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Flo77

Neues aus dem Vatikan

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rorro
vor 9 Stunden schrieb Julius:

Ich hatte mich weiter oben eigentlich nur dafür interessiert, ob der gute Mann nach dem Freispruch zweiter Klasse (der die Entscheidung der Signatur wohl war) nun seinen Stuhl in der Glaubenskongregation wieder einnähme? Studiosus lieferte ein geradezu flammendes Plädoyer dafür ab.

 

Was spricht denn dagegen? Wir reden von der Glaubenskongregation, nicht vom Geistlichen Beirat des kfd. Und den gleichen Job zu machen wie zuvor ist ja kein Karrieresprung.

Edited by rorro

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rorro
vor 29 Minuten schrieb Chrysologus:

in dubio pro reo ist in solchen Fällen gar nicht so leicht zu überwinden.

 

Wäre das denn erstrebenswert?

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Julius
vor 7 Minuten schrieb rorro:

 

Was spricht denn dagegen? Wir reden von der Glaubenskongregation, nicht vom Geistlichen Beirat des kfd.

 

Ach weisste, MIR persönlich ist es in der Tat ziemlich wurscht, was für Typen in DEINER Glaubenskongregation rumhocken. Auf die gebe ICH persönlich schon lange nichts mehr, und die ist für mich persönlich inzwischen auch für nichts mehr maßgeblich. Neugierig bin ich aber trotzdem noch.

 

 

Edited by Julius

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Chrysologus
vor 2 Minuten schrieb rorro:

 

Wäre das denn erstrebenswert?

Nein, absolut nicht - der Fehler liegt hier in einen falsch ausgerichteten Strafrecht, nicht in den Regeln der Strafzumessung.

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rorro
vor 12 Stunden schrieb Mistah Kurtz:

 

Ja, und? Über das Vorkommen besteht in der Sache ohnehin Übereinstimmung. Selbst wenn man annimmt, dass der betreffende Priester einen Anmachversuch startete mit seiner Wangenberührung, was genau hätten man denn machen sollen? Strafrechtlich ist das ohne Belang und kirchenrechtlich, nun, was genau hätte man tun sollen? Ihn laisieren? Geisseln? Öffentlich an den Pranger? Ach nein, da steht er jetzt ohnehin schon, und von einer Karriere in der Kirche kann er noch nicht einmal mehr träumen. Also: was hättest Du erwartet, dass man mit ihm tut? Auspeitschen wie in Saudi-Arabien?

 

Der Kirche fehlt so eine Art Europaparlament für die Zweite Garde oder Problemfälle an Klerikern. Cem Özdemir konnte dort 5 Jahre geparkt werden (nach seinem Skandal mit den privat genutzen Vielfliegermeilen), um anschließend als Parteichef der Grünen zurückzukehren. Diese instituionalisierte Glück eine Zeitlang aus dem Fokus zu sein mit glorreicher Rückkehrmöglichkeit haben nicht alle.

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rorro
vor 4 Minuten schrieb Julius:

 

Ach weisste, MIR persönlich ist es in der Tat ziemlich wurscht, was für Typen in DEINER Glaubenskongregation rumhocken. Die ist für mich persönlich inzwischen für nichts mehr maßgeblich. Neugierig bin ich aber trotzdem noch.

 

Für mich persönlich war die Glaubenskongregation noch nie maßgeblich. Ich war da nie Thema und werde es nie sein.

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Spadafora
vor 13 Stunden schrieb Mistah Kurtz:

 

Ja, und? Über das Vorkommen besteht in der Sache ohnehin Übereinstimmung. Selbst wenn man annimmt, dass der betreffende Priester einen Anmachversuch startete mit seiner Wangenberührung, was genau hätten man denn machen sollen? Strafrechtlich ist das ohne Belang und kirchenrechtlich, nun, was genau hätte man tun sollen? Ihn laisieren? Geisseln? Öffentlich an den Pranger? Ach nein, da steht er jetzt ohnehin schon, und von einer Karriere in der Kirche kann er noch nicht einmal mehr träumen. Also: was hättest Du erwartet, dass man mit ihm tut? Auspeitschen wie in Saudi-Arabien?

2 Jahre in einem Kloster ein Leben in schweigen und Buße wäre eine Möglichkeit

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Spadafora
vor 13 Stunden schrieb Studiosus:

Nicht alle? Das würde ich dick unterstreichen. Ich würde sogar sagen die Wenigsten. Die überwältigende Mehrheit der Priester, von denen selten die Rede ist, sind treue Diener Christi und Söhne der Kirche.

 

Das sage ich als Mitglied einer "Täterorganisation". So abscheulich diese Taten sind warne ich doch davor, dieses Phänomen in aberwitzige Dimensionen hochzuskalieren.

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus. 

wieviele was tun wird schwer zu eruieren sein worauf stützt Du deine Annahme ?

