Katharer

Political correctness in Frankfurt/Main

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Sollen Apotheken, Gaststätten, Hotels noch "zum Mohren" heißen? In einer Aufforderung mit Überschrift "Kein Rassismus im Stadtbild Frankfurts" an die Verantwortlichen der Stadt wird gefordert "mit Nachdruck" dafür zu sorgen, dass zwei Apotheken ihre Namen ändern. Die "Mohren-Apotheke" und die "Apotheke zum Mohren" müssten "aus dem Stadtbild Frankfurts verschwinden". Die politische Korrektheit nimmt ja inzwischen groteske Züge an, nachdem das Zigeunerschnitzel von der Speisekarte öffentlicher Kantinen entfernt wurde, der „Negerkuss“ in Schaumkuss umgetauft wurde, und der „Negerkönig“ in Astrid Lindgrens „Pippi Langstrumpf“ kurzerhand zum „Südseekönig“ wurde, geht es nun den Mohren- Apotheken, Gasthäusern und Hotels an den Kragen. Ich frage mich nur wie wird es denen ergehen deren Familienname Mohr ist, es soll in Deutschland ca. 40000 Menschen mit diesem Namen geben? Werden die demnächst alle zwangsweise amtlich umbenannt?

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Es sollte mit Nachdruck dafür gesorgt werden, dass der Bildungsgrad der Aufgeregten steigt.

Die Bezeichnung "Mohr" leitet sich vom Heiligen Mauritius ab, der als Schwarzer (oder wie immer das jetzt korrekt heißt) dargestellt wurde. Eine "Apotheke zum Mohren" ist in keiner Form abwertend,  drückt vielmehr große Verehrung aus.

Ganz davon abgesehen, dass "Mohr" nicht als Beschimpfung verwendet wurde oder wird.

 

Diese Hysterie ist langsam pathologisch. Es wird nichts nützen, alles zu verbieten, was darauf hinweist, dass die Hautfarbe ist, wie sie ist. Sie wird davon nicht anders. Auch wenn die Inhaber dieser Hautfarbe sich auf den Kopf stellen.

 

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Als nächstes darf "Othello, der Mohr von Venedig" nicht mehr aufgeführt werden, weil rassistisch?

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Noch schlimmer ist Mozart/Schikaneders Zauberflöte, Monostatos, der geile Mohr!!!

 

Sowas muß unbedingt in den Giftschrank, grins

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vor 2 Stunden schrieb Edith1:

der als Schwarzer (oder wie immer das jetzt korrekt heißt)

Maximal Pigmentierter

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3 hours ago, Katharer said:

In einer Aufforderung mit Überschrift "Kein Rassismus im Stadtbild Frankfurts" an die Verantwortlichen der Stadt wird gefordert "mit Nachdruck" dafür zu sorgen, dass zwei Apotheken ihre Namen ändern.

Kam eben im ZDF. Und der Apotheker heißt auch noch Schwarz. Pfui Teufel! So eine Schande!

 

Werner

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vor 3 Minuten schrieb Werner001:

Und der Apotheker heißt auch noch Schwarz. 

Politisch korrekt gesprochen heißt er dann Max. Pigmentiert

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Müsste es nicht "Pigmentbevorzugter" heißen um ungewollte Herabsetzungen auszuschließen?

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vor 7 Minuten schrieb Edith1:

Müsste es nicht "Pigmentbevorzugter" heißen um ungewollte Herabsetzungen auszuschließen?

 

Um Diskriminierung zu vermeiden, muss man jeden Hinweis auf Hautfarbe unterlassen. Wer weiß schon, welche Farbe jemand hat? Wer weiß schon, was Farbe überhaupt ist, schon gar nicht Hautfarbe.

 

 P. S.: Das Absurde ist nur, dass die Beschwerde über eine Bezeichnung wie Mohrenapotheke selbst ein Hinweis auf Hautfarbe ist, die ist ja gar nicht gibt. ;)

bearbeitet von Marcellinus

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Leute, wir haben zwar nicht den 1. April, aber Fastnacht! Also, alles nicht so ernst nehmen!

