Kastaniensammler

Ist der illegale Erwerb von Cannabis Sünde?

66 Beiträge in diesem Thema

Manchmal denke ich, um Gott zu gewinnen muss ich die Welt loslassen. Ja okay, in der Welt ist Gottes Offenbarung, aber der Teil dieser Offenbarung mit Schokolade drinne bindet doch einiges meiner Aufmerksamkeit. Müsste da nicht beim Konsum von Drogen (wir können das gerne großzügig auslegen, ich lasse auch Sammelkarten als Droge gelten) gefragt werden, wie sehr hilft mir das die Welt loszulassen?

Ich sehe es eher so. Nicht die Welt "loslassen", sondern die Welt in Gott sehen. Man kann die "Natur" mit all ihren Schönheiten einfach so sehen- gottlos. Aber man kann (wie es Franz von Assisi besonders tat) die Geschöpfe und Schöpfung als Wirklichkeit und Wirken Gottes sehen. Weltlichkeit (die loszulassen wäre) ist dann meiner Meinung nach die verkehrte Sichtweise, die nicht Gott hinter allem sehen kann. Dass wir "verweltlichen" liegt dann nicht hauptsächlich an den Dingen der Welt- sondern an uns, unseren Begierlichkeiten und unserem ego- zentrischen statt theo- zentrischen Umgang.

 

Die Droge hilft weniger die Welt loszulassen, sondern ein Scheinparadies zu schaffen, einen Gegengott- und ist damit in Gefahr ein Götze zu werden.

bearbeitet von Mariamante

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

 

 


Ich hoffe, dass du das in jeder heiligen Messe bei der Wandlung lautstark verkündest

Habe noch niemand bei der Wandlung rauchen sehen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

 

Ich hoffe, dass du das in jeder heiligen Messe bei der Wandlung lautstark verkündest

Habe noch niemand bei der Wandlung rauchen sehen.

 

Ah, Dumm-stellen ist nun angesagt? :lol:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

 

 

 

Ich hoffe, dass du das in jeder heiligen Messe bei der Wandlung lautstark verkündest

Habe noch niemand bei der Wandlung rauchen sehen.

Ah, Dumm-stellen ist nun angesagt? :lol:

What else is new ? :lol:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

 

 


Ah, Dumm-stellen ist nun angesagt? :lol:

Da warst du Erster. Alkohol wird nämlich vor allem in größerer Menge zum Gift. für Priester, die Alkoholprobleme haben gibt es Ausnahmegenehmigungen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

 

 


What else is new ? :lol:

Also gewährt mir die Bitte, ich sei in eurem Bunde der Dritte.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

 

Manchmal denke ich, um Gott zu gewinnen muss ich die Welt loslassen. Ja okay, in der Welt ist Gottes Offenbarung, aber der Teil dieser Offenbarung mit Schokolade drinne bindet doch einiges meiner Aufmerksamkeit. Müsste da nicht beim Konsum von Drogen (wir können das gerne großzügig auslegen, ich lasse auch Sammelkarten als Droge gelten) gefragt werden, wie sehr hilft mir das die Welt loszulassen?

Ich sehe es eher so. Nicht die Welt "loslassen", sondern die Welt in Gott sehen. Man kann die "Natur" mit all ihren Schönheiten einfach so sehen- gottlos. Aber man kann (wie es Franz von Assisi besonders tat) die Geschöpfe und Schöpfung als Wirklichkeit und Wirken Gottes sehen. Weltlichkeit (die loszulassen wäre) ist dann meiner Meinung nach die verkehrte Sichtweise, die nicht Gott hinter allem sehen kann. Dass wir "verweltlichen" liegt dann nicht hauptsächlich an den Dingen der Welt- sondern an uns, unseren Begierlichkeiten und unserem ego- zentrischen statt theo- zentrischen Umgang.

 

Die Droge hilft weniger die Welt loszulassen, sondern ein Scheinparadies zu schaffen, einen Gegengott- und ist damit in Gefahr ein Götze zu werden.

