Klaffer

Offener Machtkampf im Vatikan?

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Wenn man sich die Ernennung genauer anschaut ist alles erklärt
http://press.vatican.va/content/salastampa/it/bollettino/pubblico/2017/09/30/0645/01437.html
der Papst hat sämtliche emeritierte leitende Mitglieder die noch leben berufen da gehört Em Burke dazu  und er kann da auch von sich aus keinen Einfluß auf die Tagesarbeit nehmen es sei den er wird beauftragt wie in  Falle Guam
daher nehme ich meine Aussage es sei eine Beleidigung ausdrücklich zurück 

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On 9/30/2017 at 4:05 PM, Spadafora said:

Gremium das 1-2 mal im Jahr zusammentritt  und wenn's hoch kommt darf man 2 mal im Jahr ans andere Ende der Welt fahren

Tja, wie sagt man doch gleich? So wie der schafft, würd ich gern Urlaub machen.

 

Werner

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Für solcherlei vom Heiligen Geist Erleutete gibt es keine Pensionsgrenze!

 

Werner

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Wenn ich das Interview von Kardinale Brandmüller in der FAZ (http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/kardinal-walter-brandmueller-ueber-den-streit-um-amoris-laetitia-15266671.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0)  lese, so ist das schon ein Ton, wie er gegenüber den beiden Vorgängerpäpsten nicht angeschlagern wurde.

Wenn er etwa sagt: "Es gibt Journalisten, die sagen, dass die Atmosphäre im Vatikan total gewandelt sei. Man spreche nur noch mit den engsten Freunden. Wenn man telefoniere, benutze man das Handy. Was soll ich dazu sagen?", so will er erklären, dass Franziskus im Vatikan eher isoliert ist.

 

Welche Unterstützung hat Papst Franzikus im Vatikan? Diese Frage stellt sich mir.

 

 

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Ich finde es durchaus beeindruckend, mit welcher Geisteskraft und Eloquenz hier ein 88jähriger auf den Papst losgeht. Ich bin zwar nicht seiner Meinung, aber der Kerl ist kein seniler Hanswurst. Das muss man anerkennen.

 

Ich fände es übrigens hifreich, wenn der Papst mit ähnlicher rhetorischer Präzision auf die Fragen eine Antwort geben würde. 

bearbeitet von ThomasB.

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Als Historiker sollte Brandmüller wissen, dass es den von ihm gegeißelten Evolutionismus in der Lehre der katholischen Kirche gibt oder, wenn er darauf besteht, dass es ihn nicht gibt, seinen Blick auf die Zeiten vor 1215 lenken.

 

Damals gab es einen gewissen Karl den Großen, der in mehreren Ehen lebte und sich von seiner Frau in der Muntehe trennte, um aus politischen Gründen eine neue Verbindung einzugehen. Päpstliche Kritik kam nicht, dafür die Heiligsprechung.

 

Erst mit dem IV. Laterankonzil wurde die kirchliche Ehe zur Pflicht und es gab ab diesem Moment nur noch diese eine Eheform. Ebenso ist die Erklärung der Ehe zum Sakrament relativ spät erfolgt.

 

Ohne Frage war die Regelung des Konzils 1215 ein guter Schritt in Richtung Mündigkeit und Gleichberechtigung: Zumindest formal bedurfte eine Ehe ab diesem Moment des Konsens beider Partner und die Eheschließung wurde am Konsens und nicht am Vollzug vorrangig festgemacht. 

 

Man kann nicht die Entwicklung der kirchlichen Lehre leugnen und gleichzeitig übersehen, dass es auch schon mal ganz andere Zeiten gab.

 

Brandmüller mag eloquent sein, aber er ist ein Täuscher und, sollte er tatsächlich historisch so bewandert sein, unehrlich.

 

Der Kontext des Ehescheidungsverbotes im biblischen Palästina verbot genau die Regelung, die der Herr Kardinal propagiert, weil man sie irrtümlich für die katholische Variante einer Scheidung-light hält: Die Trennung von Tisch und Bett.

 

Wenn Jesus den Männern das Verstoßen der Frau verbietet, dann verbietet er ihnen, Frauen schutzlos und ohne Versorgung zu lassen. Wir müssen auch in unseren Tagen konstatieren, dass das eine weltweite Realität ist: Frauen ziehen die Kinder in den Favelas und Slums dieser Welt groß, während sich die Männer vom Acker machen. Deshalb kann ein global player wie die Kirche hier nicht einfach seine Position aufgeben. Das tut der Papst auch nicht, denn im Gegensatz zu Herrn Brandmüller weiß er um die Situation in den Favelas Südamerika Bescheid.

 

Jesus hatte keineswegs die Eheleute unserer Tage im Blick, deren Beziehungen scheitern, die schon belastet genug sind vom Zerbrechen des Traums von der immerwährenden Liebe.

 

Diesen Menschen hätte der Erlöser niemals noch eins mitgegeben mit der Rede von "schwerer Sünde", wenn sie Heilung und Glück in einer neuen Beziehung finden.

 

Ehebruch ist in meinen Augen etwas Unmoralisches. Aber nach einer klar gescheiterten Beziehung eine neue Beziehung finden, hier es vielleicht besser zu machen, das ist nicht das, was die Bibel unter Ehebruch versteht.

 

Man muss hier konstatieren, was Brandmüller auch verschweigt, dass nur die RKK, also auch nicht die Kirchen des Ostens, diesem Dilemma mit Herzenshärte begegnet.

 

Das zum Traditionsargument.

 

Nach seiner Logik kommen alle orthodoxen Bischöfe in die Hölle. So engstirniges Denken findet man ansonsten nur noch in extrem fanatischen Freikirchen, nur ganz fanatischen, die bei unseren Sektenbeauftragten auf der roten Liste stehen.

 

PS: Ehrlich gesagt, ich hatte mir argumentativ von ihm mehr erwartet.

bearbeitet von nannyogg57
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vor 12 Stunden schrieb nannyogg57:

PS: Ehrlich gesagt, ich hatte mir argumentativ von ihm mehr erwartet.

Ich nicht. Das sind genau das intellektuelle Niveau und die Wahrhaftigkeit, die ich von diesem seltsamen Kardinal erwartet habe. Eine der zweifelhaftesten Ernennungen der Ratzinger-Zeit.

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Zitat
vor 4 Stunden schrieb Sokrates:

Ich nicht. Das sind genau das intellektuelle Niveau und die Wahrhaftigkeit, die ich von diesem seltsamen Kardinal erwartet habe. Eine der zweifelhaftesten Ernennungen der Ratzinger-Zeit.

 

So sehe ich diesen Kardinal auch.

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