 

(Eine Mohrenapotheke und eine Apotheke zum Mohren in der gleichen Stadt? Das geht ja garnicht, weil, das muß ja zu Verwechselungen führen!)

 

Irgendwie finde ich es ziemlich rassistisch, wenn man die ****** nicht mehr ******* nennen darf, nur weil sie ******* sind. Das wäre ja genauso, wie wenn mann Frauen nicht mehr Frauen nennen darf, nur weil sie Frauen sind...

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So ist's ja auch gemeint. ... ist zwar beautiful, aber so beautiful wieder nicht, dass die ... daran erinnert werden wollen, dass sie ... sind. 

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Ich habe inzwischen im RU eine Menge Kinder mit Migrationshintergrund, davon einige, deren Familie klar erkennbar aus Afrika kommt. Die Frage ist, wie ich im Lehrerzimmer im Gespräch, wenn es um einzelne Schüler geht, rede. Der "Kroate"? Der "Schwarze"? Oder nenne ich, was ich auch bei den Biodeutschen tue, zuerst den Namen?

 

Vor einigen Jahren erzählte mir unsere Vermieterin, dass in die Wohnung über dem alten Bauernhaus eine Familie einzöge, die vier Kinder hätte. Das war ihre gesamte Beschreibung.

 

Es war eine türkische Familie. Das erwähnte sie nicht.

 

Diese alte Bauersfrau, die Vermieterin,  hat mich mehr über Antirassismus und Ähnliches gelehrt als Mancher, der lauthals dagegen lamentiert.

 

Ein Mensch mit Namen, eine Familie mit Kindern, ein Mann, eine Frau. Niemanden über seinen Migrationshintergrund als Erstes zu beschreiben, über Äußerlichkeiten, was doch so einfach ist.

 

Bei uns an der Fleischtheke im örtlichen Supermarkt wird man erstklassig von Jemanden bedient, der astreines Bayrisch spricht. Oder, wenn man so will, von einem Asiaten. Denn das ist das, was man sieht, wenn man nur die Gesichtszüge beurteilen würde.

 

Was aber, wenn man es recht bedenkt, nicht stimmt. Er lebt doch hier! Wie kann er da ein Asiate sein?

 

 

bearbeitet von nannyogg57
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Weil wir uns deshalb über eine "Mohren-Apotheke" aufregen, weil wir es im Alltag nicht schaffen, Menschen nur sekundär in ihrem Äußeren zu definieren?

 

 

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vor 12 Minuten schrieb nannyogg57:

Was aber, wenn man es recht bedenkt, nicht stimmt. Er lebt doch hier! Wie kann er da ein Asiate sein?

 

Was ist daran schwierig? Er ist ein Deutscher, oder wenn du willst, ein Bayer, asiatischer Herkunft. Wenn ich Zweifel habe, ob ich es mit einem Deutschen zu tun habe oder nicht, habe ich mir zur Regel gemacht, die Augen zu schließen und auf seine Sprache zu hören. Bei dieser "Prüfung" fallen übrigens auch einige durch, die sich selbst für Deutsche halten. ;)

 

 

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vor 3 Minuten schrieb nannyogg57:

Weil wir uns deshalb über eine "Mohren-Apotheke" aufregen, weil wir es im Alltag nicht schaffen, Menschen nur sekundär in ihrem Äußeren zu definieren?

 

Wir haben keine Wahl, als Menschen nach ihrem Äußeren zu beurteilen. Gedankenlesen wird an der VHS noch nicht angeboten.

