Shubashi

Politik 2018 - Deutschland und Europa

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Da Frau Merkel gerade erwartungsgemäß ihre Kandidatur für eine 4. Amtszeit angekündigt hat, lohnt es sich auf die politischen Herausforderungen des kommenden Jahres zu blicken. Ich halte die Kandidatur Frau Merkels für eine sehr unglückliche Sache, da sie für eine rein pragmatische Poltik ohne wesentliche inhaltliche Konzepte steht und sie ihren politischen Zenit inzwischen deutlich überschritten hat.

 

Für folgende Themenfelder benötigen wir aber hierzulande meiner Meinung nach klare Konzepte:

 

1. Europa - der Populismus bedroht v.a. unsere europäischen Nachbarländer, insbes. Frankreich. Wir müssen also eine Innen- und Außenpolitik haben, die den demokratischen Parteien Frankreichs den Rücken frei hält, d.h. es dürfen möglichst keine Terroristen mehr über Deutschland einsickern oder ihre Anschläge von hier aus organisieren. Unsere Wirtschaftspolitik sollte immer auch den Vorteil Frankreichs im Augen behalten und dortige Empfindlichkeiten bedenken. Ebenso keine Rhetorik in der Flüchtlingsfrage mehr, die der FN in die Hände spielen könnte.

In der Finanz- und Flüchtlingspolitik ebenso an Italien denken.

Frau Merkel ist dafür nicht gut geeignet, weil sie im europäischen Ausland sehr an Vertrauen und Einfluß verloren hat.

 

2. Eine Wirtschaftspolitik, welche die Folgen der industriellen Digitalisierung bedenkt - die nächste Amtszeit einer Frau Merkel könnte mit erheblichem Abbau von Arbeitsplätzen einhergehen.

Die Infrastrukturprobleme müssen dringend gelöst werden, nicht durch Verschwendung für überflüssigen Straßenneubau, sondern im Städtebau und den digitalen und elektrischen Netzen.

Die Finanzkrise ist zudem weiterhin nur aufgeschoben.

 

3. Die Energiewende steht ohne richtiges Konzept dar, wichtige Projekte wie der Netzausbau schleifen oder leiden an kostspieligen Widersprüchlichkeiten. Für eine Physikerin zeigt Frau Merkel erstaunliches inhaltliches Desinteresse.

 

4. Die Sicherheitspolitik ist nach innen zwar in de Maizieres Händen bisher nicht schlecht aufgehoben, Polizei und Justiz machen einen erstaunlich guten Job, aber nach außen ist sie ebenfalls konzeptlos und ziemlich dysfunktional. Durch die Wahl Trumps wäre der richtige Zeitpunkt für Entschiedenheit und Führung, aber die Union hat leider unter Frau Merkel ihre außensicherheitspolitischen Kompetenzen weitgehend eingebüßt.

 

5. Die Flüchtlingspolitik ist weiterhin ohne überzeugende Konzepte und besteht überwiegend aus hilflosen Hoffnungen auf andere (die europäischen Nachbarn, irgendwelche Diktatoren, div. Länderpolitiken). Eine Politik, die deutlich machen könnte, dass Deutschland in dieser Hinsicht auch nur irgendetwas aktiv selbst regeln möchte und sich nicht selbst als völlig passives Opfer der Entscheidungen anderer sieht (der Migranten, ausländischer Regierungen, der Gerichte, widerstreitender Partei- und Länderinteressen), könnte hier weitgehend verlorenes Vertrauen bei den Bürgern zurückgewinnen.

 

Fatal ist in dieser Hinsicht, dass man als Bürger überhaupt nicht weiß, mit welcher politischen Konstellation Frau Merkel am Ende regieren will oder wird, deshalb bin ich sehr ratlos, was ich überhaupt wählen sollte.

