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nannyogg57

Ich habe da mit dem Genderthema ein Problem

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Long John Silver

Ich denke, es herrscht momentan ein Beduerfnis der Erwachsenen, Kindern alles moegliche erklaeren zu wollen oder sich verpflichtet dazu zu fuehlen, und dieses Beduerfns fuehrt dazu, Kinder inzwischen von klein auf voellig zu zu texten, alles moegliche zu verbalisieren und gar nicht erst abzuwarten, bis die Notwendigkeiten von Erklaerungen auftauchen und Fragen gestellt werden. Da wird immens viel uebertraegen aus der Welt der Erwachsenen und ihren Unsicherheiten und Beduerfnissen auf die Kinder. Man moechte nichts falsch machen, man moechte alles von vornherein erklaert haben, denn es koennte ja sein, dass, man moechte korrekt sein. Wenn frueher zu wenig erklaert wurde, ist das Pendel jetzt brutal nach der anderen Seite geschlagen. 

 

Kinder brauchen meines Erachtens bei der Aufklaerung die Basics und ich bin auch der Meinung, in der korrekten anatomischen Begriffen. Ich halte generell nichts davon, bei dieser Aufklaerung gesellschaftspolitische Themen mit zu transportieren und sie damit zu ueberfrachten, auch das sind Beduerfnisse von Erwachsenen, die in die Kinder einsuggeriert werden. Deshalb bin ich auch der Ansicht,  Aufklaerung sollte sich auf die Fakten der Fortpflanzung beschraenken und nicht auf individuelle Lebensentwuerfe etc. Das Reden darueber gehoert in die sozialen Faecher, nicht in die Biologie. 

 

Natuerlich fuehrt der Wunsch der Erwachsenen alles und jedes abzudecken, was es gibt,  aus Angst, etwas zu vergessen oder nicht erwaehnt zu haben, zu teilweise grotesken Ergebnissen. Dahinter steckt natuerlich (jedenfalls hier bei uns) auch die Angst, angeschissen zu werden von irgendeiner Splittergruppe, das sie keine Erwaehnung gefunden haben, obwohl es sie zu 0,5 Prozent oder 1,8 Prozent gibt. Natuerlich ist es wuenschenswert, auch diese zu ihrem Recht kommen zu lassen, aber es muss auch im Kontext sinnvoll sein und vor allem wichtig. Ich bin eher froh, dass ich heutzutage kein Kind bin, allerdings haben Kinder auch die Faehigkeit, einfach zu ignorieren, was ihnen nicht wichtig ist oder was sie nicht verstehen oder was sie als Erwachsenen-Geschwaetz einstufen. 

 

Dieses endlose Zutexten von Kindern von kleinauf mit den Problemen der Erwachsenen ist  nicht nur im Bereich Aufklaerung zu finden. 

 

@Ennasus: auf deine Frage: ich denke, man sollte die anatomischen Begriffe von klein auf verwenden. Kindern merken sich diese genauso gut wie alles andere, was sie fuer wichtig halten. Und nein, ich denke nicht, dass ausfuehrlich auf alle moeglichen Feinheiten und Varianten eingehen muss, die es gibt oder geben koennte.  Das ist auch eine Altersfrage, natuerlich. Fragen zu beantworten, die ein Kind gar nicht stellt, sind allerdings auch nicht so sinnvoll, aber auch das ist eher eine Frage von Einfuehlungsvermoegen, Beduerfnissen des Kindes und seinem Alter. Ich kann den Einwand von Higgs Boson schon irgendwie nachvollziehen. Es gibt sicher Kinder, die sich verunsichert fuehlen koennen durch eine solche Ueberflutung von Informationen, die im Grund mit ihnen gar nichts zu tun hat. Vielleicht waere weniger mehr. 

 

Und im Grund wird das gesamte angebliche "Gender-Problem" der Erwachsenen inzwischen auf dem  Ruecken der Kinder ausgetragen. 

bearbeitet von Long John Silver
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mn1217

Wenn Kinder nach Lebensentwürfen fragen,  dann kann man das erklären, muss man sogar.  Aber" Ein Mann, der eine Babyhöhle hat" - das gibt es halt nicht. Da muss man h a lt korrekt erklären, dass es eine Frau ist, die als Mann lebt, aber ein Kind bekommt.

