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Corona-Special: in Deutschland, Europa und Global


Mistah Kurtz

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vor einer Stunde schrieb Moriz:

Platt gesagt: Ich darf mich derzeit nicht mit Freunden treffen, weil die Pflegehelfer in den Altersheimen das mit der Händedesinfektion nicht richtig hinbekommen?

Wenn alle Risikopatienten in Seniorenheimen lebten, dann würde das stimmten. Das tun sie (in Friedenszeiten: glücklicherweise) aber nicht.

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vor 9 Stunden schrieb Werner001:

So haben es die Italiener und die Amis Anfangs ja auch gemacht. Warum haben die jetzt so schlimme Zustände?

 

Werner

 

U.a. weil in beiden Ländern die ambulante Versorgung ein Graus ist. Wegen jedem Schei. geht der unverischerte Ami ins KH, weil die Notfallversorgung leisten müssen.. In Italien (und Spanien) gib es keinen ambulanten Notfalldienst vulgo hausärztlichen Notdienst, da geht man auch mit jedem Schei. in die Notaufnahme.

 

Und ganz flott hat man die KH verkeimt und die Kacke ist am Dampfen.

 

Das geht auch anders.

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vor 5 Stunden schrieb Aristippos:

Dem Klimawandel ist der Coronavirus nämlich egal!

Wenn Schätzing sich für seine im "Schwarm" thematisierte Rache der Natur am Menschen nicht für Gefahren aus den Ozeanen entschieden hätte, wäre ein Virus in der Ausprägung von Corona auch eine Idee gewesen.

Corona hat die Umweltzerstörung jedenfalls in einer Weise entschleunigt. von der FFF nicht einmal geträumt hätte. Würde das jetzt ein Jahr lang so laufen, wären die Pariser Klimaziele plötzlich wieder erreichbar. Flugverkehr, Containerschifffahrt, Kreuzfahrttourismus, PKW-Verkehr und Schwerindustrie arbeiten zur Zeit ja fast klimaneutral.    

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3 minutes ago, rorro said:

 

U.a. weil in beiden Ländern die ambulante Versorgung ein Graus ist. Wegen jedem Schei. geht der unverischerte Ami ins KH, weil die Notfallversorgung leisten müssen.. In Italien (und Spanien) gib es keinen ambulanten Notfalldienst vulgo hausärztlichen Notdienst, da geht man auch mit jedem Schei. in die Notaufnahme.

 

Und ganz flott hat man die KH verkeimt und die Kacke ist am Dampfen.

 

Das geht auch anders.

Dann scheint der einzige Unterschied zu sein, dass man in Schweden nicht ins Kkh hineingelassen wird. Da steht die Security davor und lässt einen nur rein, wenn man zuvor die diensthabenden Pfleger telefonisch davon überzeugen konnte, dass man sterbenskrank ist. So berichtet es die schwedische Verwandtschaft. Bei uns wird es ja gemeinhin als indiskutabel unmoralisch angesehen, jemanden die Hilfe zu verweigern 

 

Werner

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vor 8 Stunden schrieb Mistah Kurtz:

 

Man braucht sich auch nur die Anzahl der Todesfälle anzuschauen, um das schwedische Modell nicht so prickelnd zu empfingen. Schweden hat angeblich nur 5,466 Fälle ingesamt, Deutschland hat über 79.000. Vergleicht man Todesfälle/1 Million Einwohner, dann kommen in Deutschland 11 Tote auf eine Million Einwohner, in Schweden hingegen fast dreimal so viele . Was imo bedeutet, dass Schweden nicht wirklich erfasst, wer sich infiziert. Nur die Toten, die zählen sie. Und sogar da bin ich mir nicht sicher, inwieweit man hier den schwedischen Zahlen glauben kann. Ich persönlich glaube, dass die schwedischen Behörden die Zahlen absichtlich schön rechnen. Die setzen auf ein Ansteuern der Herdenimmunität und hängen es nicht an die große Glocke, auch wenn am Ende bezogen auf die Einwohnerzahl Schweden vermutlich einen relativ hohen Preis an Menschenleben wird hinnehmen müssen. Außerdem gehen in den letzten Tagen, trotz der mangelhaften Erfassung der Infizierten, die Zahlen auch für Schweden hinauf. Während jetzt doch in einigen Ländern der Anstieg der Kurve sich zu verflachen beginnt bzw. sich bereits abgeflacht hat, steigt sie in Schweden weiterhin und ungebrochen an.

