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Rassismus


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452 Antworten in diesem Thema

#1 Dale Earnhardt

Dale Earnhardt

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Geschrieben 16 February 2017 - 14:58

http://www.spiegel.d...-a-1134896.html

 

Kann es sein, dass mittlerweile ALLE wahnsinnig geworden sind? Jetzt ist es schon Rassismus, wenn eine Weiße als Geisha gestylt wird? Was kommt als nächstes, ein Weißer darf keinen Sombrero aufsetzen, und Schwarze keine Lederhosen anziehen, und Kinder nicht mehr Indianer spielen, und Weiße keine Reggae spielen und keinen Blues und Chinesen kein Bier mehr trinken und mein indisches Lieblingsrestaurant bleibt auch tabu.

 

Ich fasse es nicht.

Dale


Bearbeitet von Dale Earnhardt, 16 February 2017 - 16:03.


#2 Gallowglas

Gallowglas

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Geschrieben 16 February 2017 - 15:11

http://www.spiegel.d...-a-1134896.html
 
Kann es sein, dass mittlerweile ALLE wahnsinnig geworden sind? Jetzt ist es schon Rassismus, wenn eine weiße als Geisha gestylt wird? Was kommt als nächstes, ein Weißer darf keinen Sombrero aufsetzen, und Schwarze keine Lederhosen anziehen, und Kinder nicht mehr Indianer spielen, und Weiße keine Reggae spielen und keinen Blues und Chinesen kein Bier mehr trinken und mein indisches Lieblingsrestaurant bleibt auch tabu.
 
Ich fasse es nicht.
Dale


Zum spät, die Tussi hinter "Gamergate" hat genau das schon als Rassismus geoutet.
Und im Zusammenhang mit Hollywood ist das sog. "whitewashing" schon lange ein Thema ... aktuell ja gerade wegen der "Ghost in the Shell"-Verfilmung ...

#3 Aristippos

Aristippos

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Geschrieben 16 February 2017 - 15:30

http://www.spiegel.d...-a-1134896.html

 

Kann es sein, dass mittlerweile ALLE wahnsinnig geworden sind? Jetzt ist es schon Rassismus, wenn eine weiße als Geisha gestylt wird? Was kommt als nächstes, ein Weißer darf keinen Sombrero aufsetzen, und Schwarze keine Lederhosen anziehen, und Kinder nicht mehr Indianer spielen, und Weiße keine Reggae spielen und keinen Blues und Chinesen kein Bier mehr trinken und mein indisches Lieblingsrestaurant bleibt auch tabu.

 

Ich fasse es nicht.

Dale

Ich erkläre dir das mal:

 

Es ist Rassismus, wenn eine Weiße sich wie eine Geisha schminkt. Keinesfalls ist es Rassismus, wenn ein Neger Lederhosen trägt.

Es ist jedoch Rassismus, zu sagen, ein Neger solle keine Lederhosen tragen. Wohingegen es wiederum kein Rassismus ist, zu sagen, eine Weiße solle sich nicht als Geisha schminken. Das ist den Anfängen wehren.

 

Alles klar?


  • Perle von Werner001, Wunibald und Edith1

#4 Dale Earnhardt

Dale Earnhardt

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Geschrieben 16 February 2017 - 16:05

 

http://www.spiegel.d...-a-1134896.html

 

Kann es sein, dass mittlerweile ALLE wahnsinnig geworden sind? Jetzt ist es schon Rassismus, wenn eine weiße als Geisha gestylt wird? Was kommt als nächstes, ein Weißer darf keinen Sombrero aufsetzen, und Schwarze keine Lederhosen anziehen, und Kinder nicht mehr Indianer spielen, und Weiße keine Reggae spielen und keinen Blues und Chinesen kein Bier mehr trinken und mein indisches Lieblingsrestaurant bleibt auch tabu.

 

Ich fasse es nicht.

Dale

Ich erkläre dir das mal:

 

Es ist Rassismus, wenn eine Weiße sich wie eine Geisha schminkt. Keinesfalls ist es Rassismus, wenn ein Neger Lederhosen trägt.

Es ist jedoch Rassismus, zu sagen, ein Neger solle keine Lederhosen tragen. Wohingegen es wiederum kein Rassismus ist, zu sagen, eine Weiße solle sich nicht als Geisha schminken. Das ist den Anfängen wehren.

 

Alles klar?

