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Die wunderbaren Wege des Herrn Kardinal Marx


Mistah Kurtz

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Also, dass Dialog nichts bringen würde, ist einfach nur überheblich.

 

Auch wenn ich nie an irgendwelchen offiziellen Dialogtreffen teilgenommen habe, habe ich mit Muslimen und auch einem Christen, der dabei war, zum Judentum zu konvertieren, sehr kontrovers über den Glauben diskutiert und mich auch klar zu meinen Überzeugungen bekannt. Und ich habe davon sehr profitiert und festgestellt, dass man sehr wohl von anderen lernen kann, ohne sein eigenes Bekenntnis zu konterkarieren.

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vor 5 Minuten schrieb duesi:

Also, dass Dialog nichts bringen würde, ist einfach nur überheblich.

 

Auch wenn ich nie an irgendwelchen offiziellen Dialogtreffen teilgenommen habe, habe ich mit Muslimen und auch einem Christen, der dabei war, zum Judentum zu konvertieren, sehr kontrovers über den Glauben diskutiert und mich auch klar zu meinen Überzeugungen bekannt. Und ich habe davon sehr profitiert und festgestellt, dass man sehr wohl von anderen lernen kann, ohne sein eigenes Bekenntnis zu konterkarieren.

 

Dann korrigiere ich mich selbst: Diese Art von Dialog  (in der eben gerade die Integrität des je eigenen Bekenntnisses nicht gewahrt bleibt)  bringt meines Erachtens nichts bzw. führt nirgendwo hin.

 

Wobei natürlich die Frage offen bleibt, welches Ziel Dialog konkret verfolgt. Je nachdem wie man dieses Ziel definiert "bringt" es natürlich auch etwas oder eben nicht.

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus. 

bearbeitet von Studiosus
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vor 44 Minuten schrieb Studiosus:

Ich schrieb davon, dass man als Außenstehender, das kann ein Nichtchrist sein (der kommt direkt im nächsten Satz) oder ein Mensch, der sich von der christlichen Religion abgewandt hat, im jüdisch-christlichen Dialog nichts zu verlieren hat. Man ist ja weder Jude noch Christ. Dass es einem dann womöglich leichter fällt, einen solchen Dialogprozess zu begleiten, war mein Punkt.

 

Die darin eingeschachtelte Unterstellung fällt Dir mal wieder nicht auf?
Es waren und sind mitnichten von Dir sogenannte "Aussenstehende", die den christlich-jüdischen Dialog begonnen haben, und es sind mitnichten von Dir sogenannte "Aussenstehende", die ihn heute weiterführen. Weder von der christlichen noch von der jüdischen Seite. Die hätten - wenn es nach Deinen Vorstellungen ginge - wohl schon etwas zu "verlieren" gehabt oder zu verlieren. Die waren bzw. sind halt nicht von Verlustängsten geplagt und hatten und haben etwas Mut zum Risiko. 😆

bearbeitet von Julius
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@Studiosus

Mit anderen Worten: einen Dialog, der nicht von wechselseitigem Respekt getragen wird, kann man gleich kübeln. Da stimme ich Dir zu. 

bearbeitet von Mistah Kurtz
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vor 12 Minuten schrieb Julius:

Es waren und sind mitnichten von Dir sogenannte "Aussenstehende", die den christlich-jüdischen Dialog begonnen haben, und es sind mitnichten von Dir sogenannte "Aussenstehende", die ihn heute weiterführen.

 

 

Das habe ich auch mit keiner Silbe behauptet. Und auch nicht insinuiert. 

 

Da versucht man einmal, Dich auf einer persönlichen Ebene vor dem Hintergrund deiner angedeuteten Glaubensbiographie zu verstehen, und Du drehst einem trotzdem aus jedem Nebensatz einen Strick. Das muss ich mir nicht antun.

 

Also lassen wir das. Du willst es so lesen. Ich geb's auf.

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus. 

bearbeitet von Studiosus
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Julius hat ja schon mal einen Link zur Vatikanseite bezüglich des jüdisch-christlichen Dialogs gepostet. Also, ich habe da nichts entdeckt, was den römisch-katholischen Glauben konterkarieren würde. Aber vielleicht werde ich ja noch eines besseren belehrt.

