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Gleichgeschlechtliche Paare segnen - ! oder ?


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Lothar1962
vor 3 Minuten schrieb Marcellinus:

 

Es plagt dich, wenn du fluchst? Das solltest du sein lassen (das Plagen, nicht das Fluchen!) :D

 

Das kommt darauf an. Es plagt mich dann, wenn ich die Situation verschätzt habe und ein Fluch nicht angebracht gewesen wäre. 

Ansonsten muss es raus. Am liebsten mit Russkij Mat (nein, ich schreibe auch nicht kyrillisch  ein Beispiel hin, ich bin doch kein Snob).

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Die Angelika
vor 4 Stunden schrieb Guppy:

 

 

 

Von daher finde ich es mehr als befremdlich, wenn der Leib Christi an irgendwelche Protestanten verteilt wird, als wäre es ein Schokoriegel.

 

Ich wäre dann ein solcher "irgendwelcher Protestant", der vermutlich entscheidend mehr als du über das rk Eucharistieverständis weiß und selbige sicher nicht als Schokoriegel sieht.

Nochmal:

Wenn ich als Protestant das rk Eucharistieverständnis teile, dann kann ich völlig problemlos zur Kommunion gehen und das werde ich auch tun.

Dass ich jetzt Protestant bin, hat nämlich weniger mit einem mangelhaften Eucharistiverständnis meinerseits zu tun als viel mehr mit gewissen mangelhaften Zuständen in der rk Kirche, die ich nicht mehr ertragen konnte. Die durchaus auch in der evangelischen Kirche vorhandenen Mängel kann ich leichter ertragen. Ich habe mir also mit meiner Konversion ein wenig seelische Erleichterung verschafft, um nicht ganz am christlichen Glauben zu verzweifeln. Das wäre nämlich die Alternative gewesen.

 

Und nochwas:

Ich unterstelle nicht einem einzigen rk Priester, dass er so würdelos mit dem Leib Christi umgeht, als dass er ihn anirgendjemanden verteilen würde, als sei es ein Schokoriegel. Diese deine Unterstellung gegen rk Priester finde ich persönlich mehr als befremdlich.

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Liebe User*innen,

Wie der Titel dieses Threads aussagt, geht es in diesem Thread um die Frage der Segnung gleichgeschlechtlich Liebender bzw. um die Frage der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare.

Demzufolge sind Inhalt diesen Threads:

  • Die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare.
  • Das diesbezügliche Dokument der Glaubenskongregation.
  • Die Stellung homosexueller innerhalb der römisch-katholischen Kirche.
  • Die Haltung der römisch-katholischen Kirche zur Homosexualität.
  • Andere damit verwandten Aspekte.

 

Die Frage der interkommun, welche die letzten Seiten des Thredes eingenommen hatte ist nicht Inhalt diesen Threads. Ein Absplitten oder verstecken der OT's behalte ich mir vor, da ich aber gerade in der Arbeit bin (Grüsse an alle Nachtschichtler unter euch) und ausserdem gerade keine Lust dazu hab werde ich die OT-Inhalte vorerst nicht abtrennen. Ich hoffe es geht auch ohne.

Solltet ihr gesteigerte Lust haben das Thema Interkommunion weiter zu verfolgen, möchte ich euch bitten dies in einem gesonderten Thread zu tun.

 

Vielen Dank für eure Mithilfe!

Frank

(Moderation)

 

Edited by Frank
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Spadafora
vor 13 Stunden schrieb Guppy:

 

Wen werte ich ab? Die Protestanten nennen sich doch selbst Protestanten. Oder seit wann wird das als Abwertung aufgefasst?

nein sie nennen sich Evangelisch

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ultramontanist
Am 19.5.2021 um 00:53 schrieb Cosifantutti:

 

Ich war in meiner Jungendzeit selber mitten drin  in einer lebendigen katholischen Jugenarbeit, das Thema "Kirche und Sexualität" war für uns spätestens mit 17 / 18 Jahren "durch", hat in der kirchlichen Jugendarbeit keinerlei Rolle gespielt. Uns waren ganz andere Themen wichtig.