Beruhigend (oder beunruhigend, je nach dem) ist aber möglicherweise, dass die für Deutschland wichtigeren Wahlen wieder im Ausland stattfinden werden, in Italien das Renzi-Referendum und in Frankreich die Präsidentschaftswahlen. Gewinnt dort die FN, lasst getrost alle Hoffnung fahren.

bearbeitet von Shubashi
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Es ist schlicht so, daß die CDU keine Alternative zu Merkel hat. Ich glaube aber, die Diadochen werden jetzt beginnen mit den Hufen zu scharren. Eine volle Merkel-Amtszeit wird es wohl nicht werden. Damit die Somaverteilungspolitiker wenigstens etwas kontra bekommen, brauchte es eine starke FDP.

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Es ist schlicht so, daß die CDU keine Alternative zu Merkel hat. Ich glaube aber, die Diadochen werden jetzt beginnen mit den Hufen zu scharren. Eine volle Merkel-Amtszeit wird es wohl nicht werden. Damit die Somaverteilungspolitiker wenigstens etwas kontra bekommen, brauchte es eine starke FDP.

 

Einen Kanzlerwahlverein aufmischen mit einem Verein zur Verteilung von Pfründen? Du bist naiver als ich dachte.

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Es ist schlicht so, daß die CDU keine Alternative zu Merkel hat. Ich glaube aber, die Diadochen werden jetzt beginnen mit den Hufen zu scharren. Eine volle Merkel-Amtszeit wird es wohl nicht werden. Damit die Somaverteilungspolitiker wenigstens etwas kontra bekommen, brauchte es eine starke FDP.

 

Einen Kanzlerwahlverein aufmischen mit einem Verein zur Verteilung von Pfründen? Du bist naiver als ich dachte.

 

:D

 

Ich gestehe: wenn es eine echte Wahl gäbe, hätte ich gerne eine starke SPD unter Führung von Schulz und Steinmeier.

Und Gabriel kehrt wieder auf seine alte Position als "Popbeauftragter" zurück.

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Es ist schlicht so, daß die CDU keine Alternative zu Merkel hat. Ich glaube aber, die Diadochen werden jetzt beginnen mit den Hufen zu scharren. Eine volle Merkel-Amtszeit wird es wohl nicht werden. Damit die Somaverteilungspolitiker wenigstens etwas kontra bekommen, brauchte es eine starke FDP.

oder eine CSU mit Eiern.

 

Gruss, Martin

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Hi,

 

passt ganz gut hier rein.

 

"Das große, stille Wendemanöver."

 

Gruss, Martin

 

Der Typ hat aber auch nicht alle Tassen im Schrank.

 

Merkst Du woran genau?

 

(Ich halte die Aussagen von Cleber für konsequent, denn Trump ist nunmal keine Frau)

 

(Dass den Linken Ihre Hatespeechbekämpfung auf die eigenen Füsse fallen wird, halte ich für ausgemacht.)

 

 

Inhaltlich ist mir aufgefallen, dass eben seit ein paar Wochen plötzlich solche Begriffe wie „postfaktisch”, „filterbubble”, „Echo-Kammer” auch in Deutschland sehr häufig verwendet werden. Neulich schon bei den Grünen, die redeten auch andauernd davon.

Das ist der neue Kampfbegriff, um der politischen Gegnerschaft, alles, was nicht links ist und deshalb rechtspopulistisch geschimpft wird, als Realitätsignoranten und Spinner hinzustellen, ohne das noch irgendwie zu begründen. An sich nichts neues, denn die Linken denk nie inhaltlich, sondern immer in pathologisierendem Schubladendenken ad personam. Sie packen für sich die gegnerische Person als Diagnose in irgendeine Schublade („Sexist”, „Reaktionär”…) und erklären damit alles für unbeachtlich, was einer gesagt hat. „Postfaktisch” als diagnostisch-pathologisierend-kategorisierendes Unversalschimpfwort.

Sorry Thofrock, aber das hört sich nach Dir an.

 

 

Gruss, Martin

bearbeitet von Soulman

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Hi,

 

passt ganz gut hier rein.

