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Kann man Liebe "machen"


Gast Zeit

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Stimmt, Moonshadow,

 

deshalb habe ich auch mit Bedacht geschrieben: "(bei normalem Verlauf der Dinge)"

 

Ausnahmen pflegen die Regel zu bestätigen.

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Lieber Cano,

 

Dann widerspricht es auch nicht der Tatsache, daß Liebe ein Instinkt ist.  Denn "bei normalem Verlauf der Dinge" ist jeder Mensch liebensfähig.

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>Dann widerspricht es auch nicht der Tatsache, daß Liebe ein Instinkt ist.  Denn "bei normalem Verlauf der Dinge" ist jeder Mensch liebensfähig. <

 

Das finde ich nicht.

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Die Liebe ist eine Himmelsmacht! Der Mensch soll sich innerlich auf die Liebe vorbereiten und daher die 10 gebote nicht verwerfen Liebe "machen" kann der Mensch aber niemals, weil die Liebe ein geschenk Gottes ist. Weil wir so wenig einsicht zeigen ist Gott gezwungen uns immer mehr auf den Abgrund zuzuschieben. Der Abgrund: heißt Einsamkeit, Krankheit, Alter, Tod.....

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Das mit der genauen Analyse von Instinkten ist mir zu kompliziert.

 

Ich nehme sowohl liebesfähige alsauch liebesunfähige Menschen wahr.

 

Als liebesfähig vermute ich einen Menschen, wenn er sensibel, aufgeschlossen, tatkräftig ... also rundrum eine gesund wirkende Persönlichkeit ist.

Umgekehrt ist es bei unsensiblen, trägen, lebensunlustigen .... Menschen. Da vermute ich auch Liebesunfähigkeit.

 

Grundsätzlich geht es also um die Gesamtpersönlichkeit.

 

Kann man Liebe "machen"?

Da denke ich ähnlich wie Fromm: Nein. Aber ich kann die Grundvoraussetzungen für meine Liebesfähigkeit fördern.

Und nochmal "nein", weil ich meine Gesamtpersönlichkeit nicht in der Hand habe.

 

Der letzte Satz ist die eigentliche Diskussionsfrage. Er ist im Moment einfach eine Behauptung von mir.

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Hallo!

 

Nur ein kleiner Beitrag. Es gab mal ein (schreckliches) Experiment, bei dem Affen-"Kinder" nicht von ihren Müttern, sondern von mit Wolle überzogenen Stahlpuppen versorgt wurden, die zu gegebener Zeit Milch gaben. Zusätzlich ga es auch solche ohne Wolle (fehlende "Nestwärme"). Beide Babies starben, das der Wollpuppe später. Nicht wegen mangelnder Nahrung, sondern weil sich Zuneigung als lebensnotwendig erwies!!

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Zitat von lissie am 16:59 - 17.März.2001

>Dann widerspricht es auch nicht der Tatsache, daß Liebe ein Instinkt ist.  Denn "bei normalem Verlauf der Dinge" ist jeder Mensch liebensfähig. <

 

Das finde ich nicht.


 

Warum nicht? Ich kenne keinen Menschen, der nicht in der Lage ist zu lieben. Selbst Hochdepressive Menschen, die nicht in der Lage sind, sich selbst zu lieben, schaffen es, ihre ganze Liebe auf einen anderen Menschen oder ein Objekt zu projezieren. Liebesfähigkeit ist vielleicht nicht für alle offensichtlich, aber das muß es auch nicht, denn Liebe ist etwas inneres und nicht gebunden an äußere Erscheinungsformen.

 

Liebe Grüße,

 

Moonshadow

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liebe Moonshadow, ich habe da einen Einwand:

Hast Du mal mit Menschen gearbeitet, die an tiefen Depressionen litten?

Solche Menschen können weder sich selbst, noch ihr Leben und schon gar nicht andere Menschen lieben.

 

Liebe Grüße

sylle

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Zitat von sylle am 23:30 - 17.März.2001

liebe Moonshadow, ich habe da einen Einwand:

Hast Du mal mit Menschen gearbeitet, die an tiefen Depressionen litten?

Solche Menschen können weder sich selbst, noch ihr Leben und schon gar nicht andere Menschen lieben.

 

Liebe Grüße

sylle

 

Liebe Sylle,

 

Ja, habe ich, öfters schon, und ich kenne sie auch aus meinem privaten Umfeld. Der Suizidversuch kam immer erst dann, wenn der Mensch, in den man alles projiziert, nicht mehr da ist oder einen zurückweist.

 

Liebe Grüße,

 

Moonshadow

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Das Wort Liebe sollte in erster Linie auf gott bezogen werden, der alleine die Liebe ist. Zur Nächstenliebe ist kein Mensch ohne Gott befähigt, daher muß die Quelle selbst bei Gott erbeten werden. Wir können nicht gott mehr und mehr ausklammern und Leben, Liebe und Wahrheit ohne ihn erhoffen. Gerade auch die sogenannte Christenheit hat das leider nicht verstanden und lehnt daher die Demut ab.

