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Beruf oder Berufung?


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Letzten Sonntag zwei Gottesdienste in Folge. Vorstellungsgottesdienste der EKO-Kinder, schon nach dem ersten war ich durchgefroren. Da half die Pause auf der Heizung in der Sakristei auch nichts. Unser Pfarrer zieht das jede Woche durch und ist älter als ich. Meine Nachfrage, wie er das durchhält, quittierte er mit einem Lachen: Und dann noch gelegentlich zwei Stunden auf dem Friedhof, Spaß muss sein.

 

Am Montag war ich krank.

 

Gott hat mich zur Religionslehrerin berufen: Aufmüpfige SchülerInnen werden durch ein verlässlich beheiztes Klassenzimmer mehr als nur kompensiert.

 

Für diejenigen, die sich berufen fühlen: Bedenkt das! Wollt ihr die Hälfte des Jahres euren Dienst für Gott und Mensch in Thermounterwäsche bestreiten?

Es gibt Berufe, da verbringt man den ganzen Tag in Thermounterwäsche, und zwar im Freien. Deshalb hab ich ja auch die Branche gewechselt.

 

Werner

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Wollt ihr die Hälfte des Jahres euren Dienst für Gott und Mensch in Thermounterwäsche bestreiten? verperlen
Für den Friedhof habe ich auch schon eigene Strategien entwickelt - unsere Kirchen heizen wir im Winter allerdings auf gemütliche 14-15°C. So viel Leiden ist das dann doch nicht.
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Ich bin ja mitttlerweile ganz froh dass das damals nicht geklappt hat.

Als Frank so um die zwanzig war, wollte er Gemeindereferent werden. An der Fachakademie für Gemeindepastoral sagte man ihm: "Da brauchst Abi oder Mittlere Reife mit abgeschlossener Berufsausbildung"

Ganz schöner Berg zu beklettern, wenn man von der Hauptschule kommt. Aber Halt, eine Möglichkeit an die Mittlerenreife zu kommen gibts (gabs damals) in Bayern: Den qualifizierenden Hauptschulabschluss in Kombi mit Berufsausbildung, beides 2,5 oder besser... Nun ja, die Ausbildung zum Sozialbetreuer (oder Praktisch gesagt zum Pflegehelfer) schloss ich mit zwei komma fünf... eins ab (in Zahlen 2,51)

 

 

Heute mit dem Abstand von zwanzig Jahren weiss ich: Zum Glück! Da wo ich heute bin, dort gehöre ich hin. Da wo ich damals hin wollte wäre ich der falsche Mann am falschen Ort.

 

Das bestätigte sich als ich eine (S******* mir gehen grad die adjektive aus... normalerweise stünde hier "süss" oder "schnuckelig" aber das passt nicht, is sie doch zehn zentimeter grösser als ich)... eine ganz ganz liebe Gemeindereferentin kennen. Und als diese mir das erste mal erzählte sie müss am nächsten Tag Beerdigung halten scherzte ich sie solle die Winteralbe anziehen. Es hatte in Bayern nämlich -15grad.

Nein, mein Arbeitsplatz ist da bedeutend wärmer

Edited by Frank
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Ich bin ja mitttlerweile ganz froh dass das damals nicht geklappt hat.

Als Frank so um die zwanzig war, wollte er Gemeindereferent werden. An der Fachakademie für Gemeindepastoral sagte man ihm: "Da brauchst Abi oder Mittlere Reife mit abgeschlossener Berufsausbildung"

Ganz schöner Berg zu beklettern, wenn man von der Hauptschule kommt. Aber Halt, eine Möglichkeit an die Mittlerenreife zu kommen gibts (gabs damals) in Bayern: Den qualifizierenden Hauptschulabschluss in Kombi mit Berufsausbildung, beides 2,5 oder besser... Nun ja, die Ausbildung zum Sozialbetreuer (oder Praktisch gesagt zum Pflegehelfer) schloss ich mit zwei komma fünf... eins ab (in Zahlen 2,51)

 

 

Heute mit dem Abstand von zwanzig Jahren weiss ich: Zum Glück! Da wo ich heute bin, dort gehöre ich hin. Da wo ich damals hin wollte wäre ich der falsche Mann am falschen Ort.

 

Das bestätigte sich als ich eine (S******* mir gehen grad die adjektive aus... normalerweise stünde hier "süss" oder "schnuckelig" aber das passt nicht, is sie doch zehn zentimeter grösser als ich)... eine ganz ganz liebe Gemeindereferentin kennen. Und als diese mir das erste mal erzählte sie müss am nächsten Tag Beerdigung halten scherzte ich sie solle die Winteralbe anziehen. Es hatte in Bayern nämlich -15grad.

Nein, mein Arbeitsplatz ist da bedeutend wärmer

Mit Albe drüber ist ja ok. Da kann man alles drunter verstecken.

Aber ist eine Mütze bei einer Beerdigung ok?

Früher hat man die Leute bei starkem Frost einfach aufgehoben bis besseres Wetter war und man mit dem Spaten wieder in den Boden kam....

 

Werner

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Ich habe ursprünglich, vor langer Zeit, den Beruf der Pastoralreferentin angestrebt. Ich kann mich an viele spirituelle Impulse erinnern oder daran, welche psychosozialen Kompetenzen da erforderlich seien ...