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vor 3 Stunden schrieb Studiosus:

Ein aktueller Vorfall aus Italien (Artikel auf Italienisch):

 

https://corrieredibologna.corriere.it/bologna/cronaca/19_gennaio_14/piacenza-ospite-ebreo-stacca-crocefisso-muro-un-convegno-ae55140a-17ef-11e9-8a82-78f9de89735a.shtml?refresh_ce-cp

 

Ich fasse kurz zusammen: Im Rahmen des "Tages der Vertiefung und Entwicklung des Dialogs zwischen Katholiken und Juden" hat ein jüdischer Teilnehmer das Kruzifix von der Wand in einem Salon der bischöflichen Kurie in Piacenza abgenommen. Die Portraits von Papst Franziskus und dem dortigen Ortsbischof ließ er hängen. Das Kruzifix wurde dann zwischen alten EDV-Kabeln und einem Heizkörper deponiert, während der Chor Qol HaQolot probte. Der mit dem interreligiösen Dialog beauftragte Prälat der Diözese bekam den Vorfall mit, entschied allerdings "diplomatisch" damit umzugehen und nicht einzuschreiten (da schreibt der Kommentator: horribile dictu - wer solche geistlichen Hirten hat, der braucht keine Feinde mehr). Elias Richetti, Rabbiner, war der Vorfall unangenehm.

 

So viel zum Thema gegenseitige Toleranz und "versöhnte Verschiedenheit".

 

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus. 

 

Ha, was ähnliches habe ich mal in einem katholischen Krankenhaus erlebt (rund 20 Jahre her) - der Ausgang war etwas anders...

 

Eine musl. Patientin hatte das Kruzifix abgehangen und auf den Kleiderschrank gelegt.

 

Dann kam die Schwester und hat das Kreuz wieder aufgehangen und die Patientin samt Ehemann eingenordet. 😄

bearbeitet von rorro
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vor einer Stunde schrieb Julius:

Was sie, Schritt um Schritt, verloren haben, war allerdings eine Last: die Last christlichen Hochmuts und christlicher Überheblichkeit.

 

Beispiel? Oder gehört für Dich auch die Glaubenswahrheit der Dreifaltigkeit Gottes dazu?

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vor einer Stunde schrieb Mistah Kurtz:

@Studiosus

Mit anderen Worten: einen Dialog, der nicht von wechselseitigem Respekt getragen wird, kann man gleich kübeln. Da stimme ich Dir zu. 

 

Nicht nur Respekt, das ist das Vorschulniveau.

 

Sondern es geht vor allem darum, die Unterschiede nicht zuzukleistern. Klar, wir haben extrem viele Gemeinsamkeiten und die dürfen auch mal herausgestellt werden. Aber einig werden wir uns nie in den fundamentalen Aussagen über Gott. Und jeder darf glauben, der andere irre.

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vor 13 Minuten schrieb rorro:

 

Beispiel? Oder gehört für Dich auch die Glaubenswahrheit der Dreifaltigkeit Gottes dazu?

 

Tut Dir Deine unverschämte Aggressivität eigentlich weh?

(Mir nicht, keine Bange - mir rutscht sie inzwischen den Buckel runter).

bearbeitet von Julius
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vor 9 Stunden schrieb Julius:

(Warum hat eigentlich noch keiner über die Bischöfinnen mit Kopftuch abgelästert?)

Das wäre kams Aufgabe, aber der hat die Steilvorlage vielleicht noch nicht entdeckt.

 

1990 war es im Übrigen noch möglich,  in den Felsendom und die Höhle darunter zu gehen.

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vor 3 Minuten schrieb gouvernante:

Das wäre kams Aufgabe, aber der hat die Steilvorlage vielleicht noch nicht entdeckt.

 

 

Bischöfinnen? Gibt's nicht, ob mit oder ohne Kopftuch.

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vor 9 Stunden schrieb Werner001:

Jedenfalls gibt es an einem Kopftuch für einen Moscheebesuch nichts auszusetzen.

Das ist nur ein Kleidungsstück.

Du erscheinst hier im Forum als denkender, intelligenter, ich möchte fast sagen weltgewandter Mensch.

 

Und jetzt sitze ich hier und grüble ob er Drogen genommen hat, ob er das ernst meint oder ob ich nur wieder diesen Hauch Sarkasmus nicht mitbekommen habe.

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vor 49 Minuten schrieb gouvernante:

1990 war es im Übrigen noch möglich,  in den Felsendom und die Höhle darunter zu gehen.

Laut Wikipedia war das bis zur zweiten Intifada möglich, also bis ca. September 2000. 

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vor 29 Minuten schrieb Mistah Kurtz:

Laut Wikipedia war das bis zur zweiten Intifada möglich, also bis ca. September 2000. 

