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Guppy

Frage zum Thema "Judenmission"

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Werner001
12 hours ago, rorro said:

Die erschließt sich nur angesichts des Bewusstseins der eigenen Sündhaftigkeit und Unfähigkeit der Selbsterlösung.

Da wird einem natürlich auch viel eingeredet.

 

Werner

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gouvernante
vor 12 Stunden schrieb rorro:

Die erschließt sich nur angesichts des Bewusstseins der eigenen Sündhaftigkeit und Unfähigkeit der Selbsterlösung.

 

vor 11 Minuten schrieb Werner001:

Da wird einem natürlich auch viel eingeredet.

 

Werner

 

Wobei ich die Aussage "Man kann sich nicht selbst erlösen" schon zum Kernbestand des christlichen Glaubens zählen würde.
Allerdings ohne moralinsaure Garnitur.

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rorro
vor 13 Minuten schrieb Werner001:

Da wird einem natürlich auch viel eingeredet.

 

Geredet eher nicht. Meine Hauptinspirationsquellen waren und sind die Hl. Schrift und das Leben und die Schriften des Franz von Assisi. Entspricht vielleicht nicht dem postmodernen (semi-)pelagianischen Kanon, das mag sein.

bearbeitet von rorro

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rorro
vor 1 Minute schrieb gouvernante:

Allerdings ohne moralinsaure Garnitur.

 

Was ist das?

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Werner001
1 minute ago, gouvernante said:

 

 

Wobei ich die Aussage "Man kann sich nicht selbst erlösen" schon zum Kernbestand des christlichen Glaubens zählen würde.
Allerdings ohne moralinsaure Garnitur.

Ich habe die "Erkenntnis der eigenen Sündhaftigkeit" gemeint

 

Werner

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rorro
vor 49 Minuten schrieb Werner001:

Ich habe die "Erkenntnis der eigenen Sündhaftigkeit" gemeint

 

Werner

 

Mag sein, daß die deutlich über 1000 Jahre alten Liturgien des Westens (und Ostens!) nicht dem eher hedonistisch geprägten postmodernen Menschen gefallen.

 

Confiteor - weg

 

Kyrie eleison - Bedeutung egal (und die byzant. Liturgie ist voll davon, wird die ganze Liturgie über ständig wiederholt, Herr erbarme Dich)

 

Herr ich bin nicht würdig - meine ich nicht so

 

Vergib uns unsere Schuld - glücklicherweise kann ich nicht gemeint sein

 

 

bearbeitet von rorro

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Werner001
22 minutes ago, rorro said:

 

Mag sein, daß die deutlich über 1000 Jahre alten Liturgien des Westens (und Ostens!) nicht dem eher hedonistisch geprägten postmodernen Menschen gefallen.

 

Confiteor - weg

 

Kyrie eleison - Bedeutung egal (und die byzant. Liturgie ist voll davon, wird die ganze Liturgie über ständig wiederholt, Herr erbarme Dich)

 

Herr ich bin nicht würdig - meine ich nicht so

 

Vergib uns unsere Schuld - glücklicherweise kann ich nicht gemeint sein

 

 

Das sind lauter allgemeine Bekenntnisse. Niemand ist heilig.

Ich meine aber die konkrete Schuld, da wird viel eingeredet, damit sich die Leute schlecht fühlen sollen.

 

Werner

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Long John Silver
vor einer Stunde schrieb Werner001:

Das sind lauter allgemeine Bekenntnisse. Niemand ist heilig.

Ich meine aber die konkrete Schuld, da wird viel eingeredet, damit sich die Leute schlecht fühlen sollen.