 

Danke. Alles klar. Wenn Weiße involviert sind, dann ist es grundsätzlich rassistisch. Das ist einfach zu merken. 

Dale



#5 Soulman

Soulman

    Gelegenheitsmisanthrop

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Geschrieben 16 February 2017 - 16:07

Hi,

 

es ist kein Rassismus den Weissen die Erfindung des Rassismus vorzuwerfen.

 

Gruss, Martin


  • Perle von Der Geist

#6 Werner001

Werner001

    Eigentlich ganz umgänglich

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Geschrieben 16 February 2017 - 16:08

 

 

http://www.spiegel.d...-a-1134896.html

 

Kann es sein, dass mittlerweile ALLE wahnsinnig geworden sind? Jetzt ist es schon Rassismus, wenn eine weiße als Geisha gestylt wird? Was kommt als nächstes, ein Weißer darf keinen Sombrero aufsetzen, und Schwarze keine Lederhosen anziehen, und Kinder nicht mehr Indianer spielen, und Weiße keine Reggae spielen und keinen Blues und Chinesen kein Bier mehr trinken und mein indisches Lieblingsrestaurant bleibt auch tabu.

 

Ich fasse es nicht.

Dale

Ich erkläre dir das mal:

 

Es ist Rassismus, wenn eine Weiße sich wie eine Geisha schminkt. Keinesfalls ist es Rassismus, wenn ein Neger Lederhosen trägt.

Es ist jedoch Rassismus, zu sagen, ein Neger solle keine Lederhosen tragen. Wohingegen es wiederum kein Rassismus ist, zu sagen, eine Weiße solle sich nicht als Geisha schminken. Das ist den Anfängen wehren.

 

Alles klar?

 

Danke. Alles klar. Wenn Weiße involviert sind, dann ist es grundsätzlich rassistisch. Das ist einfach zu merken. 

Dale

 

Nein, nur wenn sie als Handelnde beteiligt sind.

Jodelnde Japaner sind zum Beispiel nicht rassistisch.

 

Werner



#7 Werner001

Werner001

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Geschrieben 16 February 2017 - 16:10

Hi,

 

es ist kein Rassismus den Weissen die Erfindung des Rassismus vorzuwerfen.

 

Gruss, Martin

des vermeintlich wissenschaftlich fundierten Rassismus vielleicht.

Des Rassismus an sich sicher nicht. Den hatten die Chinesen schon erfunden, als die Weißen noch gar nicht wussten, dass es auch Nicht-Weisse gibt.

 

Werner



#8 Dale Earnhardt

Dale Earnhardt

    warning points 11

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Geschrieben 16 February 2017 - 16:46

 

Hi,

 

es ist kein Rassismus den Weissen die Erfindung des Rassismus vorzuwerfen.

 

Gruss, Martin

des vermeintlich wissenschaftlich fundierten Rassismus vielleicht.

Des Rassismus an sich sicher nicht. Den hatten die Chinesen schon erfunden, als die Weißen noch gar nicht wussten, dass es auch Nicht-Weisse gibt.

 

Werner

 

Soweit ich weiß, haben sich sämtliche Hochkulturen von ihren minderwertigen Nachbarn "rassistisch" abgegrenzt. Schon bei den Ägyptern war das offenbar recht ausgeprägt. Die Griechen haben ja sozusagen die "Barbaren" erfunden, das waren wohl grundsätzlich alle, die sie nicht verstanden haben, also alle Nichtgriechen. Marcellinus wird das vermutlich besser wissen. 

Dale

 

PS: Erst kürzlich habe ich gelesen dass es Moslems in Japan kaum möglich ist, eine Aufenthaltserlaubnis zu bekommen. Es leben gerade mal ca. 40 000 Moslems in Japan und fast alle sind als Repräsentanten von Firmen und nur eine begrenzte Zeit im Land. Ich finde es bemerkenswert, weil das zumindest in meinen beiden Filterblasen keiner weiß. 



#9 Aristippos

Aristippos

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Geschrieben 16 February 2017 - 17:00

 

 

http://www.spiegel.d...-a-1134896.html

 

Kann es sein, dass mittlerweile ALLE wahnsinnig geworden sind? Jetzt ist es schon Rassismus, wenn eine weiße als Geisha gestylt wird? Was kommt als nächstes, ein Weißer darf keinen Sombrero aufsetzen, und Schwarze keine Lederhosen anziehen, und Kinder nicht mehr Indianer spielen, und Weiße keine Reggae spielen und keinen Blues und Chinesen kein Bier mehr trinken und mein indisches Lieblingsrestaurant bleibt auch tabu.

