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Klima-, Umwelt- und Naturschutz


Shubashi

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Lach. Jetzt fängt hier tatsächlich noch eine Ökostrom-Diskussion an.


Leute, das war so nicht beabsichtigt. Ich hatte lediglich auf die (nach meiner Ansicht ziemlich dusselige) Plattitüde "Strom macht ja bekanntlich der Wind und kommt aus der Steckdose" von User Howe reagiert, indem ich ihm überschwänglich recht gab: "Völlig korrekt. Mit Windkraft lässt sich Strom erzeugen. Derzeitiger Anteil 17,5 Prozent. Und dieser Strom kommt bei mir tatsächlich aus der Steckdose." Ich habe keine Ahnung, warum Mistah Kurtz darauf eingestiegen ist - vielleicht hat er mehr in meinem Posting gelesen, als drin steht, oder er hält mich für einen Ökostromfanatiker, oder was weiß ich. Tatsächlich habe ich nicht mehr gewollt, als mit einer unbezweifelbaren Feststellung darauf hinzuweisen, dass Howe mit einer Plattitüde von, wie ich vermute, seiner peinlichen SUV-Geschichte ablenken wollte.

Aber meinetwegen können wir auch über erneuerbare Energien diskutieren, kein Problem.

Alfons, leicht erheitert

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vor 39 Minuten schrieb Frank:

Ja nu, man könnte überschüsigen Strom, per Power-to-X-Technologie in künstliches Erdgas umwandeln, in Erdgas-Netz einspeisen und bei Bedarf, quasi als Back-Up, bestehende Gaskraftwerke damit befeuern. Haken bei der Sache ist das der Wirkungsgrad recht schlecht ist, bei der Umwandlung in Gas geht zu viel Energie verloren. Aber was spricht dagegen mit bestehender Technik anzufangen und weiter am Wirkungsgrad zu arbeiten?

 

Da war ich auch optimistischer, habe aber letztens einen ernüchternden Spektrum-Artikel dazu verlinkt: unser jetziger Stromverbrauch beträgt so 520 TW/h pro Jahr.

Allein um nur den Treibstoffbedarf für Schiff- und Luftfahrt aus Windgas zu decken, bräuchte man nochmal dieselbe Menge. Die Experten sehen dann als einzige Alternative andere Länder mit Solaranlagen etc dichtzupflastern, was ich wiederum nicht sehr überzeugend finde.

bearbeitet von Shubashi
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vor 10 Minuten schrieb Shubashi:
vor 32 Minuten schrieb Frank:

Ja nu, man könnte überschüsigen Strom, per Power-to-X-Technologie in künstliches Erdgas umwandeln, in Erdgas-Netz einspeisen und bei Bedarf, quasi als Back-Up, bestehende Gaskraftwerke damit befeuern. Haken bei der Sache ist das der Wirkungsgrad recht schlecht ist, bei der Umwandlung in Gas geht zu viel Energie verloren. Aber was spricht dagegen mit bestehender Technik anzufangen und weiter am Wirkungsgrad zu arbeiten?

 

Da war ich auch optimistischer, habe aber letztens einen ernüchternden Spektrum-Artikel dazu verlinkt: unser jetziger Stromverbrauch beträgt so 520 TW/h pro Jahr.

Allein um nur den Treibstoffbedarf für Schiff- und Luftfahrt aus Windgas zu decken, bräuchte man nochmal dieselbe Menge. Die Experten sehen dann als einzige Alternative andere Länder mit Solaranlagen etc dichtzupflastern, was ich wiederum nicht sehr überzeugend.

Und wenn man erstmal mit einem begrenzten Verwendungszweck anfängt - da würde sich sicherlich die Stromspeicherung für Zeiten wo weder sonne weht noch Wind scheint anbieten.

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vor 3 Minuten schrieb Shubashi:

 

Da war ich auch optimistischer, habe aber letztens einen ernüchternden Spektrum-Artikel dazu verlinkt: unser jetziger Stromverbrauch beträgt so 520 TW/h pro Jahr.

Allein um nur den Treibstoffbedarf für Schiff- und Luftfahrt aus Windgas zu decken, bräuchte man nochmal dieselbe Menge. Die Experten sehen dann als einzige Alternative andere Länder mit Solaranlagen etc dichtzupflastern, was ich wiederum nicht sehr überzeugend.

