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Exerzitien im Alltag


Mariamante

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Meditation

 

Glauben Sie – fragte man mich –

an ein Leben nach dem Tode

Und ich antwortete: Ja.

Aber dann wusste ich keine Auskunft zu geben,

wie das aussehen sollte,

wie ich selber aussehen sollte – dort.

 

Ich wusste nur eines:

Keine Hierarchie von Heiligen auf goldenen Stühlen sitzend.

Kein Niedersturz verdammter Seelen.

Nur

Nur Liebe – frei geworden

 

Mehr also, fragen die Frager erwarten sie nicht

Nach dem Tode?

Und ich antworte – weniger nicht!

(Marie Luise Kaschnitz)

Quelle: Liturgieletter der Gemeinde St. Michael Schweinfurt

Lieber Wolfgang,

mit diesem Text hab ich mich auch vor kurzem erst befasst.

Er hat mich so angesprochen, dass ich ihn beinahe in den Allaussöhnungsthread gesetzt

hätte!

Danke und liebe Grüße

Gerlinde

Danke Gerlinde, es war auch mein erster Gedanke, wei gut er dort hinpassen würde

LiGrü

Wolfgang

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Meditation

 

Glauben Sie – fragte man mich –

an ein Leben nach dem Tode

Und ich antwortete: Ja.

Aber dann wusste ich keine Auskunft zu geben,

wie das aussehen sollte,

wie ich selber aussehen sollte – dort.

 

Ich wusste nur eines:

Keine Hierarchie von Heiligen auf goldenen Stühlen sitzend.

Kein Niedersturz verdammter Seelen.

Nur

Nur Liebe – frei geworden

 

Mehr also, fragen die Frager erwarten sie nicht

Nach dem Tode?

Und ich antworte – weniger nicht!

(Marie Luise Kaschnitz)

Quelle: Liturgieletter der Gemeinde St. Michael Schweinfurt

Lieber Wolfgang,

mit diesem Text hab ich mich auch vor kurzem erst befasst.

Er hat mich so angesprochen, dass ich ihn beinahe in den Allaussöhnungsthread gesetzt

hätte!

Danke und liebe Grüße

Gerlinde

Marie Luise Kaschnitz ist Dichterin und nicht Theologin. Man muss nicht alle Phantasien von Dichtern als Begründung für etwas hinstellen, was nach dem Evangelium so nicht möglich ist. bearbeitet von Mariamante
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Gerlinde Blosche

Meditation

 

Glauben Sie – fragte man mich –

an ein Leben nach dem Tode

Und ich antwortete: Ja.

Aber dann wusste ich keine Auskunft zu geben,

wie das aussehen sollte,

wie ich selber aussehen sollte – dort.

 

Ich wusste nur eines:

Keine Hierarchie von Heiligen auf goldenen Stühlen sitzend.

Kein Niedersturz verdammter Seelen.

Nur

Nur Liebe – frei geworden

 

Mehr also, fragen die Frager erwarten sie nicht

Nach dem Tode?

Und ich antworte – weniger nicht!

(Marie Luise Kaschnitz)

Quelle: Liturgieletter der Gemeinde St. Michael Schweinfurt

Lieber Wolfgang,

mit diesem Text hab ich mich auch vor kurzem erst befasst.

Er hat mich so angesprochen, dass ich ihn beinahe in den Allaussöhnungsthread gesetzt

hätte!

Danke und liebe Grüße

Gerlinde

Marie Luise Kaschnitz ist Dichterin und nicht Theologin. Man muss nicht alle Phantasien von Dichtern als Begründung für etwas hinstellen, was nach dem Evangelium so nicht möglich ist.

Lieber Mariamante,

das war mir schon bewusst, deshalb habe ich auch den Text nicht in den Thread "Allaussöhnung" hineingestellt und für mich "behalten". Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste auch hier!

