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Frank

Caritas muss Mitarbeiter in zweiter Ehe wieder einstellen

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Studiosus
vor 11 Minuten schrieb Julius:

 Nicht die Scheidung wird kirchenrechtlich sanktioniert, sondern die erneute Heirat.

 

 

Das habe ich doch geschrieben? Geschieden und wiederverheiratet. Das hast Du ja auch selbst zitiert.

 

Ja, Sozialstation ist der falsche Ausdruck. Mir fiel ad hoc nichts Besseres ein. Ich meinte so etwas wie "psychosozialer Dienst", falls es das gibt 

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus. 

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Julius
vor 24 Minuten schrieb Studiosus:

Ich meinte so etwas wie "psychosozialer Dienst", falls es das gibt 

 

Ein psychosozialer Dienst ist - bei uns jedenfalls - eine Einrichtung, von der psychisch angeschlagene Menschen im Alltag begleitet und unterstützt werden,  wenn psychische Dekompensation droht, auch eine Art Feuerwehr, die konkrete psychiatrische Maßnahmen einleiten kann. Auch da sehe ich nicht, weswegen der Familienstatus des Sozialarbeiters in irgendeiner Weise von Belang für seine Arbeit sein soll.

 

Zitat

Das habe ich doch geschrieben? Geschieden und wiederverheiratet. Das hast Du ja auch selbst zitiert.

 

Okay, ja, da hatte ich zu flüchtig drüber weggelesen.

Ich sehe - jetzt mal unabhängig von der kirchlichen Ausrichtung einer Paar- und Eheberatung - allerdings auch nicht, weswegen die Wiederheirat eines geschiedenen Psychologen ein Ausschlusskriterium für dessen Beschäftigung in der Paar- oder Eheberatung sein soll. Auch Beratungsstellen der katholischen Kirche sehen ihren Auftrag ganz explizit nicht darin, ihre Klienten zu gängeln, sondern darin, sie dabei zu unterstützen, zu einer gewissenhaften, eigenverantworteten Entscheidung in einer sehr schwierigen Lebenssituation zu finden.

Edited by Julius

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Studiosus

Ja, in diesem Thema bin ich nicht drin, weil es mich nicht betrifft und nicht interessiert. Daher sind auch die Bezeichnungen falsch. Ersetzt es eben durch irgendeine reale Anlaufstelle.

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus. 

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Frank

Ich vermute das Wort das Studiosus sucht heisst: "Ehe- und Familienberatungsstelle"

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Studiosus
vor 4 Minuten schrieb Frank:

Ich vermute das Wort das Studiosus sucht heisst: "Ehe- und Familienberatungsstelle"

 

Ja! So etwas in der Richtung von Pro Familia, nur eben auf katholisch.

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus. 

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Julius
vor 10 Minuten schrieb Studiosus:

Ja, in diesem Thema bin ich nicht drin, weil es mich nicht betrifft und nicht interessiert.

 

Das ist nicht zu übersehen. :)

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Julius
vor 7 Minuten schrieb Studiosus:

So etwas in der Richtung von Pro Familia, nur eben auf katholisch

 

Pro Familia bietet Sexualberatung, aber keine Ehe- und Paartherapien an, sowie Schwangerschafts- und Schwangerschaftskonfliktberatung an.

 

Kirchliche Beratungsstellen für Ehe-, Familien- und Lebensfragen decken ein völlig anderes Spektrum ab.

Edited by Julius

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Studiosus
vor 7 Minuten schrieb Julius:

 

Pro Familia bietet Sexualberatung, aber keine Ehe- und Paartherapien an.

 

Nein, ich habe extra nachgesehen, bevor ich schrieb, weil ich wusste, dass das kommen würde.

 

Ich zitiere:

 

Zitat

 


Dem in Landesverbände untergliederten Bundesverband gehören rund 4000 Mitglieder an. Er unterhält mehr als 180 Beratungsstellen in Deutschland mit etwa 1600 Mitarbeitern. Angeboten wird medizinische, psychologische, psychosoziale und familienrechtliche Beratung unter anderem zu Sexualität, Partnerschaft, Trennung und Scheidung, Empfängnisregelung und -verhütung, unerfülltem Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt und Abtreibung.
 

