Gast Claudia

Kein Kölsch für Nazis

559 Beiträge in diesem Thema

Es ist ein wenig ein ethischer Spagat, die AfD zu verteidigen.

Aber verteidigt man wirklich die AfD, wenn man diese Aktion hier völlig neben der Kappe findet?

 

https://www.nrz.de/panorama/zum-afd-parteitag-in-koelner-kneipen-kein-koelsch-fuer-nazis-id210051259.html

 

Nicht wirklich, denn das ganze ist eine zutiefst undemokratische Geschichte. Erinnert entfernt an *kauft nicht beim Juden*, denn hier wird eine politische Gruppierung, der bisher keine Verfassungsfeindlichkeit o.ä. vorgeworfen werden konnte, klar diskriminiert.

 

Wer nicht der Meinung einer bestimmten, sich für demokratisch und Zivilcourage zeigend haltenden Mainstream-Bewegung ist, gehört ausgegrenzt.

 

Und zwar nicht nur verbal in politischen und privaten Diskussionen, sondern bis hin zu Morddrohungen an die Mitarbeiter des Hotels, wo in Kürze der Parteitag der AfD stattfinden soll (das ging durch die Presse).

 

Hetze, Denunzierungen und Propaganda tun ihre Wirkung. Die meisten, die die AfD ablehnen, haben vom Parteiprogramm keine blasse Ahnung. Sie wissen aber sehr genau, dass das *alles Faschisten* sind. Kaum eine Nachrichtenmeldung über die AfD kommt ohne das begleitende *rechtspopulistisch* aus. Dass es immens viel Links-Populismus hierzulande gibt, scheint allerdings noch nicht auf dem Schirm zu sein.

 

Niemand in diesem Land mit einiger Präsenz im öffentlichen Leben kann sich sicher sein, bei einem Bekenntnis zur AfD nicht gemobbt oder anderweitig ausgegrenzt zu werden. Hier einige Beispiele:

 

http://www.br.de/nachrichten/niederbayern/inhalt/trachtenverein-deggendorf-lehnt-afd-bundestagskandidatin-ab-100.html

 

http://www.spiegel.de/spiegel/unispiegel/afd-an-deutschen-unis-pro-kontra-zum-umgang-a-1135379.html

 

https://sciencefiles.org/2017/03/23/ver-di-verfassungsfeindliche-gewerkschaft-macht-hetzjagd-auf-andersdenkende-afdler/

 

http://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/linke-jagen-berliner-zahnarzt-und-bekommen-geld-vom-staat

 

http://www.focus.de/politik/deutschland/aenderungsantrag-eingebracht-aenderungsantrag-union-und-spd-wollen-afd-mann-als-alterspraesident-verhindern_id_6846607.html?fbc=fb-shares

 

http://www.tagesspiegel.de/berlin/ausschluss-aus-sozialkommission-afd-mitglied-darf-senioren-nicht-mehr-gratulieren/19655034.html

 

Das ist eine ganz gefährliche Entwicklung. Die, die meinen, die Demokratie mit Hetze und Ausgrenzung zu verteidigen, haben dabei iregndwas nicht verstanden. Sie gefährden die Demokratie mehr als es die AfD jemals könnte.

 

Ich will wirklich nicht die AfD *inhaltlich* verteidigen. Dazu ist sie auch zu ambivalent: man kann vielem im Parteiprogramm vorbehaltlos zustimmen, anderes jedoch ncht ohne schweres Augenrollen und Kopfschütteln lesen. Aber DASS sie eine faire Chance in der Parteienlandschaft bekommt, gehört zu einer lebendigen Demokratie. Das, was die Mainstreammedien und die etablierten Parteien daraus machen, ist das genaue Gegenteil davon. Es erinnert an den Umgang mit der PDS / Linken / WASG nach der Wende, die sich ja mittlerwiele auch mehr oder weniger fest etablieren konnte.

 

Dem entgegen gibt Frau Petry ein wirkliches Lehrstück an Demokratie ab. DAS wäre wahren Demokraten würdig. Da können alle etablierten Partieen und nahezu alle Medien noch was lernen.

 

https://www.youtube.com/watch?v=paJ5rarIy6Q

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Finde ich zutiefst infantil. Demnächst kommt dann "Kein Haarschnitt für Kommunisten" und "Keine Döner für Atheisten". Hirnrissig.

 

Außerdem sollten Sanktionen weh tun, wenn sie wirksam sein sollen. Kein Kölsch trinken zu können ist ja fast eine Wohltat. Ausser man stürzt irgendwo in einem Wüstengebiet ab.

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

bearbeitet von Studiosus

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Man muss allerdings auch nicht für jeden minderwertigen Scheißdreck einen eigenen Fred aufmachen.

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Passt auch zur Integrationsdebatte, Stichwort "Befolgung der Gesetze reicht aus"

Die "Nazis" bekommen ja auch dann kein Kölsch, wenn sie keinen Gesetzesverstoß begangen haben.

Es gehört also offenbar ein wenig mehr dazu als nur die Befolgung von Gesetzen.

 

Werner

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Man muss allerdings auch nicht für jeden minderwertigen Scheißdreck einen eigenen Fred aufmachen.

Mal über das heutige Demokratieverständnis zu reden, am aktuellen Beispiel, finde ich jetzt nicht *Scheissdreck*.

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Passt auch zur Integrationsdebatte, Stichwort "Befolgung der Gesetze reicht aus"

Die "Nazis" bekommen ja auch dann kein Kölsch, wenn sie keinen Gesetzesverstoß begangen haben.

Es gehört also offenbar ein wenig mehr dazu als nur die Befolgung von Gesetzen.

 

Werner

...dabei lebt die Mehrheit der Nazis völlig friedlich und integriert unter uns...

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Dieser Parteitag ist ohnehin ein Problem.

 

Davon mal ab, daß ich Köln für eine solche Veranstaltung ohnehin eine interessante Wahl halte, sind die politischen Kräfte hier völlig durchgeknallt.

 

Nicht nur diese 50 000-Leute-Gegendemo erinnert an Verhältisse aus der Weimarer Republik, selbst das Festkomitee Kölner Karneval hat zu einer Gegenveranstaltung eingeladen. Unter anderem die Kindergruppen für eine solche politische Statementabgabe zu instrumentalisieren finde ich mehr als daneben.

 

Das Maritim ist ein renommierter Veranstaltungsort und man sollte meinen, daß es niemanden etwas angeht, mit wem ein Unternehmen noch Kundenbeziehungen pflegt - oder kauft hier irgendjemand keine deutschen Industrieprodukte, weil die Unternehmen zweifelhafte Kontakte - zum Beispiel zur CDU oder zur SPD - unterhalten?

bearbeitet von Flo77

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Passt auch zur Integrationsdebatte, Stichwort "Befolgung der Gesetze reicht aus"

Die "Nazis" bekommen ja auch dann kein Kölsch, wenn sie keinen Gesetzesverstoß begangen haben.

Es gehört also offenbar ein wenig mehr dazu als nur die Befolgung von Gesetzen.

 

Werner

 

...dabei lebt die Mehrheit der Nazis völlig friedlich und integriert unter uns...
Die durchschnittliche Integration von in Deutschland lebenden Türken dürfte deutlich besser sein als bei AfD-Parteimitgliedern.
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Passt auch zur Integrationsdebatte, Stichwort "Befolgung der Gesetze reicht aus"

Die "Nazis" bekommen ja auch dann kein Kölsch, wenn sie keinen Gesetzesverstoß begangen haben.

Es gehört also offenbar ein wenig mehr dazu als nur die Befolgung von Gesetzen.

 

Werner

...dabei lebt die Mehrheit der Nazis völlig friedlich und integriert unter uns...
Die durchschnittliche Integration von in Deutschland lebenden Türken dürfte deutlich besser sein als bei AfD-Parteimitgliedern.

 

Kommt drauf an, an was man "Integration" festmacht.

 

Werner

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...dabei lebt die Mehrheit der Nazis völlig friedlich und integriert unter uns...
Die durchschnittliche Integration von in Deutschland lebenden Türken dürfte deutlich besser sein als bei AfD-Parteimitgliedern.

 

Meinst Du, da würden mehr eine Diktatur mit Todesstrafe befürworten? Da schlagen und unterdrücken mehr ihre Frauen, sind religiös-fundamentalistisch und lassen ihre Töchter nicht studieren?

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Passt auch zur Integrationsdebatte, Stichwort "Befolgung der Gesetze reicht aus"

Die "Nazis" bekommen ja auch dann kein Kölsch, wenn sie keinen Gesetzesverstoß begangen haben.

Es gehört also offenbar ein wenig mehr dazu als nur die Befolgung von Gesetzen.

 

Werner

Wie machen die das, die Wirte? Bedienen die dann nur Neger oder Nordafrikaner?

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Nee, es muss jeder durch eine Gesinnungsschleuse durch.

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Passt auch zur Integrationsdebatte, Stichwort "Befolgung der Gesetze reicht aus"

Die "Nazis" bekommen ja auch dann kein Kölsch, wenn sie keinen Gesetzesverstoß begangen haben.

Es gehört also offenbar ein wenig mehr dazu als nur die Befolgung von Gesetzen.

 

Werner

 

Wie machen die das, die Wirte? Bedienen die dann nur Neger oder Nordafrikaner?
du hast das nicht verstanden. Es geht nicht um "machen", sondern um die Zurschaustellung des wahren Glaubens, äh, ich meine natürlich der richtigen Gesinnung.

 

Werner

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https://www.youtube.com/watch?v=h0mHkbiMJ3Q

 

 

Aber was hat das mit dem Thread-Thema zu tun?

 

(Außer, daß man in Köln zwar die AfD nicht bedienen will, dabei aber nicht mal einen Schwiegersohn aus Düsseldorf akzeptiert...)

bearbeitet von Flo77

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(Außer, daß man in Köln zwar die AfD nicht bedienen will, dabei aber nicht mal einen Schwiegersohn aus Düsseldorf akzeptiert...)

das ist nur dann verwerflich, wenn es ein Düsseldorfer mit Migrationshintergrund, also kein richtiger Düsseldorfer ist

 

Werner

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Hetze, Denunzierungen und Propaganda tun ihre Wirkung.

In der Tat. Darüber kann vor allem AfD-Gründer Bernd Lucke Auskunft geben.

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Eben, Thofi, und da finden´s alle furchtbar. Aber sie machen dasselbe, nur mit nem anderen Vorzeichen.

 

Bekloppt, oder?

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Es ist ein wenig ein ethischer Spagat, die AfD zu verteidigen.

Aber verteidigt man wirklich die AfD, wenn man diese Aktion hier völlig neben der Kappe findet?

 

Ja ...

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Eben, Thofi, und da finden´s alle furchtbar. Aber sie machen dasselbe, nur mit nem anderen Vorzeichen.

 

Bekloppt, oder?

Den Spruch "Kein Kölsch für Nazis" finde ich prima. Der ist auch nicht neu. Das BVB-Fanprojekt hatte schon vor 2 Jahren die Aktion "Kein Bier für Nazis" aufgerufen, und 5 Mio Bierdeckel verteilt und über den Fanshop zugunsten von Aussteigerhilfen vertrieben. Ich hab hier auch 2 Pakete in der Vitrine.

 

Den unmittelbaren Zusammenhang der Aktion mit dem AfD-Parteitag finde ich auch problematisch. Aber auf den Deckeln steht nichts von der AfD und wer sich darüber aufregt, müsste sich den Schuh ja nicht anziehen.

Bist du denn in Köln?

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Man darf bekanntlich die AfD nicht mit Nazis gleichsetzen.

 

Andererseits habe ich das Gefühl:

Wenn man statt "Ausländer raus" und "Moslems raus" alle Nazis ausweist,

kommt die AfD bei der Bundestagswahl nicht über die 5%-Hürde.

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Man darf bekanntlich die AfD nicht mit Nazis gleichsetzen.