 

"Das große, stille Wendemanöver."

 

Gruss, Martin

 

Der Typ hat aber auch nicht alle Tassen im Schrank.

 

Immerhin hat er die Welt um eine sehr innovative Rechtschreibform bereichert:

Das "Playdoyer"

(Sowas sollte ich vormittags nicht zu lesen bekommen, das verführt mich leicht zur einer gefährlichen Mischung aus Irr- und Blödsinn.)

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Hi,

 

passt ganz gut hier rein.

 

"Das große, stille Wendemanöver."

 

Der Doppeldenk "poststrukturell" vs "postfaktisch" ist ganz gut herausgearbeitet.

 

Gruss, Martin

Der Gute scheint ein Problem mit Genderismus und Feminismus zu haben. Weil er das nicht abstrahieren kann, wirken seine an und für sich richtigen Thesen wie einfache Polemik gegen Genderismus und Feminismus.

 

Werner

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Hi Werner,

 

stimmt. Das muss man ausblenden, was mit Medienkompetenz auch ganz gut gelingt. Interessant fand ich den Begriff "Poststrukturalismus". Ich wusste nicht, dass die ganzen Vollspinner einen gemeinsamen Hintergrund pflegen. Das zieht sich durch bis in die BWL. Da sind die Koksnasen auch alle überzeugt, dass der Erfolg aus der Überzeugung kommt. Das weisse Pulver ist da nur ein Bonus.

 

Gruss, Martin

bearbeitet von Soulman

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Hi Werner,

 

stimmt. Das muss man ausblenden, was mit Medienkompetenz auch ganz gut gelingt. Interessant fand ich den Begriff "Poststrukturalismus". Ich wusste nicht, dass die ganzen Vollspinner einen gemeinsamen Hintergrund pflegen. Das zieht sich durch bis in die BWL. Da sind die Koksnasen auch alle überzeugt, dass der Erfolg aus der Überzeugung kommt. Das weisse Pulver ist da nur ein Bonus.

 

Gruss, Martin

 

Poststrukturalismus ist allerdings auch schon ziemlich alt und hat die Geisteswissenschaften v.a. in den USA verwüstet.

Bei uns hat das eher später eingeschlagen und konnte den soliden hermeneutischen Traditionen eigentlich nicht so richtig Paroli bieten.

Als unwissenschaftlichen Pseudo-Mystizismus hat v.a. Alan Sokal das ganze mal sehr hübsch auf die Schüppe genommen.

 

An solchen Artikeln stört mich immer der undifferenzierte verbale Rundumschlag gegen alle und alles. Kritik sollte für mich v.a. konkret und punktuell sein, sonst klingt leicht wie ein allgemeines "o tempora, o mores!"

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Um wieder zum ursprünglichen Thema zurückzukommen:

Mich hat dann doch überrascht, welche Ikone manche Kommentatoren in Frau Merkel sehen.

Als Alien, der nur diese Kommentare zur Verfügung hat, muss man ja glauben, diese Welt stünde kurz vor ihrem Untergang, und nur eine Messiasin namens Merkel könne sie noch retten.

 

Werner

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Um wieder zum ursprünglichen Thema zurückzukommen:

Mich hat dann doch überrascht, welche Ikone manche Kommentatoren in Frau Merkel sehen.

Als Alien, der nur diese Kommentare zur Verfügung hat, muss man ja glauben, diese Welt stünde kurz vor ihrem Untergang, und nur eine Messiasin namens Merkel könne sie noch retten.

 

Werner

 

Dieser unerträgliche Stuss muss eine panische Selbstvergewisserung der hiesigen Journalisten sein.

