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Flo77

Der Sinn des Lebens

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Flo77

Am Montag hatte WDR5 in seiner Philosophiesendung (die ich leider nur in Ausschnitten hören konnte) das Thema "Sinn des Lebens".

 

Interessant fand ich zum einen die Infragestellung der klassischen "religiösen" Herangehensweise, daß der Sinn des Lebens darin bestünde die göttlich-vorgegebene Rolle zu erkennen und in die Praxis umzusetzen.

 

Zum anderen wurde der "Sinn" in einem Konzeptvorschlag als die Bedeutung verstanden, die die eigene Person aus der Interaktion bzw. dem Dialog mit der materiellen Umwelt und den Mitmenschen zieht. In der Folge wäre ein sinnvolles Leben also eines, das aufgrund fortgesetzter positiver Beeinflussung seiner Umwelt entsprechende Rückmeldungen erhält 

 

Gibt es noch andere interessante Sinnkonzepte?

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Alfons

 

Der Sinn des Lebens ist das Leben.
 

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Chrysologus

Vermutlich kann man die Sendung als Podcast bekommen.

 

Inhaltlich muss ich an Levinas und Derrida denken, katholischerseits unter anderen von Werbick rezipierte.

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Long John Silver
vor 7 Stunden schrieb Alfons:

 

Der Sinn des Lebens ist das Leben.
 

 

Das wuerde ich auch so sehen. 

 

Mit diesen philosophischen Betrachtungen kann ich nichts anfangen.  Gelebt werden muss, was oft kompliziert genug ist, da wir mitten im Leben stehen, ueberblicken wir meines Erachtens weder seine innere Dynamik noch seine Verwicklungen, vielleicht kann man eine Aussage auf dem Sterbebett machen, aber nicht eher, was den Blick auf das eigene Leben betrifft, was vielleicht man selbst als besonders richtig empfand zu tun oder zu lassen.

 

. Da man sowieso nur eines hier auf Erden hat, ist es muessig, darueber nachzudenken, was in diesem Sinn gelungenes Leben (finde ich sogar ziemlich daemlich, diesen Begriff) bedeuten soll, ein gelebtes Leben ist immer ein "gelungenes"  Leben, wenn man so will, bereits vom biologiscnen Standpunkt her, sowieso was das "Durchwursteln" betrifft.

 

Dass jemand Bedeutung hat fuer andere (Eltern, Kinder, Verwandte, Freunde) hat nichts mit dem philosophischen Sinn des Lebens zu tun, sondern mit den Bindungen, die ein Wesen wie der Homo Sapiens eingeht, ohne diese Bedeutung waere bereits der Saeugling nicht entwicklungsfaehig und ueberlebensfaehig. Ich wuerde mich weigern jedoch, Menschen, die ohne Bindung leben (muessen) sozial (Obdachlose etc, Aussenseiter) abzusprechen, dass  sie ein "sinnvolles" Leben haben, denn im Umkehrschluss bedeutete dies diese Aussage in dieser Sendung. Dass Menschen nach Bindung suchen, hat andere Gruende als die  Suche nach dem Sinn des Lebens, es ist weitgehendst das normale Verhalten eines Gruppentieres. 

 

Okay. Und die Religion? Ich persoenlich lehne die Vorstellung ab, mein Leben sei einzig dafuer da, goettliche Weisungen zu erfuellen  oder zu erkennen oder gar eine zu vernachlaessigende Zwischenstation zum ewigen Leben. 

 

Aber eigentlich sind das zwei verschiedene Topics. 

 

Edited by Long John Silver

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Long John Silver

Habe ich das jetzt doppelt gepostet??? Ich hatte vergessen dark mode auszuschalten ... Sorry, wenn das jetzt Arbeit macht :-((

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helmut

wenn ich meinem leben eine persönliche bedeutung beimesse, gebe ich diesem leben einen sinn, nämlich diese bedeutung zu erfüllen,  aus der der nichterfüllung entsteht ein gefühl des mangels, aus der erfüllung ein gefühl der befriedigung, der zufriedenheit. es bleiben in jedem fall subjektive antworten, die ausschließlich für mich gelten und nicht übertragbar sind.