 

Das könnte hinkommen. Das ist zwar seitdem ein ständiges Hin und Her, je nach Großwetterlage werden auch ab und zu ausgewählte Gruppen eingelassen (oder trotz Zusage auch nicht: "die ändern ständig ihre Beschlüsse"), der "normale" (nichtmuslimische) Tourist darf jedenfalls nach meist mehr oder selten weniger Anstehen am Marokko-Tor die beiden Bauwerke von aussen besichtigen und sonst nix.

bearbeitet von Julius
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Israel steht eigentlich auch auf meiner Liste von Reisezielen in meinem nun doch schon beinahe in greifbare Nähe gerückten Ruhestand. Allerdings in erster Linie wegen der Vögel. Israel, speziell die Umgebung von Eilat am Roten Meer, ist einer der wichtigsten Zugkorridore für Millionen von Zugvögel. Da ist mir der Felsendom vergleichsweise ziemlich wurscht. 

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vor 6 Stunden schrieb Studiosus:

In diesem Moment war ihm wohl dieser jüdische Chor wichtiger als Jesus Christus. 

Es wurde nicht Jesus Christus von der Wand genommen und vor den Fernseher gelegt, sondern ein Kruzifix. Der Chor dagegen war echt und nicht nur in Form einer CD anwesend. 

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8 hours ago, gouvernante said:

Das wäre kams Aufgabe, aber der hat die Steilvorlage vielleicht noch nicht entdeckt.

 

1990 war es im Übrigen noch möglich,  in den Felsendom und die Höhle darunter zu gehen.

1990 sah man in Syrien oder Ägypten auch noch kaum Vollverschleierung.

Ja, die Zeiten haben sich geändert.

 

Werner

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Wer sich maurische Baukunst ansehen will, soll nach Andalusien fahren. Da muss man auch sein Kreuz nicht abnehmen.

 

Werner

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vor 18 Stunden schrieb Werner001:

Jedenfalls gibt es an einem Kopftuch für einen Moscheebesuch nichts auszusetzen.

Das ist nur ein Kleidungsstück.

 

 

Hier sind sie auf Besuch an der Klagemauer (die Dame mit dem roten Kleidungsstück ist die evangelisch-lutherische Bischöfin Kirsten Fehrs).

bearbeitet von Julius
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vor 11 Stunden schrieb Studiosus:

 

Nicht Schütteln, sondern meine Erklärung lesen: Das habe ich nicht geschrieben. Ich schrieb davon, dass man als Außenstehender, das kann ein Nichtchrist sein (der kommt direkt im nächsten Satz) oder ein Mensch, der sich von der christlichen Religion abgewandt hat, im jüdisch-christlichen Dialog nichts zu verlieren hat. Man ist ja weder Jude noch Christ. Dass es einem dann womöglich leichter fällt, einen solchen Dialogprozess zu begleiten, war mein Punkt. Da man weder hinsichtlich der einen noch der anderen Partei emotional und konfessionell investiert ist. Ich ging ja - fälschlicherweise? - davon aus, dass Du Dich nicht mehr als Christ empfindest. 

 

Und ich will ganz ehrlich sein: Ganz verstanden, wie es sich konkret mit Dir verhält, habe ich immer noch nicht. Muss ich vielleicht auch nicht, belassen wir es bei den Andeutungen.

 

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus. 

Ich habe als Christin da viel zu gewinnen. Zum Beispiel ein direkteres Bild auf Jesus, der, falls es dir entgangen sein sollte, selber Jude war.

 

Aber auch im Dialog mit anderen Religionen ist so viel zu gewinnen.  Zum Beispiel an Erkenntnis und neuen Perspektiven. 

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vor 38 Minuten schrieb Werner001:

Ziehen Jüdinnen da Kopftücher auf?

 

Manche schon, andere Perücken und wieder andere weder das eine noch das andere. Hut geht auch, und die ganz Frechen kommen mit Kippa. Es hat da auch schon ziemlich Zoff zwischen (liberalen) Frauen und (ultra-)orthodoxen Männern gegeben und soll dabei recht munter zur Sache gegangen sein. Mittlerweile, so scheint es, haben sich die Frauen durchgesetzt.

bearbeitet von Julius
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vor 11 Stunden schrieb Julius:

 

Tut Dir Deine unverschämte Aggressivität eigentlich weh?

(Mir nicht, keine Bange - mir rutscht sie inzwischen den Buckel runter).

 

Das ist auch eine überzeugende Antwort.

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vor 2 Stunden schrieb Werner001:

Ziehen Jüdinnen da Kopftücher auf?

 

Orthodoxe Jüdinnen tragen idR Sheitel oder Ähnliches.

 

Sehe gerade, Julius war schneller und umfänglicher :)

bearbeitet von gouvernante
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