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Aktuelle Diskussion um Zulassung von Nicht-Katholiken zur Kommunion


Studiosus

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vor 21 Minuten schrieb Mat:

... aber selbstverständlich nur dann, wenn es um die Durchsetzung Deiner Meinung geht. Sollte der Papst etwas Anderes meinen (wenn er beispielsweise viri probati in Amazonien - und anderswo - zur Priesterweihe zulässt) dann müsste man dem Papst Widerstand leisten, oder? Natürlich nicht aus pastoralen Gründen, sondern weil de Papst gegen Recht und Gesetz handelt...

 

De facto bestreitest Du, dass es eine freie Gewissensentscheidung für Katholiken geben kann. Entweder man ist dafür (gut) oder dagegen (böse).

 

Theologie kann es danach auch nicht geben, sondern lediglich eine Art Katechismuslehre . Außerdem bestreitest Du die Lehre des Vat. II von den Zeichen der Zeit.

 

Wenn man die Gehorsamsethik so hoch hält, dann müsste man doch all die Abspaltungen wie die Erztraditionalisten für böse halten und auch den Papst Bendikt kaum verstehen, warum er diesen Ungehorsam auch noch sanktioniert hat.

 

 

Eben, genau richtig. Aktuell ging es um ein - womöglich pastoral gebotenes - Ansinnen einer lokalen Bischofskonferenz, die annahm kompetent zur Regelung dieser Fragen für ihre Ortskirchen zu sein. Dies hat sich als Irrtum herausgestellt, was der Papst bzw. seine bevollmächtigten Mitarbeiter (S.E. Ladaria Ferrer) auch so kommuniziert haben. Die in infrage stehende Regelung tangiert den Glauben und die Disziplin der Gesamtkirche, weswegen eine gesamtkirchliche Lösung erreicht werden müsse. Auch dies wurde festgestellt. Und mehr ist bisher nicht geschehen.

 

Und ja: Ich bin der Meinung, dass dem Papst auch in kontroversiellen Entscheidungen zu folgen wäre (viri probati etc.). Das ist kein Sonderglaube, sondern schlicht der natürliche Gehorsam, dem ein Katholik verpflichtet ist.

 

Da ich keine Verbindung offizieller Natur zu "Traditionalisten" unterhalte, begnüge ich mich damit auf den Rest nicht einzugehen  (da er mich nicht betrifft).

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus. 

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vor 15 Minuten schrieb Werner001:

Nie war meine Heimatpfarrkirche in meiner Jugend voller, als wenn zur Feier des Patroziniums zum Hochamt die Schubertmesse gesungen wurde, begleitet durch den Posaunenchor eines erzlutherischen Dorfes aus dem Umland.

 

Werner

Noch schlimmer -die Schubertmesse widerspricht auch klar den vatikanischen Vorgaben für Liedgut in der Messe, denn sie enthält veränderte Texte.

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Seltsam, ich habe die "Schubertmesse" erst hier in der Oberpfalz sozusagen als "Kulturgut" bei Beerdigungen kennengelernt. (Ich kannte die Heimatpfarrkirche von Werner schon "vor Werner" und wir gingen dorthin zum Gottesdienst immer dann, wenn dort die "moderneren Kapläne" waren).

bearbeitet von Elima
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vor einer Stunde schrieb Studiosus:

Und ja: Ich bin der Meinung, dass dem Papst auch in kontroversiellen Entscheidungen zu folgen wäre (viri probati etc.). Das ist kein Sonderglaube, sondern schlicht der natürliche Gehorsam, dem ein Katholik verpflichtet ist.

 

So ist es. Sollter Papst bspw. für Deutschland "viri probati" erlauben - was ich nicht sehe, aber vielleicht irre ich da -  wäre dem auch zu folgen. 

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2 hours ago, Elima said:

Seltsam, ich habe die "Schubertmesse" erst hier in der Oberpfalz sozusagen als "Kulturgut" bei Beerdigungen kennengelernt. (Ich kannte die die Heimatpfarrkirche von Werner schon "vor Werner" und wir gingen dorthin zum Gottesdienst immer dann, wenn dort die "moderneren Kapläne" waren).

Das gab es erst später. Mit dem Sempfldern.

 

Werner

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vor 1 Stunde schrieb Spadafora:

also auch als Geistlichen  in Anspruch nehmen?

 

Warum nicht? Wir sind mit einem unierten Priester befreundet, der ist ja nicht weniger Priester.