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rorro

So rein christlich würde ich ja sagen, der Sinn des Lebens ist sich lieben zu lassen. Ist nicht so einfach wie es klingt.

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rorro

So rein christlich würde ich ja sagen, der Sinn des Lebens ist sich lieben zu lassen. Ist nicht so einfach wie es klingt.

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duesi

Die "göttlich vorgegebene Rolle" klingt wie ein Korsett, dass als "Sinn des Lebens" fraglos übergestülpt wird. In der heiligen Schrift begegnen wir der Vision, dass der Mensch als Ebenbild Gottes und als Verwalter der Schöpfung geschaffen ist. Das ist eine Rolle, die der Mensch auch ohne Glauben an Gott in sich selbst findet. Eine schöpferische und gestalterische Komponente. Insofern stimmt hier die philosophische Sinndeutung mit der theologischen überein. Denn wenn der Mensch sich selbst als Gestalter und Verwalter seiner Umwelt erfâhrt, wird er "aufgrund positiver fortgesetzter Beeinflussung seiner Umwelt positive Rückmeldung erhalten". 

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Long John Silver
Am 25.9.2019 um 02:38 schrieb duesi:

Die "göttlich vorgegebene Rolle" klingt wie ein Korsett, dass als "Sinn des Lebens" fraglos übergestülpt wird. In der heiligen Schrift begegnen wir der Vision, dass der Mensch als Ebenbild Gottes und als Verwalter der Schöpfung geschaffen ist. Das ist eine Rolle, die der Mensch auch ohne Glauben an Gott in sich selbst findet. Eine schöpferische und gestalterische Komponente. Insofern stimmt hier die philosophische Sinndeutung mit der theologischen überein. Denn wenn der Mensch sich selbst als Gestalter und Verwalter seiner Umwelt erfâhrt, wird er "aufgrund positiver fortgesetzter Beeinflussung seiner Umwelt positive Rückmeldung erhalten". 

 

Ich kenne da ein paar Leute, die in Pappkartons leben. Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist hoechstwahrscheinlich ihnen am A ... vorbei, es ist eher die Frage, das ganze Gebilde wasserdicht zu halten, irgendwie mit Planen. Naja, macht ja Sinn, wenn man so will. Will sagen, die sind auch Gestalter und Verwalter ihrer Umwelt, oder?

 

Was ich damit ausdruecken will: dieser ganze hoch philosophische Erwaegungen sind nur auf dem Papier interessant.  Ausserhalb von Papier und schwuelstigen Gedankengaengen im Elfeinbeintum haben die Leute ganz andere "Sinn" fragen und das betrifft nicht nur die Obdachlosen.

 

Eine schoepferische und kreative Ader ist Menschen sich "mitgegeben", ob und wie und in welchem Umfang sie sich aeussert oder auessern kann, ist unterschiedlich. Das reicht von der Idee des KZ bis zur Ode an die Freude, vom Folterkeller bis zur Mondlandung, was da alles schoepferich und kreativ gestaltet wird. Da fuehrt sich auc h der von mir gefettete Satz ad absurdum, denn wenn z.B. kleine und grosse  Diktatoren "positive " Rueckmeldung erhalten tatsaechlich ist zu fragen ob das nicht einfach auf Angst der anderen beruht. 

 

Kommen wir  mal weg von all diesen Schlagworten und Floskeln und Phrasen. Schliesslich machte es fuer Hitler auch Sinn, was er tat, genauso wie fuer die Heiligen oder es mach auch fuer einen Kinderschaender Sinn, was er tut genauso wie fuer den Polizisten es Sinn macht, ihn zur Strecke bringen zu wollen.   

 

 

 

 

 

 

 

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