 

Entscheidend ist die Gesamtsterblichkeit - also die Frage: sind durch (nicht mit!) Corona mehr Menschen gestorben als die Jahre zuvor, bspw. als bei Jahren mit größeren Grippewellen? Derzeit gibt es nirgendwo in Europa Hinweise darauf (auch nicht in Italien), daß die Gesamtsterblichkeit größer wäre als bei einer großen Grippewelle.

 

In Deutschland sind 2017 930.000 Menschen gestorben, ca. 25.000 (geschätzt, auch hier weiß man es bis heute nicht!) ein Jahr später an der Grippe, was also einen Anstieg von ca. 3% machte.

 

In einem Industrieland stirbt jährlich ca. 1/80 der Bevölkerung (aufgrund der Vergreisung tendenziell eher mehr, aber damit läßt sich gut rechnen).

 

Wenn jetzt die Presse auf Trump eindrischt, weil 200.000 Tote drohen - naja, das wären keine 5% mehr als sonst (bei 328 Mio. Einw. sterben jedes Jahr eben über 4 Mio.) - nur erzählt das keiner.

 

Ein "relativer hoher Preis an Menschenleben" ist keine Zahl und damit zu nichts zu gebrauchen. Was ist denn relativ hoch? 20% Tote aller Toten durch Corona? Das wären in Deutschland also ca. 200.000 mehr im Jahr, in Schweden bei 10 Mio. Einw. eben 25.000 mehr.

bearbeitet von rorro
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vor 6 Minuten schrieb Werner001:

Dann scheint der einzige Unterschied zu sein, dass man in Schweden nicht ins Kkh hineingelassen wird. Da steht die Security davor und lässt einen nur rein, wenn man zuvor die diensthabenden Pfleger telefonisch davon überzeugen konnte, dass man sterbenskrank ist. So berichtet es die schwedische Verwandtschaft. Bei uns wird es ja gemeinhin als indiskutabel unmoralisch angesehen, jemanden die Hilfe zu verweigern 

 

Werner

 

Wenn bei uns das KH eine angegliederte ambulante Notfallpraxis hat (wie hier in Düsseldorf), dann lehnt Dich auch jedes KH ab, wenn Du nicht vorher ambulant gesehen wurdest und ggf. eine Einweisung vorzeigen kannst. Selbsteinweisungen à la "Ich MUSS aber ins KH" gibt es hier schon jahrelang nicht mehr.

Es sei denn, es droht Lebensgefahr, das läßt sich anamnestisch aber von Geschulten sehr schnell klären.

bearbeitet von rorro
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Hier findet man die Vergleiche der Gesamtmortalitäten in Europa der letzten Jahre:

 

https://www.euromomo.eu/index.html

 

Spanien und Italien haben derzeit deutliche mehr Tote als normal, liegen aber beiden noch einiges unter der Zahl der Toten während Grippewelle von 2017/18. Klar, das kann alles noch eskalieren, doch so sind derzeit die Daten.

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10 minutes ago, rorro said:

 

Wenn bei uns das KH eine angegliederte ambulante Notfallpraxis hat (wie hier in Düsseldorf), dann lehnt Dich auch jedes KH ab, wenn Du nicht vorher ambulant gesehen wurdest und ggf. eine Einweisung vorzeigen kannst. Selbsteinweisungen à la "Ich MUSS aber ins KH" gibt es hier schon jahrelang nicht mehr.

Es sei denn, es droht Lebensgefahr, das läßt sich anamnestisch aber von Geschulten sehr schnell klären.

Und genau dieses ambulante Ansehen gibt es ja nicht. Es gibt keine Hausärzte oder Ambulanzen in Schweden, wo du hinkönntest. Die sind im Kkh, und da wirst du nicht reingelassen.