 

 

Soweit sind der Vatikan und die Bischöfe aber leider noch nicht. Sie könnten doch einfach auch mal so ca 100 Jahre zum Thema Sexualität schweigen.

Vielleicht haben sie dann mehr Ahnung davon;)

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Gerhard Ingold
vor 6 Stunden schrieb ultramontanist:

Soweit sind der Vatikan und die Bischöfe aber leider noch nicht. Sie könnten doch einfach auch mal so ca 100 Jahre zum Thema Sexualität schweigen.

Vielleicht haben sie dann mehr Ahnung davon;)

 

Solange Kamele das Gras auf den Gräbern essen, müssen sich die Hirten zwangläufig mit den Gräbern beschäftigen. 

 

Doch ernsthaft: Gleichberechtigung, Segnen von wertvollen Menschen, Weihe von Frauen zu Priester*innen usw. sind die Fragen, mit denen sich die Machtträger ständig ausgesetzt sehen. Sie würden sicher gerne 100 Jahre über diese Themen schweigen dürfen.

Edited by Gerhard Ingold
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ultramontanist
vor 4 Minuten schrieb Gerhard Ingold:

 

 Sie würden sicher gerne 100 Jahre über diese Themen schweigen dürfen.

;)

So hab ich das noch nie gesehen.

Hatte immer den Eindruck, dass die Kirchenoberen ganz wild darauf sind zu diesen Themen was zu sagen, und das Kirchenvolk das sowenig hören will wie Steakrezepte vom Veganer:evil:

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Cosifantutti
vor 12 Stunden schrieb ultramontanist:

Soweit sind der Vatikan und die Bischöfe aber leider noch nicht. Sie könnten doch einfach auch mal so ca 100 Jahre zum Thema Sexualität schweigen.

Vielleicht haben sie dann mehr Ahnung davon;)

......oder mehr auf das "Kirchenvolk" hören, das in Puncto Sexualität vielfältige praktische Erfahrungen mitbringt und insofern über ganz eigene, praktische,  nicht einfach an andere Instanzen deligierbare "Kompetenzen" verfügt

Edited by Cosifantutti
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Diese Segnungen scheinen mir nicht das Gelbe vom Ei zu sein.

Noch viel weniger aber scheint mir die Diskussion über die Segnungen fruchtbar zu sein.

 

"Gott segnet nicht die Sünde!" Stimmt. Ich würde auch keinen Segen für eine Nazi-Gruppierung spenden. Ist aber das Thema verfehlt, solange man nicht einsichtig machen kann, dass homosexuelle Beziehungen Sünde sind. Dieser Nachweis scheint sich sogar ins Gegenteil zu verkehren: Es ist auch eine Sünde, andere Menschen und deren Beziehung zur Sünde abzustempeln. 

 

Mein Haupteinwand geht aber in eine andere Richtung. Segnung halte ich für selbstverständlich, aber in Wirklichkeit ist der Bedarf nach einem Sakrament.

Das Sakrament der Ehe scheint mir hier nicht das Richtige zu sein. Es ist in Theologie und Liturgie auf eine Hetero-Beziehung angelegt.

Es klafft eine Lücke auf. Was macht man dann mit homosexuellen Beziehungen? Im Regen stehen lassen? Oder mit einem Segen abspeisen, also ein paar netten, aber folgenlosen frommen Wünschen für Ruhe sorgen? Klingt, finde ich, nicht so prickelnd und auch nicht angemessen.

 

Die Sakramentenordnung stammt von anno tubak, als man noch nichts über homosexuelle Liebesbeziehungen wusste. 

Tja. Da müsste man nun etwas weiter-entwickeln - um nicht zu sagen: Eine Innovation steht an. Nicht eine Reform, sondern Innovation: Was Neues für ein neues Thema.

 

Die Gegner setzen natürlich auf Blockade: "Nur nix Neues!" Man versteht die Weisung der Vergangenheit als Grenze: "Auf keinen Fall etwas, was man früher nicht so gemacht hat. Über die Grenze des Alten hinaus darf man nichts tun." 

Damit blockiert man die Zukunft und missachtet die Entwicklung. 

 

Einen nervigen Punkt finde ich allerdings die Salamitaktik einiger Progressiver Befürworter der Segnung.

