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Religiöser Austausch zwischen Gemeindemitgliedern


mn1217

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Angeregt durch die Umfrage in der Katakombe.

Da lautet eine Frage,warum man trotz Mitgliedschaft in einer Gemeinde noch in einem Forum ist.

 

Klar, in Freikirchen kennt am das: Kleine Gemienden, in denen auch rege diskutiert wird.

 

Aber aus meiner katholischen Erfahrung kenne ich das fast gar nicht. Mit Gemeindemitgliedern, die ich nicht im persönlichen Umfeld verorte, habe ich gar keinen Kontakt, noch viel weniger kommt es zu religiösem Austausch.

Man geht in den Gottesdienst und dann wieder nach Hause.

 

Anders ist es in Kommunions- und Firmgruppen, vermutlich auch in den Vorbereitungen auf Erwachsenentaufen- das weiß ich aber nicht.

 

Bei Bibelwochen, die in der Stadt, in der ich wohne, ökumenisch sind und bei Morgenmessen zu Fastenzeiten mit anschließendem Frühstück ist es schon mal anders, da kommt es zu Kontakten und Gesprächen.

 

Wie ist das bei euch?

 

Findet/fändet ihr Austausch wichtig?

 

 

Ich gebe zu, das sich es okay finde, wie es ist.

 

Ich kann über sehr private/persönliche Dinge am Besten kommunizieren, wenn ich die Menschen gar nicht oder sehr sehr gut kenne.

 

Naja, und ein Internetforum eröffnet natürlich Kontakt zu menschen, die man im "offline-Leben" nie treffen würde.

Außerdem ist die Gemeinschaft hier größer als die meisten Kirchengemeinden.

und erst die A&As- die träfe ich in Kirchen ja nicht, aber es sind oft die Diskussionen mit ihnen, die mich weiterbringen.

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Findet/fändet ihr Austausch wichtig?

 

und erst die A&As- die träfe ich in Kirchen ja nicht, aber es sind oft die Diskussionen mit ihnen, die mich weiterbringen.

 

Der Austausch mit Gemeinedemitgliedern erfolgt wirksamer über das gegenseitige Miterleben, wie die anderen ihre Probleme so meistern. Das verrät Haltung, wer dagegen welche Meinung zu einzelnen Aussagen des Papstes oder zum Hymen Mariae hat, interessiert mich überhaupt nicht.

 

Zur Diskussion mit A&A, die dich religiös weitergebracht haben, müßtest du mir mal ein Beispiel machen, das kann ich mir nicht so recht vorstellen.

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Austausch finde ich sehr wichtig und er hat mir beizeiten gefehlt. In einer Studentengemeinde hatte ich guten Austausch und eine wunderbare woechentliche Gruppe. In Norwegen, wo ich wohne, folgt die katholische Kirche gern dem skandinavischen Brauch des Kirchenkaffees nach der Sonntagsmesse (in Bayern waer's der Fruehschoppen) wo man schon Leute treffen und kennenlernen kann... das ist nicht immer unbedingt sehr religioeser Austausch, aber doch habe ich gerade auch da Austauschpartner getroffen.

 

Allerdings ist die Kirche hier sehr Einwanderergepraegt, mehr und mehr aus Polen. Und da haengt schon mal ein Schild an der Tuer, dass nur Katholiken zur Kommunion duerfen und ein Priester hat auch schonmal unbekannte Gesichter gefragt ob sie denn katholisch seien... Von daher ist das mit dem Austausch ein wenig anders als in Deutschland, eine kleine Kirche in der fernen Diaspora ist eben immer sehr romtreu. Manche hier im Forum waeren sicher begeistert.

 

Deswegen aber auch das interessante am Forum hier. Solch Austausch fehlt mir. Den habe ich sonst nur, wenn ich zu Exerzitien oder stillen Tagen in einem Kloster fahre und dort Menschen mir denselben Fragen treffe.

 

Mein Eindruck ist -- und das ist jetzt nicht negativ gemeint -- dass viele Gemeindemitglieder gewohnheitsmaessig in die Kirche gehen. Wirklich existentiell von religioesen Fragestellungen beruehrt, sodass man das Beduerfnis hat sich auszutauschen, sind eben nicht alle.

 

Gruesse

 

Max

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sind eben nicht alle.

