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Rassismus


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432 Antworten in diesem Thema

#426 Sokrates

Sokrates

    Kritischer Rationalist

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Geschrieben 24 February 2017 - 17:52

In Süddeutschland jedenfalls kann man ANti-Pegida-Meinungen problemlos auch im Fasching vertreten:
 

Ausführlich hat Alfred Heizmann seinen Auftritt bei der Konstanzer Fernsehfasnacht im vergangenen Jahr genutzt, um ein Plädoyer für Menschlichkeit im Umgang mit Flüchtlingen zu halten und Bedenkenträger in Schranken zu weisen. Für einen Büttenredner war das ungewöhnlich. Trotzdem erntete er keinen Shitstorm

 Quelle

Dieses Jahr: "In Dresden geht der Dackel mit der Fackel auf den Wackel" :D



#427 Karfunkel

Karfunkel

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Geschrieben 24 February 2017 - 18:17

 

Diese Aktionen lassen sich nur noch veralbern. Namhafte Schauspieler wie Orson Welles, Laurence Olivier, John Gielgud oder Anthony Hopkins spielten Othello, ohne dass man es als "rassistisch" empfand. Es war schließlich auch nicht so gemeint. Puccinis Madama Butterfly wurde eigentlich immer mit europäischen Sängern aufgeführt, vermutlich gilt jetzt schon die gesamte Oper als "rassistisch". Auch für Indianerkostüme wurden die Kinder geschminkt, ebenso für die Sternsinger - immer aus der Freude am Exotischen. Die Chinoiserien und die China-Mode des 18.Jhds, der Japonismus des 19. Jhds und die Afrika-Begeisterung des 20.Jhds gelten mittlerweile wohl auch als "rassistisch". Auch die Verwendung von Blue Notes im Pop wird dann demnächst geahndet werden. Wird Zeit, das wir uns darüber beschweren wie Europäer in anderen Kulturen dargestellt wurden (oder hier), schließlich gab es dort auch schon Europa-Moden (oder hier).


  • Perle von kam und Shubashi

#428 Werner001

Werner001

    Eigentlich ganz umgänglich

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Geschrieben 24 February 2017 - 18:26

We're a Culture - Not a Costume!

gegenposter
 
Diese Aktionen lassen sich nur noch veralbern. Namhafte Schauspieler wie Orson Welles, Laurence Olivier, John Gielgud oder Anthony Hopkins spielten Othello, ohne dass man es als "rassistisch" empfand. Es war schließlich auch nicht so gemeint. Puccinis Madama Butterfly wurde eigentlich immer mit europäischen Sängern aufgeführt, vermutlich gilt jetzt schon die gesamte Oper als "rassistisch". Auch für Indianerkostüme wurden die Kinder geschminkt, ebenso für die Sternsinger - immer aus der Freude am Exotischen. Die Chinoiserien und die China-Mode des 18.Jhds, der Japonismus des 19. Jhds und die Afrika-Begeisterung des 20.Jhds gelten mittlerweile wohl auch als "rassistisch". Auch die Verwendung von Blue Notes im Pop wird dann demnächst geahndet werden. Wird Zeit, das wir uns darüber beschweren wie Europäer in anderen Kulturen dargestellt wurden (oder hier), schließlich gab es dort auch schon Europa-Moden (oder hier).
Merke: wenn ein Europäer sich als Chinese verkleidet, ist das übler Rassismus. Wenn ein Chinese sich als Europäer verkleidet, ist das ein Beleg dafür, wie der rassistische europäische Kulturkolonialismus wertvolle andere Kulturen unterwandert und zerstört

Werner

#429 phyllis

phyllis

    eine (r)echte grüne

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Geschrieben 24 February 2017 - 18:38

wenn ein experte den nachweis für europäischen rassismus hiezu noch liefern könnte. danke im voraus.
zu meinem gegenposter noch: es ist eine parodie, ja, aber eine traurige, weil sich etliche weiber und "feministinnen" nicht zu blöd waren, auf ihren anti-Trump märschen in kopftuch und schlimmerem aufzutreten.