Ein Sakrament ist angesichts der Bewegungsstörung der Kirche nicht in Sicht - also geht man taktisch vor und versucht, erst einmal kleine Salami-Scheibchen zu verwirklichen. Das empfinden Konservative (zurecht) als unehrlich. "Sie kämpfen für die Segnung. Tut man ihnen den Gefallen, dann stellen sie uns gleich die nächste Salamischeibe vor die Nase!" und "Vorher tun sie so, als ginge es ihnen nur um eine Segnung. Aber das ist verlogen! Hinterher zeigen sie ihr wahres Gesicht!"

 

Nervig finde ich auch die "Delegation nach unten". Weil man "oben" zu keine Entscheidung fähig und willens ist, legt man die Last auf einzelne Pfarrer. Mal gucken, mal sehen, ein bisschen spionieren. Und nur, wenn es an der Basis akzeptiert wird, dann... eventuell ... kommt eine Entscheidung von oben. Das ist nicht proaktiv. "Sollen sich doch die da unten an der Basis die Finger schmutzig machen!"

Das Ergebnis ist soweit vorhersehbar: Auch an der Basis gibt es verschiedene Ansichten. Und in Afrika gibt es andere Vorstellungen, als in Düsseldorf oder Chikago.

Wer hätte das gedacht! Na sowas!

Das ist ein Trick. Ausgerechnet diejenigen, die ansonsten immer behaupten, den Willen Gottes genau zu kennen und ihm gemäß zu entscheiden, delegieren jetzt die Last und Verantwortung nach unten.

 

 

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Am 25.5.2021 um 22:18 schrieb Cosifantutti:

......oder mehr auf das "Kirchenvolk" hören, 

Die Frage bleibt: Welches Kirchenvolk?

Das in Afrika oder Südostasien? Das in Mitteleuropa? Das in den USA? Oder in Polen?

Je nachdem, auf wen man hört, wird man eindeutige, aber sehr verschiedene Antworten bekommen.

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Cosifantutti

...das wäre doch überhaupt mal ein sehr großer Fortschritt, auf das Kirchenvolk zu "hören", die vielfältigen und ganz unterschiedlichen praktischen Erfahrungen der Menschen in das eigene Denken miteinzueziehen. Ich möchte nochmals darauf hinweisen, dass ich das geschrieben habe im Bezug auf das Thema Sexualtität / Erotik und da kann es doch nicht verkehrt sein, dass man auf diese Menschen hört, die auch konkrete, persönliche und praktische Erfahrungen damit haben....

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Gratia
Am 24.5.2021 um 19:30 schrieb Guppy:

 

Wen werte ich ab? Die Protestanten nennen sich doch selbst Protestanten. Oder seit wann wird das als Abwertung aufgefasst?

Um das nachträglich noch einmal zu korrigieren: Die sogenannten Protestanten nennen sich hierzulande selbst typischerweise evangelisch (oder evangelikal). Wahlweise evangelisch-lutherisch, -reformiert, freikirchlich oder wie auch immer.

"Protestantisch" ist lediglich eine Kategorisierung für die aus der Reformation entstandenen Kirchen und ursprünglich ein politischer Begriff.

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Am 30.5.2021 um 12:20 schrieb Mecky:
Am 25.5.2021 um 22:18 schrieb Cosifantutti:

......oder mehr auf das "Kirchenvolk" hören, 

Die Frage bleibt: Welches Kirchenvolk?

Das in Afrika oder Südostasien? Das in Mitteleuropa? Das in den USA? Oder in Polen?

Je nachdem, auf wen man hört, wird man eindeutige, aber sehr verschiedene Antworten bekommen.

Kann es in einer Welt, die immer pluralistischer und diverser wird One-Size-Fits-All-Lösungen geben?

Natürlich, Schrift und Credo müssen die verbindende Basis bleiben. Nur sind beides nicht das Papier wert auf dem sie gedruckt sind, wenn sie nicht mit Leben gefüllt werden. Und das heißt doch vor dem kulturellem Kontext eines Landes/ einer Region/ einer Gesellschaft etwas anderes.

 

Einigkeit im Glauben hat doch nichts mit Uniformität zu tun!

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