Ein gesegnetes Allerheiligefest

Gerlinde

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Lieber Mariamante,

das war mir schon bewusst, deshalb habe ich auch den Text nicht in den Thread "Allaussöhnung" hineingestellt und für mich "behalten". Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste auch hier!

Ein gesegnetes Allerheiligefest

Gerlinde

Liebe Gerlinde. Vergelts Gott für die Bedachtsamkeit. Mögest Du einst auch zu jenen zählen, die wir morgen feiern.
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Gerlinde Blosche

 

Lieber Mariamante,

das war mir schon bewusst, deshalb habe ich auch den Text nicht in den Thread "Allaussöhnung" hineingestellt und für mich "behalten". Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste auch hier!

Ein gesegnetes Allerheiligefest

Gerlinde

Liebe Gerlinde. Vergelts Gott für die Bedachtsamkeit. Mögest Du einst auch zu jenen zählen, die wir morgen feiern.

Herr Jesus Christus,

der blinde Bartimäus erkannte Dich

mit seinem Herzen,

noch ehe er mit seinen Augen

sehen konnte,

Hab auch mit mir Erbarmen,

Mach mich fähig, das Wesentliche,

also Dich zu sehen

und in meinem Leben zu erkennen

als meinen Herrn und Heiland. (Josef Heigl: Heilsworte, Hoffnungsworte. Betrachtungen und

Gebete im Jahreskreis. Sankt Ulrich Verlag, Augsburg.)

Als Dankeschön für Deine guten Wünsche ein kleines Gebet.

Herzliche Grüße

Gerlinde

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Als Dankeschön für Deine guten Wünsche ein kleines Gebet.

Herzliche Grüße

Gerlinde

Vergelts Gott- da will ich auch mal eines formulieren:

Lieber Herr und Heiland: Du hast die Blindheit des Bartimäus geheilt. Gib uns ein Herz, das Dich erkennt, über alles liebt und in unseren Nächsten Dich erkennt und Dir dient. Erfülle uns mit dem Heiligen Geist, damit wir ein Herz und einen Blick für die Nöte jener bekommen, die Du uns auf unserem Lebensweg anvertraut hast - und gib uns die Gnade des rechten Wortes und der rechten Tat, damit wir so an der Ausbreitung Deines Reiches mitwirken, und Deine Liebe immer mehr unter uns aufstrahlt als jene Sonne, die uns wahrhaft erleuchtet. Amen.

bearbeitet von Mariamante
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Gerlinde Blosche

Als Dankeschön für Deine guten Wünsche ein kleines Gebet.

Herzliche Grüße

Gerlinde

Vergelts Gott- da will ich auch mal eines formulieren:

Lieber Herr und Heiland: Du hast die Blindheit des Bartimäus geheilt. Gib uns ein Herz, das Dich erkennt, über alles liebt und in unseren Nächsten Dich erkennt und Dir dient. Erfülle uns mit dem Heiligen Geist, damit wir ein Herz und einen Blick für die Nöte jener bekommen, die Du uns auf unserem Lebensweg anvertraut hast - und gib uns die Gnade des rechten Wortes und der rechten Tat, damit wir so an der Ausbreitung Deines Reiches mitwirken, und Deine Liebe immer mehr unter uns aufstrahlt als jene Sonne, die uns wahrhaft erleuchtet. Amen.

Lieber Mariamante,

das würde jetzt ganz gut in den Bartimäusthread passen. Wenn Du das jetzt auf die Schnelle so formuliert hast, alle Achtung, man sieht Du bist ein geübter Beter!

Mach weiter so, dann wird der letzte Zweifler froh!

Ade! Ich muss jetzt leider an die Arbeit. Hab noch einige Äpfel am Baum, die nicht von selber in den Keller wandern.

Liebe Grüße

in christlicher Verbundenheit

Gerlinde

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Lieber Mariamante,

das würde jetzt ganz gut in den Bartimäusthread passen.

Finde ich auch.