 

Werner

bearbeitet von Werner001
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Am 1.4.2020 um 11:30 schrieb rorro:

Kurz zu anderem: der Kläger in NRW hat Recht (damit meine ich nicht juristisch, das entscheiden ja die Richter dort). Wer sich über Orban in Ungarn aufregt, sollte es selbst nicht anders machen. Derzeit wird Deutschland ohne Gewaltenteilung regiert - also so wie in Ungarn.

 

"Der Mann aus Aachen, der gegen das von der Landesregierung in NRW erlassene Kontaktverbot geklagt hat, hat seine Klage zurückgezogen. Grund: Der Bund habe das Infektionsschutzgesetz in der Zwischenzeit geändert." (Meldung der regionalen Presse von heute Nachmittag).

 

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vor einer Stunde schrieb rorro:

 

Entscheidend ist die Gesamtsterblichkeit - also die Frage: sind durch (nicht mit!) Corona mehr Menschen gestorben als die Jahre zuvor, bspw. als bei Jahren mit größeren Grippewellen? Derzeit gibt es nirgendwo in Europa Hinweise darauf (auch nicht in Italien), daß die Gesamtsterblichkeit größer wäre als bei einer großen Grippewelle.

 

In Deutschland sind 2017 930.000 Menschen gestorben, ca. 25.000 (geschätzt, auch hier weiß man es bis heute nicht!) ein Jahr später an der Grippe, was also einen Anstieg von ca. 3% machte.

 

In einem Industrieland stirbt jährlich ca. 1/80 der Bevölkerung (aufgrund der Vergreisung tendenziell eher mehr, aber damit läßt sich gut rechnen).

 

Wenn jetzt die Presse auf Trump eindrischt, weil 200.000 Tote drohen - naja, das wären keine 5% mehr als sonst (bei 328 Mio. Einw. sterben jedes Jahr eben über 4 Mio.) - nur erzählt das keiner.

 

Ein "relativer hoher Preis an Menschenleben" ist keine Zahl und damit zu nichts zu gebrauchen. Was ist denn relativ hoch? 20% Tote aller Toten durch Corona? Das wären in Deutschland also ca. 200.000 mehr im Jahr, in Schweden bei 10 Mio. Einw. eben 25.000 mehr.

 

Du vergisst, dass es auch heuer bereits vor Covid-19 eine Grippewelle gab, die Covid-19 vorauslief und als Covid kam, bereits am Abklingen war. Die Covid-10 Tote kommen zu den Toten der Grippewelle hinzu. Meiner Meinung nach ist das, was Du machst, ein Kleinrechnen. Im übrigen ist die Sache noch lange nicht ausgestanden. Wir wissen noch nicht, wie viele Tote am Ende auf der Liste stehen.

 

Zumal mir Dein Argument eher von der Art zu sein scheint: "was regt ihr euch über Ebola auf? die Pest hat seinerzeit viel mehr Leute umgebracht". Nach unten lässt es sich immer gut vergleichen, da steht man ganz automatisch besser da. 

bearbeitet von Mistah Kurtz
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vor einer Stunde schrieb Werner001:

Dann scheint der einzige Unterschied zu sein, dass man in Schweden nicht ins Kkh hineingelassen wird. Da steht die Security davor und lässt einen nur rein, wenn man zuvor die diensthabenden Pfleger telefonisch davon überzeugen konnte, dass man sterbenskrank ist. So berichtet es die schwedische Verwandtschaft. Bei uns wird es ja gemeinhin als indiskutabel unmoralisch angesehen, jemanden die Hilfe zu verweigern 

 

Werner

 

Nicht nur die schwedische Verwandtschaft. Ich habe ja diesen Artikel bereits einmal verlinkt und Dr. Dörenberg zitiert, Sektionschef für Kinder-Anästhesiologie, -Operationen und -Intensivmedizin der Uniklinik Uppsala. Sein Urteil geht in die gleiche Richtung wie die Deiner schwedischen Verwandtschaft. Oder, sagen wir es so: er sagte, wenn er mal eine Operation bräuchte, dann ginge er - obwohl er einen Leitungsposten an einer Uniklinik hat- nach Deutschland. Das sagt ja doch einiges aus, wenn jene, die den medizinischen Apparat in Schweden am Laufen halten, im Falle des Falles lieber Hilfe im Ausland suchen.