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Über die Mohrenapotheke hat sich zu Deinem Pech eine seit vielen Jahren in Frankfurt lebende Pigmentbevorzugte aufgeregt. Erst dann ist die Vereinigung der Berufs- Empörten darauf angesprungen.

bearbeitet von Edith1

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vor 1 Minute schrieb Edith1:

Über die Mohrenapotheke hat sich zu dein Pech eine seit vielen Jahren in Frankfurt lebende Pigmentbevorzugte aufgeregt. Erst dann ist die Vereinigung der Berufs- Empörten darauf angesprungen.

 

Ich rege mich auch über alles Mögliche auf. Interessiert keinen!

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Du warst nicht gemeint. Richtete sich an Nanny. Und warum soll sich jemand für Deine Aufregung interessieren? Du bist männlich, vermutlich weiß, vermutlich heterosexuell, vermutlich deutsch und sicher kein Mohammedaner. Zahl Deine steuern, schäm Dich und halte die Klappe!

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Das Problem mit diesen ganzen inkriminierten Wörtern ist, dass sie "an für sich" harmlos sind, aber von pressure-groups massiv und übel eingesetzt werden können. 

 

Ich habe auch keine Lust auf ein Land, in dem es jedem Rechts-Honk gefällt, eine Mohrenapotheke, ein Wirtshaus zum Mohren, ein Mohrenlädele oder eine Mohrendisko aufzumachen, um seinen rechten Kameraden ein Zeichen zu geben: "Rechtslastig? Hier werden Sie geholfen!"

Ich bin von kleinauf mit "Neger" aufgewachsen. Daran war überhaupt nichts Abwertendes, sondern das war einfach das Wort für schwarzhäutige Menschen. 

Wenn sich aber schwarzhäutige Menschen durch dieses Wort bedrängt werden - oft aus einschlägiger Erfahrung heraus - und sich einige Rassisten vor lauter NegerNegerNeger gar nicht mehr einkriegen, Negerwitze erzählen, und betonen "ich bin doch nicht Dein Neger", dann muss ich wohl umdenken.

 

Vor ein paar Monaten habe ich selber noch "Neger" im aktiven Wortschatz gehabt. Einfach aus Gewohnheit. Aber ich werde mir das abgewöhnen. Jetzt, in dieser Zeit, da Nationalismus und Rassismus bei so vielen wieder gesellschaftsfähig sind, wo Nationalisten und Rassisten mit ihren doofen Sprüche so viel Zulauf haben in D und ringsrum auf dem Globus. 

 

"Neger" ist nicht mehr ein neutraler Begriff, sondern eine Flagge, unter der sich fragwürdigste Typen versammeln. Und diese Fahne will ich nicht hochhalten.

 

 

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vor 16 Minuten schrieb Edith1:

Du warst nicht gemeint. Richtete sich an Nanny. Und warum soll sich jemand für Deine Aufregung interessieren? Du bist männlich, vermutlich weiß, vermutlich heterosexuell, vermutlich deutsch und sicher kein Mohammedaner. Zahl Deine steuern, schäm Dich und halte die Klappe!

 

Du meinst, ich müßte AfD wählen, um überhaupt zur Kenntnis genommen zu werden? :D

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vor 26 Minuten schrieb Marcellinus:

 

Wir haben keine Wahl, als Menschen nach ihrem Äußeren zu beurteilen. Gedankenlesen wird an der VHS noch nicht angeboten.

Wenn ich 15 SchülerInnen habe und zwei davon haben einen afrikanischen Migrationshintergrund: Zuerst beschreibe ich sie mit ihrem Namen. Dann erst, wenn der Groschen nicht fällt, mit der "Dunkelhäutige". Wie ich einen Schüler als den "Kleinen" bezeichne. den "Freund von xy", den "mit der Brille" ... weil es halt nicht anders geht.

 

Es ist eine Eigenschaft, die beim Beschreiben eines Menschen hilft. Mehr nicht. Aber nicht an erster Stelle.

 

Am Besten, es gäbe in der Mohrenapotheke einen Apotheker mit Migrationshintergrund aus Afrika. Und in Freising einen selbigen Bischof. Dann wäre es wie beim Chinesen oder Vietnamesen, bei dem man zum Essen geht.

