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Gabriele

"Marianische" Christen und ihr Verhalten

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Gabriele

Ich gebe dir Recht: Im geistlichen Kampf in dem wir stehen ist die Hilfe der heiligen und Gott treu gebliebenen Engel sehr wertvoll. Und je mehr der Mensch sich bewußt mit den hl. Engeln verbindet, umso mehr kann er ihre Hilfe auch erfahren. Durch Materialismus, Rationalismus und die von Dir angedeutete Verkitschung der Engel fehlt vielen Menschen der Zugang. Schade.

 

Naja, es besteht aber auch die Gefahr, dass durch die Beschäftigung mit Engeln, Heiligen und Seligen der Blick aufs Wesentliche verkürzt wird. Gar so viel Zeit hat man ja auch nicht. :D

Du wirst doch nicht meinen, dass die Engel die Ehre für sich beanspruchen? Sie führen zu Gott, sie sind Diener Gottes- und sie helfen im Auftrag Gottes. Ich kann daher nicht müde werden festzustellen: Sowohl die Verehrung der Gottesmutter Maria, der hl. Engel wie auch der Heiligen ist im Grunde dankbare Annahme der Geschenke Gottes. Weder die Gottesmutter noch die hl. Engel helfen und leben getrennt von Gott. Sie führen uns immer tiefer in die Liebe Gottes hinein. Und wenn wir die Verehrung der Gottesmutter Maria oder der hl. Engel pflegen, dann leben wir aus der Fülle des Glaubens - nehmen Gottes Gaben dankbar an. Was uns wirklich vom Wesentlichen weg führt ist die Beschäftigung mit Dingen, die Zeitvertreib sind- wozu ich z.B. Fußball, Fernsehen, Tagesneuigkeiten etc. zähle. Für manche nimmt das in ihrem Leben so viel Raum ein, dass ich da Zeitverschwendung par excellence sehe- in der Verehrung der hl. Engel kann ich da keine Lebens- oder Glaubensfehlinvestition sehen. Mögen die hl. Engel Gottes Dich allzeit behüten. :)

Lieber Peter,

 

vor allem die zweite Hälfte Deines Postings kann ich nicht bestätigen, ganz und gar nicht. Die Verehrung der Gottesmutter Maria führt keineswegs so zwangsläufig zur Liebe Gottes, wie Du das hier schilderst. Aus eigenem Erleben weiß ich, dass die Marienverehrung ganz im Gegenteil dazu "benutzt" werden kann, sich der Nächstenliebe zu entziehen, und damit nun gerade nicht in die Fülle des Glaubens führt.

Oder wie würdest Du das sehen, wenn jemand, anstatt die eigene Familie zu unterstützen, in die Kirche rennt, um Rosenkranz zu beten? Ist die Notlage des Nächsten in diesem Falle nicht das Wesentliche, das demonstrative Rosenkranzbeten hingegen eine Lebensfehlinvestition?

 

Da ich mich im Thread "Erfahrung mit Engeln" zu diesen Off-Topics hinreißen ließ ( :angry: ) habe ich hier gesplittet.

Gabriele als Mod

Edited by Gabriele

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Mariamante
Lieber Peter,

 

vor allem die zweite Hälfte Deines Postings kann ich nicht bestätigen, ganz und gar nicht. Die Verehrung der Gottesmutter Maria führt keineswegs so zwangsläufig zur Liebe Gottes, wie Du das hier schilderst. Aus eigenem Erleben weiß ich, dass die Marienverehrung ganz im Gegenteil dazu "benutzt" werden kann, sich der Nächstenliebe zu entziehen, und damit nun gerade nicht in die Fülle des Glaubens führt.

Oder wie würdest Du das sehen, wenn jemand, anstatt die eigene Familie zu unterstützen, in die Kirche rennt, um Rosenkranz zu beten? Ist die Notlage des Nächsten in diesem Falle nicht das Wesentliche, das demonstrative Rosenkranzbeten hingegen eine Lebensfehlinvestition?

