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Rotgold

Wendezeit und Mauerfall 1989

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Rotgold

30 Jahre ist diese Zeit nun her.
Wie habt ihr sie erlebt?
Sei es im Osten oder im Westen.

Ich meine das nun ganz privat - nicht politisch.

 

 

Ich kann mich noch gut daran erinnern.

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Rotgold

Heute nacht kam im Fernsehen ein Rückblick auf die Zeit, als die Flüchtlinge in der Prager Botschaft in den Westen ausreisen durften - wobei die Züge aber allerdings erst über das Territorium der DDR fahren mussten.

Eine emotional sehr aufwühlende Situation.

Ich habe die Nachrichten damals immer sehr genau verfolgt -
und wurde jetzt gefühlsmäßig wieder in jene Zeit zurückversetzt.

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Rotgold

Bin gespannt auf eure Erinnerungen - aus Ost und West.

Ich hoffe, ihr habt noch welche?

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duesi

War damals 5 Jahre alt. Westdeutschland. Kann mich aber noch daran erinnern, dass meine Eltern sich sehr gefreut haben, als die Bilder über den Fernseher liefen. Und dass ich ein Jahr später erklärt bekommen habe, dass sich unser Feiertagskalender geändert hat.

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Rotgold

Ich war damals schon etwas älter! 🤭

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Einsteinchen

Ich blieb beim Mauerfall die ganze Nacht am Fernseher. So sehr elektrisierend war es.

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Rotgold

Ein Rückblick:

Das Paneuropäische Picknick war eine Friedensdemonstration der Paneuropa-Union an der österreichisch-ungarischen Grenze nahe der Stadt Sopron (Ödenburg) am 19. August 1989. Sie wurde in der Erinnerungskultur nachträglich zum Meilenstein jener Vorgänge stilisiert, die zum Ende der DDR, zur deutschen Wiedervereinigung und zum Zerbrechen des Ostblocks führten.



Mit Zustimmung ungarischer und österreichischer Behörden sollte bei der Veranstaltung ein Grenztor symbolisch für drei Stunden geöffnet werden. Zwischen 600 und 700 DDR-Bürger nutzten dann diese kurze Öffnung des Eisernen Vorhangs zur Flucht in den Westen. Es war die größte Fluchtbewegung aus Ost-Deutschland seit dem Bau der Berliner Mauer.

https://de.wikipedia.org/wiki/Paneuropäisches_Picknick

An jenen 19. August kann ich mich auch noch gut erinnern.

Nun werden weitere solche Tage und Stationen auf dem Weg zum Mauerfall kommen.  Und immer damit wieder  die Rück-Erinnerung an diese Augenblicke vor genau 30 Jahren.

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helmut
Am 22.9.2019 um 02:11 schrieb Rotgold:

30 Jahre ist diese Zeit nun her.
Wie habt ihr sie erlebt?
Sei es im Osten oder im Westen.

Ich meine das nun ganz privat - nicht politisch.

 

 

Ich kann mich noch gut daran erinnern.

1990 wurde ich wirtschaftsflüchtling. 1989 bereitete ich dieses durch kontakte vor.

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helmut
Am 22.9.2019 um 02:51 schrieb Rotgold:

Heute nacht kam im Fernsehen ein Rückblick auf die Zeit, als die Flüchtlinge in der Prager Botschaft in den Westen ausreisen durften - wobei die Züge aber allerdings erst über das Territorium der DDR fahren mussten.

Eine emotional sehr aufwühlende Situation.

Ich habe die Nachrichten damals immer sehr genau verfolgt -
und wurde jetzt gefühlsmäßig wieder in jene Zeit zurückversetzt.

ja, mein emotionales gedächtnis springt auch an. 1990 kam die angst hoch, dass lafontaines ausgrenzungsabsichten meine wirtschaftlichen  flüchtlingsideen konterkarieren.

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mn1217

Dreißig Jahre...verflixt...

Wo sind die denn hin?

Ich war am 09.11.1989 auf dem Schweigemarsch meiner Heimatstadt. 

Ich habe glaube ich erst am nächsten Morgen im Radio vom Mauerfall gehört.

Und unser damaliger Sozilehrer hat die erste Frage des (angekündigten ) Tests auch direkt abgeändert. Nein,ich weiß nicht mehr, welche Note ich bekommen habe,war aber ganz gut in Sozialkunde.