 

Werner

 

Ich denke schon, dass ich im Leben konkrete Schuld auf mich geladen habe bzw. bestimmte Dinge als Suende empfinde, die ich lieber nicht begangen haette und die ich auch bereue. Ob aus Absicht, Unwissenheit, Leichtsinn oder mangelndem Ueberblick is ist jetzt nicht die Frage, auch nicht, ob andere das auch tun oder getan haben.  Es kommt ja heutzutage immer rasch jemand vorbei, der einem erklaert, dass sei ja keine Suende oder kein eigenes Versagen oder das sei nun  mal eben so und vielleicht auch normal so zu versagen, aber diese Idee hat mir noch nie geholfen, der Schmerz bleibt trotz dieser saekualen Erklaerungen und Rationalisierungen, die greifen fuer mich einfach viel zu kurz. "Herr wasche mich rein von meinen Suenden" ist vielleicht nur ein frommer Wunsch, aber das Bewusstsein, dass es Dinge gibt, von den ich mich reingewaschen wuensche, sagt mir, dass da irgendwas nicht im richtigen Lot ist. Ich bilde mir das weder ein noch redet mir das eine Kirche ein, das sagt mir mein Gewissen. Es mag ja menschlich sein, was mir widerfaehrt und deshalb unausweichlich, nichtdestrotz empfinde ich gewisse Dinge in meinem Leben als Suende und als konkrete Schuld, nicht nur als abstraktes Versagen, was in der menschlichen Natur liegt. Natuerlich liegt es in der menschlichen Natur, weit hinter sich selbst zurueckzubleiben, aber fuer mich ist es durchaus sehr wichtig, einen Ort zu wissen, wo ich dieses Empfinden hinbringen kann, ohne dass mir irgendwelche saekularen Erklaerungen angeboten werden, die alles nur relativieren wollen und rationalisieren. Natuerlich gibt es so etwas wie ein skrupelloeses Denken im Bereich von Suendhaftigkeit, das fast krankhaft ist und natuerlich gibt es diese Art von verfehlter Theologie, die einem eine existenzielle Verderbtheit einreden will, gar keine Frage, und gegen die muss man auch strikt sich verwehren. Das heisst aber nicht dass ich mich deshalb als nicht mit Suenden behaftetet empfinden koennte. Wie gesagt, fuer mich ist im christlichen Glauben das ein sehr wichtiges Moment, da einen Ort zu haben, wo ich hingehen kann, einen Ansprechpartner, wenn die saekularen Erklaerungen viel zu kurz greifen und nicht befriedigen ueberhaupt. 

 

Sorry, Alfons, das ist auch OT hier 😞 Vielleicht splitten?

bearbeitet von Long John Silver
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Mistah Kurtz
vor 3 Stunden schrieb Werner001:

(also sie sagen prinzipiell, dass sie dran glauben, aber vermutlich wären sie alle total verblüfft, wenn er tatsächlich käme)

 

Was meinst Du, wie verblüfft der Großteil des katholischen Klerus bei der Wiederkunft Christi reagierte. Wir warten alle darauf, dass Christus wiederkommen wird. Aber noch nicht jetzt und wenn, dann als Christus, wie wir ihn uns vorstellen und nicht als der, der er eigentlich ist. Eigentlich wäre das nicht viel anders als seinerzeit mit den  Pharisäern und Schriftgelehrten, die vor 2000 Jahren auf den Messias der Juden warteten. Als Christus kam und nicht so war und sich nicht so verhielt, wie  es vom Messias ihrer religiösen Gelehrsamkeit  nach gefordert war, nun, wie die Geschichte weitergeht, ist bekannt. Ich fürchte, Christus fände heute in seiner Kirche ebenso viel oder wenig "Willkommenskultur" wie vor 2000 Jahren. Er würde wahrscheinlich schon an diese oder jenem Dogma scheitern. Dostojewskis Erzählung über den Großinquisitor geht in diese Richtung. 

 

In dem Posting kommen zumindest die jüdischen Pharisäern und Schriftgelehrten vor, damit bin ich wohl gerade noch im Rahmen des Themas, hoffe ich wenigstens 😉

bearbeitet von Mistah Kurtz

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Werner001
40 minutes ago, Mistah Kurtz said:

Was meinst Du, wie verblüfft der Großteil des katholischen Klerus bei der Wiederkunft Christi reagierte

Hab ich doch geschrieben! 