#430 rince

rince

    linientreuer, gleichgeschalteter Forumsdummschwätzer. Gutmensch

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Geschrieben 26 February 2017 - 13:37

oha, es gibt noch Fotos von mir vom Kinderkarneval in einem Chinesen-Kostüm und gelb angemalten Gesicht. Heute wohl undenkbar...



#431 tribald

tribald

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Geschrieben 26 February 2017 - 15:44

oha, es gibt noch Fotos von mir vom Kinderkarneval in einem Chinesen-Kostüm und gelb angemalten Gesicht. Heute wohl undenkbar...

Tja. typisch deutsch eben. Schon als Kind total rassistisch. Das kann nur böse enden.

 

 

sich seines IndianerKostüms in der Kindheit auch mächtig schämend......................tribald



#432 Sokrates

Sokrates

    Kritischer Rationalist

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Geschrieben 26 February 2017 - 15:50

 

oha, es gibt noch Fotos von mir vom Kinderkarneval in einem Chinesen-Kostüm und gelb angemalten Gesicht. Heute wohl undenkbar...

Tja. typisch deutsch eben. Schon als Kind total rassistisch. Das kann nur böse enden.

 

 

sich seines IndianerKostüms in der Kindheit auch mächtig schämend......................tribald

Man könnte stattdessen die Bilder mit Untertiteln versehen und bei Fackebook posten: "Racist - and proud of it". Das wäre mal ein Statement. Ich muss mal sehen, ob ich noch Indianerbilder von mir habe.



#433 Frank

Frank

    Gutmensch, Trockennasenaffe

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Geschrieben 26 February 2017 - 16:08

Das ist schon Lustig. Da baut diese Antidiskriminierungsstelle einen Strohmann auf und ihr schlagt schön drauf.

Diese Aktion unter dem Motto "You wear the Costume for one night. I wear the stigma for live" ist doch nicht mal wert das man sie ignoriert.

Wenn Hautfarbe oder ethnische Herkunft ein Stigma ist, ist es dann weniger ein Stigma wenn niemand mehr als "Neger" zum Fasching geht?

 

Die Herkunft ist erst dann kein Stigma mehr, wenn Chancengleichheit hergestellt ist. Gibt es aber diese Chancengleichheit, dann ist auch ein Karnevalskostüm keine Diskriminierung mehr.

 

Was viel interessanter ist als die Frage ob da ein Angriff auf die Freiheit des Faschingsnarr stattfindet, ist die Frage warum sich diese Stelle an Faschingskostümen und nicht an Ungleichheit abarbeitet.

Nun, ich bin mal boshaft: Wäre ich Mitarbeiter einer Antidiskriminierungsstelle wäre mir auch mehr daran gelegen mich an scheinbarer Diskriminierung abzuarbeiten als an Chancenungerechtigkeiten. - Ich müsste ja sonst um meinen Arbeitsplatz fürchten

 

 

(Ein Sozialbetreuer - ich weiss nicht ob es ausserhab Bayerns diese Berufsbezeichnung gibt - ist die Eierlegende Wollmilchsau bei den Sozialen Hilfsberufen. Die arbeiten als Pflegehelfer in Pflegeheimen, als Hep-Helfer in Behinderteneinrichtungen oder in Kindergärten an der Seite der Erzieherinnen. Im Rahmen dieser Ausbildung musste ich auch in einer Behinderteneinrichtung Praktikum machen. Ich wunderte mich darüber dass das was man heute Inklusion nennt sowohl als Begriff als auch als Konzept unbekannt war, jedoch große Öffentlichkeitsarbeitskampagnen zur Integration Behinderter. Als ich dann an meiner Praktikumsstelle äusserte das die Plakate gut aussähen, jedoch kein Mensch, der in dem Segment arbeite das wirklich umgesetzt sehen wolle, weil dann der Job in Gefahr sei... erntete ich lediglich pikierte Gesichter, jedoch keinen Widerspruch)






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