Higgs Boson Posted July 31 Report Posted July 31 Ich mache da jetzt einen neuen Thread auf, damit es den Wort für Wort und so nicht zerschießt. Es ging um Zirkelschlüsse. vor 11 Stunden schrieb SteRo: Ich argumentiere gar nicht. Was sollte mich also veranlassen wesensfremde Maßstäbe anzulegen? Der rechte Glaube kann nicht herbei argumentiert werden. Jedem passiert es, dass wir in einer Diskussion mit unserer Position nicht mehr weiterkommen. Die Reaktionen können persönliche Angriffe sein, die zur Sachlage nichts beitragen. Oder wir wechseln das Thema, oder oder oder. Auf einen besonderen Fall, der zu einem Dilemma bei der Verteidigung der eigenen Position führt, ist der Zirkelschluss. Dabei ist der Zirkelschluss wunderbar geeignet, mit Leuten mit denen man einer Meinung ist, sehr gut zu diskutieren. Er ist die vollkommene Basis für eine geschlossene Gruppe, die alle zusammen im Kreis laufen. Da funktioniert das. Und wenn sowas so gut funktioniert, sollte das einen irgendwie misstrauisch machen, die Dinge sind selten rund. Die Auflösung eines Zirkelschluss ist zum einen schmerzhaft, am Ende aber befreiend, weil endlich neue Gedanken und Perspektiven möglich sind, die vorher einfach nicht sichtbar waren. Die Sunk-Cost-Fallacy erklärt, warum viele lieber dabei bleiben. Und das ist ok. Manche Eiterbeule muss noch ein bisschen wachsen, bis sie sich öffnet. Aber was ist ein Zirkelschluss? Ganz grob gesagt, wenn das eine Erklärung (nach einigen weiteren Erklärungen) als Voraussetzung für die Erklärung dient. Der rechte Glaube: Der rechte Glaube, der zwingend notwendig ist, um nicht in die Hölle zu kommen. Eine Drohkulisse dient als Missionsbeschleuniger. (Zu dem Thema habe ich als freikirchliche Predigerin mal eine Predigt gehalte: Himmel oder Hölle. Letztere war mir Zeit meines Lebens suspekt. Dem habe ich mit klugen Worten durchaus Raum gegeben. Die Gemeinde war begeistert, man hat mich weder gesteinigt noch rausgeworfen) Woher kommt der rechte Glaube? Die Bibel / die Lehren der Kirche ist die Wahrheit Jesus ist Gottes Sohn, erlöst uns von der Beschneidung, der Hölle und dem ganzen Rest. Dazu man muss an ihn glauben. Das ist die Wahrheit. Warum sind die Aussagen über Jesus wahr, warum soll man an ihn glauben? Weil es in der Bibel steht / die Kirche lehrt. Warum sind die Aussagen der Bibel und der Kirche wahr? Weil die Bibel und Jesus es sagen. Und die Bibel / die Lehren der Kirche die Wahrheit sind. Kann sein, dass da noch ein paar weitere Zwischenschritte dazukommen, aber das Schema bleibt gleich. Die Begründung dreht sich im Kreis in der Hoffnung, dass man am Ende einer länglichen Diskussion den Anfang vergessen hat. Wenn Du eine andere Erklärung dafür hast, wo der rechte Glaube herkommt, dann ist jetzt die Gelegenheit mich zu korrigieren. 2 Quote
Shubashi Posted July 31 Report Posted July 31 Solche Zirkelschlüsse gelten eigentlich für jedes „stabile“, sich selbst begründendes Glaubenssystem - deswegen wirken für mich „rechtgläubige“ Beteuerungen oft ähnlich wie linientreue Parteitagsbeschlüsse. Letztlich entschließt man sich, Baron Münchhausen nachzuahmen - man zieht sich selbst am eigenen Zopf aus dem „Sumpf“ der Debatte mit den „Ungläubigen“. Glaube heißt aber nicht, nie in Morast oder Treibsand zu geraten, es ist nur das Zutrauen, nicht darin unterzugehen. 1 Quote
