine Bundesversammlung zur Wahl des Präsidenten ein gigantischer (und "eigentlich" überflüssiger) Overkill. Allerdings müssen staatliche Prozeduren so ausgelegt sein, dass sie nicht nur in Zeiten des Konsenses funktionieren. Bei der heutigen Wahl waren sie de facto Geldverschwendung. Die Verfassung muss allerdings immer funktionieren, nicht nur heute. Heute war es ein Overkill, was für unser System spricht, denn die Zeiten sind durchaus nicht unkritisch.


Bearbeitet von Sokrates, 12 February 2017 - 22:40.

  • Perle von Moriz

#25 Flo77

Flo77

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Geschrieben 12 February 2017 - 22:35

 

Was mich an diesem Amt stört sind 1. die Folgekosten.

Dann muss ich dir (und dem verperlenden Tribald) konstatieren, dass ihr mathematische Analphabeten seid.

 

Man kann leicht nachrechnen, dass die Folgekosten des Bundespräsidenten weniger als 1 Cent pro Bundesbürger und Jahr ausmachen. Die Wahl selber kostet etwa 5 Cent. Das, und ein paar andere Maßnahmen, die sich sicherlich insgesamt auf 20 Cent addieren, gehören zur institutionalen Prophylaxe unseres Staates gegen diktatorische Machtübernahmen (wie wir sie in Säuglingsdemokratien wie Polen und Ungarn leider beobachten müssen). Das ist alles lächerlich, solange 98% der Mitglieder unseres Parlaments, wie es zur Zeit der Fall ist, keinerlei Anstalten machen, unser System zu überwinden. Ein Blick nach Amerika zeigt, dass im Zeitalter der Trumpokratie es durchaus geboten erscheint, in ein demokratisches Sytem ein paar Sicherheitmechanismen gegen ausgetickte Urschlöcher eingebaut zu haben. Auch wenn das viellciht pro Bürger 1 Euro pro Jahr kostet. Für meine Haftpflichtversicherung zahle ich mehr. Ob die Sicherung hält, bleibt abzuwarten bzw. zu hoffen. Umsonst ist sie jedenfalls nie.

 

Unsere amtierenden und gewesenen BPs kosten weniger als 800 000 EUR pro Jahr?

 

Der amtierende bekommt 214 000 EUR + 78 000 EUR im Jahr.

Für jeden gewesenen gibt's Ehrensold (214 000 EUR pro Jahr) und ein Büro (ca. 280 000 EUR pro Jahr).

 

Wir werden ab dem 23.03.2017 Steinmeier, Gauck, Wulff und Köhler zu versorgen haben, wobei Köhler auf den Ehrensold verzichtet hat. Wulff dagegen wird in einem halben Jahr 58. Bei durchschnittlicher Lebenserwartung kommen da noch mal ca. 3,6 Mio. Ehrensold zusammen.

 

Ich denke mit 1 Ct. pro Bürger und Jahr kommen wir nicht ganz hin.

 

https://de.wikipedia...despräsidenten






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