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nannyogg57

Maria 2.0 - Kirchenstreik der Frauen und wie damit umgehen

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Ennasus
vor 3 Stunden schrieb rince:

Wie lange bist du inzwischen bei der rKK, dass du immer noch überrascht bist?


Es gibt in der katholischen Kirche wie überall Menschen, die lernen und sich entwickeln und solche, die das nicht tun 😊.

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Alfons
vor 14 Stunden schrieb nannyogg57:

Der Bischof von Regensburg hat sich dazu geäußert, warum Frauen in der RKK keine Priester werden können.

 

Wusste nicht, dass das was mit Tempelprostitution zu tun haben könnte. 

 

Geht es irgendwie noch lächerlicher?

 

Siehst Du, man lernt nie aus.

 

Das Priestertum, Zölibat inklusive, ist doch eine letzte Zuflucht für Männer, die in der Entwicklung ihrer Sexualität stecken geblieben und eigentlich unreif sind. Sie nehmen Frauen vorrangig als Bedrohung war, denn Frauen stehen symbolisch für Fruchtbarkeit, und Fruchtbarkeit ist verbunden mit dem Tod. Mit dem Erwachsenwerden ist doch verbunden, diesen Widerspruch von Werden und Vergehen auszuhalten, gemeinsam auszuhalten: Zeugen und Sterben, Reifen und Welken, Blühen und Vergehen. Aber wer in seiner sexuellen Entwicklung bei einer ödipalen Fixierung auf Muttersehnsucht und kastrativem Sexualverbot hängen geblieben ist, muss weibliche Sexualität und damit Frauen mit ihrer alles verschlingenden Vulva als Bedrohung wahrnehmen. Näheres lässt sich beispielhaft bei Augustinus nachlesen.

 

Und da wollen nun Frauen einbrechen, in dieses letzte Refugium? Das ist psychologisch gesehen existenzbedrohend.


So gesehen hat das tatsächlich etwas mit Tempelprostitution zu tun. Schon den „frühchristlichen Apologeten galt die griechisch-römische Antike mit ihren Mythen und Mysterien als unabsehbare Quelle von Unzucht und Wollust aller Art“ (Drewermann, Kleriker, S. 498). Da setzt das Christentum auf die alttestamentliche Abwehr der Fruchtbarkeitsreligionen auf. Jahwe ist der Männer-Gott, dem seine weibliche Entsprechung genommen wurde.

 

Wohin das führt, kannst Du in genau der Predigt von Bischof Voderholzer nachlesen, die Du verlinkt hast. Ein paar Zeilen weiter oben. Da spricht Voderholzer von der „Glaubensüberzeugung, dass in der ehelichen Gemeinschaft von Mann und Frau die angemessenste Analogie für das Verhältnis Gottes zu seinem Volk Israel gegeben ist.“

 

Nur so scheint ein von emanzipationswütigen Frauen bedrängter Kleriker sich der Bedrohung erwehren zu können. Indem er den Mann zum Gott erklärt und die Frau zum Volk Israel, das von seinem Gott Jahwe, vom Mann, befruchtet und geführt wird. Solange sie nur ihn anbetet. Und nicht etwa die Fruchtbarkeitsgöttin Aschera.

Alfons

 

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