rorro Posted July 31 Report Posted July 31 Ein Zirkelschluß entsteht dann, wenn man Axiome herbeiargumentieren möchte. Welchen Inhalt das Axiom hat (Gott existiert, die Bibel sagt was über Gott aus, Jesus ist der Sohn Gottes, die Katholische Kirche ist die Kirche Jesu, etc. pp) ist dabei vollkommen irrelevant. Den „Sprung des Glaubens“ (Kierkegaard) kann man nicht argumentativ begründen. 2 Quote
Moby Posted July 31 Report Posted July 31 vor 6 Stunden schrieb Higgs Boson: Wenn Du eine andere Erklärung dafür hast, wo der rechte Glaube herkommt, dann ist jetzt die Gelegenheit mich zu korrigieren. Wie man es auch dreht und wendet, selbst wenn man die Strohmänner auch noch so sorgfältig verbrennt, so entstehen aus deren Asche doch nur wieder an das Kreuz seines individuellen Glaubens zu schlagende Pappkameraden, die auch nur wieder theologisch oder philosophisch sozusagen umgefummelt werden, und dann kommen auch nur wieder die täglich grüßenden Murmeltiere, die wohl jede dieser Diskussionen nach sich ziehen. Korrigieren kann man dich nicht, sollte man auch nicht, denn jeder religiöse Mensch lebt in seinem ureigenem Glaubens-Universum und sucht seinen Glaubens(ur)grund in einem der schwarzen Löcher (seines religiös ausgestalteten Univerums), in dem er meint, sein Gott sitze genau dort und von nun an sucht er verzweifelt nach einem Lichtschalter. Quote
Higgs Boson Posted July 31 Author Report Posted July 31 (edited) vor 3 Stunden schrieb rorro: Ein Zirkelschluß entsteht dann, wenn man Axiome herbeiargumentieren möchte. Welchen Inhalt das Axiom hat (Gott existiert, die Bibel sagt was über Gott aus, Jesus ist der Sohn Gottes, die Katholische Kirche ist die Kirche Jesu, etc. pp) ist dabei vollkommen irrelevant. Den „Sprung des Glaubens“ (Kierkegaard) kann man nicht argumentativ begründen. Das ist selbstverständlich richtig. Wenn dann aber Nichtglauben mit der Hölle bedroht wird (nicht von Dir), dann wird das kritisch. Weil selbst wenn man sich überwindet und irgendwo hinspringt, kommt Achmed und klopft auf den Koran. Und dann kommt man in jedem Fall in die Hölle. Irgendwer hat Heaven's IT-Departement danach gefragt... Edited July 31 by Higgs Boson Quote
rorro Posted July 31 Report Posted July 31 vor 5 Stunden schrieb Higgs Boson: Das ist selbstverständlich richtig. Wenn dann aber Nichtglauben mit der Hölle bedroht wird (nicht von Dir), dann wird das kritisch. Weil selbst wenn man sich überwindet und irgendwo hinspringt, kommt Achmed und klopft auf den Koran. Und dann kommt man in jedem Fall in die Hölle. Ich überlasse die Entscheidung dazu dem Entscheider. Wobei der Glaube an Ihn bekanntlich auch so ein Axiom ist. Quote
Popular Post nannyogg57 Posted July 31 Popular Post Report Posted July 31 Warnhinweis: Heaven's IT-Department-gucken macht süchtig! 1 3 Quote
Higgs Boson Posted August 1 Author Report Posted August 1 vor 13 Stunden schrieb rorro: Wobei der Glaube an Ihn bekanntlich auch so ein Axiom ist. Glaube ist immer ein Axiom. Und für sich betrachtet, ist das auch völlig ok, dagegen ist nix einzuwenden. Wenn auf die Frage: Und wenn ich das nicht glaube die Antwort kommt: 'Dann glaubst es halt nicht', dann kann man sogar völlig problemlos und unkritisch im Suppentopf des Zirkelschluss rumschwimmen. Wobei ich das in dem Fall noch nicht mal als solchen bezeichnen würde, weil es keiner Begründung bedarf. Das ist dann ein Glaubenssystem, das sich problemlos neben alle anderen Glaubenssystemen stellen lässt. Weil es nicht um die Frage einer technischen Wahrheit geht. Quote