 

 

Quelle: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Pro_Familia_(Deutschland)

 

Ich werde keine weiteren Haare spalten. Nimm es hin oder lass es B)

 

 

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

Edited by Studiosus

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Julius
vor 2 Stunden schrieb Studiosus:

 

Nein, ich habe extra nachgesehen, bevor ich schrieb, weil ich wusste, dass das kommen würde.

 

Ich zitiere:

 

 

Quelle: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Pro_Familia_(Deutschland)

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

 

Okay, dann soll Wikipedia halt mal partiell recht haben, vielleicht bietet Pro Familia tatsächlich irgendwo auch Paar- und Eheberatung an (da Sexualberater und -therapeuten gewöhnlich auch noch andere Qualifikationen haben, bietet sich das ja auch an). Die von hier aus nächstgelegene Pro-Familia-Niederlassung allerdings nicht, Ehe- und allgemeine Lebensberatung sind ganz gewiss nicht der Schwerpunkt ihrer Arbeit, und werden hier auch nicht als Schwerpunkt wahrgenommen. Bei uns in der Region stehen sie nicht an vorderster Stelle in der Liste der Ehe- und Partnerschaftsberatungsstellen (mal abgesehen davon, dass Pro familia in unserem Landkreis überhaupt nicht und nur in einem von drei unserer Nachbarlandkreise mit einer Beratungsstelle vertreten ist). Ist aber im Grunde genommen egal, die werden selbstverständlich einen Therapeuten nicht wegen Wiederheirat nach Scheidung feuern (das dürfen sie auch gar nicht), aber das tut die evangelische Diakonie ja auch nicht.

Edited by Julius

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Gallowglas
vor 13 Stunden schrieb Studiosus:

Ein Ehe- und Paartherapeut in einer katholischen Sozialstation oder Praxis, der selbst geschieden und wiederverheiratet ist

 

Oder ein Priester, welcher selbst nicht heiraten darf, aber Eheleuten vorschreiben will, wie sie ihre Ehe zu führen haben ...  ?  ;)

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ThomasB.
vor 4 Stunden schrieb Gallowglas:

Oder ein Priester, welcher selbst nicht heiraten darf, aber Eheleuten vorschreiben will, wie sie ihre Ehe zu führen haben ...  ?

Wo gibt es solche Priester? Ich habe noch keinen gefunden, der Eheleuten vorschreibt, wie sie ihre Ehe zu führen haben.

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Studiosus

Außerdem hat mich diese Argumentation - man müsse etwas realiter selbst erlebt haben, um darüber sachkundig Auskunft zu geben - noch nie überzeugt. Mit diesem Verdikt stempelt man alle Theoretiker, die ja gerade erst Impulse für die Praxis durch Beobachtung der Praxis aus den Blick weitendem Abstand heraus geben, als ahnungslose Schwätzer ab.

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus. 

Edited by Studiosus

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theresa???
vor 22 Stunden schrieb Moriz:

Aber das gebrochene Eheversprechen stört den Spiegel nicht?

 

(Wobei ich irgendwie annehme, daß eine Ehe eher seltenst gerade nach 20 Jahren und mit sieben Kindern zerbricht. Wenn, dann weit vorher.)

Ich kenne durchaus Ehen, die nach in etwa dieser Zeit zerbrochen sind, wenn auch selten mit sieben Kindern.

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Moriz
vor 44 Minuten schrieb theresa???:

Ich kenne durchaus Ehen, die nach in etwa dieser Zeit zerbrochen sind, wenn auch selten mit sieben Kindern.

eben

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theresa???
vor 20 Minuten schrieb Moriz:

eben

warum eben? Reichen zwei oder drei Kinder nicht, um eine Ehe nicht annullieren zu wollen, von der langen Zeit, die man verheiratet war, abgesehen?

