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Mistah Kurtz

„Das ist der natürliche Endpunkt der Reise jedes intelligenten Theologen.“

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Thofrock
Am ‎26‎.‎10‎.‎2018 um 17:19 schrieb Mistah Kurtz:

sagt die irische Sängerin Sinead O'Connor zur Bekanntgabe ihrer Konversion. Sie ist jetzt Sr. Shuhada' Davitt und ist stolz darauf endlich Muslim zu sein 

 

Auf gewisse Art konsequent. Geh nur immer weiter nach links, dann kommst du irgendwann ganz weit rechts an. Und darum ist ein Christentum des "bleeding heart" auch keine Lösung, sondern nur die Verschärfung des Problems. Ein auf die Spitze getriebenes liberales Christentum kommt einer religiösen Selbstauslöschung gleich. 

Die Frau hatte zwar, darf ich das so sagen, schon immer ein Rad ab. Aber sie stammt ja nun auch aus Irland. Und dort wurden allenfalls die Schattenseiten des Christentums auf die Spitze getrieben, nicht aber die Liberalität.   

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Gallowglas
vor 12 Stunden schrieb Higgs Boson:

Justin Biber hat sich taufen lassen. Ein paar Bemerkungen in den Medien und fertig.

 

Mehr ist das hier auch nicht.

 

Interessant wird es doch erst, wenn sie es sich anders überlegt und beim nächsten Update Zeugin Jehova wird oder so.

Du meinst, wenn sie es sich WIEDER anders überlegt ... Sie ist/war ja auch mal orthodox-katholische Priesterin, Religionslehrerin usw .... 

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Long John Silver
Am 29.10.2018 um 02:16 schrieb elad:

meiner bescheidenen meinung nach muss sich jeder 24 stunden pro tag, 7 tage die woche und 365 tage im jahr gedanken ueber sein verhalten machen, besonders ueber das verhalten gegenueber anderen und besonders ueber das verhalten gegenueber andersdenkenden.

 

 

Das waere mir ehrlich gesagt, ein bisschen viel  an Nachdenken:-)), ich wuerde sagen, sicher besonders in bestimmten schwierigen Situationen, die sich ergeben,  und darueberhinaus sollte es eine Grundhaltung sein, sich andern gegenueber fair und mitmenschlich zu benehmen. 


Was ich nicht mag, ist wenn andere meinen, mir erklaeren zu muessen, wie es besser waere zu glauben oder dass ich unbedingt etwas bestimmtes "begreifen" muesste.. Mein Glaube ist eine Sache, die sich zwischen Gott und mir abspielt. 

 

Um noch mal auf den Koran zu kommen - fuer mich liegt persoenlich, unabhaengig von meinem christlichen Glauben, mehr Erkenntnis  und Wert in spirituellen Welten wie dem Hindiusmus oder den Traumstrassen der Aborigines oder in der indigenen Religion meiner Vorfahren als im Koran (ich gehoere selbst, wie manche hier, im Forum wissen, spirituell ausser meiner christliche Gemeinde noch einer indigenen spirituellen Gemeinschaft an, in der auf bestimmte Weise  das christliche eine grosse Schnittstelle hat). 

 

Ich habe manchmal den  Eindruck, es ist geradezu "in",  andere mit bestimmten Vorstellungen zu "belehren", wie denn ihr christlicher Glaube nun richtiger sein sollte oder was angebracht sei oder gar notwendig anders strukturiert sein. 

 

Der Koran ist jedenfalls, und das war auch der Aufhaenger, fuer mich nicht massgebend, um meine eigene Religion zu begreifen ode zu erklaeren oder daraus dafuer einen Gewinn zu ziehen. Ich kann auch nicht innnerlich nachvollziehen, warum jemand zum Islam konvertiert und das muss ich auch nicht, es reicht, wenn ich solche  persoenlichen Lebensentscheidungen anderer Menschen akzeptiere und respektiere (das haengt mit der Haltung zusammen, von der du schreibst). Um darueber hinaus es zu begreifen, brauche ich einen Gewinn, der sich daraus ergaebe, spiritull, und auf dieser Seite sehe ich lediglich einen unermesslichen Verlust und nichts Wertvolles. Das wiederum haengt mit der Auffassung der  Trinitaet zusammen, die fuer mich der Kernpunkt ist der christlichen Spiritualitaet. Um es ganz knapp zu sagen: der  Koran ist fuer mich spirituell kalt, fremd und leblos, weil genau dieses bestimmte Denken darin fehlt. 

 

 

bearbeitet von Long John Silver

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Raven

Hallo Long John Silver, in Deinen Worten kann ich mich gut wiederfinden. Mir geht es ebenso, dass ich mit dem Koran nicht „warm“ werden kann. Vielleicht ist es die Zusammenstellung aus jüdischen und christlichen Quellen, zu denen dann noch neues Gedankengut hinzukommt. Es spricht mich einfach nicht so an.

 

Was Sinead meint, uns mitteilen zu müssen, nehme ich kurz zur Kenntnis, das war es aber auch. Ich sehe da vor allem eine verletzte und verlorene Frau, die auf der Suche nach Halt und Sinn ist. 