 

Werner

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Mistah Kurtz
vor 2 Minuten schrieb Werner001:

Hab ich doch geschrieben! 

 

Werner

 

Ah, ok. Ich dachte, Du hättest das auf die jüdische Messiaserwartung bezogen. 

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Werner001
5 minutes ago, Mistah Kurtz said:

 

Ah, ok. Ich dachte, Du hättest das auf die jüdische Messiaserwartung bezogen. 

ich wollte wissen, ob das bei der jüdischen Messiaserwartung ähnlich ist wie bei der christlichen Gerichtstagerwartung. Sorry, habe mich unklar ausgedrückt.

 

Werner

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Long John Silver
vor einer Stunde schrieb Mistah Kurtz:

 

Was meinst Du, wie verblüfft der Großteil des katholischen Klerus bei der Wiederkunft Christi reagierte. Wir warten alle darauf, dass Christus wiederkommen wird. Aber noch nicht jetzt und wenn, dann als Christus, wie wir ihn uns vorstellen und nicht als der, der er eigentlich ist.

 

So ist das aber auch nicht richtig. Die Wiederkehr von Christus haengt mit der Endzeit zusammen und das duerfte dann eine Situation ein, die voellig unvergleichbar ist mit der Welt, in der wir jetzt leben und urteilten. Das Juengste Gericht der Offenbarung bezieht sich nicht auf irgendeinen Jesus, der predigend auf dem Marktplatz vorm Koelner Dom steht, sondern auf den Christus, den Weltenherrscher. Dazu kommt, dass die Protestanten sowieso glauben, dass die Toten dann auferstehen werden, also ein ganz differentes Konzept haben, ohne Fegefeuer, sondern mit dem Juengsten Gericht am Juengsten Tag. 

 

Die Naherwartung von Jesus, die sich durch die spirituelle Geschichte des Christentums zieht, ist eine andere Sache. Fuer diese Vorstellung haben eine Menge Menschen durch die Hand anderer Christen blutig ihr Leben gelassen. Sie ist allerdings nie ausgerottet worden, wie von der Kirche beabsichtigt Ein ausgezeichnetes Buch darueber ist "Das Reich Gottes" von Walter Nigg. 

 

Also, der Christus, de kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Toten,  duerfte sich entschieden von dem Juden Jesus unterscheiden, dem die Pharisaer begegnet sind. Die Frage allerdings, da stimme ich dir zu, ist: passt uns dieser Christus ueberhaupt in unsere heutigen Gedanken, der da kommen koennte, am Ende aller Tage? Ist der nicht einfach ... zu  gross gedacht fuer unsere saekular gepraegten Hirne, zu gewaltig, zu wenig lieb und bergpredigend, zu wenig Kinderkoepfe taetschelnd? Vielleicht ist auch in Vergessenheit geraten, dass Christus in das Reich des Todes hinabstieg und selbst Judas rettete. Nein, ich denke, die Wiederkunft von Christus ist so gewaltig und weltenerschuetternd, dass sich die Frage nach einem katholischen Klerus oder ob wir Jesus ueberhaupt erkennen taeten, in keinster Weise mehr stellt. 

 

 

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Werner001
10 minutes ago, Long John Silver said:

 

So ist das aber auch nicht richtig. Die Wiederkehr von Christus haengt mit der Endzeit zusammen und das duerfte dann eine Situation ein, die voellig unvergleichbar ist mit der Welt, in der wir jetzt leben und urteilten. Das Juengste Gericht der Offenbarung bezieht sich nicht auf irgendeinen Jesus, der predigend auf dem Marktplatz vorm Koelner Dom steht, sondern auf den Christus, den Weltenherrscher. Dazu kommt, dass die Protestanten sowieso glauben, dass die Toten dann auferstehen werden, also ein ganz differentes Konzept haben, ohne Fegefeuer, sondern mit dem Juengsten Gericht am Juengsten Tag. 