Wunibald Posted August 1 Report Posted August 1 vor 13 Stunden schrieb nannyogg57: Warnhinweis: Heaven's IT-Department-gucken macht süchtig! Die (Götter wie wir) sind aber aber auch nicht schlecht. 1 Quote
SteRo Posted August 1 Report Posted August 1 Überkommt einen der Abfall vom Glauben einfach so? Nein, es handelt sich um eine Willensentscheidung, denn es besteht ein Unterschied zwischen 1. nicht glauben können (Unvermögen) und sich trotzdem zu bemühen (z.B. zu beten, dass einem gelinge, was man derzeit nicht vermag und ggf. die Hindernisse, die in der eigenen Person liegen objektiv zu erforschen, was dann notwendigerweise zur Auflösung dieser Hinderisse führt) 2. nicht glauben können (Unvermögen) und sich deshalb gegen den Glauben zu entscheiden, was auf eine Selbstrechtfertigung (idR durch allerlei Vernünfteleiein) hinausläuft. Das Unvermögen erscheint dann logisch begründet und das Gegenteil, das Vermögen der anderen, erscheint als auf einem Denkfehler beruhend. Derweil ist das Unvermögen oder das Vermögen die primäre seelische Basis und das Denken (des Vernunftvermögens) folgt erst sekundär, warum auch richtigerweise gesagt werden kann: die Vernunft ist entweder Dienerin des Glaubens oder Hure des Unglaubens. Quote
nannyogg57 Posted August 1 Report Posted August 1 vor 2 Stunden schrieb Wunibald: Die (Götter wie wir) sind aber aber auch nicht schlecht. Ok. Dann gebe ich denen auch mal eine Chance. Quote
Higgs Boson Posted August 3 Author Report Posted August 3 Am 1.8.2026 um 10:26 schrieb SteRo: Überkommt einen der Abfall vom Glauben einfach so? Nein, es handelt sich um eine Willensentscheidung, denn es besteht ein Unterschied zwischen 1. nicht glauben können (Unvermögen) und sich trotzdem zu bemühen (z.B. zu beten, dass einem gelinge, was man derzeit nicht vermag und ggf. die Hindernisse, die in der eigenen Person liegen objektiv zu erforschen, was dann notwendigerweise zur Auflösung dieser Hinderisse führt) 2. nicht glauben können (Unvermögen) und sich deshalb gegen den Glauben zu entscheiden, was auf eine Selbstrechtfertigung (idR durch allerlei Vernünfteleiein) hinausläuft. Das Unvermögen erscheint dann logisch begründet und das Gegenteil, das Vermögen der anderen, erscheint als auf einem Denkfehler beruhend. Derweil ist das Unvermögen oder das Vermögen die primäre seelische Basis und das Denken (des Vernunftvermögens) folgt erst sekundär, warum auch richtigerweise gesagt werden kann: die Vernunft ist entweder Dienerin des Glaubens oder Hure des Unglaubens. Du hast den dritten Fall übersehen, man glaubt weiterhin an Gott, weil die Entscheidung (nicht Vernunft) dies ermöglicht, der Glaube an Gott ist das Axiom. Dabei ist aber noch nicht geklärt, ob dieser Gott jetzt der Gott der Muslime, der Juden, der Christen oder der Massai ist, oder, oder, oder. In dem Fall liegt kein 'Abfall vom Glauben' vor. Wie zu erkennen ist, schließlich würdest Du es begrüßen, sollte sich Fatima vom Gott der Muslime dem Gott der Christen zuwenden. Auch wenn ihr Bruder Achmed dies als Abfall vom Glauben bezeichnen würde, und damit falsch läge, denn Fatima glaubt weiterhin an Gott, hat aber einen anderen Weg gewählt. Welche Umstände hätten sie dazu bringen können? Quote