 

 

Das täuscht. Nicht alle immer. Es hat jeder mal ein existenzelles Problem, wo dann Interesse am Glauben aufwacht. Das schlummert sonst nur.

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Wie ist das bei euch?

Gemischt. Ich biete zB 1x im Monat eine meditative Kirchenführung an (die ziemlich schlichte Innenstadtkirche hat ja doch 1000 interessante Details, wenn man aufmerksam schaut). Aber das beste daran ist nicht diese Meditation, sondern die Tatsache, daß - wer will - hinterher eingeladen ist, im Pfarrhaus noch eine Flasche Wein zu köpfen, mit Austausch über das Gehörte - das ergibt jede Menge Glaubensdiskussionenen, weil der Aufhänger so "konkret" ist.

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Findet/fändet ihr Austausch wichtig?
Im Prinzip ja, aber...

 

 

Grundsätzlich fände ich mehr Selbstverständlichkeit sehr viel wichtiger. Man bekommt viel zu oft vermittelt, es sei etwas besonderes katholisch zu sein.

 

Ist es nicht. Es ist der natürliche Zustand des Christgläubigen.

 

So interessant ich die Diskussionen hier über die Feinheiten von Glauben, Sakrament, Kirchengeschichte, etc. finde - weniger Diskussion und mehr fleischloser Freitag, Sonntagsmesse, eucharistische Nüchternheit, Tischgebet, Tagesgebete, Caritastürsammlungen, Krankenbesuche, etc. etc. etc. würden mich glücklicher machen.

 

Ich möchte nicht darüber nachdenken müssen, ob es Gäste an meinem Tisch stören könnte, wenn wir vor dem Essen beten (ich ignoriere diese Bedenken mittlerweile sehr erfolgreich), ich möchte nicht darüber grübeln müssen, ob ich meinen Kindern etwas "Exotisches" vermittle, wenn ich eine Stunde vor dem Beginn der Messe aufhöre zu essen, selbst wenn ich mit dem Frühstück noch nicht ganz fertig bin.

 

Mehr Gelassenheit, mehr Milieugeschlossenheit, mehr gemeinsames Tun.

 

Dann kann man sich auch mit dem geknickten Nachbarn vor den Tabernakel knien und gemeinsam Gott suchen.

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Für mich steht an oberster Priorität, das aktive Gemeindeleben vor Ort. Vieleicht habe ich das Glück, da sehr gut eingebettet zu sein. Dazu gehört selbstverständlich, dass ich aktiv sein sollte und es auch bin. Es ist ein Traum, wenn man meint, eines Tages klingelt es an der Haustüre, und der Gemeindepfarrer steht mit seinem Pfarrgemeinderat vor der Türe, und stellt sich vor und nimmt einen mit. Den Schritt zur Gemeinschaft hin, nimmt einem letztendlich niemand ab. Ich persönlich habe sehr gute Kontakte zu meiner Pfarrgemeinde, und fühle mich da durchaus gut aufgehoben.

 

Forumsaustausch ist für mich persönlich das Tüpfelchen auf dem I. Eine Ergänzung, die ich nicht missen möchte. Doch wenn es sie nicht gäbe, würde es mir in meinem religiösen, katholischem Leben nicht schlechter gehen.

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Findet/fändet ihr Austausch wichtig?
Im Prinzip ja, aber...

 

 

Grundsätzlich fände ich mehr Selbstverständlichkeit sehr viel wichtiger. Man bekommt viel zu oft vermittelt, es sei etwas besonderes katholisch zu sein.

 

Ist es nicht. Es ist der natürliche Zustand des Christgläubigen.

 

So interessant ich die Diskussionen hier über die Feinheiten von Glauben, Sakrament, Kirchengeschichte, etc. finde - weniger Diskussion und mehr fleischloser Freitag, Sonntagsmesse, eucharistische Nüchternheit, Tischgebet, Tagesgebete, Caritastürsammlungen, Krankenbesuche, etc. etc. etc. würden mich glücklicher machen.

 

Ich möchte nicht darüber nachdenken müssen, ob es Gäste an meinem Tisch stören könnte, wenn wir vor dem Essen beten (ich ignoriere diese Bedenken mittlerweile sehr erfolgreich), ich möchte nicht darüber grübeln müssen, ob ich meinen Kindern etwas "Exotisches" vermittle, wenn ich eine Stunde vor dem Beginn der Messe aufhöre zu essen, selbst wenn ich mit dem Frühstück noch nicht ganz fertig bin.