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vor einer Stunde schrieb rorro:

 

Entscheidend ist die Gesamtsterblichkeit - ...

nein, die schweren erkrankungen pro kurzer zeiteinheit lassen keine gute behandlung zu. erst auf längere sicht gleicht sich das aus.

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vor 42 Minuten schrieb Mistah Kurtz:

 

Du vergisst, dass es auch heuer bereits vor Covid-19 eine Grippewelle gab, die Covid-19 vorauslief und als Covid kam, bereits am Abklingen war. Die Covid-10 Tote kommen zu den Toten der Grippewelle hinzu. Meiner Meinung nach ist das, was Du machst, ein Kleinrechnen. Im übrigen ist die Sache noch lange nicht ausgestanden. Wir wissen noch nicht, wie viele Tote am Ende auf der Liste stehen.

 

Zumal mir Dein Argument eher von der Art zu sein scheint: "was regt ihr euch über Ebola auf? die Pest hat seinerzeit viel mehr Leute umgebracht". Nach unten lässt es sich immer gut vergleichen, da steht man ganz automatisch besser da. 

 

Ich rechne gar nichts klein. Ein Toter ist ein Toter. Ich informiere bloß über den Umstand, dass bislang auch schon gestorben wurde und in welchem Umfang. Das Wissen um diese Zahl gehört zur Einschätzung anderer Zahlen dazu.

 

Man kann ja der Meinung sein, dass bspw. eine Steigerung der Gesamtmortalität um 10% absolut inakzeptabel ist und den wirtschaftlichen Totalschaden einer Volkswirtschaft rechtfertigt (wären bei uns ca. 100.000 Tote mehr, derzeit liegt die Steigerung dagegen bei maximal 0,1%).

 

Kann man so sehen.

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Gestern Abend kam ich nicht mehr dazu - heute also die Zahlen von gestern:

 

Bestätigte Infektionen 84.794, 8.250 mehr als am Vortag, der größte Sprung in absoluten Zahlen, mit 10,8% auch ein relativ großer Sprung. Der 4tägige Durchschnitt liegt bei 9,67% arithmetisch bzw. 9,43% geometrisch und steigt damit an.

 

Bestätigte Gesundete einschließlich Schätzungen 22.440, 3.265 mehr als gestern, plus 17,0%.

 

Die höchste Zahl an Verstorbenen an einem Tag, 244. Insgesamt 1.107 Tote, plus 28,3%. 

 

Die Zahl der gemeldeten freien Intensivbetten ist um 600 auf 5.644 gestiegen, beatmet werden 1.787, 260 mehr als gestern. Insgesamt liegen auf Intensivstationen 2.139, wobei ich den Eindruck habe, dass DIVI nicht alle Kliniken erfasst, sie melden dann auch gesamt nur 309 an Corona Verstorbene.

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vor 10 Stunden schrieb Frank:

Dabei muss sie nicht auf null sinken

Im Gegenteil: Sie darf nicht auf null sinken. Es geht ja nicht darum, zu verhindern, DASS die Menschen erkranken, sondern dass nicht zu viele aufs Mal erkranken, wegen der Kapazität der Intensivbetten. Sonst bekommen wir nie die Herdenimmunität. Darum geht es doch bei flatten the curve. Wenn das Ziel wäre, dass niemand erkrankt, bräuchte man wirklich MartinOs Horrorszenario vom Jahrelangen lockdown.

bearbeitet von rince
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vor 6 Stunden schrieb Mistah Kurtz:

er sagte, wenn er mal eine Operation bräuchte, dann ginge er - obwohl er einen Leitungsposten an einer Uniklinik hat- nach Deutschland.

Dann hoffe ich für ihn, dass er aktuell keine OP braucht...

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Am 1.4.2020 um 23:48 schrieb Chrysologus:

Soweit ich die Tabelle verstehe steht da mit - wegen wäre auch über trieben, man kommt etwa wegen Atemproblemen dort hin, agal, wo die her kommen.

 

Ich frage deswegen, weil Herr Wieler vom  RKI in einer PK sagte, dass ein Corona-Toter ein Toter MIT Corona sei. 