Die Wahl Trumps ist eine mehrfache Kränkung:

erstmal hat Trump gegen die offiziellen "endorsements" fast aller US-Zeitungen gewonnen, dann ist es ein völliger Außenseiter, der fast alle traditionellen Kontakte deutscher Reporter in die US-Politik entwertet, des weiteren fühlten v.a. außenpolitische Kommentatoren oft wie Zwerge auf der Schulter eines Riesen, wenn sie "dem Westen" sprich den USA empfahlen, endlich mal diese oder jene utopische Schnapsidee für "eine bessere Welt" herbeizubomben.

Darum muss diese Angst vor geistiger Marginalisierung zu einer Art "Übertragung des Größenwahns" geführt haben: Frau Merkel übernimmt übergangslos den Staffelstab von Obama, und als "Moralsupermacht" führt Deutschland endlich die "Freie Welt" an.

 

Die Welt zittert geradezu vor dem nächsten Verdikt in Herrn Prantls neuester Videokolumne.

(wahrscheinlich erscheint sie demnächst in englisch.)

 

Im Weltsicherheitsrat wird schon überlegt, ob Deutschland evtl. bereit wären, über eine Rüstungskontrolle bezüglich "messages of mass destruction" zu verhandeln.

bearbeitet von Shubashi

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Um wieder zum ursprünglichen Thema zurückzukommen:

Mich hat dann doch überrascht, welche Ikone manche Kommentatoren in Frau Merkel sehen.

Als Alien, der nur diese Kommentare zur Verfügung hat, muss man ja glauben, diese Welt stünde kurz vor ihrem Untergang, und nur eine Messiasin namens Merkel könne sie noch retten.

 

Werner

Sollten wir sie kreuzigen und auf ihre Auferstehung warten um diesen Eindruck zu verifizieren?

 

Käme auf einen Versuch an.

bearbeitet von Flo77

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als "Moralsupermacht" führt Deutschland endlich die "Freie Welt" an.

Dieser Ansicht scheinen tatsächlich einige zu sein. Wenn man die rosarote Brille absetzt, sieht es aber aus wie das gute alte "am teutschen Wesen muss die Welt genesen", und so wird es ja wohl auch vielfach im Ausland aufgefasst.

 

Werner

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Um wieder zum ursprünglichen Thema zurückzukommen:

Mich hat dann doch überrascht, welche Ikone manche Kommentatoren in Frau Merkel sehen.

Als Alien, der nur diese Kommentare zur Verfügung hat, muss man ja glauben, diese Welt stünde kurz vor ihrem Untergang, und nur eine Messiasin namens Merkel könne sie noch retten.

 

Werner

Sollten wir sie kreuzigen und auf ihre Auferstehung warten um diesen Eindruck zu verifizieren?

 

Käme auf einen Versuch an.

 

 

Keine Sorge, es geht nur um das bedruckte Papier zur Verpackung der Fische, eine Heiligsprechungsprozess in Rom ist tatsächlich noch nicht angesetzt.

Solltest Du Dir ernsthaft Sorgen machen, gibt es mächtige Verbündete!

:rolleyes:

(Frau Merkel hatte es übrigens in der Hand: wäre sie rechtzeitig abgetreten, hätte sie eine super Zweitkarriere als "Elder Stateswomen" und "Moralisches Gewissen" gehabt und mit Mr Obama auf Tournee gehen können. Das ist fast noch besser als Ikone. Jetzt droht ihr in ein paar Jahren "Oggersheim 2". Also fast eher Matyrium.)

 

Edit:

Um noch einen ernsten Aspekt einzuflechten: das dööfste an ihrer 4. Kanzlerschaft dürften die 21% Mwst. sein, die ihr spätestens ab der zweiten Hälfte der Legislaturperiode einfallen werden.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/kritik-von-der-wirtschaft-merkels-rechnung-sieht-nicht-so-gut-aus-14536806.html

bearbeitet von Shubashi

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1. Europa - der Populismus bedroht v.a. unsere europäischen Nachbarländer, insbes. Frankreich. Wir müssen also eine Innen- und Außenpolitik haben, die den demokratischen Parteien Frankreichs den Rücken frei hält, d.h. es dürfen möglichst keine Terroristen mehr über Deutschland einsickern oder ihre Anschläge von hier aus organisieren. Unsere Wirtschaftspolitik sollte immer auch den Vorteil Frankreichs im Augen behalten und dortige Empfindlichkeiten bedenken. Ebenso keine Rhetorik in der Flüchtlingsfrage mehr, die der FN in die Hände spielen könnte.

