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  1. Yesterday
  2. Hast Du mal dazu eine Primärquellenangabe? Für den Satz "Aber wer in seiner sexuellen Entwicklung bei einer ödipalen Fixierung auf Muttersehnsucht und kastrativem Sexualverbot hängen geblieben ist, muss weibliche Sexualität und damit Frauen mit ihrer alles verschlingenden Vulva als Bedrohung wahrnehmen" kann ich dir schwerlich eine externe Quelle angeben; der ist von mir. Augustinus halte ich für ein gutes Beispiel für eine solche Entwicklung. Nachzulesen ist das in seinen "Confessiones". Die Passagen, in denen Augustinus seine Kinder- und Jugendzeit beschreibt, ließen sich, wenn man sie in moderne Sprache überträgt, als Fallbeispiel für die Ausbildung zum Psychotherapeuten nutzen. Angefangen bei der beschämenden Szene, wie sein Vater sich über die erste Erektion des Jungen freut (Confessiones, 2. Buch, 3. Kapitel), hinzu kommt die Abwertung des heidnischen Vaters durch die überfromme christliche Mutter ("Denn mit ängstlichem Eifer schärfte mir meine Mutter ein, daß du, mein Herr und mein Gott, in noch viel höherem Grade mein Vater wärest als jener"). Dann die von mir schon angeführte Verbindung zwischen Sexualität und Tod ("das Klirren der Kette, die mich an die Sterblichkeit fesselt"), die Verteufelung überhaupt jeder Sexualität ("böse Dünste entstiegen dem Schlamme meiner Fleischeslust", "geile Schändlichkeiten bis zur Erschlaffung des Fleisches" usw. usw), schließlich das Verunglimpfen auch der Liebe zwichen Mann und Frau: "Elend ist jedes Herz, das gefesselt ist durch Bande sterblicher Liebe". Darauf folgt dann seine Entscheidung, auf Beischlaf ebenso zu verzichten wie auf Onanie, denn Handlungen sind ja schließlich der Vernunft unterworfen "wie das Weib dem Manne", und: "Es ist dem Menschen gut, daß er kein Weib berühre". Am Ende rühmt Augustinus sich, dass er es schon ganz gut schafft, sich tagsüber der Fleischeslust zu enthalten, nun bittet er Gott nur noch um die Gnade, nicht von nackten Frauen träumen zu müssen. Damit er nicht der ewigen Seligkeit verlustig gehe, sondern "am siebenten Tag, der keinen Abend und kein Ende hat" in Gott ruhen darf. Alfons (Sorry für die späte Antwort, ich hatte heute viel zu tun, wollte aber deine Frage noch beantworten).
  3. Frank

    Fronleichnam-noch zeitgemäß?

    Es ist erstaunlich was ihr so "friedlich" nennt. Frag mal die Inder, Indonesier, Syrer, Türken, Aramäer, etc. Chryso hatte eine Reihe von Gesellschaften angeführt, die friedlich auch mit Muslime zusammenleben. Und nur auf die bezog ich mich. Aus dem Kontext könnte man das erkennen, wenn man es erkennen wollte. Hast du es aus unvermögen oder unwillen nicht erkannt? Es steht mir nicht an darüber zu spekulieren. Ich will aber gerne spiegeln welchen Eindruck ich von dir habe: Für unvermögen bist du zu intelligent
  4. Frank

    Fronleichnam-noch zeitgemäß?

    Also sollten die verbliebenen Katholiken z.B. in Marxloh aus Rücksicht auf die Mehrheitsbevölkerung auf die öffentliche Prozession verzichten? Lies nochmal genau was ich geschrieben habe.
  5. Higgs Boson

    Fronleichnam-noch zeitgemäß?

    Wenn ich den Thread hier richtig interpretiere, will das hier keiner, und auch schon garnicht die uns bekannten Muslime. Nein, man muss, soll, braucht auf die öffentliche Prozession nicht zu verzichten. Wer sowas fordert ist ein Troll.
  6. Higgs Boson

    Fronleichnam-noch zeitgemäß?

    Also meine Syrer sind ganz friedlich. Aber sie sind vor Assad abgehauen, dem Augenarzt. Was der unter Demokratie versteht, das ähnelt sehr dem, was Honecker darunter verstand. Dann ist ihm das Land um die Ohren geflogen, allerdings wurden die Unruhen von Radikalen und den internationalen Kräften gekapert und jetzt weiß keiner mehr so genau wer gegen wen und warum.
  7. Flo77

    Franks Landsknechtslager

    Erbarm' dich Gott, erbarm' dich unser.
  8. Flo77

    Politik für Alle

    Das wird gerne ins Feld geführt, greift aber zu kurz. Abgeben ja, einladen auch - aber dahinter steht letztlich immer die Erwartungshaltung, daß sich der Sünder bekehrt und bessert. Diese missionarische Ader haben die links-Grünen und -grüninnen zwar auch, ist aber für den demokratischen Diskurs wie er sonst gefordert und verpredigt wird, völlig daneben.
  9. Flo77

    Fronleichnam-noch zeitgemäß?