 

Davon, dass der Beruf meistens outdoor oder in einem überdimensionierten sakralen Kühlschrank ausgeübt werden muss, habe ich nie was gehört.

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Ich bin ja mitttlerweile ganz froh dass das damals nicht geklappt hat.

Als Frank so um die zwanzig war, wollte er Gemeindereferent werden. An der Fachakademie für Gemeindepastoral sagte man ihm: "Da brauchst Abi oder Mittlere Reife mit abgeschlossener Berufsausbildung"

Ganz schöner Berg zu beklettern, wenn man von der Hauptschule kommt. Aber Halt, eine Möglichkeit an die Mittlerenreife zu kommen gibts (gabs damals) in Bayern: Den qualifizierenden Hauptschulabschluss in Kombi mit Berufsausbildung, beides 2,5 oder besser... Nun ja, die Ausbildung zum Sozialbetreuer (oder Praktisch gesagt zum Pflegehelfer) schloss ich mit zwei komma fünf... eins ab (in Zahlen 2,51)

 

 

Heute mit dem Abstand von zwanzig Jahren weiss ich: Zum Glück! Da wo ich heute bin, dort gehöre ich hin. Da wo ich damals hin wollte wäre ich der falsche Mann am falschen Ort.

 

Das bestätigte sich als ich eine (S******* mir gehen grad die adjektive aus... normalerweise stünde hier "süss" oder "schnuckelig" aber das passt nicht, is sie doch zehn zentimeter grösser als ich)... eine ganz ganz liebe Gemeindereferentin kennen. Und als diese mir das erste mal erzählte sie müss am nächsten Tag Beerdigung halten scherzte ich sie solle die Winteralbe anziehen. Es hatte in Bayern nämlich -15grad.

Nein, mein Arbeitsplatz ist da bedeutend wärmer

Mit Albe drüber ist ja ok. Da kann man alles drunter verstecken.

Aber ist eine Mütze bei einer Beerdigung ok?

Früher hat man die Leute bei starkem Frost einfach aufgehoben bis besseres Wetter war und man mit dem Spaten wieder in den Boden kam....

 

Werner

 

nun,

 

das kommt ganz darauf an.

 

Meine Friedhofsverwaltung hat mir anläßlich des Termins, den ich da hatte, wegen des Begräbnisses meines verstorbenen jüngeren Bruders (es hatte sehr gefroren), gesagt: Ja. Kein Problem. Im Notfall haben wir noch die große HILTI ©.

 

fast kann ich manchmal schon wieder ein bißchen lachen.

 

:)

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Wann haben eigentlich Kapuziner die Kapuze auf?

Heute überhaupt nicht mehr. Scheint eine Geschichte aus der Gründungszeit des Ordens zu sein.

 

Heute haben sie einen Bart.

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Wann haben eigentlich Kapuziner die Kapuze auf?

Heute überhaupt nicht mehr. Scheint eine Geschichte aus der Gründungszeit des Ordens zu sein.

 

Heute haben sie einen Bart.

 

Na, der wärmt ja auch :lol:

 

Werner

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Nur ganz nebenbei: ich habe mich auf diözesaner und DBK-Ebene schon bemüht für einen akademischen Fernkurs (Bachelor und Master bzw. Magister Theologiae) Werbung zu machen. Viele europ. und außereurop. Länder bieten so etwas (natürlich kostenpflichtig) an, von den USA ganz zu schweigen. Die modernen Kommunikationsmittel machen das auch sehr leicht möglich.

 

Das Potential Berufstätiger, die an akadem. Theologie interessiert sind, halte ich bei >20 Mio. Katholiken für "hebenswert".

 

Mir wurde aber vorab schon von einem damaligen Dekan einer theologischen Fakultät gesagt, daß dieses Unterfangen wohl aussichtslos sein wird. Einerseits wird Würzburg seine Pfründe verteidigen und andererseits sähen die Bischöfe nicht den Bedarf an theologisch sehr gut gebildeten Laien außerhalb der kirchlichen Berufe.

 

Der Dekan hat Recht behalten.

 

Seit kurzem gibt es an der Uni Luzern einen Bachelor als Fernstudiengang mit geringen Präsenzzeiten. Es müßte aber hierzulande auch ganz ohne möglich sein (ggf. in Kooperation der Fernuni Hagen, die dann die Prüfungsmodalitäten vorgibt).

 

Der Wille dazu aber fehlt.

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andererseits sähen die Bischöfe nicht den Bedarf an theologisch sehr gut gebildeten Laien außerhalb der kirchlichen Berufe.

Irgendwie muss ich jetzt seltsamerweise spontan daran denken, dass heuer das Jubiläumsjahr der Reformation ist.

 

Werner

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andererseits sähen die Bischöfe nicht den Bedarf an theologisch sehr gut gebildeten Laien außerhalb der kirchlichen Berufe.

Irgendwie muss ich jetzt seltsamerweise spontan daran denken, dass heuer das Jubiläumsjahr der Reformation ist.

 

Werner

 

 

Manche Mißstände sterben eben nicht aus - oder werden sogar von Protestanten übernommen!

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