 

Ich fasse es nicht.

Dale

Ich erkläre dir das mal:

 

Es ist Rassismus, wenn eine Weiße sich wie eine Geisha schminkt. Keinesfalls ist es Rassismus, wenn ein Neger Lederhosen trägt.

Es ist jedoch Rassismus, zu sagen, ein Neger solle keine Lederhosen tragen. Wohingegen es wiederum kein Rassismus ist, zu sagen, eine Weiße solle sich nicht als Geisha schminken. Das ist den Anfängen wehren.

 

Alles klar?

 

Danke. Alles klar. Wenn Weiße involviert sind, dann ist es grundsätzlich rassistisch. Das ist einfach zu merken. 

Dale

 

So pauschal lässt sich das nicht sagen. Schwierig ist zum Beispiel die Frage, wie es zu beurteilen ist, wenn ein Neger sagt, dass Neger keine Lederhosen tragen sollen. Wenn ein Weißer das sagt, ist es Rassismus, aber wenn ein Neger das sagt, ist es wohl keiner. Wenn ein Japaner das sagen sollte, ist es ein Grenzfall - es ist bestimmt Rassismus, wenn der Japaner auch den Yasukuni-Schrein besucht. Wenn es eine Geisha ist, ist es vielleicht kein Rassismus (außer, sie bedient einen Neger in Lederhosen als Kunden nicht - das ist Rassismus).

 

Da siehst du mal, wie schwierig der Kampf gegen Rassismus ist!



#10 Werner001

Werner001

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Geschrieben 16 February 2017 - 17:01

 

 

Hi,

 

es ist kein Rassismus den Weissen die Erfindung des Rassismus vorzuwerfen.

 

Gruss, Martin

des vermeintlich wissenschaftlich fundierten Rassismus vielleicht.

Des Rassismus an sich sicher nicht. Den hatten die Chinesen schon erfunden, als die Weißen noch gar nicht wussten, dass es auch Nicht-Weisse gibt.

 

Werner

 

Soweit ich weiß, haben sich sämtliche Hochkulturen von ihren minderwertigen Nachbarn "rassistisch" abgegrenzt. Schon bei den Ägyptern war das offenbar recht ausgeprägt. Die Griechen haben ja sozusagen die "Barbaren" erfunden, das waren wohl grundsätzlich alle, die sie nicht verstanden haben, also alle Nichtgriechen. Marcellinus wird das vermutlich besser wissen. 

Dale

 

PS: Erst kürzlich habe ich gelesen dass es Moslems in Japan kaum möglich ist, eine Aufenthaltserlaubnis zu bekommen. Es leben gerade mal ca. 40 000 Moslems in Japan und fast alle sind als Repräsentanten von Firmen und nur eine begrenzte Zeit im Land. Ich finde es bemerkenswert, weil das zumindest in meinen beiden Filterblasen keiner weiß. 

 

Ist halt so.

Wenn hier jemand den Islam suboptimal findet, wird gleich aus verschiedenen Richtungen "Rassismus" geschrieen, wenn z. B. Saudi-Arabien sämtliche Nicht Moslems nach Strich und Faden und staatsoffiziell diskriminiert, kommt niemand auf die Idee, das rassistisch zu nennen.

 

Werner



#11 Mac Craig

Mac Craig

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Geschrieben 16 February 2017 - 17:08

Jetzt ist es schon Rassismus, wenn eine Weiße als Geisha gestylt wird?

Wo steht das denn überhaupt?



#12 Dale Earnhardt

Dale Earnhardt

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Geschrieben 16 February 2017 - 17:59

 

Jetzt ist es schon Rassismus, wenn eine Weiße als Geisha gestylt wird?

Wo steht das denn überhaupt?

 

Ich glaube, dass du das Zeug hast, im Beckmesser-Club den Vorsitz zu übernehmen. Werner ist Kassenwart. Interessiert?

Dale



#13 DonGato

DonGato

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Geschrieben 16 February 2017 - 19:17

Jetzt ist es schon Rassismus, wenn eine Weiße als Geisha gestylt wird?

Wo steht das denn überhaupt?

