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Shubashi

Caritas-Pensionskasse - erhebliche Verluste

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Shubashi

Die Caritas-Pensionskasse hat sich verkalkuliert und kürzt ihre Leistungen erheblich.

Ein ziemlicher Skandal, auch dass es hierfür anscheinend keinen Gewährleistungsträger gibt.

Zitat

...„Nach der Neubewertung der Aktiv- und der Passivseite und der Verrechnung mit Eigenkapital klaffte eine Lücke von etwa 126 Millionen Euro“, so schilderte Keese dieser Zeitung die Ausgangslage. Für die Versicherten, in ihrer Mehrzahl aktuelle oder ehemalige Mitarbeiter vieler kleinerer Einrichtungen im Raum der Caritas, aber auch Ordensangehörige, sind die Auswirkungen erheblich. Die Gesamtdeckungsrückstellung wurde um etwa 20 Prozent gekürzt, was bei den Rentenzusagen und den laufenden Rentenzahlungen zu Senkungen von bis zu 25 Prozent und mehr führen dürfte.

...

 

Ehrlich gesagt: sähe ich als einen Schaden an, für den die Kirche (Mit-)-Verantwortung übernehmen sollte.

Vielleicht nicht in voller Höhe und mit sozialem Augenmaß, aber in erheblicher Höhe.

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OneAndOnlySon
vor 9 Minuten schrieb Shubashi:

 Ehrlich gesagt: sähe ich als einen Schaden an, für den die Kirche (Mit-)-Verantwortung übernehmen sollte.

Vielleicht nicht in voller Höhe und mit sozialem Augenmaß, aber in erheblicher Höhe.

Die Kirche stellt lieber sicher, dass ihre Exbischöfe bei einer Berufung nach Rom keinen finanziellen Nachteil erleiden müssen. Man muss ja Prioritäten setzen. 

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Shubashi
vor 27 Minuten schrieb OneAndOnlySon:

Die Kirche stellt lieber sicher, dass ihre Exbischöfe bei einer Berufung nach Rom keinen finanziellen Nachteil erleiden müssen. Man muss ja Prioritäten setzen. 

 

Mich nervt sowas aber. Ich bin auch Kirchenmitglied, damit in diesem Teil der Gesellschaft irgendwo und irgendwie mal andere Wege gegangen werden:

-Dass nicht wie bei einem x-beliebigen Wirtschaftsskandal nur rein rechtliche Verantwortungen geklärt werden.

-Dass man zuerst an die Kleinsten und Ämsten denkt, nicht an die mit den beten Verträgen

-Dass z.B. irgendein Erzbischof mal als erstes das Wort ergreift: "Die haben sich immer für uns abgeschuftet - jetzt sind wir daran, zu helfen.

 

Für irgend so einen spontanen menschlichen Akt, ganz unprofessionell und ehrlich, sähe ich meine Kirchensteuer gerne mal "verschwendet".

 

Edit PS:

noch ein anderer Artikel dazu - für viele Geschädigte werden wohl doch die Arbeitgeber einspringen. Nur die Allerungeschütztesten -wo der Dienstherr nicht mehr existiert oder Selbstständige- wird es wohl ein Blick in die Röhre.

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/caritas-pensionskasse-finanzen-kuerzung-1.4450857

Edited by Shubashi
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Moriz

Kennst du dich wenigstens ein klitzekleines Bisschen mit der Kirchenfinanzierung aus? Von wo soll das Geld kommen? Jeder Euro, der in dieses Loch gesteckt wird, der wird woanders fehlen. Vielleicht sollte man sich zunächst mal an die Verantwortlichen halten.

 

Vielleicht sollten wir auch erst mal abwarten und schauen, wie sich die Situation tatsächlich darstellt. Ich kann mir durchaus vorstellen, daß der ein- oder andere Bischof sich dafür einsetzen wird, daß am Ende bedürftigen Betroffenen in seinem Bistum geholfen wird. Aber sie sollen sich hüten, jetzt schon das Füllhorn zu auszukippen.

Edited by Moriz

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rorro

Wenn man nicht von Beginn an in einem Genossenschaftsverband ist (wie die Volksbanken und andere Genossenschaftsbanken) - was bedeutet, daß man sich im Falle einer Schräglage gegenseitig hilft und das weiß man vorher - bin ich gegen ein (siehe Moriz) "geöffnetes Füllhorn".

 

Wer sich verzockt, hat Pech.

 

Alles andere wäre wieder ein Beispiel für "Gewinne privatisieren (hier die Pensionäre), Verluste sozialisieren (hier die Kirchensteuerzahler)".

 

Nachtrag: ist ja nur die Zusatzversorgung!! Dann noch eher keine Hilfe. Warum sollen die Kirchensteuerzahler anderen die Betriebsrente zahlen?

Edited by rorro

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Shubashi
vor 10 Stunden schrieb rorro:

Wenn man nicht von Beginn an in einem Genossenschaftsverband ist (wie die Volksbanken und andere Genossenschaftsbanken) - was bedeutet, daß man sich im Falle einer Schräglage gegenseitig hilft und das weiß man vorher - bin ich gegen ein (siehe Moriz) "geöffnetes Füllhorn".