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Lieber Zeit,

 

Bei Deinem letzten Posting würde ich mir eine Begründungen wünschen, die Dein Anliegen weiter erhellt:

 

- Warum ist ein Mensch ohne Gott zur Nächstenliebe unfähig und wie kommt das damit zusammen, dass auch Atheisten sich für andere Menschen einsetzen?

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Liebe Sylle, liebe Moonshaddow!

 

Ich habe das Drama einer schwerst depressieven Frau einmal bis zu ihrem Suizid mitverfolgen müssen und kann Euch mit voller Gewissheit sagen, dass bis hin zum Tod die Liebesfähigkeit bleibt.

Die Frau hatte allerdings einen ganz lieben und wertvollen Mann an ihrer Seite. Sie hat ihn bis zum Schluss geliebt. Erst als die grausamen Schmerzen ihrer Depression unerträglich wurden, brachte sie es fertig, sich das Leben zu nehmen. Bis dahin hat sie fast ein halbes Jahr nur noch durch die von und zu ihrem Mann gelebt. Ich habe mit ihm ihre letzten Tagebucheinträge gelesen. Sie hat sich schließlich von einer Brücke hinab in die Hände Gottes geworfen.

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Sie hat sich nicht in die Hände Gottes geworfen. Sie hat ihr einziges Leben weggeworfen. Jetzt ist sie nicht mehr.

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hallo mecky,

 

Gott ist der einzigste, der schon immer war, alles andere,was danach kam, ist durch ihn erst geworden. Gott selber bezeichnet sich als die Quelle und den Ursprung allen Lebens und das damit also ohne seine direkte einstrahlung überhaupt nichts sein kann. Folglich kann niemand autark von Gott leben und lieben und sich auf sich selbst berufen. Das heißt, der Mensch kann das schon, aber er muß dann die bitteren Konsequenzen tragen. Gott schaut usn Menschen lange zu und läßt es bekanntlich regnen auf Gute wie auf Böse, aber beide schiebt er mehr und mehr auf den Abgrund zu und besteht damit also auf eine innere Antwort des Menschen zu ihm als Urheber des Lebens. Ich kann nicht sagen: Ich bin die Liebe! Und ich kann nicht zu einem Menschen sagen: Du bist die Liebe! Ich kann zu einem Menschen sagen: Ich liebe Dich! Und ich kann von mir selbst sagen: Ich liebe! Aber niemals kann ich sagen: Du bist die Liebe/ich bin die Liebe. die Liebe ist alleine Gott und ohne den Gott der Liebe wird es zwischen den Menschen niemals tiefere Liebe geben.

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Lieber Zeit!

 

Dein Gedanke geht sehr tief, nicht nur bis zum Geschaffenen, sondern darüber hinaus noch bis zum Schöpfer.

Die Frage für die Praxis ist, an welchem Punkt ich diese Tiefe brauche. Ich kann ja - wie die A&A's - auch beim Geschaffenen ansetzen und sagen: Offensichtlich gibt es einen Liebestrieb im Menschen. Es genügt, diesem Trieb zu gehorchen, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, woher dieser Trieb letztlich kommt. Hauptsache ich praktiziere Liebe. (Das wäre eine agnostische Variante). Wie siehst Du das? Was bietet für Dich der Glaube an MEHR als die Praxis der Liebe? Worin äußert sich das bei Dir?

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wenn ich blumen sehe kann ich sie abschneiden , sie in mein zimmer stellen und sagen: das genügt mir! ich kann aber auch beachten, daß jede blume, überhaupt alles wurzeln hat. wenn wir alles aus der schöpfung von der wurzel trennen würden, wäre bald alles ausgestorben und leben und liebe nicht mehr möglich. christus bezeichnet sich als den weinstock und uns als die reben. wenn wir uns von der wurzel trennen werden wir nach und nach zu rosinen und müssen letztlich vermodern oder uns verspeisen lassen vom zeitgeist. christus hat aber mehr mit uns vor und warnt darum eindringlich, daß wir uns nicht von der wurzel trennen sollen. gott läßt eine zeitlang gläubige wie unggläubige leben und er warnt die gläubigen wie die ungläubigen sich von ihm zu trennen. man kann also sagen: nur scheinbar geht alles gut, nur scheinbar ist eine trennung von gott auf dauer ohne schwerwiegende folgen möglich.....

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Der obenstehende Beitrag ist nicht von mir. Ich kann nichts dafür, dass gerade Zeit meine Signatur ge (miss-)braucht.

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es handelt sich hier offensichtlich um einen Programmfehler.

Wahrscheinlich hat sich da ein Fehler beim Sperren von Zeit eingeschlichen.

 

Rolf wirds schon wieder richten...

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