In der Finanz- und Flüchtlingspolitik ebenso an Italien denken.

Frau Merkel ist dafür nicht gut geeignet, weil sie im europäischen Ausland sehr an Vertrauen und Einfluß verloren hat.

 

2. Eine Wirtschaftspolitik, welche die Folgen der industriellen Digitalisierung bedenkt - die nächste Amtszeit einer Frau Merkel könnte mit erheblichem Abbau von Arbeitsplätzen einhergehen.

Die Infrastrukturprobleme müssen dringend gelöst werden, nicht durch Verschwendung für überflüssigen Straßenneubau, sondern im Städtebau und den digitalen und elektrischen Netzen.

Die Finanzkrise ist zudem weiterhin nur aufgeschoben.

 

3. Die Energiewende steht ohne richtiges Konzept dar, wichtige Projekte wie der Netzausbau schleifen oder leiden an kostspieligen Widersprüchlichkeiten. Für eine Physikerin zeigt Frau Merkel erstaunliches inhaltliches Desinteresse.

 

4. Die Sicherheitspolitik ist nach innen zwar in de Maizieres Händen bisher nicht schlecht aufgehoben, Polizei und Justiz machen einen erstaunlich guten Job, aber nach außen ist sie ebenfalls konzeptlos und ziemlich dysfunktional. Durch die Wahl Trumps wäre der richtige Zeitpunkt für Entschiedenheit und Führung, aber die Union hat leider unter Frau Merkel ihre außensicherheitspolitischen Kompetenzen weitgehend eingebüßt.

 

5. Die Flüchtlingspolitik ist weiterhin ohne überzeugende Konzepte und besteht überwiegend aus hilflosen Hoffnungen auf andere (die europäischen Nachbarn, irgendwelche Diktatoren, div. Länderpolitiken). Eine Politik, die deutlich machen könnte, dass Deutschland in dieser Hinsicht auch nur irgendetwas aktiv selbst regeln möchte und sich nicht selbst als völlig passives Opfer der Entscheidungen anderer sieht (der Migranten, ausländischer Regierungen, der Gerichte, widerstreitender Partei- und Länderinteressen), könnte hier weitgehend verlorenes Vertrauen bei den Bürgern zurückgewinnen.

 

Ich halte diese Liste für VIEL zu kurz gedacht.

 

Merkel hat - zumindest für mich nicht erkennbar - schlicht keinen Plan davon wie unser Leben in diesem Land idealerweise aussehen soll. Im Gegenteil hat sie sich populistischer als es die AfD jemals sein könnte, jedem Trend an den Hals geworfen, der ihr die nächste Legislaturperiode rettete. Die Unionsparteien als kannibalistische Einheitspartei ist da noch das netteste Bild, das mir einfällt.

 

Der Kampf gegen den Populismus gewinnt man nicht indem man ihn selbst missbraucht um den Machterhalt zu sichern und nach der Wahl dem Nannyismus verfällt.

 

Hat Frau Merkel mal einen Plan vorgestellt, wie sie sich die Lösung des Rentenproblems vorstellt?

 

Gibt es irgendeinen Plan, wie man zu verhindern gedenkt, daß die Staatsschulden zum Elementarrisiko für die gesamte Bevölkerung werden?

 

Hat sie ein durchgerechnetes Modell, wie Frau Merkel das Bildungsproblem für Deutsche UND Zuwanderer zu lösen gedenkt?

 

Ist von dieser Frau irgendein Konzept zu erwarten, wie man in diesem Land die Demokratie wieder funktionsfähig und zum Vertrauensgaranten macht? Vom Vertrauen in die Juristerei wage ich ja noch nicht einmal zu träumen.