 

Andererseits habe ich das Gefühl:

Wenn man statt "Ausländer raus" und "Moslems raus" alle Nazis ausweist,

kommt die AfD bei der Bundestagswahl nicht über die 5%-Hürde.

Ich finde deinen Hang zur Nächstenliebe schon bemerkenswert. Die einen wollen alle Moslems ausweisen, die anderen alle Nazis. Auf 'ne Art sind wir uns ziemlich ähnlich, haben wir doch eine ähnliche Vorstellung einer Lösung der gegenwärtigen Probleme. Das nennt man wohl Nationalcharakter. :D

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Es ist ein wenig ein ethischer Spagat, die AfD zu verteidigen.

will die AfD juden vergasen oder ins meer werfen? will sie einen führer mit vollmachten ausstatten? will sie fremde religionen verbieten, diskrimieren und verfolgen? will sie deutsche in bio-deutsche und unterdeutsche (dhymmis) aufteilen, mit verschiedenen rechten für die beiden gruppen? will sie moscheen verbieten? will sie verschleierungszwang und kinderehen?

 

wenn du eine einzige frage mit ja beantworten kannst dann verstehe ich dein ethisches problem. ich verstehe dann allerdings immer noch nicht warum DE hunderttausende willkommen heisst die so ein programm bedenkenlos unterstützen sofern es ihren vorlieben entspricht. dass ihnen der applaus der roten faschisten à la Gallowglas sicher ist sei geschenkt. die ticken schliesslich synchron.

 

Peter Singer, den ich sehr schätze und mal getroffen habe hat damals etwas sehr interessantes von sich gegeben. er meinte je länger die nazizeit zurückliegt desto extremer wird sie verurteilt. meine anfügung. 1) zeugt ja von immens-gewaltiger zivilcourage. und 2) je extremer die verurteilung desto devoter und buckliger die haltung zu den neuen nazis. denen mit vollbärten und kopftüchern.

 

also bitte erkläre mir doofen unwissenden ausländerin den notwendigen ethischen spagat. dankeschön.

bearbeitet von phyllis

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Ich weiss nicht, was ist schwammiger - Claudias Nebelkerzen oder solche Aktionen.

Was heisst "Nazis"? Sieht man das denen neuerdings an, wenn sie in eine Kneipe gehen? Outet sich der durchschnittliche AfD-Anhaenger beim Kellner?

 

Seltsam, dass solche verschwammter Aktionismus bei manchen so gut ankommt. Wie waere es mit "Kein Koelsch fuer Kinderschaender" "Kein Koelsch fuer Arschloecher im allgemeinen" oder "Kein Koelsch fuer Leute, die das Abitur nicht gepackt haben /durch die Fuehrerscheinpruefung gefallen sind/Leute, die den Koelner Karneval zum Kotzen finden" , tbc ..

Hat alles eine Gemeinsamkeit, naemlich die voellige Unnachpruefbarkeit und Beliebigkeit des Aufrufs und die Unmoeglichkeit, die Gesinnung der Kundschaft zu ueberpruefen und ich wuerde wetten, in Koelner Kneipen haengen eine Menge Kinderschaender herum, wie anderswo auch, und da hat sich noch keiner berufen gefuehlt als Wirt, denen oeffentlich das Biertrinken untersagen zu wollen.

 

Da Wirte im allgemeinen auch von Schwachkoepfen ganz gut leben und sich niemals ueber deren Geisteszustand beschweren, halte ich das hier einfach fuer billigen Aktionismus, der nichts kostet, dessen Erfolg nicht nachpruefbar ist, der aber gut dafuer ist, sich besser zu fuehlen. Haette man je damit angefangen, Leute aus (Koelner) Kneipen zu werfen, die am Stammtisch oder Tresen rassistische oder frauenfeindliche Zoten reissen, koennten die Wirte Sozialhilfe beantragen, so sehr wuerde ihr Umsatz einbrechen. Ich habe noch nie gehoert, dass in einer Kneipe political correctness auf dem Programm stand.

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