Jump to content
Björn

Die katholische Kirche und der Missbrauch

Recommended Posts

Juana
vor 25 Minuten schrieb Moriz:

 

Im Grunde genommen hast Du recht, aber andererseits ist jeder Chef gut beraten, Vorwürfe gegen seine Untergebenen erst mal selbst auf Plausibilität zu prüfen. Im Zweifelsfall hilft eine gute Rechtsabteilung...

 

Wenn ich etwas angestellt habe, was meine Arbeitsstelle betrifft, dann ja. Wenn ich eine Straftat begangen habe, dann ist in erster Linie der Staatsanwalt zuständig. Es bleibt meinem Chef selbstverständlich unbenommen, mich zusätzlich zu sanktionieren, wenn er der Ansicht ist, dass das Delikt auf die Arbeitsstelle zurückfällt. Auf keinen Fall darf mein Chef erst mal die Informationen zu meinem Verhalten "intern" prüfen, wenn er Kenntnis von der Straftat hat, und dann nach Gutdünken entscheiden, ob und in welchem Maß Polizei und Staatsanwalt eingeschaltet werden.

  • Like 2

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Moriz
vor 2 Stunden schrieb Juana:

 

Wenn ich etwas angestellt habe, was meine Arbeitsstelle betrifft, dann ja. Wenn ich eine Straftat begangen habe, dann ist in erster Linie der Staatsanwalt zuständig. Es bleibt meinem Chef selbstverständlich unbenommen, mich zusätzlich zu sanktionieren, wenn er der Ansicht ist, dass das Delikt auf die Arbeitsstelle zurückfällt. Auf keinen Fall darf mein Chef erst mal die Informationen zu meinem Verhalten "intern" prüfen, wenn er Kenntnis von der Straftat hat, und dann nach Gutdünken entscheiden, ob und in welchem Maß Polizei und Staatsanwalt eingeschaltet werden.

 

Mal abgesehen davon, daß soweit ich weiß kein normaler Mensch verpflichtet ist, eine begangene Straftat anzuzeigen:

- sollte Chef schon schauen, ob die behauptete Straftat überhaupt so möglich war oder ob da mit jemandem die Phantasie durchgegangen ist oder es gar ein Versuch der Verleumdung ist (in der Praxis wird das kein Chef sicher entscheiden können; aber abwägen muß er das schon. In der Regel wird es auf Aussage gegen Aussage hinauslaufen, mangels Zeugen).

- gibt es genug Dinge, die nicht strafbar aber dennoch nicht in Ordnung sind. Gerade im sensiblen Bereich der Seelsorge kann man viel Mist bauen, ohne daß es einen Staatsanwalt interessiert. Den Bischof sollte es aber schon interessieren.

 

Und was ist mit den Fällen, die Julius erwähnt hat? Leute, die was von Missbrauch erzählen, sich aber gleichzeitig strikt weigern dies auch den Strafverfolgungsbehörden mitzuteilen? (Was ich leider für realistisch halte.)

 

Und schließlich: Viele Fälle, die jetzt bekannt werden, sind längst verjährt. Die interessieren keinen Staatsanwalt mehr.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

×