 

Das was ich meine ist inkarniert im Smartphone. "Welt loslassen" hieße für mich: "Smartphone ausschalten, in die Tasche stecken und die Hand aus der Tasche nehmen."

 

Die Droge wäre dann okay, wenn sie meine Hand vom Smartphone fernhält. Sie ist dann nicht okay, wenn sie das Smartphone ersetzt. (okay, ist eine etwas "handwerkliche" Sichtweise)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

 

Ah, Dumm-stellen ist nun angesagt? :lol:

 

Da warst du Erster. Alkohol wird nämlich vor allem in größerer Menge zum Gift. für Priester, die Alkoholprobleme haben gibt es Ausnahmegenehmigungen.

Qed

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

 

Nun, welches Gebot, welche Wegweisung macht den Erwerb und den Genuss von Cannabis, unabhängig von seiner heilsamen, lindernden Wirkung, zur Sünde

"Du sollst nicht töten". Drogen, Missbrauch von Drogen schädigt den Menschen selbst und andere. Es gibt auch so etwas wie "fremde Sünden": zB. macht man sich durch die Verharmlosung von Drogen mitschuld am Verderben anderer. Den Ausspruch z.B. hören manche gar nicht gerne: "Alkohol und Nikotin sind des Teufels Medizin".

 

 

Das ist jetzt tatsächlich gut, denn Cannabis ist weder Alk noch Nikotin. Von den drei Drogen ist Alk der, der die meisten Menschen tötet, wie keine andere Beziehungen zerstört, Unbeteiligte schädigt.

 

Man darf weder bekifft Autofahren, noch betrunken, daher rechne ich die Verkehrstoten einfach nicht mit.

 

Alk macht aggressiv, THC und CBD nicht. Sie beruhigen. Kiffer fangen keine Schlägereien an, schlagen nicht ihre Frauen, misshandeln nicht ihre Kinder. Außer sie trinken Alk, dann kann das wiederum schon passieren. Und diese weit gefährlichere Droge ist zentral in der Eucharistiefeier. Selbstverständlich nicht in solchen Mengen, dass eine normale Messe eskaliert. Nur, Cannabis eskaliert gleich überhaupt nicht.

 

Und Raucher sind sowieso aus der Fremdgefährdung raus, solange sie andere nicht durch Passivrauchen mit reinziehen.

 

Dass nicht wenige Menschen ihre Depressionen sehr erfolgreich mit illegalem Cannabis behandeln, damit ihre Suizidalität in Griff kriegen und damit Menschenleben gerettet werden, das ist etwas, was man von Alkohol nicht gerade sagen kann.

 

Warum sollte jetzt Cannabis sündiger als Alkohol sein?

2 Personen gefällt das

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

 

 


Das was ich meine ist inkarniert im Smartphone. "Welt loslassen" hieße für mich: "Smartphone ausschalten, in die Tasche stecken und die Hand aus der Tasche nehmen."

Auch das Smartphone kann am Weg zu Gott eine Hilfe werden: Da ich als Ministrant die Lesung vorzulesen habe, schaue ich am Abend vorher auf der Evangelien- APP nach, und kann mich auf den Text vorbereiten und einstimmen.

 

Wenn ich im Rahmen der Herz- Jesu- Familie die Novene zu beten habe, kann ich auch das mit Hilfe des Smartphone durchführen. Wenn ich das Smartphone verwende, um die Zeit mit Surfen via Smartphone zu verbringen, dann wird mir meine Einstellung zum Hindernis- das Smartphone ist das verlängerte Werkzeug. Das Problem liegt bei mir und im Umgang.

 

Die Droge birgt die Gefahr in sich, per se ein Mittel zu sein, dass mich vergiftet, von Gott trennt - und in eine Scheinwirklichkeit führt. Ich bin auch kein Freund von Medikamenten. In gewissen Fällen sind sie not- wendig- aber oft ersetzen sie die nötige Umkehr und werden zu Palliativmitteln.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

 

 


Dass nicht wenige Menschen ihre Depressionen sehr erfolgreich mit illegalem Cannabis behandeln, damit ihre Suizidalität in Griff kriegen und damit Menschenleben gerettet werden, das ist etwas, was man von Alkohol nicht gerade sagen kann. Warum sollte jetzt Cannabis sündiger als Alkohol sein?