Ich glaube, dass du das Zeug hast, im Beckmesser-Club den Vorsitz zu übernehmen. Werner ist Kassenwart. Interessiert?
Dale

 
Vorsichtig angefragt: Bist Du an (m)einer Meinung interessiert, die den Rassismusvorwurf als Unsinn betrachte aber dennoch "withewashing" als berechtige Kritik sieht und dazu noch politisch inkorrekt ist?
 
DonGato.

#14 kam

kam

    Froher Katholik

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Geschrieben 16 February 2017 - 22:24

Die Rassismus-Riecherei in der taz: http://www.taz.de/Bu...issen/!5381606/

Ein Gutes hat es ja, nach so viel Übertreibung nimmt den Rassismus-Vorwurf kaum noch jemand ernst. 



#15 Sokrates

Sokrates

    Kritischer Rationalist

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Geschrieben 16 February 2017 - 22:31

Zwei DInge kann ich nicht leiden: Rassismus und Neger in meiner Stammkneipe.



#16 Mecky

Mecky

    Geist

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Geschrieben 17 February 2017 - 00:27

Die Deutschen haben nun mal so ihre Erfahrungen gemacht, wohin Rassismus führen kann.

 

Ich finde es sehr verständlich, dass sich eine Überempfindlichkeit entwickelt hat, geradezu eine Art phobische Reaktion, die auch bei unbegründeten Anlässen in Kraft tritt.

 

Leider hat man dadurch ungewollt dem Rassismus wieder Vorschub geleistet. Wenn man bei allem und jedem gleich mit "Rassismus! Rassismus!" kommt, verharmlost man die Gefahr. Die echten und gefährlichen Rassismen sind dann schon gar nicht mehr von dem Rassismusgeblubber unterscheidbar. 

Das ist wie in einer Stadt, in der andauernd die Sirenen abgehen. Irgendwann nimmt man das nicht mehr ernst. Womöglich auch dann, wenn es wirklich brennt. Wie soll man die eine "Sirene der realen Gefahr" von den tausend anderen Sirenen unterscheiden?


  • Perle von kam

#17 Baumfaeller

Baumfaeller

    Gefahr für Bäume und Zielscheiben

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Geschrieben 17 February 2017 - 04:52

Leider hat man dadurch ungewollt dem Rassismus wieder Vorschub geleistet.

Das Gegenteil von "gut gemacht" ist "gut gemeint".

#18 Karfunkel

Karfunkel

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Geschrieben 17 February 2017 - 08:34

Ist es nicht schon Rassismus, wenn Geishas sich weiß schminken? Das dürfte doch der umgekehrte Fall zum Blackfacing der Sternsinger sein.



#19 rince

rince

    linientreuer, gleichgeschalteter Forumsdummschwätzer. Gutmensch

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Geschrieben 17 February 2017 - 09:29

Ist es Gender-Konform, dass nur Frauen als Geishas auftreten?



#20 DonGato

DonGato

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Geschrieben 17 February 2017 - 09:53

Ist es nicht schon Rassismus, wenn Geishas sich weiß schminken? Das dürfte doch der umgekehrte Fall zum Blackfacing der Sternsinger sein.

 

das Weiss hat meines Wissens nach eine praktische Bedeutung. Für einen Alleinunterhalter ist es wichtig, wenn die Gäste sein Gesicht, seine Mimik gut sehen können. Wenn man über die entsprechenden Möglichkeiten zu Beleuchtung im damaligen Japan nachdenkt, kann man leicht zu den Schluss kommen, Weiss reflektiert das Licht von trüben Öllampen, Fackeln und Kerzen am besten.

 

DonGato. 



#21 DonGato

DonGato

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Geschrieben 17 February 2017 - 09:57

Ist es Gender-Konform, dass nur Frauen als Geishas auftreten?

 

Die Unsitte, Frauen als Geisha, gibt es erst seit dem XVIII.Jhrt. Davor waren Alleinunterhalter, Theater-Schauspieler etc. ein reine Männerberufe in Japan.

 

DonGato.



#22 Alfons

Alfons

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Geschrieben 17 February 2017 - 12:03

*
Leseperle

Wenn heute über Rassismus gesprochen wird, ist damit nicht unbedingt das gemeint, was man früher darunter verstand. Der Begriff Rasse wird ja heute anders definiert und anders beurteilt als vor 100 oder auch noch vor 50 Jahren. Da kommt man in Diskussionen leicht in Versuchung, aus heutigem Blickwinkel zu urteilen.

 

Dass der Mensch in unterschiedliche Rassen eingeteilt ist, war bis in die 70-er Jahre hinein unhinterfragter Stand des Wissens und auch der Wissenschaft, da reicht ein Blick zum Beispiel in den Brockhaus von 1956, Stichworte Menschenrassen, Rassenkunde und Rassenhygiene/Eugenik. Dort gibt es Dutzende Abbildungen von Menschenrassen und Rassemenschen, vom nordischen Typ bis zum paläonegriden Duala-Mann. Dass diese Rassen nicht gleichwertig seien, meinte man in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts wissenschaftlich beweisen zu können; dass man sie verbessern müsse und könne, war weithin anerkannte Meinung und Praxis. Eugenik bzw. Erbgesundheitslehre galt als Wissenschaft. Ab 1911 gab es in London einen Lehrstuhl für Eugenik, und in den USA waren ab 1907 Zwangssterilisationen in großem Maßstab ein Mittel der Bevölkerungspolitik.

 

Rassist ist die Bezeichnung für jemanden, der Menschen „anderer Rasse“ ablehnend bis feindlich gegenüber steht – also jemand, der den Paragraphen 3/3 des deutschen Grundgesetzes missachtet: „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.“

 

Dass man heute unterschiedliche Formen, Farben und Wesensarten der Menschen („Der Neger schnackselt gern“), unterschiedliche Anfälligkeiten für Krankheiten und so weiter nicht mehr als Rassenmerkmale versteht, bringt natürlich nicht nur linguistische Probleme. Wörter wie Rassentrennung und Rassengesetze werden ohne Rassen obsolet; und was tut ein Rassist, wenn es keine Rassen mehr gibt, sondern nur die Menschheit als eine große Menschenrasse?

 

Unter anderem aus dieser Entwicklung heraus hat die Bezeichnung Rassismus ihre Bedeutung gewandelt und ist etwas schwammig geworden. Rassismus steht oft synonym für Fremdenfeindlichkeit, für Ablehnung von Menschen anderer Hautfarbe, anderer Sprache, anderer Bekleidungsgewohnheiten (obwohl es ja noch nicht so lange her ist, dass deutsche Frauen Kopftücher trugen). In diesen Mischmasch von Ablehnung wird dann auch die fremde Religion mit hineingerührt: Kopftuch, Pluderhose, Nordafrikaner, Rauschebärte, Islam – gehört alles nicht nach Deutschland, das wollen wir hier nicht.

 

Ob man diese Einstellung als Rassismus bezeichnen kann?

 

Ich bin mit dem Begriff vorsichtig geworden, spreche lieber von Fremdenfeindlichkeit. Denn: Wenn ein Begriff – wenn auch aus verstehbaren Gründen – so schwammig benutzt wird, liegt die Gefahr nahe, dass er als abwertende Pauschalisierung eingesetzt wird, als Wort-Knüppel. Das hat er dann mit anderen abwertenden Begriffen gemeinsam. Ich zum Beispiel höre das Knüppelwort Gutmensch auch nicht gerne, obwohl ich mich bemühe, ein guter Mensch zu sein.

Alfons


Bearbeitet von Alfons, 17 February 2017 - 12:31.

  • Perle von Thofrock, Ennasus, Wunibald und 2 anderen

#23 tribald

tribald

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Geschrieben 17 February 2017 - 12:36

Zwei DInge kann ich nicht leiden: Rassismus und Neger in meiner Stammkneipe.

:D  :lol:  :D

 

 

 

sich ganz Un-PC kugelnd...................tribald



#24 Dale Earnhardt

Dale Earnhardt

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Geschrieben 17 February 2017 - 13:04

 

Unter anderem aus dieser Entwicklung heraus hat die Bezeichnung Rassismus ihre Bedeutung gewandelt und ist etwas schwammig geworden. Rassismus steht oft synonym für Fremdenfeindlichkeit, für Ablehnung von Menschen anderer Hautfarbe, anderer Sprache, anderer Bekleidungsgewohnheiten (obwohl es ja noch nicht so lange her ist, dass deutsche Frauen Kopftücher trugen). In diesen Mischmasch von Ablehnung wird dann auch die fremde Religion mit hineingerührt: Kopftuch, Pluderhose, Nordafrikaner, Rauschebärte, Islam – gehört alles nicht nach Deutschland, das wollen wir hier nicht.

 

Ob man diese Einstellung als Rassismus bezeichnen kann?