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rorro
vor 6 Minuten schrieb Spadafora:

2 Jahre in einem Kloster ein Leben in schweigen und Buße wäre eine Möglichkeit

 

Für einen Wangenstreich, so dumm, dreist und unangemessen das auch war? 

 

Wieviele Jahre gibt's dann für einen (von Seite der Empfängerin) ungewollten Kuß? Fünf? Zehn? Lagerhaft?

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Studiosus
vor 13 Minuten schrieb Spadafora:

wieviele was tun wird schwer zu eruieren sein worauf stützt Du deine Annahme ?

 

Beispielsweise an den seit 2010 im Vergleich wenigen öffentlich gewordenen Fällen bei maximaler Beobachtung durch Gesellschaft und Presse seit dem Bekanntwerden prominenter Missbrauchsfälle im selben Zeitraum.

 

Selbst wenn man alle historischen Fälle seit Beginn des Untersuchungszeitraumes (also grob nach dem Zweiten Weltkrieg) heranzöge, so ist die Zahl, wenn auch jeder Einzelfall abscheulich bleibt, geringfügig zur absoluten Zahl aller Welt- und Ordenspriester, verglichen mit anderen gesellschaftlichen und beruflichen Gruppen gar signifikant geringer.

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus. 

Edited by Studiosus

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Spadafora
vor 10 Stunden schrieb Studiosus:

 

Das nennt sich Schaden von der Institution abwenden. 

 

Hätte die Glaubenskongregation ihm den, eigentlich ihm zustehenden, Vertrauensbonus (Unschuldsvermutung) gewährt und ihn weiter dort beschäftigt, so hätte man sich die Reaktionen denken können. "Vatikan-Behörde beschäftigt Grabsch-Pater", so hätte wahrscheinlich die Zeitung mit den vier großen Buchstaben getitelt. 

 

Insofern zeichnet das freiwillige Ruhenlassen seines Amtes doch ein recht positives Bild des Paters. Geplant war, so glaube ich vom damaligen Beschuldigten gelesen zu haben, sein Amt bis zur vollständigen Klärung des Falles ruhen zu lassen. Dank des nun so beschmutzen Rufes kann er sich eine Wiederaufnahme seiner Tätigkeit wohl abschminken. Allerdings wird er das in Demut tragen, so zumindest mein Eindruck. Wie Mistah Kurtz schrieb: Es gibt in der Kirche keine Karrierrgarantien.

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus. 

wie weit das "freiwillig" war weiß man nicht

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Moriz
Am ‎23‎.‎05‎.‎2019 um 08:53 schrieb Chrysologus:

Nein, absolut nicht - der Fehler liegt hier in einen falsch ausgerichteten Strafrecht, nicht in den Regeln der Strafzumessung.

 

Falsch ausgerichtetes Strafrecht?

 

Daß das Kirchenrecht die Heiligkeit der Sakramente schützen soll halte ich für seine genuine Aufgabe.

Den strafrechtlichen Schutz der Bürger vor Belästigungen jedweder Art sehe ich primär als Aufgabe des Staates, nicht der Kirche an.

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Chrysologus

Genuine Aufgabe des Kirchenrechts ist es - salopp gesagt - den Laden zu organisieren. Die Heiligkeit der Sakramente zu schützen ist da ein Aspekt, als Solitär oder gar zentraler Inhalt führt er in die Irre. So erleben wir es ständig, dass in Konflikten zwischen Pfarrer und dessen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern vor allem die Heiligkeit des Amtes in Form der Person des Amtsträgers geschützt wird. 

 

Schutz der Bürger vor Belästigung ist eine staatliche, aber eben auch eine kirchliche Aufgabe - das Recht sollte hier auch dienstrechtliche Inhalte aufweisen, die klar zum Ausdruck bringen, welches Verhalten geht und welches eben nicht geht, und das nicht nur in der derzeit praktizierten schwarz-weiß Variante, in der nur Folgenlosigkeit oder Entlassung zu geben scheint, alles andere aber in Form "pastoraler Ermahnungen" abgewickelt wird. Dies sage ich im übrigen auch im Interesse der Betroffenen Kleriker: Gegen den pastoralen Vorwurf des Generalvikars, man verhalte sich inopportun, kann  man nicht vorgehen, in einem geregelten Verfahren geht das sehr wohl.

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Moriz

Stimmt, es gibt zwischen Strafbar und OK noch einen großen Bereich.

 

Wenn ich mich den Kunden gegenüber inadäquat verhalte wird mir mein Chef die Hammelbeine langziehen, lange bevor irgend ein Staatsanwalt deswegen auch nur ein Augenlied hebt.

 

Auch das könnte das Kirchenrecht regeln - die Frage wäre, ob das in den Teil mit den Strafsachen reingehört.

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