Warum schreibt Ihr das dann hier?

bearbeitet von Gabriele
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Gerlinde Blosche

Lieber Mariamante,

das würde jetzt ganz gut in den Bartimäusthread passen.

Finde ich auch.

Warum schreibt Ihr das dann hier?

Liebe Gabriele.

da war wahrscheinlich unser religiöser Eifer schuld! Wie es halt so ist, erkennt man manche Fehler erst nachdem man sie begangen hat. Wir werden uns bessern und das nächste Mal aufpassen! Versprochen und alles Liebe

Gerlinde

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Ein später Beitag zu Allerseelen

Else Lasker-Schüler: "Ein Mensch der Liebe kann nur auferstehn!"

Inschrift auf dem Grabstein des grossen österreichischen Psychiaters Erwin Ringel (1921-1994)

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Die Konsequenz der Liebesbotschaft Jesu waren Widerstand, Massenabfall und schließlich sogar der Tod. So hart und so schwerwiegend kann Liebe –kann Nächstenliebe - sein. Liebe kann so weit gehen, dass einen die anderen für einen Schwächling oder einen Narren halten.

 

Erich Fried hat das so ausgedrückt:

 

Es heißt

die von nicht gewusst hatten

waren naiv

Im Gegenteil

Es war damals

sehr praktisch

von gar nichts

gewusst zu haben

Nur Dummköpfe

oder Narren

versuchten alles zu wissen

Und die Suche

nach Wissen

brachte viele von ihnen

ums Leben

Drum fehlen uns jetzt

diese Dummköpfe

und diese Narren

so bitter

 

Eines ist sicher: Vor Gott sind die Liebenden keinesfalls die Dummen und die Narren. Das lässt es uns leichter ertragen, in dieser Welt als dumm zu gelten. Nur – manchmal scheint es uns – fehlen der Kirche die Dummköpfe und Narren noch immer; Christen, die versuchen, nach dem Evangelium zu leben

Quelle: Liturgieletter der Gemeinde St. Michael Schweinfurt für den kommenden Sonntag

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Die Konsequenz der Liebesbotschaft Jesu waren Widerstand, Massenabfall und schließlich sogar der Tod.

Unfug. Gegen "EiaPopeiaWirhabenUnsAlleLieb" hat noch nie jemand was gehabt. Die Wahrheit ist es, die Widerstand erzeugt und zu Ärger führt. Müsste Dir doch sehr bekannt sein!
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Die Konsequenz der Liebesbotschaft Jesu waren Widerstand, Massenabfall und schließlich sogar der Tod. So hart und so schwerwiegend kann Liebe –kann Nächstenliebe - sein. Liebe kann so weit gehen, dass einen die anderen für einen Schwächling oder einen Narren halten.

 

Erich Fried hat das so ausgedrückt:

 

Es heißt

die von nicht gewusst hatten

waren naiv

Im Gegenteil

Es war damals

sehr praktisch

von gar nichts

gewusst zu haben

Nur Dummköpfe

oder Narren

versuchten alles zu wissen

Und die Suche

nach Wissen

brachte viele von ihnen

ums Leben

Drum fehlen uns jetzt

diese Dummköpfe

und diese Narren

so bitter

 

Eines ist sicher: Vor Gott sind die Liebenden keinesfalls die Dummen und die Narren. Das lässt es uns leichter ertragen, in dieser Welt als dumm zu gelten. Nur – manchmal scheint es uns – fehlen der Kirche die Dummköpfe und Narren noch immer; Christen, die versuchen, nach dem Evangelium zu leben

Quelle: Liturgieletter der Gemeinde St. Michael Schweinfurt für den kommenden Sonntag

 

Kapitulation(sgebet)

 

Meinetwegen! Mach doch!

Mach mich zum Narren!

Spann mich vor deinen Karren!

Ich bin ein Ochse,

will dein Ochse sein,

unter deinem Joch pflügen.