 

Ich bin mit dem Begriff vorsichtig geworden, spreche lieber von Fremdenfeindlichkeit. Denn: Wenn ein Begriff – wenn auch aus verstehbaren Gründen – so schwammig benutzt wird, liegt die Gefahr nahe, dass er als abwertende Pauschalisierung eingesetzt wird, als Wort-Knüppel. Das hat er dann mit anderen abwertenden Begriffen gemeinsam. Ich zum Beispiel höre das Knüppelwort Gutmensch auch nicht gerne, obwohl ich mich bemühe, ein guter Mensch zu sein.

Alfons

Diesem Teil deine Beitrages kann ich nicht zustimmen. Es ist das übliche, oberflächliche und falsche manipulierende und parentale Gutmenschen (sorry, aber ich liebe dieses Wort) - Gesülze, mit dem der links-grüne Mainstream versucht, die begriffliche Deutungshoheit zu behalten.

Nee, im Ernst, du hast Unrecht. Warum? Weil wir es hier um ganz andere Sachverhalte geht als du sie beschreibst.

Ich lebe in zwei sehr verschiedenen Filterblasen. Die eine ist eine ruhrpöttische Arbeiterklassenblase, die andere die übliche linksliberale Medienblase. 

In der ersten Blase existiert viel Ablehnung gegen Migranten und Einwanderer. Aber man muss da schon mal genau hinsehen, was du und andere Gutmenschen (SCNR) in der Regel nicht tun. Diese Ablehnung hat überhaupt nichts mit Fremdenfeindlichkeit zu tun. Nicht das Geringste. Denn keiner der von dir als fremdenfeindlich zu bezeichnenden Menschen, die ich kenne, hat irgendetwas gegen Fremde, keiner hat etwas gegen Chinesen, gegen Japaner, gegen Amerikaner usw, sie haben etwas gegen in großen Gruppen auftretende meist muslimische Einwanderer und sich vervielfältigende Familien aus der Türkei und Nordafrika. Und es gibt drei Gründe dafür: Erstens stellen diese Menschen für sehr viele Deutsche eine heftige soziale Konkurrenz dar, wenn es um Arbeitsplätze geht, um bezahlbaren Wohnraum, um soziale Unterstützung usw. Zweitens: diese Neubürger verwandeln die Heimat der angestammten Deutschen in etwas anders, in eine fremde Welt. Das ist für diese Menschen eine ganz bittere Erfahrung, sie werden sozusagen ungewollt entwurzelt, obwohl sie sich gar nicht bewegen. Und sie können sich nicht bewegen, aus wirtschaftlichen Gründen. Wo sollen sie hin. Stattdessen erleben sie, wie jeden Tag ein Stückchen mehr ihre Heimat zum Ausland wird. Eine Dönerbude und einen türkischen Obsthändler empfänden diese Menschen auch als Bereicherung, aber es gibt in vielen Gegenden nichts anders mehr. Drittens: Diese Neubürger, das ist ein sehr wichtiger Aspekt, verhalten sich schlicht oftmals als regelrechte Arschlöcher. Fahr mal in der Straßenbahn durch Oberhausen, ein interessantes Erlebnis, oder rede mit Lehrern aus dem Ruhrpott, oder mit völlig frustrierten Polizisten, die von Clans oder sonstigen Gruppen bespuckt und geschlagen werden, wenn sie bei Streit oder bei Vergehen eingreifen wollen. 

Nein, das was du Fremdenfeindlichkeit nennst, das würde ich eine gesunde Arschlochfeindlichkeit nennen. 

Dale


  • Perle von phyllis und Aristippos

#25 Ennasus

Ennasus

     

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Geschrieben 17 February 2017 - 13:21

Diese Ablehnung hat überhaupt nichts mit Fremdenfeindlichkeit zu tun. Nicht das Geringste.

 

.... diese Neubürger verwandeln die Heimat der angestammten Deutschen in etwas anders, in eine fremde Welt.

 

Nein, das was du Fremdenfeindlichkeit nennst, das würde ich eine gesunde Arschlochfeindlichkeit nennen.



Versteh ich das richtig?

Fremdenfeindlichkeit ist es nur dann, wenn sich die Ablehnung nur gegen Einzelne richtet und nicht gegen eine größere Gruppe?
Sobald das Fremde die eigene Welt zu verändern beginnt, wird aus einer selbstverständlich abzulehnenden Fremdenfeindlichkeit eine berechtigte Arschlochfeindlichkeit?



 






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