SteRo Posted August 3 Report Posted August 3 vor 3 Minuten schrieb Higgs Boson: Du hast den dritten Fall übersehen, man glaubt weiterhin an Gott, weil die Entscheidung (nicht Vernunft) dies ermöglicht, der Glaube an Gott ist das Axiom. Dabei ist aber noch nicht geklärt, ob dieser Gott jetzt der Gott der Muslime, der Juden, der Christen oder der Massai ist, oder, oder, oder. In dem Fall liegt kein 'Abfall vom Glauben' vor. Nein, der Glaube an den einen einzigen wahren Gott ist das Axiom und damit auch der Glaube an seine Offenbarungen, inkl. der letzten als und durch Jesus Christus. Wer davon was wegnimmt, fällt vom Glauben an Ihn ab. vor 3 Minuten schrieb Higgs Boson: Wie zu erkennen ist, schließlich würdest Du es begrüßen, sollte sich Fatima vom Gott der Muslime dem Gott der Christen zuwenden. Auch wenn ihr Bruder Achmed dies als Abfall vom Glauben bezeichnen würde, und damit falsch läge, denn Fatima glaubt weiterhin an Gott, hat aber einen anderen Weg gewählt. Welche Umstände hätten sie dazu bringen können? Wenn jemand sich in Richtung des rechten Glaubens bewegt, dann ist das seinem Heil zuträglich und Anlass zu großer Freude. Dies wird aber nicht geschehen ohne die wirkliche Gnade Gottes. Quote
Higgs Boson Posted August 3 Author Report Posted August 3 vor 1 Minute schrieb SteRo: Nein, der Glaube an den einen einzigen wahren Gott ist das Axiom und damit auch der Glaube an seine Offenbarungen, inkl. der letzten als und durch Jesus Christus. Wer davon was wegnimmt, fällt vom Glauben an Ihn ab. Wenn jemand sich in Richtung des rechten Glaubens bewegt, dann ist das seinem Heil zuträglich und Anlass zu großer Freude. Dies wird aber nicht geschehen ohne die wirkliche Gnade Gottes. Ah, jetzt kommen wir der Sache näher. Nicht der Glaube an 'den wahren Gott der Christen' ist das Axiom, sondern nur ein Axiom. Das völlig gleichberechtigt neben den Axiomen 'Glaube an den Gott der Juden', 'Glaube an den Gott der Muslime' und 'Glaube an Ngai' (das ist der Gott der Massai) oder, oder, oder steht. Es sei denn, Du kannst mir erklären, warum es nur Dein Axiom gibt, die anderen falsch sind. 1 Quote
SteRo Posted August 3 Report Posted August 3 vor 3 Minuten schrieb Higgs Boson: Ah, jetzt kommen wir der Sache näher. Nicht der Glaube an 'den wahren Gott der Christen' ist das Axiom, sondern nur ein Axiom. Das völlig gleichberechtigt neben den Axiomen 'Glaube an den Gott der Juden', 'Glaube an den Gott der Muslime' und 'Glaube an Ngai' (das ist der Gott der Massai) oder, oder, oder steht. Es sei denn, Du kannst mir erklären, warum es nur Dein Axiom gibt, die anderen falsch sind. Was den Glauben an den einen und einzigen wahren Gott angeht, so gibt es da nur ein Axiom. Ich kann dir nicht erklären, warum du vom Glauben abgefallen bist, aber hierüber kannst du ja meditieren Quote
nannyogg57 Posted August 3 Report Posted August 3 Natürlich gibt es mehrere Axiome. Sonst gäbe es ja nicht die verschiedenen Religionen. Logik, Bruder, Logik! Quote