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Ein Betroffener berichtet:

http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/evangelischer-ehemann-ja-es-ist-eine-notlage

 

 

Daraus:

Zitat

Ich bin ein evangelischer Christ, der mit seiner katholischen Ehepartnerin regelmäßig die Heilige Kommunion einnimmt [sic!], so wie meine Frau auch am Abendmahl meiner evangelischen Ortsgemeinde teilnimmt. 

 

Es erschiene mir [...] widersinnig, am Mahl einer Gemeinschaft, die ich als Teil der Kirche Jesu Christi anerkenne, nicht teilnehmen zu wollen. Dies gilt umso mehr für eine Gemeinde, in der meine Frau als Kommunionhelferin tätig ist [...]. 

 

Mit meinem lutherischen Abendmahlsverständnis "bejahe" ich in meinen Augen die Eckpfeiler der katholischen Eucharistielehre, die mir als Theologe gut bekannt ist.
 

 

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus. 

bearbeitet von Studiosus
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Am 14. Juni 2018 um 22:51 schrieb rorro:

 

Die Kirche hat die Vollmacht bekommen diese Regeln zu ändern.

ja, außer einer Regel:

 

Dass die Kirche nicht die Vollmacht bekommen hat, Frauen zu weihen. 

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Ja. Und?

 

Sie hat auch nicht die Vollmacht, den jap. Katholiken zu erlauben, Reis und Sake zu nehmen für die Eucharistie, so sehr das kulturell auch kompatibler wäre.

 

Willst Du echt das Faß schon wieder aufmachen?

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Ich finde dieses päpstliche Votum super. So kann jeder Bischof wirklich als der Stellvertreter Christi agieren, wie die Kirche das vorsieht (außer, wenn der Papst "hineinregiert"). Es gibt keine Möglichkeit mehr, sich hinter irgendwelchen DBK-Beschlüssen zu verstecken.

 

So etwas fördert Rückgrat (hoffe ich zumindest). Gegenwind wird es egal bei welcher Entscheidung geben.

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in der konkreten Frage ist ja eine gesamtkirchliche Lösung im werden das hat Mgr Ladaria auch geschrieben 
im übrigen erfolgen die meisten Voten der DBK einstimmig aber noch eine kurze Frage wann hat ein deutscher Bischof sich hinter einem Beschluss der Konferenz versteckt also gesagt ich will ja nicht aber die Bischofskonferenz zwingt mich

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verzeihung das ist unlogisch es tut zwar keiner aber es hat eine Wirkung das wäre so als ob ich sagen würde  ich esse die schokolade Creme aber sie steht unberührt in der Küche (tut sie tatsächlich):rolleyes:

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Nein, das ist nicht unlogisch. Bei einem Bischofswechsel kann jeder wieder neu entscheiden. Eine DBK-Entscheidung hat dagegen erst einmal Bestand.

bearbeitet von rorro
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Ist die Aussage des Papstes kein direkter Widerspruch gegen seinen Vorgänger? Ratzinger hat immer versucht, die Bischofskonferenzen klein zu machen. Sie hätten keinen wirklich synodalen Charakter und ihre Veröffentlichungen hätten keine höhere Verbindlichkeit als das Lehramt der einzelnen Mitglieder. Franziskus sagt hingegen, dass er keine DBK-Regelung wünscht, weil diese "universellen" Charakter hätte, also die ganze Kirche binden würde. 

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Am 16.6.2018 um 22:39 schrieb Petrus:

ja, außer einer Regel:

 

Dass die Kirche nicht die Vollmacht bekommen hat, Frauen zu weihen. 

 

Wo steht das denn?

ich frage mich jedes Jahr an Ostern, wie man diese klare Botschaft übergehen kann.

 

Wer war als als erstes am leeren Grab und verkündete die Auferstehung? Eben.

bearbeitet von mn1217
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vor 6 Stunden schrieb mn1217:

Wer war als als erstes am leeren Grab und verkündete die Auferstehung? 

 

Wahrscheinlich die Soldaten. 

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vor 10 Stunden schrieb Mistah Kurtz:

 

Wahrscheinlich die Soldaten. 

 

Hm, ja, die haben wahnsinnig viel Verkündigung betrieben.

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Am 24.6.2018 um 10:37 schrieb mn1217:

 

Hm, ja, die haben wahnsinnig viel Verkündigung betrieben.

 

Der heilige Longinus hatte mit hoher Wahrscheinlichkeit einen weiteren Verkündigungsradius als Maria Magdalena. :)

bearbeitet von Julius
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