 

Mehr Gelassenheit, mehr Milieugeschlossenheit, mehr gemeinsames Tun.

 

Dann kann man sich auch mit dem geknickten Nachbarn vor den Tabernakel knien und gemeinsam Gott suchen.

Gute Ideen, nur eine Anmerkung: Es schadet sicher nicht, mehr eucharistische Nüchternheit zu halten als vorgeschrieben, zur Zeit ist aber nur 1h vor Kommunionempfang vorgeschrieben. (Ich wäre dafür, das zu verlängern, denn dann ist es nicht mehr auffällig, wenn jemand nicht die Kommunion empfangen will oder kann.)

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ich möchte nicht darüber grübeln müssen, ob ich meinen Kindern etwas "Exotisches" vermittle, wenn ich eine Stunde vor dem Beginn der Messe aufhöre zu essen, selbst wenn ich mit dem Frühstück noch nicht ganz fertig bin.
Gute Ideen, nur eine Anmerkung: Es schadet sicher nicht, mehr eucharistische Nüchternheit zu halten als vorgeschrieben, zur Zeit ist aber nur 1h vor Kommunionempfang vorgeschrieben. (Ich wäre dafür, das zu verlängern, denn dann ist es nicht mehr auffällig, wenn jemand nicht die Kommunion empfangen will oder kann.)
Argh.

 

Die eucharistische Nüchternheit ist KEIN - und nochmal mit Nachdruck - DEFINITIV KEIN Mittel um wieder mehr Leute vom Empfang der Kommunion abzuhalten. Sie ist auch keine billige Entschuldigung ("Ich gehe heute nicht, ich hab eben auf dem Weg hierher noch einen Kaffee getrunken" [gedacht]Zum Glück weiß die alte Schabracke nicht, daß ich gestern mit ihrem Mann im Bett war...[/gedacht]).

 

Ihr einziger legitimer (pädagogischer, selbstdisziplinierender) Zweck ist die Förderung der eucharistischen Frömmigkeit, die Hervorhebung der Besonderheit des Moments der Kommunion und der zu empfangenden Speise und das Wecken einer gesunden Ehrfurcht und vielleicht sogar eines heiligen Schauderns angesichts des Wunders der Eucharistie.

 

Das ist die einzige Erklärung in der ich die Nüchternheit im obigen Zusammenhang verstanden wissen möchte.

bearbeitet von Flo77
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Ich möchte nicht darüber nachdenken müssen, ob es Gäste an meinem Tisch stören könnte, wenn wir vor dem Essen beten (ich ignoriere diese Bedenken mittlerweile sehr erfolgreich), ich möchte nicht darüber grübeln müssen, ob ich meinen Kindern etwas "Exotisches" vermittle, wenn ich eine Stunde vor dem Beginn der Messe aufhöre zu essen, selbst wenn ich mit dem Frühstück noch nicht ganz fertig bin.

 

 

 

Wer zwingt dich zum Nachdenken?

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ich möchte nicht darüber grübeln müssen, ob ich meinen Kindern etwas "Exotisches" vermittle, wenn ich eine Stunde vor dem Beginn der Messe aufhöre zu essen, selbst wenn ich mit dem Frühstück noch nicht ganz fertig bin.
Gute Ideen, nur eine Anmerkung: Es schadet sicher nicht, mehr eucharistische Nüchternheit zu halten als vorgeschrieben, zur Zeit ist aber nur 1h vor Kommunionempfang vorgeschrieben. (Ich wäre dafür, das zu verlängern, denn dann ist es nicht mehr auffällig, wenn jemand nicht die Kommunion empfangen will oder kann.)
Argh.

 

Die eucharistische Nüchternheit ist KEIN - und nochmal mit Nachdruck - DEFINITIV KEIN Mittel um wieder mehr Leute vom Empfang der Kommunion abzuhalten. Sie ist auch keine billige Entschuldigung ("Ich gehe heute nicht, ich hab eben auf dem Weg hierher noch einen Kaffee getrunken" [gedacht]Zum Glück weiß die alte Schabracke nicht, daß ich gestern mit ihrem Mann im Bett war...[/gedacht]).

