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Beispiel interreligiöser Initiativen und Aktivitäten auf Gemeindeebene


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o_aus_h

Da ich selbst in einem interreligiösen Dialogprozess auf Gemeindeebene aktiv bin, würde es mich freuen, wenn Ihr Beispiele, am besten aus persönlicher Erfahrung habt, was passiert und vor allem natürlich was gut funktioniert. Werde natürlich auch noch mein eigenes Beispiel beitragen – aber nicht mehr heute Abend. Dank im voraus!

 

Edited by o_aus_h
Es heißt nicht Gemeindebene …
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Shubashi
On 6/7/2021 at 11:14 PM, o_aus_h said:

Da ich selbst in einem interreligiösen Dialogprozess auf Gemeindeebene aktiv bin, würde es mich freuen, wenn Ihr Beispiele, am besten aus persönlicher Erfahrung habt, was passiert und vor allem natürlich was gut funktioniert. Werde natürlich auch noch mein eigenes Beispiel beitragen – aber nicht mehr heute Abend. Dank im voraus!

 


Hallo Oaush,

danke für den Beitrag. Könntest Du erläutern, wie das bei Euch konkret aussieht? Ich selbst kenne z.B. die Zen-Kontemplation im Bistum Essen aus eigener Anschauung.

Bin also neugierig, was vor der eigenen Haustür läuft.

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o_aus_h

Ein Schwerpunkt ist das einfache, gegenseitige Kennenlernen, wobei das bisher hauptsächlich auf Ebene der engagierten mit-oder-ohne-Amt aus den Gemeinden und Gruppen erreicht. Eine schöne Idee mit breiterer Beteiligung, die wegen Corona kurz vor der ersten Umsetzung ausgebremst wurde, ist die „Perlenkette“, also einen vereinten Feiertagskalender inkl. die besondere Einladung jeweils zu einer Gelegenheit, die sich besonders dafür eignet. So hätten die islamischen Gemeinden vermutlich zum Fastenbrechen eingeladen (was in Hamburg sowieso von vielen Moscheegemeinden in Form eines offenen Straßenfestes zelebriert wird), und meine alt-katholische Gemeinde wollte zu Palmsonntag einladen. 

Wir haben auch viel Rückhalt auf der Ebene des Stadtbezirks und bei verschiedenen Stiftung, die den bürgerschaftlichen Dialog fördern, und konnten mit dem Rückenwind z.B. einen offenen Workshop im Rathaus Altona (=Bezirksamt) veranstalten, was sich die Mitbürgerinnen und Mitbürger von religiösem Dialog in ihrem Stadtteil erhoffen. Daraus erwuchs eine Erklärung zu einem "Wir des religiösen miteinander".

Beim Stadtteilfest Altonale haben wir zusammen ein interreligiöser Friedensgebet veranstaltet (systematisch nennt man die Form wohl Gebet in der Gegenwart des anderen).

Eine Publikumsveranstaltung im letzten Herbst musste auch ausfallen, statt dessen haben wir aber einen Kurzfilm gedreht, der gute wie auch schwierige Erfahrungen und gute Wünsche füreinander verbindet.

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vor einer Stunde schrieb o_aus_h:

"Wir des religiösen miteinander"

 

Es ist euch aber schon klar, daß ca. 40% der Bevölkerung dieses Landes konfessionslos ist, und von den restlichen 60% die allermeisten ebenfalls an Religion kein Interesse haben? 

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vor 17 Minuten schrieb Marcellinus:

 

Es ist euch aber schon klar, daß ca. 40% der Bevölkerung dieses Landes konfessionslos ist, und von den restlichen 60% die allermeisten ebenfalls an Religion kein Interesse haben? 

Was allerdings eher in den Identitäten-Thread oder in den Politik-Faden gehört.

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vor 16 Minuten schrieb Flo77:
vor 37 Minuten schrieb Marcellinus:

Es ist euch aber schon klar, daß ca. 40% der Bevölkerung dieses Landes konfessionslos ist, und von den restlichen 60% die allermeisten ebenfalls an Religion kein Interesse haben? 

Was allerdings eher in den Identitäten-Thread oder in den Politik-Faden gehört.

 

Religion eben nur noch ein Minderheitenthema. Die Frage ist einfach, ob man eine Verständigung zwischen Religionen will, oder zwischen Menschen.

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vor 9 Minuten schrieb Marcellinus:

 

Religion eben nur noch ein Minderheitenthema. Die Frage ist einfach, ob man eine Verständigung zwischen Religionen will, oder zwischen Menschen.

Die Frage berührt die Funktionsfähigkeit einer Gesellschaft die keine Identität mehr hat...

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Gerade eben schrieb Flo77:
vor 10 Minuten schrieb Marcellinus:

Religion eben nur noch ein Minderheitenthema. Die Frage ist einfach, ob man eine Verständigung zwischen Religionen will, oder zwischen Menschen.

Die Frage berührt die Funktionsfähigkeit einer Gesellschaft die keine Identität mehr hat...

 

Eine religiöse Identität hat dieses Land schon seit 500 Jahren nicht mehr. Das ist also nichts Neues. Den Rest werden wir irgendwie verhandeln müssen, ob wir wollen, oder nicht. Religiöse Besinnungsveranstaltungen sind da allerdings, so wie die Dinge stehen, eher keine Hilfe. 

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Es gibt in Bayern, sogar in meinem Landkreis, noch Orte, da gibt es fast nur Katholiken. Ist für die Rektor*innen ein Traum, wenn sie den Stundenplan machen.

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vor 15 Stunden schrieb Marcellinus:

 

Religion eben nur noch ein Minderheitenthema. Die Frage ist einfach, ob man eine Verständigung zwischen Religionen will, oder zwischen Menschen.

Das letztere schließt ja das erste nicht aus, selbst wenn man damit nicht alle und jeden erreicht. Wir müssen viele innergesellschaftliche Verständigungsprozesse führen: Politische, soziale, wirtschaftliche, aber das heißt ja auf keinen Fall, dass religiöse Gruppen sich nicht auch für ihr Miteinander einsetzen dürften. 

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vor 15 Stunden schrieb Marcellinus:

 

Eine religiöse Identität hat dieses Land schon seit 500 Jahren nicht mehr. Das ist also nichts Neues. Den Rest werden wir irgendwie verhandeln müssen, ob wir wollen, oder nicht. Religiöse Besinnungsveranstaltungen sind da allerdings, so wie die Dinge stehen, eher keine Hilfe. 

Es gibt nicht mehr eine religiöse Identität, sondern viele – inklusive (aber das erst seit 102 Jahren gesetzlich verbrieft) der der Freiheit von der Religion. 

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Werner001
Am 12.6.2021 um 11:43 schrieb Shubashi:

Ich selbst kenne z.B. die Zen-Kontemplation im Bistum Essen aus eigener Anschauung.

Ist das denn erlaubt? Das ist doch kulturelle Aneignung!

 

Werner

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