 

Die Frage ist auch, ob das wirtschaftlich zu machen ist. Das ist einer der Gründe, warum zum Beispiel das Desertec-Projekt scheiterte. 

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Gerade eben schrieb Frank:

Und wenn man erstmal mit einem begrenzten Verwendungszweck anfängt - da würde sich sicherlich die Stromspeicherung für Zeiten wo weder sonne weht noch Wind scheint anbieten.

 

Wie willst Du Strom speichern? Wirtschaftlich, meine ich. Theoretisch bzw. technisch ist viele möglich, nur muss es sich für die, die das tun, auch wirtschaftlich rechnen. Sonst machen sie es nicht.

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Am 14.7.2019 um 11:48 schrieb Alfons:

 

Völlig korrekt. Mit Windkraft lässt sich Strom erzeugen. Derzeitiger Anteil 17,5 Prozent. Und dieser Strom kommt bei mir tatsächlich aus der Steckdose.

Das hat allerdings nichts mit deiner Behauptung zu tun, Fridays-for-future-Demonstranten würden "mit dem SUV zur Schule gefahren werden" oder deiner nachgeschobenen Behauptung, sie führen selber damit. Meine Empfehlung: Mal über das Wort Vorurteil nachdenken.
 

Alfons

Ich wohne in der Nähe einer Schule und beobachte täglich mit welchen Fahrzeugen Schüler zur Schule gebracht werden. Ob diese Schüler dann auch an F4F-Demonstrationen teilnehmen kann ich nicht mit Sicherheit sagen.

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vor 16 Stunden schrieb rorro:

 

Die Kommentare sind der Hammer.

 

Oh ja. Besonders gut gefiel mir "In Deutschland kann man Batterien auch leicht zwischen Zunge und Finger aufladen, wenn man gleichzeitig auf einen elektrischen Weidezaun pinkelt." Unbedingt ausprobieren.

 

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vor einer Stunde schrieb Alfons:

 

Oh ja. Besonders gut gefiel mir "In Deutschland kann man Batterien auch leicht zwischen Zunge und Finger aufladen, wenn man gleichzeitig auf einen elektrischen Weidezaun pinkelt." Unbedingt ausprobieren.

 

Man soll die Evolution nicht aufhalten.

 

Deshalb bin ich ja auch gegen Helmpflichten...

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vor 12 Stunden schrieb Flo77:

Man soll die Evolution nicht aufhalten.

 

Deshalb bin ich ja auch gegen Helmpflichten...

die kultur des pinkelns und helmtragens ist teil der selektion geworden. sie hat einfluß auf die erreichung der fortpflanzung.

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vor 21 Stunden schrieb Alfons:

 

Oh ja. Besonders gut gefiel mir "In Deutschland kann man Batterien auch leicht zwischen Zunge und Finger aufladen, wenn man gleichzeitig auf einen elektrischen Weidezaun pinkelt." Unbedingt ausprobieren.

 

 

Ja, bei den Repliken drauf habe ich mich weggeschmissen.

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Unsere Politiker taugen maximal als schlechtes Beispiel und machen vor, wie man es nicht machen sollte:

 

https://m.focus.de/politik/deutschland/in-diesem-jahr-1740-mal-flogen-mitarbeiter-des-umweltministeriums-zwischen-bonn-und-berlin-hin-und-her_id_10939545.html?fbc=fb-shares

 

Umweltministerium... hat die Ministerin nicht höhere Preise für Flugtickets gefordert? Do as I say, not as I do...

bearbeitet von rince
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Ein Problem ist tatsächlich, dass Flüge im Inland/ in Kontinentaleuropa auf der gleichen Strecke günstiger sind als Bahnfahrten. Da sehe ich durchaus Handlungsbedarf .

Wobei der Preis den Politikern vermutlich recht egal ist. 

 

Politiker dürften ohnehin eine eher schlechte  CO2 Bilanz haben,unabhängig vom Ressort.

Wobei natürlich schon die Frage ist,ob nicht mehr per zB Videotelefonie etc passieren kann.