 

Was für eine Idee zum Thema Einkommens- und Vermögensverteilung hat Frau Merkel?

 

Wir durchgrünt soll ihre Politik noch werden?

 

Es geht mir nicht darum, daß AM unbedingt meine eigenen Konzepte vertreten soll - im Gegenteil. Aber ich möchte diesen politischen Wackelpudding wenigstens mal vor der Wahl mit einer konkreten Position kritisieren können anstatt nach der Wahl Überraschungen am laufenden Band erleben zu müssen.

bearbeitet von Flo77
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Um noch einen ernsten Aspekt einzuflechten: das dööfste an ihrer 4. Kanzlerschaft dürften die 21% Mwst. sein, die ihr spätestens ab der zweiten Hälfte der Legislaturperiode einfallen werden.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/kritik-von-der-wirtschaft-merkels-rechnung-sieht-nicht-so-gut-aus-14536806.html

 

Wenn die MWSt Deine einzige Sorge ist...

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Ich halte diese Liste für VIEL zu kurz gedacht.

 

Hm, da fallen mir aber zwei veitere Vorte mit "Vau" ein:

"Versucher" und "Volker"

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Edit: Um noch einen ernsten Aspekt einzuflechten: das dööfste an ihrer 4. Kanzlerschaft dürften die 21% Mwst. sein, die ihr spätestens ab der zweiten Hälfte der Legislaturperiode einfallen werden. http://www.faz.net/a...s-14536806.html

So lange dürfte das nicht dauern. Insofern ist es eigentlich auch wieder gut, wenn sie solche Dinge selber verkünden darf, und nicht als Ikone der freundlichen Politik durch die Vortragssäle tourt, während ihre Nachfolger dem Volk die Suppe zum Auslöffeln schmackhaft machen müssen, die sie eingebrockt hat.

 

Werner

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Ich halte diese Liste für VIEL zu kurz gedacht.

 

Hm, da fallen mir aber zwei veitere Vorte mit "Vau" ein:

"Versucher" und "Volker"

 

 

Ist Volker der Versucher der Typ an den AM ihre Pionier-blaue Seele verkauft hat?

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Ich halte diese Liste für VIEL zu kurz gedacht.

Hm, da fallen mir aber zwei veitere Vorte mit "Vau" ein:

"Versucher" und "Volker"

 

 

Ist Volker der Versucher der Typ an den AM ihre Pionier-blaue Seele verkauft hat?

 

 

Nein, nur ein albernes Wortspiel, weil ich nicht alle hier mit überlangen Startbeträgen langweilen will.

 

Die gute Seite einer 4. Kanzlerinnenschaft wird aber die Gelegenheit für das politisches Kabarett sein, unter Helmut Kohl gab es da in Deutschland eine echte Blütezeit.

Und um die 21% Mwst bin ich ehrlicherweise nicht ganz so besorgt, ich bin schließlich vorsteuerabzugsbrechtigt.

:evil:

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Nein, nur ein albernes Wortspiel, weil ich nicht alle hier mit überlangen Startbeträgen langweilen will.

 

Die gute Seite einer 4. Kanzlerinnenschaft wird aber die Gelegenheit für das politisches Kabarett sein, unter Helmut Kohl gab es da in Deutschland eine echte Blütezeit.

Und um die 21% Mwst bin ich ehrlicherweise nicht ganz so besorgt, ich bin schließlich vorsteuerabzugsbrechtigt.

:evil:

 

Für das politische Kabarett wird es immer genug Stoff geben - ob es noch eine Existenzberechtigung hat, wenn es die 4. Amtszeit der AM nicht verhindern kann, ist eine andere Frage.

 

Nebenbei: Du begehst Mehrwertsteuerbetrug indem Du deine Privatausgaben über die Geschäftskonten laufen lässt? Interessant.

bearbeitet von Flo77

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