 

Ihr einziger legitimer (pädagogischer, selbstdisziplinierender) Zweck ist die Förderung der eucharistischen Frömmigkeit, die Hervorhebung der Besonderheit des Moments der Kommunion und der zu empfangenden Speise und das Wecken einer gesunden Ehrfurcht und vielleicht sogar eines heiligen Schauderns angesichts des Wunders der Eucharistie.

 

Das ist die einzige Erklärung in der ich die Nüchternheit im obigen Zusammenhang verstanden wissen möchte.

 

Ich hatte immer gedacht, es gehe darum zu vermeiden, daß eine noch nicht aufgelöste Hostie infolge einer Übelkeit aus dem Körper befördert wird.

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Ich möchte nicht darüber nachdenken müssen, ob es Gäste an meinem Tisch stören könnte, wenn wir vor dem Essen beten (ich ignoriere diese Bedenken mittlerweile sehr erfolgreich), ich möchte nicht darüber grübeln müssen, ob ich meinen Kindern etwas "Exotisches" vermittle, wenn ich eine Stunde vor dem Beginn der Messe aufhöre zu essen, selbst wenn ich mit dem Frühstück noch nicht ganz fertig bin.

Wer zwingt dich zum Nachdenken?
Manchmal ein irritiertes Gesicht, hin und wieder jemand, der übereifrig schon die Teller beschicken will und sich wundert, wenn ich ihn bitte, das Besteck ruhig noch einmal hinzulegen.

 

Aber wie geschrieben: mittlerweile sind die Leute, die öfter bei uns essen dran gewöhnt (auch wenn ich nicht glaube, daß auch nur ein anderer Haushalt sich da etwas abschaut) und bei anderen bin ich auch mittlerweile sehr gut im ignorieren dieser Irritationen. Interessanterweise hat sich auch noch nie jemand beschwert oder das Tischgebet in irgendeiner Form kommentiert (zumindest nicht mir gegenüber).

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Die eucharistische Nüchternheit ist KEIN - und nochmal mit Nachdruck - DEFINITIV KEIN Mittel um wieder mehr Leute vom Empfang der Kommunion abzuhalten. Sie ist auch keine billige Entschuldigung ("Ich gehe heute nicht, ich hab eben auf dem Weg hierher noch einen Kaffee getrunken" [gedacht]Zum Glück weiß die alte Schabracke nicht, daß ich gestern mit ihrem Mann im Bett war...[/gedacht]).

 

Das sind so Sachen, wo nichts zusammenpasst. In mehreren Kloestern ist mir aufgefallen, dass Frühstueck oder Abendessen kurz vor einer Messe endet. Und ebenso wenn ich ab und zu einen Priester besucht hatte. Warum wird da wieder was vorgeschrieben, was selbst Geistliche im Alltag ueberhaupt nicht einhalten?

 

Max

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Ich hatte immer gedacht, es gehe darum zu vermeiden, daß eine noch nicht aufgelöste Hostie infolge einer Übelkeit aus dem Körper befördert wird.
? Wie meinen?

 

(Übelkeit wäre für mich ein Problem, wenn die Nüchternheit ab Mitternacht gälte - bei uns beginnen die Messen erst nach 10:30, was aus meiner Sicht eher gegen eine Verlängerung gegenüber der heute üblichen 1 Stunde spricht.)

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Das sind so Sachen, wo nichts zusammenpasst. In mehreren Kloestern ist mir aufgefallen, dass Frühstueck oder Abendessen kurz vor einer Messe endet. Und ebenso wenn ich ab und zu einen Priester besucht hatte. Warum wird da wieder was vorgeschrieben, was selbst Geistliche im Alltag ueberhaupt nicht einhalten?
Generell habe ich kein Problem damit, wenn jemand im Privaten die Nüchternheit nicht hält, sei es weil er sie für überflüssig hält, seine Beziehung zur Eucharistie als eng und ehrfürchtig genug erlebt, wie auch immer.

 

Wenn Hochwürden mehrere Messen in relativ knappen Zeitplan absolvieren muss, ist die Einschränkung der Nüchternheit meiner Meinung nach sogar notwendig, weil alles fasten nicht zur Beeinträchtigung der körperlichen Leistungsfähigkeit führen darf.

 

Was nun die Klöster angeht wäre die Frage, ob die Messe einfach lang genug ist (wenn's von Eröffnung bis Wandlung schon 55 Minuten dauert ist die Stunde auch rum), ob villt. sogar eine Dispens vorliegt, ob die Ordensregel dazu keine Anweisung gibt, etc. etc.