Liebe Gabriele! Missbräuche in der Religion, im Glauben gibt es in viele. Aber wir können weder die Bibel verdammen, weil sie von manchen missbraucht wird, noch können wir die Marienverehrung, die Verehrung der hl. Engel oder die Anbetung Gottes im Allerheiligsten für schlecht finden, weil es Menschen gibt, die durch menschliche Schwäche Mißbrauch betreiben: Wer z.B. statt die Standespflichten zu erfüllen Wallfahrt dahin oder dorthin macht, statt seinen Pflichten im Haushalt nachzugehen Rosenkranz betet - der ist der Gefahr einer falschen Frömmigkeit erlegen. Franz von Sales schreibt darüber in der "Philothea! sehr Interessantes. Und ich erinnere mich immer wieder an die Geschichte vom "kleinen Mönch": Als ein Mitbruder den "kleinen Mönch" aus der Kirche wo er betet zu einem nicht so angenehmen Dienst ruft, da macht dieser ein missmutiges Gesicht. Und dazu steht der Satz:"Kleiner Mönch, das Gebet soll dir helfen ein guter Mensch zu werden, aber nicht dich daran hindern". Ich würde also sagen: Es liegt weder an den Engeln, den Heiligen noch am Rosenkranzgebet wenn es hier Probleme gibt- sondern an der menschlichen Schwäche, die auch das Gute zur falschen Zeit oder sogar als "Ausrede" angewandt missbrauchen kann. Daher brauchen wir sowohl was die Verehrung der hl. Engel, der Gottesmutter oder der Heiligen betrifft den Geist der Unterscheidung, damit wir in allem das rechte Maß finden. Die Verehrung der Engel, der Heiligen oder der Gottesmutter Maria - oder das Rosenkranzgebet jedoch über Bord werfen, nur weil es hier auch Missbräuche gab oder gibt wäre doch sicher nicht richtig, oder?

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Gabriele
.... Ich würde also sagen: Es liegt weder an den Engeln, den Heiligen noch am Rosenkranzgebet wenn es hier Probleme gibt- sondern an der menschlichen Schwäche, die auch das Gute zur falschen Zeit oder sogar als "Ausrede" angewandt missbrauchen kann. Daher brauchen wir sowohl was die Verehrung der hl. Engel, der Gottesmutter oder der Heiligen betrifft den Geist der Unterscheidung, damit wir in allem das rechte Maß finden. Die Verehrung der Engel, der Heiligen oder der Gottesmutter Maria - oder das Rosenkranzgebet jedoch über Bord werfen, nur weil es hier auch Missbräuche gab oder gibt wäre doch sicher nicht richtig, oder?

Lieber Peter,

 

ich gehe halt von den Erfahrungen aus, die ich gemacht habe - anderes wäre auch nicht sinnvoll.

Ich habe nirgendwo sonst eine solche Fehlentscheidung bezüglich des rechten Maßes gefunden wie eben bei der Marienverehrung, und das dann nicht als Einzelfall, sondern mehrfach. Bei der eucharistischen Anbetung beispielsweise ist mir nie ähnliches aufgefallen.

Deshalb lasse ich es nicht unwiedersprochen, wenn Du die Marienverehrung gleichsetzst mit "Leben aus der Fülle des Glaubens" und einem immer tieferen Einführen in die Liebe Gottes.

Dass es sich bei meinen Erfahrungen um Missbräuche handelt, bestreite ich nicht, aber ich mache auf solche Missbräuche aufmerksam und ziehe für mich die Konsequenzen: Rosenkranzbeten ist nicht heilsnotwendig, es gibt andere Zugänge zu Gott, die für mich weniger vorbelastet mit Missbräuchen sind, ich finde auf anderen Wegen zur Fülle des Glaubens.

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Mariamante
Lieber Peter,

ich gehe halt von den Erfahrungen aus, die ich gemacht habe - anderes wäre auch nicht sinnvoll.