 

Wer sich verzockt, hat Pech.

 

Alles andere wäre wieder ein Beispiel für "Gewinne privatisieren (hier die Pensionäre), Verluste sozialisieren (hier die Kirchensteuerzahler)".

 

Nachtrag: ist ja nur die Zusatzversorgung!! Dann noch eher keine Hilfe. Warum sollen die Kirchensteuerzahler anderen die Betriebsrente zahlen?

 

In dem zweiten Artikel (SZ) steht ja auch, dass wohl die jeweiligen Arbeitgeber für die Betroffenen einstehen wollen.

Die Kirchen bestehen ja ansonsten darauf, "anders" als andere Arbeitgeber zu sein, was z.B. Umgang mit Streikrecht, Tarifverhandlungen und Betriebsräten angeht.

Mit solchen speziell christlich begründeten Vorrechten kommen für mich auch andere Pflichten, die sich eben nach der Bedürftigkeit der Betroffenen richtet.

"Christlich" nur, wenn es zum Nachteil der Arbeitnehmer geht, wäre für mich ein perverses Verhalten.

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Moriz

"Die Kirche" ist aber nicht der Arbeitgeber, sondern das sind immer ganz konkrete Institutionen innerhalb der Kirche. Und (zunächst) sind diese gefordert, ihren Verpflichtungen als Arbeitgeber nachzukommen. Erst wenn das nicht mehr möglich ist, z.B. weil es bei einer erloschenen Institution keinen Rechtsnachfolger gibt (was ich mir im kirchlichen Bereich kaum vorstellen kann) kann "Die Kirche" - in dem Fall vertreten durch den jeweiligen Bischof - sich überlegen, ob es Härtefälle gibt, die ein Einspringen rechtfertigen. (Ja, nicht nur das nicht-zahlen muß begründet werden, auch das zahlen - eigentlich sogar viel mehr).

 

Ich rechne übrigens nicht damit, daß wirklich unversorgte Härtefälle bleiben. Im Zweifelsfall sind das am ehesten alte Ordensfrauen, deren Gemeinschaften kaum noch existieren und sie damit nicht mehr unterhalten können und die trotz ihrer lebenslangen Genügsamkeit auch auf die eher kleinen Beträge aus dieser Pensionskasse dringend angewiesen sind. Ich bin mir sicher, da wird sich "Die Kirche" nicht lumpen lassen.

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Shubashi
vor 20 Stunden schrieb Moriz:

"Die Kirche" ist aber nicht der Arbeitgeber, sondern das sind immer ganz konkrete Institutionen innerhalb der Kirche. Und (zunächst) sind diese gefordert, ihren Verpflichtungen als Arbeitgeber nachzukommen. Erst wenn das nicht mehr möglich ist, z.B. weil es bei einer erloschenen Institution keinen Rechtsnachfolger gibt (was ich mir im kirchlichen Bereich kaum vorstellen kann) kann "Die Kirche" - in dem Fall vertreten durch den jeweiligen Bischof - sich überlegen, ob es Härtefälle gibt, die ein Einspringen rechtfertigen. (Ja, nicht nur das nicht-zahlen muß begründet werden, auch das zahlen - eigentlich sogar viel mehr).

 

Ich rechne übrigens nicht damit, daß wirklich unversorgte Härtefälle bleiben. Im Zweifelsfall sind das am ehesten alte Ordensfrauen, deren Gemeinschaften kaum noch existieren und sie damit nicht mehr unterhalten können und die trotz ihrer lebenslangen Genügsamkeit auch auf die eher kleinen Beträge aus dieser Pensionskasse dringend angewiesen sind. Ich bin mir sicher, da wird sich "Die Kirche" nicht lumpen lassen.

 

Wenn sie sich dann wirklich so kümmern, ist ja auch alles gut. Nach dem ersten Artikel hat ich möglicherweise einen falschen Eindruck, und hier lasse ich mir den dann gerne wieder zerstreuen.

🙂

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Moriz
vor 2 Stunden schrieb Shubashi:

Wenn sie sich dann wirklich so kümmern, ist ja auch alles gut. Nach dem ersten Artikel hat ich möglicherweise einen falschen Eindruck, und hier lasse ich mir den dann gerne wieder zerstreuen.

Ganz einfach: Laut Angaben sind meisten Zusatzrenten sind zweistellig, einige im niedrigen Bereich dreistellig. Davon entfallen in Zukunft bis zu 25%. Konkret: Da hat jemand eine Zusatzrente aus der Caritas-Sozialkasse von vielleicht 120€, davon entfallen in Zukunft 30€ im Monat. Meist weniger.

Wenn 30€ weniger im Monat zu einem Härtefall führen, dann ist liegt ein großes Problem vor. Die Insolvente Zusatzrentenversicherung ist dann aber nur der Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt.

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