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Julius
vor 23 Stunden schrieb Moriz:

(Wobei ich irgendwie annehme, daß eine Ehe eher seltenst gerade nach 20 Jahren und mit sieben Kindern zerbricht. Wenn, dann weit vorher.)

 

Wobei die Ehedauer und die Zahl der Kinder im konkreten Fall höchst einerlei ist: der Mann wurde nach mehr als 25-jähriger Betriebszugehörigkeit entlassen, weil er sieben Jahre nach der Scheidung wieder - und zwar nicht die geschiedene Ehefrau - geheiratet hat.
Mir ist bekannt, dass die mit mehreren Kindern, wenn auch nicht gerade sieben Kindern gesegnete Ehe des Leiters einer katholischen Schule nach mehr als 25 Jahren zerbrochen ist. Der allerdings hat seinem Arbeitgeber damals das Problem, ihn entlassen zu müssen, dadurch erspart, dass er erst wieder geheiratet hat, als er in den Vorruhestand gegangen war.

 

Die durchschnittliche Ehedauer bis zur Scheidung beträgt in Deutschland übrigens derzeit 15 Jahre.

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Gallowglas
vor 1 Stunde schrieb ThomasB.:

Wo gibt es solche Priester? Ich habe noch keinen gefunden, der Eheleuten vorschreibt, wie sie ihre Ehe zu führen haben.

 

Ja, schon klar ... Ehevorbereitungskurse gibt es nicht, die Kirche hat auch noch NIE darauf bestanden, dass Eheleute nicht verhüten, dass der Sex "zeugungsoffen" zu sein hat, dass man sich, trotz zerrütteter Ehe nicht scheiden lassen darf ...

Und natürlich hat die Kirche noch NIE vorgeschrieben, wer wen wann heiraten darf und wer nicht.

 

Wissen wir doch ...😩

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Moriz
vor 42 Minuten schrieb theresa???:

warum eben? Reichen zwei oder drei Kinder nicht, um eine Ehe nicht annullieren zu wollen, von der langen Zeit, die man verheiratet war, abgesehen?

Ein problematischer Zeitpunkt in langjährigen Ehen ist die Zeit, wenn die Kinder aus dem Haus gehen. Das zeigt sich auch in einem entsprechenden Gipfel bei den Scheidungszahlen. Hat man aber sieben Kinder, dann ist dieser Zeitpunkt nach 20 Jahren in der Regel noch nicht erreicht. Zumal derartig kinderreiche Familien womöglich auch stabiler sind als andere.

Tut hier allerdings nichts zur Sache. Julius hat mit seinem Beispiel bewusst übertrieben und ich konnte mir es nicht verkneifen, auf einen Knackpunkt dabei hinzuweisen.

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Julius
vor einer Stunde schrieb Moriz:

Julius hat mit seinem Beispiel bewusst übertrieben

 

Wie bitte? Wenn ich "bewusst übertreibe", pflege ich das als "bewusste Übertreibung" kenntlich zu machen.

 

 

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Julius
vor 2 Stunden schrieb Gallowglas:

Ehevorbereitungskurse

 

Bei Ehevorbereitungskursen wird erstens niemandem vorgeschrieben wie er seine Ehe zu führen hat,

und zum zweiten triffst Du dort eher auf Ärzte, Notare und (verheiratete) Pastoralreferenten - ab und zu auch noch mal auf einen  Priester, der auch was dazu sagt.

Die Kirche besteht auch nicht darauf, dass zerrüttete Ehen nicht geschieden werden dürfen,

und darüber, wer hierzulande wann wen nicht heiraten darf, erkundigst Du dich am besten mal bei einem Standesamt.

  • Thanks 1

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Gallowglas
vor 1 Stunde schrieb Julius:

Die Kirche besteht auch nicht darauf, dass zerrüttete Ehen nicht geschieden werden dürfen,

und darüber, wer hierzulande wann wen nicht heiraten darf, erkundigst Du dich am besten mal bei einem Standesamt.

 

 

Ach, seit wann gibt es in der RKK denn dann Scheidungen ? 