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Suzanne62
vor 12 Stunden schrieb Raven:

Was Sinead meint, uns mitteilen zu müssen, nehme ich kurz zur Kenntnis, das war es aber auch. Ich sehe da vor allem eine verletzte und verlorene Frau, die auf der Suche nach Halt und Sinn ist.

 

Und wenn sie den im Islam findet, sei es ihr von Herzen gegönnt. Ich würde es ihr ehrlich wünschen.

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Studiosus

Da wundere sich nochmal einer, warum das Christentum in Europa stirbt.

 

Paradoxerweise sind nicht Aufklärung oder Säkularisierung die Sargnägel des tradtionellen Christentums, sondern seine Anhänger.

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus. 

bearbeitet von Studiosus

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kam
vor einer Stunde schrieb Studiosus:

Da wundere sich nochmal einer, warum das Christentum in Europa stirbt.

 

Paradoxerweise sind nicht Aufklärung oder Säkularisierung die Sargnägel des tradtionellen Christentums, sondern seine Anhänger.

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus. 

Keine Sorge, das Christentum und im Besonderen die Kirche wird auch in Europa nicht sterben. Auch wenn nur noch die treuen Anhänger übrig bleiben. 

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nannyogg57
vor 4 Stunden schrieb Studiosus:

Da wundere sich nochmal einer, warum das Christentum in Europa stirbt.

 

Paradoxerweise sind nicht Aufklärung oder Säkularisierung die Sargnägel des tradtionellen Christentums, sondern seine Anhänger.

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus. 

Nun. Da war eine Frau, die wurde streng katholisch erzogen. Ihr Elternhaus war leider nicht so bilderbuchmäßig und die RKK  tat nichts dazu, damit es ihr besser ging.

 

Ich nehme an, dogmatisch gab es da nichts auszusetzen, aber pastoral hat man auf der ganzen Linie versagt.

 

Die Frau ist jetzt Muslima und gewisse Christen wünschen ihr, dass es ihr zumindest dort gut gehen möge.

 

Wer hat versagt: Die Hardliner oder die Christen, die ihr alles Gute wünschen?

 

Unter der Voraussetzung, dass Versagen bedeutet, dass die Frau Christin bleibt.

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Suzanne62
vor 12 Minuten schrieb nannyogg57:

Die Frau ist jetzt Muslima und gewisse Christen wünschen ihr, dass es ihr zumindest dort gut gehen möge.

 

Ja, und ich habe kein Problem dazu zu stehen. Und ich sehe auch nicht, dass das eine Haltung ist, die zum Niedergang des Christentums in Europa führt.

Oder glaubt jemand allen Ernstes, dass eine aufgeschlossene und wohlwollende Haltung gegenüber Andersglaubenden dem eigenen Glauben schadet? Was wäre denn das für ein Glaube, der daran kaputtgeht?

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Long John Silver
vor 4 Stunden schrieb nannyogg57:

Nun. Da war eine Frau, die wurde streng katholisch erzogen. Ihr Elternhaus war leider nicht so bilderbuchmäßig und die RKK  tat nichts dazu, damit es ihr besser ging.

 

 

Nicht alle knallen deshalb durch. Da ist auch Veranlagung dabei und eine bestimmte Struktur. Sonst waeren alle Leute, die keine bilderbuchmaessige Kindheit haben und unter religioeser Rigiditaet gelitten, borderline oder aehnlich, also haltlos in ihrer Persoenlichkeitsstruktur, labil und nicht imstande,  konstante psychische Stabilitaet zu erlangen. Das sind dramatische Entwicklungen, die in den therapeutischen Bereich gehoeren.

 

Ich wuensche Sinead O'Connor nicht deshalb alles Gute, weil es eine Frage von Christsein oder Muslim sein oder eine Frage, welche Religion versagt hat oder welche besser fuer sie taugt, sondern weil ich generell Menschen, die so verstoert sind, wuensche, dass es ihnen besser ginge und dass sie stabiler werden. Da ist zunaechst egal, nach welchem Strohhalm sie greiifen, Hauptsache, er funktionierte.  Leider funktionieren diese Strohaelme immer nur eine gewisse Zeit, das ist die Tragik dieser Biografien. 

 

Aus irgendeinem Grund wird das hier im Thread teilweise ueberhoeht, als waere es ein theologisches Problem. Es ist ein Problem der Biografie von Sinead O'Connor. Ob dieser Strohhalm traegt, wird die Zukunft zeigen. 

 

 

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Shubashi
Am 29.10.2018 um 16:59 schrieb Higgs Boson:

Justin Biber hat sich taufen lassen. Ein paar Bemerkungen in den Medien und fertig.

 

Mehr ist das hier auch nicht.

 

Interessant wird es doch erst, wenn sie es sich anders überlegt und beim nächsten Update Zeugin Jehova wird oder so.

 

Ähem ja, also zu solchen wichtigen "breaking news" kann ich spontan immer nur so reagieren:

Heute morgen habe ich auf der Hunderunde am Fluß endlich mal wieder einen Biber gesehen, aber wie bekommt man dann noch raus, wie der Vorname ist und welcher Religion er angehört?

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