Das ist übrigens nahezu überall so: wer den Virus hat und stirbt (woran auch immer), gilt als Corona-Toter. Das macht zwar die Statistik absurd, doch so ist es.

 

Weil bspw. Italien ein Gesetz erlassen hat, dass alle Infizierten im Todesfall verbrannt werden müssen, testet Italien alle auch post mortem.

Da in Italien die Urnenbestattung bislang eher unüblich ist, gibt es nur wenige Krematorien. Jetzt sorgt das Gesetz dafür, dass plötzlich ein relativ gesehen Riesenbedarf da ist. Tote, die an was ganz anderem gestorben sind, aber eben auch Virusträger waren, müssen verbrannt werden. Die lokalen Kapazitäten sind dafür schnell erschöpft.

 

Was sehen wir im Fernsehen? Militärtransporter, die Leichen wegfahren.

 

Der wahre Grund: ein biologisch dummes Gesetz verursacht eine maximale Auslastung von  Krematorien landesweit.

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vor 8 Stunden schrieb Thofrock:

Wenn Schätzing sich für seine im "Schwarm" thematisierte Rache der Natur am Menschen nicht für Gefahren aus den Ozeanen entschieden hätte, wäre ein Virus in der Ausprägung von Corona auch eine Idee gewesen.

Corona hat die Umweltzerstörung jedenfalls in einer Weise entschleunigt. von der FFF nicht einmal geträumt hätte. Würde das jetzt ein Jahr lang so laufen, wären die Pariser Klimaziele plötzlich wieder erreichbar. Flugverkehr, Containerschifffahrt, Kreuzfahrttourismus, PKW-Verkehr und Schwerindustrie arbeiten zur Zeit ja fast klimaneutral.    

Oh je, jemand, der Roman und Wirklichkeit nicht trennen kann. Es gibt keine 'Rache der Natur am Menschen', dazu müsste Natur ein zielgerichtetes Bewusstsein besitzen. (wofür hat sich diese Natur eigentlich an den Dinosauriern gerächt?)

 

Und würde es ein Jahr weiter so laufen, gäbe es Massenarbeitslosigkeit, Armut und Verteilungskämpfe. Genau das, was immer als Folge von der radikalen Umsetzung der FFF-Fordeungen befürchtet wurde.

bearbeitet von rince
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vor 4 Minuten schrieb rorro:

 

Ich frage deswegen, weil Herr Wieler vom  RKI in einer PK sagte, dass ein Corona-Toter ein Toter MIT Corona sei. 

Das ist übrigens nahezu überall so: wer den Virus hat und stirbt (woran auch immer), gilt als Corona-Toter. Das macht zwar die Statistik absurd, doch so ist es.

 

Weil bspw. Italien ein Gesetz erlassen hat, dass alle Infizierten im Todesfall verbrannt werden müssen, testet Italien alle auch post mortem.

Da in Italien die Urnenbestattung bislang eher unüblich ist, gibt es nur wenige Krematorien. Jetzt sorgt das Gesetz dafür, dass plötzlich ein relativ gesehen Riesenbedarf da ist. Tote, die an was ganz anderem gestorben sind, aber eben auch Virusträger waren, müssen verbrannt werden. Die lokalen Kapazitäten sind dafür schnell erschöpft.

 

Was sehen wir im Fernsehen? Militärtransporter, die Leichen wegfahren.

 

Der wahre Grund: ein biologisch dummes Gesetz verursacht eine maximale Auslastung von  Krematorien landesweit.

Aber es gibt doch so schöne apokalyptische Bilder fürs TV...

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vor 2 Minuten schrieb rorro:

Das ist übrigens nahezu überall so: wer den Virus hat und stirbt (woran auch immer), gilt als Corona-Toter. Das macht zwar die Statistik absurd, doch so ist es.

Das ist Statistik nun immer - weil man am Ende ja nun DIE Ursache im Totenschein zu vermerken hat. Das aber verzerrt automatisch: X erleidet einen Unfall, wird in dessen Folge bettlägrig und pflegebedürftig. Weil er im Bett liegt wird die Lunge so gut nicht mehr belüftet, es kommt in der Folge zu einer Lungenentzündung, Herr X stirbt. Anstelle eines Autounfalls kann man auch Arbeitsunfall oder Krebserkrankung schreiben. Im Totenschein steht: Lungenentzündung. 