Hat das Franz in den letzten Tagen geändert und ich habe es nicht mitbekommen ?

 

Und natürlich verweigert die Kirche immer noch diversen Gruppen die Ehe ...  Die Tatsache, daß eine "kirchliche" Ehe das Papier nicht wert ist, auf dem sie "bestätigt" wird, ändert ja nichts an den Fakten.

 

Wobei, lass uns mal überlegen, WER hat sich denn gegen die Möglichkeit der Scheidung im richtigen Leben stark gemacht (und macht es in manchen Ländern noch immer ? ) und wer wollte mit aller Macht verhindern, dass Homosexuelle heiraten dürfen ? 

Und wer versucht immer noch, wenn auch, wie in diesem Fall immer öfter vergeblich, Menschen an einer Heirat zu hindern, indem sie ihnen offen droht ? 

 

Das ist nicht der Gesetzgeber, das ist die Kirche ....

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Julius
vor 14 Minuten schrieb Gallowglas:

Ach, seit wann gibt es in der RKK denn dann Scheidungen ? 

 

Ach so, jetzt willst Du auch noch "kirchliche" Scheidungen? Die zivilrechtliche Scheidung reicht Dir nicht?

(Die Kirche kennt für zerrüttete Ehen übrigens schon sehr lange die "Trennung von Tisch und Bett". Mit der Einführung der zivilrechtlichen Scheidung ist die Einrichtung halt in Vergessenheit geraten).

Edited by Julius

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Gallowglas
vor 1 Minute schrieb Julius:

 

Ach so, jetzt willst Du auch noch "kirchliche" Scheidungen? Die zivilrechtliche Scheidung reicht Dir nicht?

Es geht lediglich darum zu zeigen, dass die Kirche versucht, den Menschen Vorschriften zu machen auf einem Gebiet wo Ihnen jegliche Qualifikation und Glaubwürdigkeit fehlt.

(Ganz wie es Studiosus im Ausgangsposting für div. Berufe aufgeführt hat) 

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Petrus
Am 20. August 2018 um 09:14 schrieb sofan:

Da stellt sich mir die Frage:  Wie viel 'Kirche' ist bei der Caritas tatsächlich drin?    Konkret welcher %-Satz der Ausgaben wird tatsächlich von der Kirche getragen?   Bisher hat mir diese Frage niemand beantworten können

Als ehemaliges Mitglied im Caritas-Kuratorium München-Neuhausen kann und möchte ich Dir Deine Frage gern beantworten, sofan.

 

Grundsätzlich gab es in der Erzdiözese München und Freising die Vorgabe, dass die Caritas keine Zuschüsse aus Kirchensteuermitteln bekommen sollte, sondern sich zu 100% aus den Erstattungen der jeweiligen Kostenträger (also z. B. Krankenkassen) finanzieren sollte. In der Stadt München klappte das schon gut, in ländlichen Bereichen noch nicht so ganz.

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Julius
vor 39 Minuten schrieb Gallowglas:

Es geht lediglich darum zu zeigen, dass die Kirche versucht, den Menschen Vorschriften zu machen ...

 

Ach wirklich? Es ging nicht um Deinen Irrtum, der Dich annehmen ließ, in kirchlichen Beratungsstellen für Ehe-, Familien- und Lebensfragen seien Priester tätig, die Eheleuten vorschreiben wollten, wie sie ihre Ehe zu führen hätten?

 

vor 11 Stunden schrieb Gallowglas:

Oder ein Priester, welcher selbst nicht heiraten darf, aber Eheleuten vorschreiben will, wie sie ihre Ehe zu führen haben ...  ?  ;)

 

Das wäre ja jetzt geklärt: in kirchlichen Beratungsstellen für Ehe-, Familien- und Lebensfragen sind nur im Ausnahmefall, in kirchlichen Ehevorbereitungsseminaren allenfalls am Rande Priester tätig - und weder hier noch da, um Eheleuten vorschreiben zu wollen, wie sie ihre Ehe zu führen haben. :)

Edited by Julius

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