SteRo Posted August 3 Report Posted August 3 vor 3 Minuten schrieb nannyogg57: Natürlich gibt es mehrere Axiome. Sonst gäbe es ja nicht die verschiedenen Religionen. Logik, Bruder, Logik! Du machst den gleichen Fehler wie alle hier, die den rechten Glauben ablehnen, denn per vergleichender Religionswissenschaft lässt sich der rechte Glaube nicht erschließen und er lässt sich auch nicht logisch schlussfolgern. Quote
Higgs Boson Posted August 3 Author Report Posted August 3 vor 2 Minuten schrieb SteRo: Was den Glauben an den einen und einzigen wahren Gott angeht, so gibt es da nur ein Axiom. Ich kann dir nicht erklären, warum du vom Glauben abgefallen bist, aber hierüber kannst du ja meditieren Ein Axiom dient als unbewiesener, aber als wahr akzeptierter Grundsatz, als Fundament für logische Schlüsse. Wenn Glauben (oder Nichtglauben) ein Axiom ist, so beschreibt das noch nicht, was dessen Inhalt ist, es ist also widerspruchsfrei. Postuliert man beim Glauben an etwas ein neues Axiom (Gott der Muslime) und akzeptiert ihn als wahr, und postulieren andere andere Axiome und widersprechen sie sich, dann sind entweder alle gültig und lösen verschiedene Betrachtungweisen mit eigenen logischen Schlüssen aus, die alle nur innerhalb der eigenen Axiomgrundlage gelten. Dann könne alle Systeme nebeneinander widerspruchsfrei existieren, aber logische Schlüsse des einen Systems sind nicht auf die eines anderen Systems übertragbar. Das heißt das Muslim-Axiom darf dem Christen-Axiom nicht in die Argumentationskette spucken und umgekehrt. Oder, wenn das nicht akzeptiert werden kann, dann fällt das ganze Axiomsystem fällt in sich zusammen und ist ungültig, weil sich aus dem Widerspruch jede beliebige Aussage ableiten lässt. Das Axiom fällt dann auf den gemeinsamen Nenner 'Glaube an Gott' zusammen. Quote
SteRo Posted August 3 Report Posted August 3 vor 5 Minuten schrieb Higgs Boson: Ein Axiom dient als unbewiesener, aber als wahr akzeptierter Grundsatz, als Fundament für logische Schlüsse. Wozu ein Axiom dient oder dienen soll ist Auslegungssache je nach Kontext. Der Duden hat "absolut richtig erkannter Grundsatz; gültige Wahrheit, die keines Beweises bedarf" wobei, da wir uns hier auf dem Gebiet des rechten Glaubens bewegen, "Glaubens-" vor "Grundsatz" und vor "Wahrheit" eingefügt werden muss, um Missverständnisse zu vermeiden Quote
Higgs Boson Posted August 3 Author Report Posted August 3 vor 5 Minuten schrieb SteRo: Wozu ein Axiom dient oder dienen soll ist Auslegungssache je nach Kontext. Der Duden hat "absolut richtig erkannter Grundsatz; gültige Wahrheit, die keines Beweises bedarf" wobei, da wir uns hier auf dem Gebiet des rechten Glaubens bewegen, "Glaubens-" vor "Grundsatz" und vor "Wahrheit" eingefügt werden muss, um Missverständnisse zu vermeiden Nun ist aber der Glaube an einen bestimmten Gott eben genau ein Kontext. Und genau dieser Kontext liegt beim Glauben an den Christengott nur innerhalb des Glaubens an den Christengott vor. Das löst ein eigenes, in sich geschlossenes Axiomsystem aus, das nur in diesem Kontext Aussagen machen kann. Es kann keine Aussagen über andere Axiomsystem machen, die in sich schlüssig bleiben. Willst Du Dein Axiom absolut setzen, reißt Du es aus dem Kontext und das Axiom ist ungültig. Und wenn der Duden sagt 'absolut richtig erkannter Grundsatz' - dann spezifiziert er nicht den Christengott. Du kannst keine neuen Axiomregeln erfinden und von anderen verlangen, dass sie sich gefälligst daran halten. Und weil wir fair sind, das gilt auch für Achmed. Quote