Ich habe nirgendwo sonst eine solche Fehlentscheidung bezüglich des rechten Maßes gefunden wie eben bei der Marienverehrung, und das dann nicht als Einzelfall, sondern mehrfach. Bei der eucharistischen Anbetung beispielsweise ist mir nie ähnliches aufgefallen.

Liebe Gabriele! Es sind sicher nicht "marianische" Christen, die z.B. Wasser predigen und Wein trinken. Und doch findet sich das bei vielen Christen- und (Gott sei´s geklagt) wohl auch bei uns selbst. Bezüglich der Treue zum katholischen Glauben und auch in der Ernsthaftigkeit der Nachfolge Christi habe ich persönlich bei vielen marianischen Christen erlebt, dass sie z.B. weniger kompromissbereit waren bezüglich Sünde und 5 auch mal gerade sein lassen, Gottes Gebote hintanstellen, die Wegweisung der Kirche nur dort anzunehmen, wo es einem passt. Aber sicher kommt es auf den Standpunkt an und was einem wichtig ist. Für viele ist die Treue zum Glauben der röm.kath. Kirche nicht so wichtig, sondern es gibt andere Prioritäten.
Deshalb lasse ich es nicht unwiedersprochen, wenn Du die Marienverehrung gleichsetzst mit "Leben aus der Fülle des Glaubens" und einem immer tieferen Einführen in die Liebe Gottes.
Nur dass es keine Missverständnisse gibt: Ich sehe sowohl die Liebe zu Christus in den Sakramenten, die Verehrung der Gottesmutter Maria, die Verbundenheit mit den heiligen Engeln, die Verehrung der Heiligen, das Leben mit der Kirche im Jahreskreis als "Leben aus der Fülle des Glaubens" an - nicht aber eine einseitige Frömmigkeit, die sich nur eines herauspickt und das andere vernachlässigt. Zur Fülle des katholischen Glaubens gehört also m.E. sowohl die Liebe zu den Sakramenten, zur hl. Kirche und eben auch die Verehrung der Gottesmutter Maria, der hl. Engel, der Heiligen.
Dass es sich bei meinen Erfahrungen um Missbräuche handelt, bestreite ich nicht, aber ich mache auf solche Missbräuche aufmerksam und ziehe für mich die Konsequenzen: Rosenkranzbeten ist nicht heilsnotwendig, es gibt andere Zugänge zu Gott, die für mich weniger vorbelastet mit Missbräuchen sind, ich finde auf anderen Wegen zur Fülle des Glaubens
Es gibt unzählige Wege zu Gott. Jemand sagte mal: Es gibt so viele Arten Gott zu lieben wie es Angesichter gibt. Das nimmt aber dem Wert des Rosenkranzgebet nichts weg. Wer das Rosenkranzgebet kennen und beten gelernt hat, der wird seine Kraft sicher schätzen. Das sagt jetzt aber nicht, dass andere Formen des Gebetes wie vor allem das persönliche "innere Gebet" weniger wertzuschätzen wären. Heilsnotwendig wäre es auch nicht, jeden Tag zur hl. Messe zu gehen - und doch ist es für jene, die die Möglichkeit dazu haben eine Quelle der Kraft und eine tiefe Erfahrung der Liebe Gottes.

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Gabriele
Liebe Gabriele! Es sind sicher nicht "marianische" Christen, die z.B. Wasser predigen und Wein trinken.

Doch, Peter, es sind ganz sicher "marianische" Christen, die ich so erlebt habe. Wenn Du von den "vielen marianischen Christen" berichtest, die "weniger kompromissbereit" sind gegenüber Sünde, dann kann ich das sogar bestätigen: Kompromisslos haben diese Frauen die Sünde angeprangert, und zwar die (vermeintlichen) Sünden anderer. Und da ihnen die Treue zum Glauben der röm.kath. Kirche wichtig ist, schwingen sie zum Heile der armen Sünder kräftig den Rosenkranz, ganz im Bewußtsein, die richtigen Prioritäten gesetzt zu haben.