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Mein ehemaliger Pfarrer, Exilkongolese, nahm am traditionellen Nickneger in der Krippe unserer Dorfgemeinde keinen Anstoß. Die Kinder mit Migrationshintergrund "Afrika", die bei den Sternsingern mitgehen, werden jedes Jahr mehr.

 

Leider landen sie nicht in der Presse.

 

Bei uns gibt es eine Anna und eine Franziskusapotheke und keine Anna oder ein Franz hat sich beschwert. Warum?

 

PS: Den Nickneger hätte ich schon rausgeschmissen, aber unser ehemaliger Pfarrer stand da einfach drüber.

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vor 1 Stunde schrieb Mecky:

"Neger" ist nicht mehr ein neutraler Begriff, sondern eine Flagge, unter der sich fragwürdigste Typen versammeln. Und diese Fahne will ich nicht hochhalten.

 

Und was machst Du, wenn nächstens "Dunkelhäutig" gekapert wird von Deinen "fragwürdigen Typen"? Vermeidest Du dann auch dieses Wort? 


Warum gibt man so einfach Begriffe verloren, nur weil sie auch von "fragwürdigen Typen" benutzt werden? Je weniger bestimmte Begriffe von "nicht fragwürdigen Typen" neutral oder sogar positiv verwendet werden, desto mehr gehen sie quasi in das Eigentum der "Fragwürdigen" über. Ich kann verstehen, wenn man Begriffe, die tatsächlich von ihrer Herkunft her mit negativer Konnotation besetzt sind, aus dem eigenen oder gar den öffentlichen Sprachschatz tilgen will. Nur wird da eben auch mitunter ziel- und ahnungslos in die sprachliche Gegend gefeuert.

 

Ein Beispiel dafür ist die Bezeichnung "Eskimo" für die autochthonen Bewohner der Arktis. Der Begriff Eskimo wurde irgend wann einmal auf indianische Abstammung zurückgeführt und soll  -  fälschlich, wie man heute weiß -  "Rohfleischesser" bedeuten. Das stieß einigen Eskimos sauer auf, da sie darin eine Herabsetzung sahen. Also wollten sie nicht mehr Eskimos - Rohfleischesser - genannt werden. So wurde auf einen anderen Begriff ausgewichen, nämlich Inuit, was in der Sprache einer der arktischen Volksgruppe so viel wie "Mensch" bedeutet. Nur kennen einige andere Eskimosprachen den Begriff "Inuit" gar nicht, für die ist das ein Fremdwort, quasi das arktische Gegenstück zu einem Anglizismus, nicht anders als es "Eskimo" ist. Mehr noch, einige "Inuit"-Völker bezeichnen sich selber lieber als Eskimos denn als Inuit, sie finden den Begriff als neutraler denn Inuit, und nicht als herabsetzend. Nützt ihnen aber alles nicht, ob sie  wollen oder nicht, für die politisch korrekte minimal Pigmentierte  "weiße Frau" und den politisch korrekten minimal Pigmentierten "weißen Mann" müssen auch diese Eskimos Inuit sein, mögen sie wollen oder nicht. 

 

Ach ja, fast vergessen: der Forschung nach soll sich der Begriff Eskimo aus dem  Cree-Wort aayaskimeew ableiten. Das heißt "Schneeschuhflechter". Andere Forscher meinen, es käme das Wort aus dem Sprachschatz der Innu-Montagnais und meint so viel wie "Menschen, die eine andere Sprache sprechen". Eines aber, da ist sich die Forschung sicher, steht fest: Eskimo kommt nicht von Rohfleischesser. Diese Deutung hat sich der weiße Mann - oder, meinetwegen, die weiße Frau - einfallen lassen. 

bearbeitet von Mistah Kurtz
missverständliche Formulierung geändert

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