Du hast recht, dass der Missbrauch von Alkohol großen Schaden anrichtet. Wenn also "Cannabis" in einzelnen Fällen tatsächlich als medizinische Hilfe angesehen werden kann, ist das aber m.e. nicht pauschal möglich. Angeblich soll auch Alkohol schon Menschenleben gerettet haben. In Wien gibt es das Lied vom lieben Augustin, der im Schnapsrausch in die Pestgrube fiel und sich nicht ansteckte, weil die Pest dem Alkohol auch abhold war.

 

Ich persönlich sehe sowohl im Alkohol, gewissen Medikamenten und Drogen den Gefahr des Missbrauchs. Nietzsche schrieb im Zarathustra vom "letzten Menschen", der in seiner Dekadenz für alles eine Droge, ein Mittelchen hat: Ein Mittelchen um zu schlafen, ein Mittelchen um Freude zu haben, ein Mittelchen um zu sterben. Bei aller Notwendigkeit gewisser Medikamente sehe ich die Gefahr, dass Medikamente und auch Drogen ein Ersatz sind für die eigene Umkehr. Nicht wenige Krankheiten sind die Folge einer falschen Lebensführung. Statt aber sein Leben zu ändern, die Ernährung und gewisse Gewohnheiten zu ändern, nimmt man eine Pille oder greift zu einer Droge. Diese Ersatz- Mittel und Ersatzhandlungen sehe ich als gefährlich, weil man "Heil" und Heilung von äußeren Mitteln erwartet oder erhofft, die in Abhängigkeiten führen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Sogar die übermäßige Gottgläubigkeit kann großen Schaden anrichten, man muss sich nur mal die ganzen islamischen Terrorgruppen ansehen, die trinken nicht, sie kiffen nicht und sind ganz furchtbar gottesgläubig.

Mit anderen Worten, allein die Dosis macht das Gift.

Und darum trinke ich ab und an ganz gerne mal ein Gläschen, dem Canabis kann ich nichts abgewinnen (hab es aber auch nur einmal probiert, ohne irgendwelche Wirkungen zu spüren), aber jedem das seine. Hauptsache man übertreibt nicht. Und ich bin ziemlich sicher, Jesus würde mir da zustimmen.

 

Werner

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

 

 


Sogar die übermäßige Gottgläubigkeit kann großen Schaden anrichten, man muss sich nur mal die ganzen islamischen Terrorgruppen ansehen, die trinken nicht, sie kiffen nicht und sind ganz furchtbar gottesgläubig.

Die sind m.E. nicht gott- gläubig, sondern machtgierig, dämonisiert- und ihr "Ego" wickeln sie in den Gott - mantel. Das kommt aber nicht nur im Islam vor.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

 

Mit anderen Worten, allein die Dosis macht das Gift.

 

 

Ab und zu ein Glas Wein, gelegentlich ein Joint, eine Shisha unter Freunden. Keine Sünde.

 

Stockbesoffen andere anpöbeln, komplett drauf im OP eine Operation am offenen Herzen leiten, seine Kinder im Auto mit Tabak zuqualmen. Sünde.

 

Ist das jetzt der Kompromiss?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

 

 

 

Mit anderen Worten, allein die Dosis macht das Gift.

 

Ab und zu ein Glas Wein, gelegentlich ein Joint, eine Shisha unter Freunden. Keine Sünde.

 

Stockbesoffen andere anpöbeln, komplett drauf im OP eine Operation am offenen Herzen leiten, seine Kinder im Auto mit Tabak zuqualmen. Sünde.

 

Ist das jetzt der Kompromiss?

Das würde Sinn machen ... Also ist es im Zusammenhang mit Religion natürlich falsch ;)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden