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Shubashi

Klima-, Umwelt- und Naturschutz

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rorro
vor 48 Minuten schrieb Werner001:

Dann hätte ich gern eine am Bodensee, mit eigenem Seezugang, 100qm wären ok, bezahlen kann ich 500 Euro warm

 

Werner

 

Wieso Du? Das übernimmt die "bedingungslose Mieterstattung"! :P

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Einsteinchen

.falscher Thread

Edited by Einsteinchen
.

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Moriz
vor 10 Stunden schrieb Flo77:

Zum anderen stehen unsere Städte an den falschen Stellen. Die Großstädte dieser Welt stehen nämlich ausgerechnet auf den Flächen, auf denen erfolgreich Landwirtschaft betrieben werden konnte und entziehen der Menschheit ausgerechnet durch Ihre bloße Existenz Teile der Lebensgrundlage. Daher bin ich auch eher skeptisch, wenn es darum geht neues Bauland auszuweisen.

 

Das stimmt vorne und hinten nicht.

 

Zum einen: Es dürfte ziemlich egal sein, ob 10 Millionen Menschen auf einem großen Fleck oder auf 1000 kleinen Flecken leben. Vermutlich sind Großstädte sogar dichter besiedelt als Kleinstädte, trotz höherem Anteil an nötigen Verkehrsflächen.

 

Städte haben sich in der Regel da entwickelt, wo Menschen leben konnten, also in fruchtbaren Gegenden. Wo auch sonst.

 

Wobei: 'Wo auch sonst' stimmt auch nicht. Kalifornien ist verdammt trocken (also ohne menschliches Zutun relativ unfruchtbar) und trotzdem dicht besiedelt. Lima hat rund 10 Millionen Einwohner und liegt in einer der trockensten Regionen der Erde.

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Moriz
vor 9 Stunden schrieb nannyogg57:

Dass es mit den regionalen Produkten nicht funktioniert, das zeigt die Erfahrung der Geschichte.

 

Aber im Ernst - kein Kaffee, kein Tee, keine Bananen, keine Orangen, keine Schokolade, kein Zucker  usw.?

 

Du hältst dich daran?

 

Zucker wird hierzulande seit weit über hundert Jahren aus einheimischen Zuckerrüben gewonnen.

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Moriz
vor 10 Stunden schrieb Flo77:

Da bricht sich bei mir ja der Problemlösungsdrang die Bahn.

 

Warum nicht alle Waren und Dienstleistungen, die in die EU eingeführt werden sollen und die nicht unseren ökologischen Maßstäben entsprechend entsprechend besteuern bzw. mit Zöllen belegen?

 

Wie hoch ist eigentlich der CO²-Ausstoß Deutschlands wenn man alles einrechnet, was zwar nicht in unserem direkten Einflussbereich liegt aber bei uns Konsumiert wird? Dann dürften wir doch weit über den sonst kolportierten 2% liegen - oder?

 

Sowas kann zu interessanten Ergebnissen führen.

 

So hat die Großstadt Essen mal ihren CO²-Ausstoß schöngerechnet: Ein energiehungriges Aluwerk ignoriert und den CO²-Ausstoß ihrer größten ansässigen Firma, der RWE, den (fernen) Standorten ihrer Braunkohlenkraftwerke überlassen.

 

Wenn man so rechnet kann Frimmersdorf einpacken.

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Werner001

Das Thema „ökologischer Fußabdruck“ ist sowieso von vorn  bis hinten Milchmädchenrechnung, wenn das in einem Land entstehende CO2 einfach auf die Köpfe der Bevölkerung umgelegt wird.

Warum wird das CO2 für den nach Österreich (nur als Beispiel) exportierten VW mir zugerechnet, und nicht dem Österreicher, für den er produziert wurde?

 

Werner

Edited by Werner001

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Frank
vor 8 Minuten schrieb Werner001:

Das Thema „ökologischer Fußabdruck“ ist sowieso von vorn  bis hinten Milchmädchenrechnung, wenn das in einem Land entstehende CO2 einfach auf die Köpfe der Bevölkerung umgelegt wird.

Warum wird das CO2 für den nach Österreich (nur als Beispiel) exportierten VW mir zugerechnet, und nicht dem Österreicher, für den er produziert wurde?

Was auf dich und auf mich übertragen wird sind die CO2-Emissionen die bei der Produktion und beim Export entstehen. Diese Emmissionen entstehen ja auch bei uns (zumindest dann wenn das Auto hier zusammengeschraubt wurden). Die Emissionen die entstehen um von Wien nach Salzburg zu kommen, die werden auf die Österreicher umgelegt, bei der Berechnung des ökologoischen Fußabdrucks. Dort entstehen die auch.

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Werner001

Aha. Das heißt, wenn ich mich einschränke, aber der Österreicher ein zweites Auto kauft, wird mein ökologischer Fußabdruck schlechter.

Wie gesagt, Milchmädchenrechnung

 

In einer Globalisierung Welt ist es Unsinn, das auf nationaler Ebene zu berechnen

 

Werner

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Werner001

Nach der geltenden Logik habe ich persönlich übrigens einen ganz hervorragenden ökologischen Fußabdruck, denn alles, was außerhalb meines Hauses passiert, ist nicht mein Problem

 

Werner

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rince
vor 32 Minuten schrieb Werner001:

Aha. Das heißt, wenn ich mich einschränke, aber der Österreicher ein zweites Auto kauft, wird mein ökologischer Fußabdruck schlechter.

Wie gesagt, Milchmädchenrechnung

 

In einer Globalisierung Welt ist es Unsinn, das auf nationaler Ebene zu berechnen

 

Werner

Deshalb müssen Deutsche Unternehmen vermehrt ihre Produktionsstätten ins Ausland verlegen. Nicht nur, um die Betriebskosten zu senken mit Hilfe billigerer Löhne, sondern um den ökologischen Footprint für Deutschland zu senken ;) 

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Werner001

Oder mal andersrum:

Wir schalten Ende 2020 alle Kohlekraftwerke ab. Zur Verhinderung des totalen Kollaps kaufen wir ab da in großen Mengen Strom zu. Die Polen bauen auf die Schnelle ein paar neue Dreckschleudern, in denen sie ihre Kohle verstromen.

 

Bilanz Deutschland: die Jugend jubelt, wir erreichen alle Klimaziele, Kanzler Habeck bekommt den alternativen Nobelpreis für besondere Verdienste zur Klimarettung. Der Energieverbrauch in D geht um 0,5% zurück, weil die Strompreise um 50% gestiegen sind 

 

Bilanz Polen: Die Haushaltsüberschüsse steigen wegen der Stromverkäufe, die Energiebilanz verschlechtert sich drastisch, nah, Polen halt, es können nicht alle so edel und gut sein wie die Deutschen 

 

Bilanz global: Der CO2-Ausstoß ist gestiegen, weil die ausgereiften Kraftwerke durch Dreckschleudern ersetzt wurden

 

Aber „wir“ können uns auf die Schulter klopfen. Unsere Schüler sind endlich stolz auf uns

 

Werner

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Marcellinus

 Dann weiß man doch endlich, wofür unsere schlechte Schulbildung gut ist! 

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Merkur
vor 13 Stunden schrieb Moriz:

 

Sowas kann zu interessanten Ergebnissen führen.

 

So hat die Großstadt Essen mal ihren CO²-Ausstoß schöngerechnet: Ein energiehungriges Aluwerk ignoriert und den CO²-Ausstoß ihrer größten ansässigen Firma, der RWE, den (fernen) Standorten ihrer Braunkohlenkraftwerke überlassen.

 

Wenn man so rechnet kann Frimmersdorf einpacken.

Klar, in Essen steht ja auch nur die Verwaltung der RWE. Deren CO2-Ausstoß dürfte überschaubar sein.  Und Trimet macht 1% des deutschen Stromverbrauchs aus. Solche Großverbraucher muss man natürlich rausrechnen.

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rince

Da der Politik Thread geperrt ist, poste ich es hier.

 

@Chrysologushat behauptet, der Begriff 'Klimawandel' sei von der Bushadministration eingeführt worden. Einen Beweis für diese Behauptung ist auf wiederholte Nachfrage ausgeblieben. Als neugieriger Mensch habe ich selber gesucht und bin auf folgende Passage gestossen:

 

"Wir haben eine Menge ernste Umweltprobleme. Die Erhaltung der Arten ist eines davon, aber keines ist so durchschlagend für die Gesellschaft wie der Klimawandel", erklärte der oberste Wettermann 1977 in der Washington Post.

 

Quelle: https://www.zeit.de/2019/08/klimawandel-meteorologie-leugner-prognosen-wetterforscher-klimakonferenz/komplettansicht

 

Also gehe ich erst mal davon aus, die Behauptung, der Begriff 'Klimawandel' sei von der Bush-Administration eingeführt worden, ist nicht korrekt.

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mn1217

Naja, das wird Gründe haben, also bleiben wir hier vielleicht mal ruhig. 

Welche Administration auch immer es war, es war 1977. Das Wort ist also (mindestens) so alt wie flo. Alles, was passiert, ist nicht neu und seit (spätestens) 1977 hätte auch mehr passieren müssen. Jetzt ist "hätte" natürlich der Irrealis. Aber es wird ja nicht besser. Es gibt mehr Menschen, diese sind globaler unterwegs usw usf.

Der Artikel schreibt das ja ganz gut.

Aber es passiert halt nicht mehr als das man sagt: "Aber die anderen machen ja auch nix bis wenig" .

 

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Chrysologus

@Chrysologus hat keineswegs behaupten wollen, das Wort Klimawandel sei von der Bush-Regierung eingeführt oder gar erfunden worden. Das Wort dürfte so alt sein wie die Klimaforschung ab dem Moment, ab dem man erkannte, dass das Klima nicht unveränderlich ist.

 

Aber diese Regierung hat intern verfügt, ab sofort nur noch das Wort Klimawandel und nicht mehr das Wort Klimaerwärmung zu verwenden, ein ganz klassisches Framing. Als Quelle habe ich anzubieten einen Beitrag des Deutschlandfunks zum Thema Framing, der im Rahmen der letzten Framingdiskussion gesendet wurde. 

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Werner001

Damals, ich kann mich gut erinnern, sagte ein guter Teil der Forscher eine mögliche neue Eiszeit als Folge der Erwärmung vorher. Dieser (aus wissenschaftlicher Sicht nur scheinbare) Widerspruch wurde von den damals noch zahlreichen Komplettleugnern einer Klimaänderung immer wieder vorgebracht. In der Folge begann man dann von Klimawandel zu sprechen statt von Klimaerwärmung.

Aber natürlich ist ein Schauermärchen über die böse Buschadministration viel interessanter 

 

Werner

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mn1217

Ist ja egal, woher das Wort kommt. Bush war allerdings später als 1977. Fakt ist, Klima ändert sich. Hat es schon immer, ja, aber seit der Industrialisierung ist schon ein ziemlicher Trend zu erkennen.

Die Erkenntnisse, mit denen jetzt "die Schüler" kommen sind nicht neu, die kennen schon deren Eltern und Großeltern.

 

Das Entscheidende ist aber, was getan wird.

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Marcellinus
vor 18 Minuten schrieb mn1217:

Das Entscheidende ist aber, was getan wird.

 

Nein, entscheidend ist, ob das, was getan wird, am Klimawandel etwas ändert, genauer gesagt: etwas bessert.

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mn1217

Naja, dafür muss aber erst mal irgendwas geschehen. Und klar gibt es dann auch try and error. Wobei wir ja technisch und naturwissenschaftlich ganz gut aufgestellt sind. Im Prinzip  ist schon klar, was passieren muss und auch schon seit über 40 Jahren. Einige Dinge sind ja auch angestoßen wurden und z.B beim Ozonloch agb es ja auch Fortschritte.

 

Edited by mn1217

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Werner001

Quidquid agis prudenter agas et respice finem wussten schon die alten Römer.

Was immer du tust, tue es mit Verstand und bedenke die Folgen.

In unserer Zeit des allgemeinen Populismus und Aktionismus wird leider ganz anders gehandelt. Hätten wir z. B. nicht die Kernkraftwerke in populistischem Aktionismus einfach mal schnell abgeschaltet, hätten wir heute die Möglichkeit, mindestens die Hälfte der Kohlekraftwerke abzuschalten.

Würden wir nicht in blindem Eifer einzig und allein auf das CO2 schauen, könnten wir die Flugrouten so berechnen, dass möglichst wenige Kondensstreifen entstehen. Die tragen nämlich in viel stärkerem Maße zum Treibhauseffekt bei als das durch einen Umweg zur Vermeidung der Kondensstreifen mehr produzierte CO2.

So könnte man jede Menge aufzählen, aber das will keiner hören. 

Dass die Jugend Populismus und Aktionismus gut findet, war schon immer so, ich war auch nicht anders.

Dass aber die, deren Aufgabe es wäre, den Spruch oben zu bedenken, inzwischen fast alle dem Populismus und Aktionismus zujubeln, das stimmt mich nicht optimistisch für die Zukunft dieses Landes.

Schon die athenische Demokratie ist an diesem Phänomen zugrunde gegangen

 

Werner

Edited by Werner001

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Marcellinus
vor 4 Minuten schrieb mn1217:

Naja, dafür muss aber erst mal irgendwas geschehen. Und klar gibt es dann auch try and error. Wobei wir ja technisch und naturwissenschaftlich ganz gut aufgestellt sind.

 

Beim Klima gibt es kein "try and error", weil zwischen dem einen und dem anderen Jahrzehnte liegen. Was wir wissen, ist, daß sich das Klima seit der Industrialisierung langsam aber sicher an vielen Stellen dieser Erde verändert hat. Ursachen gibt es viele. Erhöhter CO2-Eintrag ist nur das Eine. Hinzukommt vor allem Abholzung, Bodenversiegelung, Staudämme. Am Ende läuft es immer auf das Gleiche hinaus: Bevölkerungsexposion! Eine Verachtfachung der Bevölkerung allein seit 1800. Aber es kommt ja noch schlimmer. Bei Abholzung denken wir immer nur an den Amazonas, aber bis vor 500 Jahren war ganz Europa noch dicht von Urwäldern bedeckt. Danach begann das, was man "Binnenkolonisierung" nennt. All das hatte Auswirkungen auf das Klima und sie sind nicht rückgängig zu machen.

 

Hinzu kommt, daß der Klimawandel nicht unser einziges Problem ist. Da ist der Ressourcenmangel, die weltweite soziale Ungleichheit, die religiösen Konflikte und schließlich die Gefahr der Nuklearwaffen. Jede dieser Krisen allein kann uns umbringen. Am Ende hat es immer mit den Menschen zu tun und die Figurationen, die sie miteinander bilden. Wir können ja gegenwärtig nicht einmal den Ausbruch von Bürgerkriegen verhindern, sicherlich die schrecklichste Art von gewalttätigen Auseinandersetzungen, die sich denken lassen.

 

vor 8 Minuten schrieb Werner001:

Quidquid agis prudenter agas et respice finem wussten schon die alten Römer.

Was immer du tust, tue es mit Verstand und bedenke die Folgen.

 

Das genau scheint auch mir der Punkt zu sein.

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mn1217

Ja, aber der Fakt, das wir immer mit vielen Herausforderungen zu tun haben, bedeutet ja nicht, die Hände in den Schoß zu legen.

 

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mn1217
vor 18 Minuten schrieb Werner001:

Quidquid agis prudenter agas et respice finem wussten schon die alten Römer.

Was immer du tust, tue es mit Verstand und bedenke die Folgen.

In unserer Zeit des allgemeinen Populismus und Aktionismus wird leider ganz anders gehandelt. Hätten wir z. B. nicht die Kernkraftwerke in populistischem Aktionismus einfach mal schnell abgeschaltet, hätten wir heute die Möglichkeit, mindestens die Hälfte der Kohlekraftwerke abzuschalten.

Würden wir nicht in blindem Eifer einzig und allein auf das CO2 schauen, könnten wir die Flugrouten so berechnen, dass möglichst wenige Kondensstreifen entstehen. Die tragen nämlich in viel stärkerem Maße zum Treibhauseffekt bei als das durch einen Umweg zur Vermeidung der Kondensstreifen mehr produzierte CO2.

So könnte man jede Menge aufzählen, aber das will keiner hören. 

Dass die Jugend Populismus und Aktionismus gut findet, war schon immer so, ich war auch nicht anders.

Dass aber die, deren Aufgabe es wäre, den Spruch oben zu bedenken, inzwischen fast alle dem Populismus und Aktionismus zujubeln, das stimmt mich nicht optimistisch für die Zukunft dieses Landes.

Schon die athenische Demokratie ist an diesem Phänomen zugrunde gegangen

 

Werner

Insgesamt den Flugverkehr zu reduzieren und noch mehr auf Solar- und Windenergie zu setzen wäre keine mögliche Alternative?

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