Der Mauerfall und alles was folgte,haben mich noch mal mehr politisiert, als ich es schon war. Ich hatte damals eine klare Haltung und Meinung.

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Chrysologus

Ich bin am 9. 11. früher als üblich schlafen gegangen - warum auch immer, in jedem Fall was dies direkt an der deutsch-niederländischen Grenze. Am nächsten Morgen um 6 hörte ich dann in den Morgennachrichten davon.

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Mistah Kurtz

Ich erinnere mich noch an die Bilder im Fernsehen. Aber an was ich mich besonders erinnere, war ein Erlebnis, ich glaube ein Jahr oder so nach dem Mauerfall. Ich fuhr mit dem Zug von Bayern aus nach Berlin. in meinem Abteil war ein "Wessie" (glücklicherweise kein Bayer), der an jedem Bahnhof der Ex-DDR, an dem der Zug hielt, den Kopf beim Fenster raussteckte und lauthals brüllte: "Ihr ostdeutschen Kakerlaken, ihr gehört alle vergast". Na, dachte ich mir, das fängt ja gut an mit der Wiedervereinigung. 

 

In Ostberlin hatten wir - es war eine Uni-Exkursion - einen Termin bei der Stadtplanung, ich weiß nicht mehr von welchem Bezirk. Der zuständige Leiter dort kam aus dem Westen. Ich erinnere mich, wie er uns erklärte, als er hierher kam, war das alles ein ziemlicher Sauhaufen, die Leute wussten ja nicht einmal, wie man richtig arbeitet. Er hätte ihnen erst beibringen müssen, was Arbeit wirklich heißt usw. usf. Rund herum standen seine Mitarbeiter. Von denen waren wohl die Mehrzahl aus dem Osten ... Tja, die Mauer aus Beton und Ziegel war leicht niederzureissen als die Mauer in den Köpfen. Ich war jetzt lange nicht mehr in Berlin, aber ich glaube, Teile der Kopfmauer stehen immer noch.

Edited by Mistah Kurtz

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Frank

1989 war ich 14. Ich war schon vorher an Nachrichten und Politik interessiert und die Vorgänge um den 9.11.1989 haben mein Interesse weiter verstärkt. Nur so richtig einordnen konnte ich es nicht, hatte allerdings nicht so weitblickende Lehrer wie mn, die einfach mal den Stoff ändern und uns erklärten das gerade Geschichte geschrieben wurde. Die Einheitsfeier, am 3.10. wollte ich unbedingt im TV ansehen... Mich hats mittendrinn weggebeamt. Ich hab die Wiedervereinigung verpennt.

Berichte meiner Mutter blieben mir im Gedächtnis und haben mein Blick auf die Wiedervereinigung mitgeprägt. Als sich abzeichnete dass das 3,50 kosten würde, wurden unter ihren Kollegen Stimmen laut die "die Mauer wieder aufbauen wollten, am liebsten 5m dicker und 10m höher". Dieses Gerede kam ihrer Einschätzung nach aber von den Leuten die vor dem 9.11. doch von Leuten kam welche die "Brüder und Schwestern im Osten" bedauert und die Einheit herbei gesehnt hätten. Meine Mutter fand es empörend das die gleichen Menschen erst so und dann anderes redeten und hat die Einheit immer begrüsst. Un d recht hatte sie. Selbst wenn die Einheit uns noch teurer gekommen wäre, wäre sie richtig und wichtig gewesen.

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Elima

Ich hatte an diesem Abend -wie auch immer in diesen Wochen- keine Nachrichtensendung versäumt. Als ich "das gilt ab heute" hörte, war ich insgeheim überzeugt, dass da ein Widerruf baldigst zu erwarten wäre. Ich wollte es erst glauben, wenn meine Dresdener Freunde vor meiner Wohnungstür stünden.

 

Am nächsten Tag fuhr ich wegen eines Klassentreffens in meine Heimatstadt, einem endlosen Stau von Trabbis entgegen.

 

Ich war ja immer überzeugt, dass ich diesen Tag noch erleben würde, was mir sowohl hier in der Oberpfalz als auch in Dresden nachsichtigen Spott eingebracht hatte. Aber zu dem Zeitpunkt hatte ich nicht damit gerechnet.