 

Ein Problem habe ich aber tatsächlich mit Leuten, die sich unterm Messläuten kauend auf den Kirchplatz stellen oder wie jener Priester vor einigen Jahren 5 Minuten vor dem Einkleiden auf dem Trödelmarkt nebenan mit Kaffee und Zichte sitzt. Da geht es meiner Meinung nach einfach um das gute Vorbild.

bearbeitet von Flo77
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Die eucharistische Nüchternheit ist KEIN - und nochmal mit Nachdruck - DEFINITIV KEIN Mittel um wieder mehr Leute vom Empfang der Kommunion abzuhalten. Sie ist auch keine billige Entschuldigung ("Ich gehe heute nicht, ich hab eben auf dem Weg hierher noch einen Kaffee getrunken" [gedacht]Zum Glück weiß die alte Schabracke nicht, daß ich gestern mit ihrem Mann im Bett war...[/gedacht]).

 

Das sind so Sachen, wo nichts zusammenpasst. In mehreren Kloestern ist mir aufgefallen, dass Frühstueck oder Abendessen kurz vor einer Messe endet. Und ebenso wenn ich ab und zu einen Priester besucht hatte. Warum wird da wieder was vorgeschrieben, was selbst Geistliche im Alltag ueberhaupt nicht einhalten?

 

Max

Ja, das paßt nicht. Für mich persönlich (sic!) paßt es allerdings auch nicht, mich direkt nach der Messe auf den Milchkaffee oder das Abendbrot zu stürzen - so wie ich eine Vorbereitungszeit brauche, brauche ich persönlich auch eine Nachbereitungszeit, ein "Sackenlassen" im geistlichen Sinn - von Sachzwängen mal ab.

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Ja, das paßt nicht. Für mich persönlich (sic!) paßt es allerdings auch nicht, mich direkt nach der Messe auf den Milchkaffee oder das Abendbrot zu stürzen - so wie ich eine Vorbereitungszeit brauche, brauche ich persönlich auch eine Nachbereitungszeit, ein "Sackenlassen" im geistlichen Sinn - von Sachzwängen mal ab.

 

Noch schlimmer wenn viele anfangen vor Segen oder Schlussgesang zu gehen, weil dann nicht soviel Gedraenge auf dem Parkplatz ist...

 

Danach noch etwas still sitzenbleiben und alles auf sich wirken lassen finde ich auch sehr wichtig. Fuer mich persoenlich zumindest

 

max

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Geht in diesen Klöstern denn überhaupt die Gemeinschaft immer geschlossen zur Kommunion?

 

die, die ich meine schon... gemeinsames Konventamt

 

es geht ja nicht um eine 60 Minutenregel bei der man jede Minute zaehlt sondern um eine Einstellung. Da ist gedankenlos in die Messe und gleich wieder "rausstuermen" eben nicht, was dem ganzen die richtige Andacht gibt...

 

max

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es geht ja nicht um eine 60 Minutenregel bei der man jede Minute zaehlt sondern um eine Einstellung. Da ist gedankenlos in die Messe und gleich wieder "rausstuermen" eben nicht, was dem ganzen die richtige Andacht gibt...
Womit wir wieder beim "padägogischen" Aspekt wären.
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es geht ja nicht um eine 60 Minutenregel bei der man jede Minute zaehlt sondern um eine Einstellung. Da ist gedankenlos in die Messe und gleich wieder "rausstuermen" eben nicht, was dem ganzen die richtige Andacht gibt...
Womit wir wieder beim "padägogischen" Aspekt wären.

 

und uns langsam aber sicher vom Thema wegbewegen. Oder besteht bei euch der Austausch darin aufzupassen, dass andere die Nüchternheitsbestimmungen einhalten?

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es geht ja nicht um eine 60 Minutenregel bei der man jede Minute zaehlt sondern um eine Einstellung. Da ist gedankenlos in die Messe und gleich wieder "rausstuermen" eben nicht, was dem ganzen die richtige Andacht gibt...
Womit wir wieder beim "padägogischen" Aspekt wären.

 

und uns langsam aber sicher vom Thema wegbewegen. Oder besteht bei euch der Austausch darin aufzupassen, dass andere die Nüchternheitsbestimmungen einhalten?