SteRo Posted August 3 Report Posted August 3 vor 3 Minuten schrieb Higgs Boson: Nun ist aber der Glaube an einen bestimmten Gott eben genau ein Kontext. Und genau dieser Kontext liegt beim Glauben an den Christengott nur innerhalb des Glaubens an den Christengott vor. Das löst ein eigenes, in sich geschlossenes Axiomsystem aus, das nur in diesem Kontext Aussagen machen kann. Es kann keine Aussagen über andere Axiomsystem machen, die in sich schlüssig bleiben. Willst Du Dein Axiom absolut setzen, reißt Du es aus dem Kontext und das Axiom ist ungültig. Und wenn der Duden sagt 'absolut richtig erkannter Grundsatz' - dann spezifiziert er nicht den Christengott. Du kannst keine neuen Axiomregeln erfinden und von anderen verlangen, dass sie sich gefälligst daran halten. Und weil wir fair sind, das gilt auch für Achmed. Also ich muss festhalten, dass das Wort "Axiom" nicht von mir hier eingeführt wurde. Da das Wort nicht mein sprachlicher Ausdruck ist, habe es per Duden in einen passenden sprachlichen Ausdruck überführt. vor 19 Minuten schrieb SteRo: Der Duden hat "absolut richtig erkannter Grundsatz; gültige Wahrheit, die keines Beweises bedarf" wobei, da wir uns hier auf dem Gebiet des rechten Glaubens bewegen, "Glaubens-" vor "Grundsatz" und vor "Wahrheit" eingefügt werden muss, um Missverständnisse zu vermeiden Was immer dein Logiksystem also an Assoziationen und Bedeutungen zum Wort "Axiom" beihaltet, es gilt nicht für den rechten Glauben, weil dieser nicht logischen Schlussfolgerungen unterliegt. Dass es neben dem rechten Glauben auch falsche Glauben gibt, ist offensichtlich. Quote
Higgs Boson Posted August 3 Author Report Posted August 3 (edited) vor 3 Stunden schrieb SteRo: Also ich muss festhalten, dass das Wort "Axiom" nicht von mir hier eingeführt wurde. Da das Wort nicht mein sprachlicher Ausdruck ist, habe es per Duden in einen passenden sprachlichen Ausdruck überführt. Was immer dein Logiksystem also an Assoziationen und Bedeutungen zum Wort "Axiom" beihaltet, es gilt nicht für den rechten Glauben, weil dieser nicht logischen Schlussfolgerungen unterliegt. Dass es neben dem rechten Glauben auch falsche Glauben gibt, ist offensichtlich. Kein Problem, woran kann man dann den rechten Glauben vom falschen unterscheiden? Weil richtig und falsch muss man eindeutig unterscheiden können. Wenn Du nun den rechten Glauben einfach als unbeweisbar definierst, hast Du, ob Du den Begriff nun nutzt oder nicht, ein Axiom hervorgebracht - mit allen Implikationen, die sich daraus ergeben. So nennt sich sowas. Edited August 3 by Higgs Boson 1 Quote
SteRo Posted August 4 Report Posted August 4 vor 18 Stunden schrieb Higgs Boson: Kein Problem, woran kann man dann den rechten Glauben vom falschen unterscheiden? Weil richtig und falsch muss man eindeutig unterscheiden können. Wenn Du nun den rechten Glauben einfach als unbeweisbar definierst, hast Du, ob Du den Begriff nun nutzt oder nicht, ein Axiom hervorgebracht - mit allen Implikationen, die sich daraus ergeben. So nennt sich sowas. Wenn du etwas "Axiom" nennen willst, was ich nicht so