 

Das alles spielt hier aber keine Rolle, die Zahl der Toten ist im Grunde gar nicht die relevante Größe, noch die Frage, ob man die nun verbrennt, verbuddelt, bestattet oder in den Fluß wirft. Die Frage in der Krise ist die, ob wir genügend Behandlungskapazitäten haben.

 

Ein Gedankenexperiment dazu - der Ablauf einer Coronainfektion wäre ein anderer. Wir hätten ein Virus, dass einen sehr sehr indentisch ablaufenden Krankheitsverlauf auslöste, in dessen Ablauf jeder Infizierte genau 24h nach der Infektion für exakt 10h beatmet werden müsste. Solange die Infektionsrate kleiner als die Zahl der Beatmungsplätze bleibt, ist alles gut, niemand stirbt. Also ist es keine sonderlich gefährliche Krankheit, sie ist gut zu behandeln. Wenn aber die Zahl der Infizierten die der Beatmungsplätze übersteigt, dann ist die Zahl der Toten gleich der Differenz von Beatmungsplätzen und Infizierten. 

 

Ist das nun unproblematisch, solange nur die sterben, die in dem Jahr ohnehin gestorben wären - die Aufnahme also die Sterbetabelle in die Hand nimmt und alle die von der Beatmung ausschließt, die statistisch ohnehin in den kommenden 12 Monaten versterben werden?

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vor einer Stunde schrieb rorro:

 

Ich frage deswegen, weil Herr Wieler vom  RKI in einer PK sagte, dass ein Corona-Toter ein Toter MIT Corona sei. 

Das ist übrigens nahezu überall so: wer den Virus hat und stirbt (woran auch immer), gilt als Corona-Toter. Das macht zwar die Statistik absurd, doch so ist es.

 

Weil bspw. Italien ein Gesetz erlassen hat, dass alle Infizierten im Todesfall verbrannt werden müssen, testet Italien alle auch post mortem.

Da in Italien die Urnenbestattung bislang eher unüblich ist, gibt es nur wenige Krematorien. Jetzt sorgt das Gesetz dafür, dass plötzlich ein relativ gesehen Riesenbedarf da ist. Tote, die an was ganz anderem gestorben sind, aber eben auch Virusträger waren, müssen verbrannt werden. Die lokalen Kapazitäten sind dafür schnell erschöpft.

 

Was sehen wir im Fernsehen? Militärtransporter, die Leichen wegfahren.

 

Der wahre Grund: ein biologisch dummes Gesetz verursacht eine maximale Auslastung von  Krematorien landesweit.

 

Deine Interpretation der Infektionszahlen und Vorgehensweisen klingt so, als reagierten aktuell Staaten und Behörden quasi in "künstlicher" Aufregung auf ein mortalitätsstatistisch eher wenig aufregendes Phänomen.

Was dann allerdings fehlt, ist eine rational nachvollziehbare Erklärung, warum die Staaten so reagieren. Nach allem, was ich weltweit sehen kann, werden die Gesundheitsysteme von massenhaft auftretenden Infektionen, Patienten und Sterbenden überwältigt. Alle Staaten haben sich weitgehend für einen gesellschaftlichen Lockdown entschieden, auch diejenigen, die so eine Reaktion zuvor vehement abgelehnt haben. Letztere scheinen durch ihre Sturheit dabei nur wertvolle Zeit verloren zu haben, reagieren dann aber nur um so hektischer.

 

Von daher scheint mir Deine theoretische Lesart in keiner Weise zu den realen Auswirkungen der Pandemie zu passen und deshalb stark erklärungsbedürftig.

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vor 19 Minuten schrieb Shubashi:

 

Deine Interpretation der Infektionszahlen und Vorgehensweisen klingt so, als reagierten aktuell Staaten und Behörden quasi in "künstlicher" Aufregung auf ein mortalitätsstatistisch eher wenig aufregendes Phänomen.