    Also sollten die verbliebenen Katholiken z.B. in Marxloh aus Rücksicht auf die Mehrheitsbevölkerung auf die öffentliche Prozession verzichten? Dein Verständnis von Religionsfreiheit erscheint mir dann doch ausbaubedürftig. (Ich bin in Marxloh zur Erstkommunion gegangen - Katholiken gab es da definitiv lange vor der islamischen Okkupation.)
  10. Flo77

    Fronleichnam-noch zeitgemäß?

    Es ist erstaunlich was ihr so "friedlich" nennt. Frag mal die Inder, Indonesier, Syrer, Türken, Aramäer, etc.
  11. Bleibt diese Schönheit nicht erhalten wenn man darauf verzichtet, aus dieser Polarität Normen ableiten zu wollen? Jemandem, der in seiner zugewiesenen Geschlechterrolle unglücklich ist wird sich diese Schönheit kaum erschließen, wenn er mit einer anderen glücklicher sein könnte.
  12. gouvernante

    Fronleichnam-noch zeitgemäß?

    Nein. Brav am Donnerstag. (Ich denke auch nicht, dass sich am Sonntag mehr Menschen mobilisieren würden)
  13. gouvernante

    Maria 2.0 - Kirchenstreik der Frauen und wie damit umgehen

    Dem Aquinaten wurde bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts nicht widersprochen (STh I q. 92 a. 1 ad 1; q. 99 a. 2 ad 1). Ist so gelagert wie der Nimbus: nie dogmatisiert, immer vorausgesetzt, wirkmächtig.
  14. Higgs Boson

    Fronleichnam-noch zeitgemäß?

    Thunfisch? Igitt. Ich schlafe aus und freu mich, dass ich nicht irgendwo in der Sonne stehen muss und es mir schlecht wird. Fronleichnam fand ich noch als katholisches Kind komisch. Eucharistische Anbetung fand ich ja noch cool, aber ich kann grundsätzlich Umzügen nichts abgewinnen. Ich war dann mal in einem Spielmannszug. Das war eindeutig der falsche Platz für mich. Ich war froh, dass ich am Samstag zur Oktoberfesteröffnung mit dem Einzug der Wiesenwirte grundsätzlich Schule hatte und ich nicht mitkonnte. Mir reichte dann schon der Sonntag mit dem Trachtenumzug. Meine Abneigung ist grundsätzlich und hat nix mit dem Fest zu tun. Es gibt aber auch Katholiken, die machen einfach Urlaub und entgehen so diesem Zauber...
  15. Marcellinus

    Politik für Alle

    Richtig! Ich kann mich da nur selbst zitiern: "Deshalb gehört beides untrennbar zusammen, Tatsachenbeobachtung und Modellbildung. Ohne Tatsachen keine realistischen Modelle, ohne Modelle keine realistischen Beobachtungen. Es ist ein wechselseitiger Prozeß, ohne bestimmbaren Anfang oder Ende, und auch nur als Prozeßmodell, als vierdimensionales Modell zu verstehen."
  16. Mistah Kurtz

    Politik für Alle

    Das halte ich, mit Verlaub, für unsinnig. Jede Information ist Interpretation. Ich arbeite im Bereich der sogenannten "harten" Naturwissenschaften. Auch hier, wo ohne Zahlen, Daten und nachgewiesenen Fakten nichts geht, gibt es keine Information, die nicht zugleich auch Interpretation ist bzw. der Interpretation bedürfte (ein berühmtes Beispiel ist die sogenannte "Kopenhagener Interpretation" in der Quantenphysik). Um so mehr gilt das für die "weichen" Wissenschaftsbereiche. Was man aber immer verlangen kann und verlangen muss, ist, dass die genannten Fakten den Tatsachen entsprechen. Dann steht es einem immer noch frei sich der Interpretation des Autors, gewonnen aus diesen Fakten, nicht anzuschließen. Wobei sich auch die Frage stellt, woher Du wissen willst, welcher Intention der Artikel entsprang, ob etwa der Autor sich jene Fakten zusammenklaubte, die seiner Meinung entsprachen. Genau so gut kann es nämlich sein, dass der Autor zu seiner Meinung auf Grund dieser Fakten kam. Ich weiß nicht, ob es so ist, aber ich behaupte dafür auch nicht zu wissen, warum der Artikel geschrieben wurde, ob die Henne, also die Meinung, vor dem Ei, also die Fakten, kam oder umgekehrt.
  17. Long John Silver