 

 

(wie sagte schon Tacitus in seiner Germania? Die germanischen Frauen haben die Gabe der Weissagung ……

Edited by Elima
Tippfehler, Ergänzung
  • Like 1

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nannyogg57

Es ist eine der peinlichsten Erinnerungen meines Lebens. Unser erster Sohn war damals etwas über ein Jahr alt und immer noch nicht bereit, alleine einzuschlafen. Und so schlief ich mit ihm am Abend des 8.11. ein. Den ganzen Sommer über gab es ja sensationelle Nacvhrichten - die Sache mit Prag, z.B. - und deshalb, das ist jetzt so ein Rechtfertigungsversuch, habe ich nicht besonders interessiert reagiert als mein Mann aus dem Wohnzimmer rüberkam mit der Nachricht, die Mauer sei gefallen, Menschen säßen darauf und sängen "Auf der Mauer, auf der Mauer, sitzt ´ne kleine Wanze" und das Fernsehen würde live berichten. Ich habe mich umgedreht, irgendwas in der Art "Schon wieder!" gemurmelt und weiter geschlafen.

 

Es ist mir, wie gesagt, megapeinlich, und, gäbe es die Möglichkeit, es rückgängig zu machen, dann würde ich diesmal die ganze Nacht vor dem Fernseher verbringen. 

 

Persönlich, also familiär, war ich von der Teilung Deutschlands nicht betroffen. Meine Eltern machten mit uns in ganz Europa Urlaub, aber der Ostblock war für sie eine No-go-Area. Meine Mutter wollte das so. Angst vor den bösen Russen eben. Obwohl sie aus Danzig stammte. Aber das Thema war für sie abgeschlossen. Sie ist da auch später nie wieder hin.

 

Das Thema scheint wohl in den neuen Bundesländern noch immer viel präsenter zu sein als bei uns in Oberbayern. 

Edited by nannyogg57

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Rotgold

Heute ist nun der TAG DER DEUTSCHEN EINHEIT.

 

Wie verbringt ihr diesen Tag?

 

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Beutelschneider

Im Homeoffice. Meine Kunden haben keinen Feiertag.

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Marcellinus
vor 2 Minuten schrieb Beutelschneider:

Im Homeoffice. Meine Kunden haben keinen Feiertag.

 

Das Los des Selbständigen: Selbst und ständig arbeiten. :)

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Beutelschneider
vor 4 Minuten schrieb Marcellinus:

 

Das Los des Selbständigen: Selbst und ständig arbeiten. :)

 

In diesem Fall war es mein eigener Fehler, das ich zu leichtfertig Resultate versprochen habe. 

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gouvernante
vor 5 Stunden schrieb Rotgold:

Wie verbringt ihr diesen Tag?

Ich genoss ihn in vollen Zügen (zumindest bei der Hinfahrt. Auf der Rückfahrt ist es jetzt himmlisch leer.)

  • Haha 1

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Rotgold

Ich wollte den 3. Oktober im Schwarzwald genießen. Zum Beispiel am Mummelsee.

Ich hatte zwar schon mit großem Andrang dort gerechnet, aber dennoch noch unterschätzt.

Es war völlig unmöglich, dort einen Parkplatz zu finden.

Letztes Jahr im Elsass war es ähnlich.

Nächstes Jahr muss ich mir jedenfalls ein anderes Ziel für diesen Feiertag aussuchen.

 

Vielleicht ein Besuch in der DDR?

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Frank
vor 22 Minuten schrieb Rotgold:

Vielleicht ein Besuch in der DDR?

Könnte schwierig werden

  • Haha 2

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Marcellinus
vor 1 Minute schrieb Frank:
vor 24 Minuten schrieb Rotgold:

Vielleicht ein Besuch in der DDR?

Könnte schwierig werden

 

Zeitmaschine? :D

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Frank
vor 2 Minuten schrieb Marcellinus:
vor 3 Minuten schrieb Frank:
vor 26 Minuten schrieb Rotgold:

Vielleicht ein Besuch in der DDR?

Könnte schwierig werden

 

Zeitmaschine?

TARDIS? 😂
Aber Der Doktor verfliegt sich ja dauernd

  • Haha 2

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