nenne, dann kann ich dich nicht davon abhalten. Allerdings folgt aus deiner Benennungswillkür nicht, dass Denksysteme, welche deine Benennung verwenden, auf den rechten Glauben anwendbar wären. Zu deiner Frage: Der rechte Glaube berücksichtigt und richtete sich auf - im Gegensatz zum falschen - den einen und einzigen wahren Gott und ist also eindeutig unterscheidbar mittels der berücksichtigten Offenbarungen. Was du nicht zu verstehen scheinst ist, dass das Weglassen einer Offenbarung Gottes notwendigerweise dazu führt, dass man weder dem einen und einzigen wahren Gott dienen kann noch den einen und einzigen wahren Gott anbeten, verherrlichen oder lobpreisen kann, weil dem Subjekt des Glaubens mit nur einem Teil der Offenbarungen der eine und einzige wahre Gott und sein Wille ja gar nicht erscheinen kann. Der Glaubensakt desjenigen Gottgläubigen, der die Offenbarung Jesu Christi nicht kennt oder - wesentlich schlimmer - sogar ablehnt, ist also notwendigerweise ein falscher Akt. Quote
rorro Posted August 4 Report Posted August 4 vor 19 Stunden schrieb Higgs Boson: Kein Problem, woran kann man dann den rechten Glauben vom falschen unterscheiden? Weil richtig und falsch muss man eindeutig unterscheiden können. Wenn Du nun den rechten Glauben einfach als unbeweisbar definierst, hast Du, ob Du den Begriff nun nutzt oder nicht, ein Axiom hervorgebracht - mit allen Implikationen, die sich daraus ergeben. So nennt sich sowas. Die eigenen Axiome werden gerne als solche geleugnet. Qed. Quote
Higgs Boson Posted August 4 Author Report Posted August 4 (edited) vor 9 Stunden schrieb SteRo: Wenn du etwas "Axiom" nennen willst, was ich nicht so nenne, dann kann ich dich nicht davon abhalten. Allerdings folgt aus deiner Benennungswillkür nicht, dass Denksysteme, welche deine Benennung verwenden, auf den rechten Glauben anwendbar wären. Zu deiner Frage: Der rechte Glaube berücksichtigt und richtete sich auf - im Gegensatz zum falschen - den einen und einzigen wahren Gott und ist also eindeutig unterscheidbar mittels der berücksichtigten Offenbarungen. Was du nicht zu verstehen scheinst ist, dass das Weglassen einer Offenbarung Gottes notwendigerweise dazu führt, dass man weder dem einen und einzigen wahren Gott dienen kann noch den einen und einzigen wahren Gott anbeten, verherrlichen oder lobpreisen kann, weil dem Subjekt des Glaubens mit nur einem Teil der Offenbarungen der eine und einzige wahre Gott und sein Wille ja gar nicht erscheinen kann. Der Glaubensakt desjenigen Gottgläubigen, der die Offenbarung Jesu Christi nicht kennt oder - wesentlich schlimmer - sogar ablehnt, ist also notwendigerweise ein falscher Akt. Ok, man erkennt den wahren Glauben an den Offenbarungen. Reduzieren wir die mal auf drei, um uns dem Problem anzunähern. Tenach NT Koran Ist es nur das erste (Judentum) Ist es nur das erste und zweite (Christentum) Ist es das erste, das zweite und das dritte (Islam) Wie siebst Du das aus? Wie gehst Du da vor? Wie entscheidest Du, was zu berücksichtigen ist? Denn jede der drei Religionen beharrt in ihren heiligen Büchern darauf, dass ihre Offenbarung abgeschlossen ist und nicht mehr durch eine weitere Offenbarung erweitert werden kann. Edited August 4 by Higgs Boson Quote
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