Das Wort Babyhöhle finde ich ohnehin fragwürdig,  meine Nichten wussten schon mit,  3 Jahren mit " Gebärmutter ' etwas anzufangen.

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Moriz
Am ‎02‎.‎11‎.‎2018 um 08:52 schrieb mn1217:

Das Wort Babyhöhle finde ich ohnehin fragwürdig,  meine Nichten wussten schon mit,  3 Jahren mit " Gebärmutter ' etwas anzufangen.

Mir gefällt das Wort. Es beschreibt die Funktion doch recht anschaulich.

Wobei man Kindern natürlich durchaus die 'richtigen' Begriffe zumuten kann. Die sind ja nicht dumm.

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Werner001
6 minutes ago, Moriz said:

Mir gefällt das Wort. Es beschreibt die Funktion doch recht anschaulich.

Wobei man Kindern natürlich durchaus die 'richtigen' Begriffe zumuten kann. Die sind ja nicht dumm.

Vor allem finde ich es kurios, wenn man meint, man man müsse Kinder mit Begriffsschöpfungen wie "Babyhöhle" kommen, um sie intellektuell nicht zu überfordern, und gleichzeitig meint, man müsse ihnen unbedingt jede noch so ausgefallene Variante menschlicher Sexualität nahebringen.

 

Werner

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Flo77

Bei uns war klar, daß Babys aus dem Bauch einer Mutter kommen, aber wir brauchten dabei weder "Gebärmutter" noch "Babyhöhle" als Begriff.

 

Aber bei uns ist das Standardlebensmodell trotz homosexueller Paare im weiteren Bekanntenkreis immer noch heteronormativ monogam.

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Werner001
33 minutes ago, Flo77 said:

Bei uns war klar, daß Babys aus dem Bauch einer Mutter kommen, aber wir brauchten dabei weder "Gebärmutter" noch "Babyhöhle" als Begriff.

 

Aber bei uns ist das Standardlebensmodell trotz homosexueller Paare im weiteren Bekanntenkreis immer noch heteronormativ monogam.

same here (ja, da staunt man). Heteronormativ heißt ja nicht, dass es nichts anderes gibt. Kinder sind da meiner Erfahrung nach auch ziemlich vorurteilslos, wenn Onkel Werner statt einer Tante Marga mit einem Onkel Markus zusammen ist, denken sie sich da nichts dabei (das ändert sich ggf erst dann,. wenn ihnen erzählt wird, das sei unnormal oder so). Ganz einfach weil sie sich unter Sexualität noch nicht wirklich etwas vorstellen können.

 

Werner

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kam
vor 1 Stunde schrieb Werner001:

same here (ja, da staunt man). Heteronormativ heißt ja nicht, dass es nichts anderes gibt. Kinder sind da meiner Erfahrung nach auch ziemlich vorurteilslos, wenn Onkel Werner statt einer Tante Marga mit einem Onkel Markus zusammen ist, denken sie sich da nichts dabei (das ändert sich ggf erst dann,. wenn ihnen erzählt wird, das sei unnormal oder so). Ganz einfach weil sie sich unter Sexualität noch nicht wirklich etwas vorstellen können.

 

Werner

"Unnormal" ist doch, wenn eine Horde Menschen mit bestimmten sexuellen Vorlieben sich deshalb zu öffentlichen Haufen vereinigt, am besten noch mit krawalliger Musik und das ganze noch mit politischen Forderungen garniert. 

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Werner001
5 minutes ago, kam said:

"Unnormal" ist doch, wenn eine Horde Menschen mit bestimmten sexuellen Vorlieben sich deshalb zu öffentlichen Haufen vereinigt, am besten noch mit krawalliger Musik und das ganze noch mit politischen Forderungen garniert. 

ja, die Beverförde und ihre Truppe sind schon ein schräger Haufen. Oder meintest du den Karneval?

 

Werner

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Flo77
vor 1 Stunde schrieb Werner001:

ja, die Beverförde und ihre Truppe sind schon ein schräger Haufen. Oder meintest du den Karneval?

 

Werner

Die "speziellen sexuellen Vorlieben" der meisten Karnevalisten dürften mit "Blümchen" recht gut getroffen sein. Unter einer extravaganten Orgie verstehe ich etwas anderes, aber das hat mit Gender nichts mehr zu tun.

bearbeitet von Flo77
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