Was dann allerdings fehlt, ist eine rational nachvollziehbare Erklärung, warum die Staaten so reagieren. Nach allem, was ich weltweit sehen kann, werden die Gesundheitsysteme von massenhaft auftretenden Infektionen, Patienten und Sterbenden überwältigt. Alle Staaten haben sich weitgehend für einen gesellschaftlichen Lockdown entschieden, auch diejenigen, die so eine Reaktion zuvor vehement abgelehnt haben. Letztere scheinen durch ihre Sturheit dabei nur wertvolle Zeit verloren zu haben, reagieren dann aber nur um so hektischer.

 

Von daher scheint mir Deine theoretische Lesart in keiner Weise zu den realen Auswirkungen der Pandemie zu passen und deshalb stark erklärungsbedürftig.

Das Hauptproblem ist glaube ich der "unsichtbare Feind". De facto weiß kein einziger Staat auf der Welt wieviele Virusträger es gibt. Alle haben Vermutungen und einige mehr Daten als andere, aber selbst Länder mit vielen Testungen kriegen es nicht auf die Kette, die Datenbasis vernünftig einzuordnen.

 

Wenn man 100 000 Menschen testet und 2000 davon sind positiv könnte das ein Hinweis darauf sein, daß 2% der Bevölkerung infiziert ist - es könnte aber auch ganz anders sein, weil man nur Verdachtsfälle getestet hat und keinen repräsentativen Bevölkerungsschnitt.

 

Jetzt wird aber weitergetestet und jeder positive Test fließt in die Zahl der Infizierten ein. Auf einmal hat man 7000 positive Fälle - ganz großes Drama - aber bei 1 000 000 getesteter Personen.

 

Korrigiert mich, aber ich habe den Eindruck so bzw. so ähnlich läuft die Datenerhebung im Moment (von Gangelt mal abgesehen) und je mehr wir testen um so klarer mag das Bild über die Durchseuchung werden (was auch nicht stimmt, da die Tests nicht an repräsentativen Gruppen gemacht werden sondern Zielgruppen orientiert, was das Bild wieder verzerrt), aber letztlich sind die absoluten Zahlen vom Anfang der Epidemie nicht mehr mit denen von heute vergleichbar.

 

Natürlich sind die Gesundheitssysteme vieler Länder auf eine Epidemie mit vielen Intensivfällen nicht vorbereitet (in D wurde die Zahl der Intensivbetten lt. Charite im MoMa heute Morgen auf 40.000 erhöht - davon sei etwa Hälfte der Betten noch frei). Daß diese Länder entsprechend panisch reagieren ist logisch.

 

Aber ich habe tatsächlich den Eindruck, daß die Zahlen mit denen Wikipedia im Jahr 2345 den Covid19-Ausbruch 2020 beschreiben wird, die gleiche Stichhaltigkeit haben werden wie die heutigen Schätzungen zur Zahl der Pestopfer 1360 oder der vermuteten Zahl der Ertrunkenen in der Marcellusflut.

bearbeitet von Flo77
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vor 3 Minuten schrieb Flo77:

Wenn man 100 000 Menschen testet und 2000 davon sind positiv könnte das ein Hinweis darauf sein, daß 2% der Bevölkerung infiziert ist - es könnte aber auch ganz anders sein, weil man nur Verdachtsfälle getestet hat und keinen repräsentativen Bevölkerungsschnitt.

Selbst wenn man die einen Querschnitt testet - ich vermute stark, dass die regionale Verteilung im Moment noch vollkommen heterogen ist, und das auch sehr kleinräumig. In Schule A lief es um, in der Nachbarschule nicht, dann kann man schon im Stadtgebiet eine vollkommen unterschiedliche Lage links und rechts von der Hauptstraße bekommen. Bei alten Influenza-Viren kann man Homogenität annehmen, aber nicht hier. Das wird wichtig werden, wenn  man (wie ich vermute) nach den Osterferien den Schulbetrieb wieder aufnimmt. Hier ist durchaus damit zu rechnen, dass man immer wieder einzelne Schulen schließen wird, um die Kurve flach zu halten. Ob man an den Schulen dann stichprobenartig Schülergruppen en groupe testet - das scheint mir aus der Ferne und ohne Fachkenntnis sinnvoll zu sein, oder man stellt ein paar Leute ab, die am Eingang die Temperatur der Schüler messen, das wäre auch denkbar.

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