Lügen müsste ich, wollte ich behaupten,

dass ich mich gegen dich noch behaupten könnte.

Du bist, der mich macht.

Du bist der Ich-bin.

 

 

 

© A.W.

 

 

alles Liebe

 

Angelika

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Gerlinde Blosche

Die Konsequenz der Liebesbotschaft Jesu waren Widerstand, Massenabfall und schließlich sogar der Tod. So hart und so schwerwiegend kann Liebe –kann Nächstenliebe - sein. Liebe kann so weit gehen, dass einen die anderen für einen Schwächling oder einen Narren halten.

 

Erich Fried hat das so ausgedrückt:

 

Es heißt

die von nicht gewusst hatten

waren naiv

Im Gegenteil

Es war damals

sehr praktisch

von gar nichts

gewusst zu haben

Nur Dummköpfe

oder Narren

versuchten alles zu wissen

Und die Suche

nach Wissen

brachte viele von ihnen

ums Leben

Drum fehlen uns jetzt

diese Dummköpfe

und diese Narren

so bitter

 

Eines ist sicher: Vor Gott sind die Liebenden keinesfalls die Dummen und die Narren. Das lässt es uns leichter ertragen, in dieser Welt als dumm zu gelten. Nur – manchmal scheint es uns – fehlen der Kirche die Dummköpfe und Narren noch immer; Christen, die versuchen, nach dem Evangelium zu leben

Quelle: Liturgieletter der Gemeinde St. Michael Schweinfurt für den kommenden Sonntag

 

Kapitulation(sgebet)

 

Meinetwegen! Mach doch!

Mach mich zum Narren!

Spann mich vor deinen Karren!

Ich bin ein Ochse,

will dein Ochse sein,

unter deinem Joch pflügen.

Lügen müsste ich, wollte ich behaupten,

dass ich mich gegen dich noch behaupten könnte.

Du bist, der mich macht.

Du bist der Ich-bin.

 

 

 

© A.W.

 

 

alles Liebe

 

Angelika

Liebe Anglika,

darf ich noch einen Gedanken hinzufügen:

Du bist der "Ich bin da",

der für uns das Heil wirkt.

 

Liebe Grüße, Gerlinde

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Kapitulation(sgebet)

 

Meinetwegen! Mach doch!

Mach mich zum Narren!

Spann mich vor deinen Karren!

Ich bin ein Ochse,

will dein Ochse sein,

unter deinem Joch pflügen.

Lügen müsste ich, wollte ich behaupten,

dass ich mich gegen dich noch behaupten könnte.

Du bist der Ich-bin, der mich machtlos und heil macht.

 

 

 

© A.W.

 

danke GErlinde! Dein Ergänzungsgedanken hat mich zu einer Änderung veranlasst . :huh:

 

 

alles Liebe

 

Angelika

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Gerlinde Blosche

Liebe Anglika,

welche Ehre wird mir zuteil! War aber nicht meine Absicht!

Übrigens, gibt es Deine Gedichte zu kaufen?

Meine Schwägerin schreibt mitunter auch moderne religiöse Gedichte. Sie ist im Internet unter dem Pseudonym "Renate Dalaun" zu finden.

Liebe Grüße, Gerlinde

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Liebe Anglika,

welche Ehre wird mir zuteil! War aber nicht meine Absicht!

Übrigens, gibt es Deine Gedichte zu kaufen?

Meine Schwägerin schreibt mitunter auch moderne religiöse Gedichte. Sie ist im Internet unter dem Pseudonym "Renate Dalaun" zu finden.

Liebe Grüße, Gerlinde

 

öhm.....die neuesten nicht, habe vor Jahren ein Büchlein mit bod gemacht. Derzeit arbeite ich an einer CD

 

alles Liebe

 

Angelika, die jetzt nach Renate Dalaun suchen geht

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Über dem Grab des Schriftstellers Julien Green, in der Stadtpfarrkirche St. Egid in Klagenfurt befindet sich als Inschrift folgender eigene Text des Dichters:

 

Und wäre ich mutterseelenallein auf dieser Welt gewesen,

 

Gott hätte seinen einzigen Sohn herab gesandt,

damit Er gekreuzigt werde, damit er mich erlöse.