    Maria 2.0 - Kirchenstreik der Frauen und wie damit umgehen

    Diese ganzen Ausfuehrungen verschweigen vor allem, dass es Leute eben nicht einfach KOENNEN, sondern wenn dass, wenn sie reagieren, sie so reagieren MUESSEN. Es ist keine freie Wahl von identitaeten, wie suggeriert wird. Weder Intersexualitaet noch Transsexualitaet ist frei waehlbar, die Leute haben keinen Einfluss auf diese Faktoren. Es ist nackter Bloedsinn zu behaupten, Menschen haetten eine freie Wahl in welcher Identitaet sie leben wollen und diese Dinge seien nach Gutduenken austauschbar. Es gibt Leute mit unscharfen Identitaeten, aber selbst das ist keine freie Wahl, sondern hat Gruende. Und es ist weiterer Unsinn, zu propagieren, diese Austauschbarkeit sei generell fuer Menschen moeglich und so zu tun, als sei eine Frage des Willens, oder der Lust oder der Mode oder des Zufalls oder der momentanen Eingebung. Die allermeisten Menschen koenenn das nicht und wollen es nicht, und es ist einfach albern, politische Aussagen zu treffen dahingehend, dass es erstrebenswert sei, das zu propagieren oder gar zu einem gesellschaftlichen Programm zu erklaeren im sinne von einer angeblichen Befreiung. Wobei man dann natuerlich propagieren muss, die Leute seien so nicht gluecklich und muessten befreit werden von "Zwaengen" und Vorstellungen, die sie an irgendetwas hinderten. Ich denke eher, dass diese Menschen, die solchen Unsinn verbreiten, nicht begriffen, wieviel Schoenheit in der Polaritaet der Geschlechter liegt, was sie eigentlich biologisch und geistig bedeutet. Da wird so getan, als sei das etwas, das man getrost ueber Bord kippen und austauschen koenne, fuer wertlos halten, fuer ueberholt, unnoetig und letzlich sogar schaedlich. Eigentlich sind das arme Schweine.
  18. Howe

    Fronleichnam-noch zeitgemäß?

    Ich muss gerade an die Aufmärsche und Kundgebungen zum ersten Mai denken, oder an die Pegida-Prozessionen. Nun ja, wie hieß es doch früher: "Jedem das Seine!"
  19. Howe

    Fronleichnam-noch zeitgemäß?

    Der Arme, er wird wohl nicht alleine bei der Prozession sein. Es gibt noch genug richtige Katholiken die alles mitmachen.
  20. Julius

    Fronleichnam-noch zeitgemäß?

    Na siehste. Da störst Du auch keinen Prozessionsteilnehmer. Stell Dir vor, die laufen da alle vorbei und keiner sieht zu Dir hin.
  21. rince

    Fronleichnam-noch zeitgemäß?

    Und wieder stehen viele ahnungslose Schweizer vor verschlossenen deutschen Supermärkten
  22. nannyogg57

    Fronleichnam-noch zeitgemäß?

    Sag das meinem Pfarrer. Die meisten sind im Pfingsturlaub (zB ich).
  23. rince

    Politik für Alle

    Na, wenn es ein Comic, ähhh, Graphic Novel dazu gibt, muss es ja stimmen? Seit wann hat eine Gruppierung wie das Correctiv eigentlich die Rolle der Ermittlungsbehörden übernommen?
  24. Shubashi

    Politik für Alle

    Wenn tatsächlich eine rechtsextreme Organisation dahinter stehen sollte, ist die klassische Antiterrorpolitik hierzulande normalerweise recht effektiv. Bisher gibt es allerdings noch keine Hinweise darauf. Das große Problem sind heutzutage eher die durch Netz- und "soziale" Medien aufgehetzten Einzeltäter, die sehr viel schwerer zu enttarnen sind, auch bei den Islamisten. Was ist nötig, diese Art von "einsamen Wölfen" schneller und besser zu enttarnen - und notfalls gewaltbereite Gefährder eben auch mal prophylaktisch härter anzugehen? Wenn es dieser Täter wirklich war, hatte er ja bereits eine Menge auf dem Kerbholz. Und ansonsten: als Gesellschaft für den inneren Frieden zusammenstehen und den Gewaltanhängern und Haßpredigern deutlich widersprechen. Und beten, dass die ganz Durchgeknallten wie in München, Bologna, Oklahoma, Norwegen und Neuseeland weiterhin die seltene Ausnahme bleiben.
  25. Frank

    Politik für Alle

    Das Recherche-Netzwerk "Correctiv" auf iherer Facebook-Seite: [klick]
  26. Howe

    Fronleichnam-noch zeitgemäß?

    Nein ich setze mich ins Straßencafe bestelle mir einen großen Cappucino und einen ital. Toast mit Thunfisch und schau mir diese Demonstration des kath. Glaubens genüsslich an. So lässt sich Fronleichnam auch für einen Häretiker ertragen.
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