 

zum thema: grad ueber einer Tasse Kaffee oder einer Brotzeit nach der Messe kann man sich schoen austauschen. Meist steht ja die Gemeinde auch nach der Messe zusammen, wenn man aber noch etwas still in der Kirche sitzenbleiben will, trifft man die Gemeinde danach auch nicht mehr....

 

Andacht oder Austausch?

 

max

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Findet/fändet ihr Austausch wichtig?

 

 

Ich finde diesen Austausch wichtig. In unserer Pfarrei gibt es in der Fastenzeit einen "Glaubenskurs", in dem Gemeindemitglieder zu bestimmten Themen einen kurzen Einführungsvortrag halten, über den dann alle Anwesenden ins Gespräch miteinander kommen. Eine gute Sache!

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ich möchte nicht darüber grübeln müssen, ob ich meinen Kindern etwas "Exotisches" vermittle, wenn ich eine Stunde vor dem Beginn der Messe aufhöre zu essen, selbst wenn ich mit dem Frühstück noch nicht ganz fertig bin.
Gute Ideen, nur eine Anmerkung: Es schadet sicher nicht, mehr eucharistische Nüchternheit zu halten als vorgeschrieben, zur Zeit ist aber nur 1h vor Kommunionempfang vorgeschrieben. (Ich wäre dafür, das zu verlängern, denn dann ist es nicht mehr auffällig, wenn jemand nicht die Kommunion empfangen will oder kann.)
Argh.

 

Die eucharistische Nüchternheit ist KEIN - und nochmal mit Nachdruck - DEFINITIV KEIN Mittel um wieder mehr Leute vom Empfang der Kommunion abzuhalten. Sie ist auch keine billige Entschuldigung ("Ich gehe heute nicht, ich hab eben auf dem Weg hierher noch einen Kaffee getrunken" [gedacht]Zum Glück weiß die alte Schabracke nicht, daß ich gestern mit ihrem Mann im Bett war...[/gedacht]).

 

Ihr einziger legitimer (pädagogischer, selbstdisziplinierender) Zweck ist die Förderung der eucharistischen Frömmigkeit, die Hervorhebung der Besonderheit des Moments der Kommunion und der zu empfangenden Speise und das Wecken einer gesunden Ehrfurcht und vielleicht sogar eines heiligen Schauderns angesichts des Wunders der Eucharistie.

 

Das ist die einzige Erklärung in der ich die Nüchternheit im obigen Zusammenhang verstanden wissen möchte.

 

Ich hatte immer gedacht, es gehe darum zu vermeiden, daß eine noch nicht aufgelöste Hostie infolge einer Übelkeit aus dem Körper befördert wird.

 

Das ist so eine Formalie, die für mich nicht wichtig für meinen Glauben ist.

Ich schlafe sonntags halt auch gerne lange.

Katholizismus zeichnet sich für mich nicht dadurch aus, dass ich freitags Fisch esse (obgleich das natürlich auch aus ernährungphysiologischen Gründen gut ist) oder Sonntags mein Frühstück auslasse(Das ist mal EIN Tag,an dem ich frühstücke...).

 

Hier geht es mir aber mehr um die Frage, ob und wenn ja wie, religiöser Austauch in euren Gemeinden stattfindet.

bearbeitet von mn1217
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es geht ja nicht um eine 60 Minutenregel bei der man jede Minute zaehlt sondern um eine Einstellung. Da ist gedankenlos in die Messe und gleich wieder "rausstuermen" eben nicht, was dem ganzen die richtige Andacht gibt...
Womit wir wieder beim "padägogischen" Aspekt wären.

 

und uns langsam aber sicher vom Thema wegbewegen. Oder besteht bei euch der Austausch darin aufzupassen, dass andere die Nüchternheitsbestimmungen einhalten?

 

zum thema: grad ueber einer Tasse Kaffee oder einer Brotzeit nach der Messe kann man sich schoen austauschen. Meist steht ja die Gemeinde auch nach der Messe zusammen, wenn man aber noch etwas still in der Kirche sitzenbleiben will, trifft man die Gemeinde danach auch nicht mehr....

 

Andacht oder Austausch?

 

max

 

Nach der Kirche findet aber oft nur ein Small-talk statt, dessen länge dann auch noch vom Wetter abhängt. Ich finde es schon wichtig, daß es auch organisierte Zusammenkünfte gibt, an denen man über den Glauben ins Gespräch kommen kann.

bearbeitet von Florianklaus
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