Eine befremdliche Anmaßung, wirst du sagen.

Und dennoch: Ein solcher Gedanke

muss schon so manchem Christgläubigen

durch den Kopf gegangen sein.

 

Aber wer, fragst du,

wäre dann über ihn zu Gericht gesessen,

hätte ihn geschlagen, ihn ans Kreuz geheftet?

Such‘ nicht lange:

Ich selber hätte das getan.

Alles hätte ich getan.

Jeder von uns kann dasselbe von sich behaupten.

So wie wir sind, und aus welchem Winkel der Welt

wir auch stammen mögen.

 

Hat man keinen Juden zur Hand,

damit er ihm ins Antlitz speie:

Ich bin bereit.

Braucht es einen römischen Beamten,

um Ihn zu verhöhnen, einen Soldaten,

um Ihn zu verspotten, einen Henker, um Ihn

ans Holz zu schlagen, auf dass Er dort hangen bliebe

bis ans Ende der Zeiten:

Immer wäre ich es selber,

ich wäre dazu imstande, all das zu verüben.

 

Und der Jünger, der Ihn liebte?

Das ist das Schmerzlichste an der Geschichte

und zugleich das große Geheimnis:

Du weißt es recht gut:

Auch diesen Jünger, den findest du in mir.

 

Julien Green, Tagebücher

November 1954

 

Julien Green war Mitglied der Academie francais. Er ist im Sommer 1998 im Alter von 97 Jahren in Paris gestorben und wurde auf eigenen Wunsch in Kärnten beigesetzt

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Aus Anlass des Gedenkens der Reichspogromnacht eine rabbinische Legende als Zeichen der Weisheit unserer älteren Geschwister vor Gott.

 

In einer rabbinischen Legende wird zunächst die Weisheit gefragt: „Was soll mit der Seele des Sünders geschehen?“ Die Weisheit antwortete: „Die Seele des Sünders wird vom Unglück verfolgt werden.“ Dann fragte man die Propheten: „Was ist die Strafe der sündigen Seele?“ Und die Propheten antworteten streng: „Die Seele des Sünders muss sterben.“ Nun fragte man die Tora, die Bibel: „Was soll mit dem Sünder geschehen?“ Die Bibel antwortete: „Der Sünder muss ein Sündopfer bringen, und dann wird ihm verziehen.“ Als man schließlich dem Ewigen die gleiche Frage stellte, da sagte er: „Die Seele muss nur bereuen was sie getan hat, und ich werde ihr verzeihen.“

 

"Versöhnung und Dank" von Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg

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Doch Zion sagt: Der Herr hat mich verlassen, / Gott hat mich vergessen.

Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, / eine Mutter ihren leiblichen Sohn? Und selbst wenn sie ihn vergessen würde: / ich vergesse dich nicht.

Sieh her: Ich habe dich eingezeichnet in meine Hände, / deine Mauern habe ich immer vor Augen

Jes. 49, 14-16.

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Meditation

 

Von Nelson Mandela stammt dieser Text,

den er bei seinem Amtsantritt als

südafrikanischer Staatspräsident

nach 27 Jahre politischer Haft gesprochen hat:

 

Du bist ein Kind Gottes.

Wir alle sind dazu bestimmt zu leuchten,

wie es die Kinder tun.

 

Wir sind geboren,

um den Glanz Gottes,

der in uns ist, zu bezeugen.

 

Dieser Glanz ist nicht nur in einigen von uns,

er ist in jedem Menschen.

Und wenn wir unser Licht erscheinen lassen,

geben wir unbewusst

anderen Menschen die Möglichkeit,

dasselbe zu tun.