 

Die Naherwartung von Jesus, die sich durch die spirituelle Geschichte des Christentums zieht, ist eine andere Sache. Fuer diese Vorstellung haben eine Menge Menschen durch die Hand anderer Christen blutig ihr Leben gelassen. Sie ist allerdings nie ausgerottet worden, wie von der Kirche beabsichtigt Ein ausgezeichnetes Buch darueber ist "Das Reich Gottes" von Walter Nigg. 

 

Also, der Christus, de kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Toten,  duerfte sich entschieden von dem Juden Jesus unterscheiden, dem die Pharisaer begegnet sind. Die Frage allerdings, da stimme ich dir zu, ist: passt uns dieser Christus ueberhaupt in unsere heutigen Gedanken, der da kommen koennte, am Ende aller Tage? Ist der nicht einfach ... zu  gross gedacht fuer unsere saekular gepraegten Hirne, zu gewaltig, zu wenig lieb und bergpredigend, zu wenig Kinderkoepfe taetschelnd? Vielleicht ist auch in Vergessenheit geraten, dass Christus in das Reich des Todes hinabstieg und selbst Judas rettete. Nein, ich denke, die Wiederkunft von Christus ist so gewaltig und weltenerschuetternd, dass sich die Frage nach einem katholischen Klerus oder ob wir Jesus ueberhaupt erkennen taeten, in keinster Weise mehr stellt. 

 

 

Das ist zwar richtig, aber der Glaube daran ist doch kein realer, sondern ein ritualisierter. Soll heißen, man bekundet zwar, dass man daran glaubt, aber keiner glaubt, dass das vor dem Sankt Nimmerleinstag passiert, vermutlich sogar erst ein halbes Jahr später. Würde man real daran glauben, dass das morgen oder nächste Woche passieren könnte, würde man völlig anders leben, als man es tut. Auch die Kirche würde völlig anders sein.

 

Werner

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rorro
vor 1 Stunde schrieb Werner001:

Das ist zwar richtig, aber der Glaube daran ist doch kein realer, sondern ein ritualisierter. Soll heißen, man bekundet zwar, dass man daran glaubt, aber keiner glaubt, dass das vor dem Sankt Nimmerleinstag passiert, vermutlich sogar erst ein halbes Jahr später. Würde man real daran glauben, dass das morgen oder nächste Woche passieren könnte, würde man völlig anders leben, als man es tut. Auch die Kirche würde völlig anders sein.

 

Werner

 

Das ist in der Tat so. Leben wir zu wenig endzeitlich?

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rince
vor 56 Minuten schrieb rorro:

 

Das ist in der Tat so. Leben wir zu wenig endzeitlich?

Wenn man einigen Umwelthysterikern Glauben schenken würde, ist das Ende der Welt greifbar nahe ;)

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rorro

Jetzt weiß ich auch, warum der Club of Rome heißt. ;)

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Alfons
vor 13 Stunden schrieb Long John Silver:

Sorry, Alfons, das ist auch OT hier 😞 Vielleicht splitten?

 

😄

Nein, solange es schöne und nachdenkenswerte Beiträge gibt, lasse ich einen Thread lieber laufen; meist kehrt er zum Ursprungsthema zurück. Splitten führt leider oft dazu, dass einer der beiden Threads versandet. Oder beide. 
Alfons

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Julius
Am 13.12.2018 um 08:50 schrieb Werner001:

Nur deshalb hat ja das alte Testament überhaupt eine Bedeutung, weil es, so wird jedenfalls behauptet, direkt auf Christus hinweist

 

Ähm, ja, den Hinweis auf Jesus Christus glauben Christen eben aus dem Ersten Testament, übersetzt in die Vulgata, herauszulesen. Ein Beispiel:
"... wenn wir die Bibel aufschlagen und die Verse aufsuchen, die unseren Adventsliedern zugrunde liegen, geht es gar nicht um den „Gerechten“, sondern um Gerechtigkeit." (Rolf Zerfaß)

bearbeitet von Julius

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