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orier

"Turmbau von Babel"

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orier

These: Der Titel, mit dem Gen 11 traditionellerweise bezeichnet wird, "Turmbau zu Babel", trifft den Kern dieser Erzählung nicht. Analysiert man den Text genau, merkt man nämlich, dass der Turm gar keine zentrale Rolle spielt. Es geht in dieser Geschichte auch gar nich darum, dass die Menschen einen Turm bis zum Himmel bauen wollen, um zu sein wie Gott bzw. um seine Stelle einzunehmen; es geht nicht um Hybris. Sondern: Die Menschen wollen sich installieren und etwas Grosses errichten (in diesem Fall eine Stadt und einen Turm; später wird nur noch von der Stadt gesprochen, nicht mehr vom Turm), um sich Macht zu verschaffen; Macht über die anderen. DESHALB greift Gott ein - weil er nicht will, dass die Menschen Macht über andere ausüben und sich installieren, ihre Pilgerschaft aufgeben; und nicht, weil sie ihn verdrängen wollen. Dieser Text ist in der ganzen Geschichte des Christentums einseitig oder falsch ausgelegt worden.

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Erich

>>Dieser Text ist in der ganzen Geschichte des Christentums einseitig oder falsch ausgelegt worden. <<

 

ja,ja, so wird es sein. IKvu, Wsk und grünes Gedankengut lassen grüßen.

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orier

@ Genosse Erich

 

Bitte? Was hat das denn damit zu tun? Könntest du vielleicht auch einen gescheihten Beitrag zum Thema leisten? Ich schlage lediglich vor, den Bibeltext richtig zu lesen. Im Übrigen steht meine Interpretation nicht im Gegensatz zu der "traditionnellen", es handelt sich nur um eine nuanciertere Betrachtung.

Edited by orier

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Woge

Gen 11,4: Dann sagten sie: Auf, bauen wir uns eine Stadt und einen Turm mit einer Spitze bis zum Himmel, und machen wir uns damit einen Namen, dann werden wir uns nicht über die ganze Erde zerstreuen.

 

Selbst angegebenes Motiv: Namen machen und Zerstreuung vermeiden. Von Machtstreben kann ich zunächst nichts entdecken. Aber Gott wittert mehr dahinter, denn

 

Gen 11,6: Er sprach: Seht nur, ein Volk sind sie, und eine Sprache haben sie alle. Und das ist erst der Anfang ihres Tuns. Jetzt wird ihnen nichts mehr unerreichbar sein, was sie sich auch vornehmen.

 

Wenn ihnen nichts mehr unerreichbar ist, werden sie auch glauben, Gott nicht mehr zu benötigen. An den Turm mit der Spitze bis zum Himmel werden andere Dinge treten:

- Ein Schiff, das unsinkbar ist

- Stoppen der Alterung

- Der Mensch wird ohne natürliche Zeugung zum Schöpfer des Lebens

- ...

 

Willkommen in Babel!

 

Liebe Grüße,

Wolfgang

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dr-esperanto

Verstehe ich dich richtig, daß du statt Hybris/Stolz lieber Macht als zu bekämpfenden Aussagewert der Geschichte sehen möchtest?

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Woge
Verstehe ich dich richtig, daß du statt Hybris/Stolz lieber Macht als zu bekämpfenden Aussagewert der Geschichte sehen möchtest?

Richtet sich diese Frage an orier oder an mich?

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Erich

Lieber Orier,

 

>> DESHALB greift Gott ein - weil er nicht will, dass die Menschen Macht über andere ausüben <<

 

wenn da nicht rosa-grün durchschimmert, dann weiß ich nicht. Sag mal, was sagst Du eigentlich zu Pauli-Worten:

 

Röm 13,1 Ein jeder sei untertan der obrigkeitlichen Gewalt; gibt es doch keine Obrigkeit, sie wäre denn von Gott. Wo immer eine ist, da ist sie von Gott eingesetzt. 

 

Gruß

Erich

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Mat

Hallo,

 

1. Die Erzählung will zunächst einmal erklären, warum es so viele Sprachen auf der Welt gibt (Ätiologie)

 

2. Die Erklärung argumentiert, dass die Menschen sich als Einheit gegen Gott verbünden können und werden deshalb in viele Sprachen getrennt (Teile und Herrsche)

 

Viele Grüße,

 

Matthias

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dr-esperanto
Verstehe ich dich richtig, daß du statt Hybris/Stolz lieber Macht als zu bekämpfenden Aussagewert der Geschichte sehen möchtest?

Richtet sich diese Frage an orier oder an mich?

Ich glaube, wir haben hier in diesem Thread Kommunikationsprobleme, eigentlich ganz passend zur babylonischen Sprachverwirrung...

Ich meinte Orier.

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