 

Wenn wir von unserer Angst befreit sind,

befreit allein schon unsere Gegenwart

andere wie von selbst.

 

Quelle: Liturgieletter der Gemeinde St. Michael Schweinfurt für den kommenden Sonntag

 

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In wenigen Tagen wird Papst Benedikt XVI. die Türkei besuchen. In vielfacher Hinsicht eine heikle Mission. Bereits vor 70 Jahren war dort einer seiner Vorgänger Apostolischer Delegat, nämlich Erzbischof Angelo Roncalli, der spätere Papst Johannes XXIII. Als man Roncalli 1935 diesen schwierigen Posten in Aussicht stellte, schrieb er an einen Freund: Das ist dort eine ganz neue Welt, die sich ankündigt und die man mit vorbereiten muss.

In der lateinischen Kathedrale Santo Spirito lässt er bei Gottesdiensten das Evangelium türkisch vorlesen und flicht in seine Predigten immer wieder türkische Passagen ein....... Aus Rom wurde ihm daraufhin Missbehagen signalisiert. Was er darüber empfand, findet sich ziemlich unverhohlen in einer hinterlassenen Notiz: Es schmerzt mich, weil es eine unter unseren Katholiken verbreitete allzu oberflächliche Vorstellung von wahrhaft christlichem Empfinden verrät

 

Sein politisches Credo: Ich ziehe es vor, einen langen Weg zu Fuß zu gehen, als irgendjemand schroff zu behandeln.

Quelle: ORF Gedanken für den Tag

bearbeitet von wolfgang E.
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„Ich will still sein wie eine Muschel, die geduldig in sich den Tau sammelt, der vom Himmel fällt, schreibt der 32jährige Bischofsekretär Angelo Roncalli in sein „Geistliches Tagebuch“, das ihn 67 Jahre lang, vom Seminaristen bis zum Papst, begleitete.

„Welch ein merkwürdig enttäuschendes und merkwürdig faszinierendes Buch!“, schrieb 1964 die politische Philosophin Hannah Arendt über dieses „Geistliche Tagebuch“ von Angelo Giuseppe Roncalli, dem ein Jahr zuvor verstorbenen Konzilspapst Johannes XXIII.

 

Fasziniert war Hannah Arend vom Stolz dieses Angelo Roncalli, nie irgend eine Versuchung zum Ungehorsam verspürt zu haben. Fasziniert auch von der Selbstsicherheit Roncallis, wie er keinen Augenblick sein eigenes Urteil aufgab, wenn er dem gehorchte, was für ihn nicht der Wille seiner Vorgesetzten, sondern der Wille Gottes war. „Sein Glaube war“, resümiert beeindruckt die Philosophin, „sein Glaube war: Dein Wille geschehe!“

.“ Der bedingungslose Glaube an den Willen Gottes, schreibt Hannah Arendt, „gab ihm sein größtes Wort ein, als er im Sterben lag: Jeder Tag ist ein guter Tag geboren zu werden, jeder Tag ist ein guter Tag zu sterben.“

Quelle: ORF Gedanken für den Tag

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Als Cantus firmus zieht sich durch die Briefe von Angelo Roncalli an seine Familie (er war das vierte von 13 Kindern einer armen Landarbeiterfamilie) ein Lob der Armut und des einfachen Lebens. Sie verweisen auf ein neues Bild der Kirche: auf eine prophetische und erlösende „Kirche der Armen“.“[ii]

 

Kurz vor Eröffnung des Konzils sagte Johannes XXIII. in einem Gespräch:

 

Die Kirche stellt sich dar als eine, die sie ist und sein will: nämlich die Kirche aller und besonders die Kirche der Armen. Zu Ostern 1950, als päpstlicher Nuntius in Paris, schrieb er in sein Geistliches Tagebuch:

 

Gott sei gelobt, ich bin arm und so will ich auch sterben[iii].

 

ORF Gedanken für den Tag

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