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Linzer Bischof verbietet Taufe durch Laien


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Ein anderes Beispiel aus dem zivilen Leben: A erwischt B beim Schwarzfischen und zeigt ihn an. B argumentiert nun vor Gericht so: A hat kein Recht mich anzuzeigen, ja er ist inkonsequent, da ich ihn letzte Woche erst beim Schwarzbusfahren gesehen habe! Soll jetzt B deswegen frei gesprochen werden?

Sorry, das entspricht nicht meinem Argument. Meinem Argument entsprechen würde die Aussage: Letzte Woche hat das Gericht einen Schwarzfahrer freigesprochen. Diese Woche will ich wegen Schwarzfischens auch freigesprochen werden.

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Ein anderes Beispiel aus dem zivilen Leben: A erwischt B beim Schwarzfischen und zeigt ihn an. B argumentiert nun vor Gericht so: A hat kein Recht mich anzuzeigen, ja er ist inkonsequent, da ich ihn letzte Woche erst beim Schwarzbusfahren gesehen habe! Soll jetzt B deswegen frei gesprochen werden?

Sorry, das entspricht nicht meinem Argument. Meinem Argument entsprechen würde die Aussage: Letzte Woche hat das Gericht einen Schwarzfahrer freigesprochen. Diese Woche will ich wegen Schwarzfischens auch freigesprochen werden.

Dein Vergleich würde nur dann zutreffen, wenn Stefan Mellentin der CIC wäre, ist er aber nicht.
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Dein Vergleich würde nur dann zutreffen, wenn Stefan Mellentin der CIC wäre, ist er aber nicht.
? :ph34r:

Es ist eben ein Unterschied, ob jemand sagt: Hier finde ich das Gesetz anwendenswert (Laientaufe) und hier nicht (Homopriester), oder ob das Gesetz selbst inkonsequent ist.
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Es ist eben ein Unterschied, ob jemand sagt: Hier finde ich das Gesetz anwendenswert (Laientaufe) und hier nicht (Homopriester), oder ob das Gesetz selbst inkonsequent ist.
Aber auch in Sokrates' Beispiel ist das Gesetz konsequent. Wieso sollte also Stefan der CIC sein?
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Es ist eben ein Unterschied, ob jemand sagt: Hier finde ich das Gesetz anwendenswert (Laientaufe) und hier nicht (Homopriester), oder ob das Gesetz selbst inkonsequent ist.
Aber auch in Sokrates' Beispiel ist das Gesetz konsequent. Wieso sollte also Stefan der CIC sein?

Auch wenn es langsam absurd wird - vielleicht bin ja auch selbst schuld mit meinen Beispielen? -, versuche ich noch einmal den Unterschied zu verdeutlichen:

Wer Gesetze kommentiert und dabei sagt: "Das eine soll angewandt werden, das andere nicht!" kann sich auf seine Meinungsfreiheit berufen, wer dagegen für die Durchsetzung von Gesetzen zuständig ist, muss hier konsequent handeln. Stefan Mellentin also Inkonsequenz vorzuwerfen, hat nur dann Sinn, wenn er selbst das Gesetz inkonsequent anwenden würde (das meinte ich mit seiner Identifikation mit dem CIC), also wenn er zum Beispiel als Regens Schwule zum Priester weihen lassen würde, gleichzeitig aber seinen künftigen Priestern einbleut, ja keine Laien zur Taufe ran zu lassen und das unter Berufung auf das Kirchenrecht.

 

Noch konsequenter wäre es natürlich, auch in einer rein theoretischen Diskussion die konsequente Anwendung aller kirchlichen Rechtsvorschriften zu propagieren, aber der muss erst gefunden werden, der alles ausnahmslos unterstützt.

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Auch wenn es langsam absurd wird - vielleicht bin ja auch selbst schuld mit meinen Beispielen? -, versuche ich noch einmal den Unterschied zu verdeutlichen:

Wer Gesetze kommentiert und dabei sagt: "Das eine soll angewandt werden, das andere nicht!" kann sich auf seine Meinungsfreiheit berufen, wer dagegen für die Durchsetzung von Gesetzen zuständig ist, muss hier konsequent handeln. Stefan Mellentin also Inkonsequenz vorzuwerfen, hat nur dann Sinn, wenn er selbst das Gesetz inkonsequent anwenden würde (das meinte ich mit seiner Identifikation mit dem CIC), also wenn er zum Beispiel als Regens Schwule zum Priester weihen lassen würde, gleichzeitig aber seinen künftigen Priestern einbleut, ja keine Laien zur Taufe ran zu lassen und das unter Berufung auf das Kirchenrecht.

 

Noch konsequenter wäre es natürlich, auch in einer rein theoretischen Diskussion die konsequente Anwendung aller kirchlichen Rechtsvorschriften zu propagieren, aber der muss erst gefunden werden, der alles ausnahmslos unterstützt.

Die Insoquenz liegt bei Stefan nicht darin, dass er die eine kirchenrechtliche Regelung befürwortet und eine andere ablehnt, sondern darin, dass er dies tut und gleichzeitig auf die Verbindlichkeit des gesamten Kirchenrechts pocht.

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Die Insoquenz liegt bei Stefan nicht darin, dass er die eine kirchenrechtliche Regelung befürwortet und eine andere ablehnt, sondern darin, dass er dies tut und gleichzeitig auf die Verbindlichkeit des gesamten Kirchenrechts pocht.
Ach so, das muss man allerdings wirklich als inkonsequent bezeichnen.
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