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Ich finde es richtig,wenn die Schulstreiker Strafen zahlen müssen. Sie wussten, was Sache ist. Und waren laut eigenen Aussagen auch bereit,die Konsequenzen zu tragen.

Die 88,50€dürften für Schüler in Baden Würrtemberg wohl auch kein Problem sein. 

Wenn die Städte schlau wäre,würde sie das Geld in ÖPNV oder Ähnliches investiegen, also in etwas Klimafreundliches und das auch so kommunizieren. 

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Basel hat ja kürzlich vollmundig den Klimanotstand ausgerufen

 

Nun fordern die Basler Grünen, das in Basel Werbung für Flugreisen und Fleisch verboten werden soll. Den anderen Parteien geht wohl allmählich auf, dass sie da vielleicht doch Unsinn verkündet haben, denn irgendwie ist die Resonanz, ömmm, nennen wir es sehr verhalten. Ich muss mal mit der Grünen Bundesrätin sprechen, wenn wir sie nach ihrem Urlaub vom Basler Flughafen abholen... ;) 

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Berichte mal von dem Ergebnis. 

 

Ob Werbeverbote was bringen,bezweifle ich auch.

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vor 5 Stunden schrieb rince:

Basel hat ja kürzlich vollmundig den Klimanotstand ausgerufen

 

Nun fordern die Basler Grünen, das in Basel Werbung für Flugreisen und Fleisch verboten werden soll. Den anderen Parteien geht wohl allmählich auf, dass sie da vielleicht doch Unsinn verkündet haben, denn irgendwie ist die Resonanz, ömmm, nennen wir es sehr verhalten. Ich muss mal mit der Grünen Bundesrätin sprechen, wenn wir sie nach ihrem Urlaub vom Basler Flughafen abholen... ;) 

 

Ach, da ginge noch was. Schließlich haben sowohl Zwingli als auch Calvin eine zeitlang in Basel gelebt. Warum das "strenge Sittenregiment" nicht mal dort einführen, die Zürcher und Genfer hatten schließlich schon mal das "Vergnügen".

Mit Tellerrazzia in der Kantine und Brotbelagserfassung käme man den Futter-Verrätern schon auf ihre Schliche. Und bei mehrfachen Vergehen (z.B. wiederholtes Warmduschen) einfach ab in den Klimaknast!

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Die Grünen möchten ja Werbung für umweltschädliche Produkte verbieten (Fleisch, Flugreisen etc.). Am Wochenende wurde nun eine Statistik veröffentlicht, nach der die Grünen die Partei ist, deren Mitglieder/Wähler am meisten fliegen. 

 

Müssen die Grünen jetzt nicht ein Werbeverbot für ihre eigene Partei fordern? 

bearbeitet von rince
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vor einer Stunde schrieb rince:

Die Grünen möchten ja Werbung für umweltschädliche Produkte verbieten (Fleisch, Flugreisen etc.). Am Wochenende wurde nun eine Statistik veröffentlicht, nach der die Grünen die Partei ist, deren Mitglieder/Wähler am meisten fliegen.

Wie sollen die denn sonst z.B. nach Brasilien kommen um sich dort über die Vernichtung des Regenwaldes zu informieren?

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Mal etwas ganz anderes, was ich sehr interessant und auch im Gesamtkontext des Forums diskutierenswert fände:

Heute morgen gab es auf Dlf ein Interview mit Nico Paech.

https://www.deutschlandfunk.de/oekonom-zu-klimaschutz-wir-brauchen-einen-aufstand-der.694.de.html?dram:article_id=454447

 

Im Prinzip sieht er als einzigen Ausweg eine "Postwachstumsökonomie", sprich den ziemlich radikalen Verzicht auf Wohlstand für alle.

Was ich mich allerdings frage, ist, wie sowas auf freiwlliger Basis funktionieren soll.

Müsste den Menschen da nicht eine "quasireligiöse" Kompensation geboten werden, damit sie bei einem System mitmachen, das möglicherweise keinen objektiven Nutzen bietet und umfassende Askese zum Alltagslebensstil erhebt?

Wie will er Menschen dazu motivieren? Denn es geht um Verzicht auf quasi alles: Wohnraum, Mobilität, Essen, Besitz.

 

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