Und wenn ich aufgrund dieser schlechten Erfahrungen einen anderen Zugang zum Glauben und zu Gott bevorzuge, ist das keineswegs gleichzusetzen damit, "die Bibel zu verdammen, weil sie von manchen missbraucht wird" - Marienverehrung und Bibel sind nicht identisch!

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Mariamante
Doch, Peter, es sind ganz sicher "marianische" Christen, die ich so erlebt habe. Wenn Du von den "vielen marianischen Christen" berichtest, die "weniger kompromissbereit" sind gegenüber Sünde, dann kann ich das sogar bestätigen: Kompromisslos haben diese Frauen die Sünde angeprangert, und zwar die (vermeintlichen) Sünden anderer. Und da ihnen die Treue zum Glauben der röm.kath. Kirche wichtig ist, schwingen sie zum Heile der armen Sünder kräftig den Rosenkranz, ganz im Bewußtsein, die richtigen Prioritäten gesetzt zu haben.

Was die Sünden/ Fehler anderer betrifft - könnte man das nicht den Satz eines bekannten Forumsmitgliedes anwenden indem man statt "Kirche" Mitmenschen sagt?

 

Ich kann leider keine Liebe und nichts Positives darin sehen, wenn man Fehler der Kirche angeblich aus Liebe zu übersehen und zu vertuschen versucht. Das kann doch keine wirkliche Liebe sein. Liebe ist meiner Meinung nach, wenn man Freunde und auch Institutionen auf Ungereimtheiten hinweist und sie darauf aufmerksam zu machen versucht, damit diese vielleicht abgestellt werden und weiterer Schaden abgewendet wird.
Ichhabe nicht den Eindruck dass "marianische Christen" nur die Sünden anderer sehen- die eigenen nicht. Was "vermeintliche" Sünden sind, wäre sicher auch näher zu erörtern, aber das würde isn Abseits führen. Manche sehen ja in Ehebruch, Lüge, Diebstahl etc. u.ä. nur "vermeintliche" Sünden. Edited by Mariamante

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Gabriele

Doch, Peter, es sind ganz sicher "marianische" Christen, die ich so erlebt habe. Wenn Du von den "vielen marianischen Christen" berichtest, die "weniger kompromissbereit" sind gegenüber Sünde, dann kann ich das sogar bestätigen: Kompromisslos haben diese Frauen die Sünde angeprangert, und zwar die (vermeintlichen) Sünden anderer. Und da ihnen die Treue zum Glauben der röm.kath. Kirche wichtig ist, schwingen sie zum Heile der armen Sünder kräftig den Rosenkranz, ganz im Bewußtsein, die richtigen Prioritäten gesetzt zu haben.

Was die Sünden/ Fehler anderer betrifft - könnte man das nicht den Satz eines bekannten Forumsmitgliedes anwenden indem man statt "Kirche" Mitmenschen sagt?

 

Ich kann leider keine Liebe und nichts Positives darin sehen, wenn man Fehler der Kirche angeblich aus Liebe zu übersehen und zu vertuschen versucht. Das kann doch keine wirkliche Liebe sein. Liebe ist meiner Meinung nach, wenn man Freunde und auch Institutionen auf Ungereimtheiten hinweist und sie darauf aufmerksam zu machen versucht, damit diese vielleicht abgestellt werden und weiterer Schaden abgewendet wird.

Du meinst, diese "marianischen" Christen haben aus Liebe zu ihren sündigen Mitmenschen so gehandelt?

So wird es wohl sein.

Ichhabe nicht den Eindruck dass "marianische Christen" nur die Sünden anderer sehen- die eigenen nicht. Was "vermeintliche" Sünden sind, wäre sicher auch näher zu erörtern, aber das würde isn Abseits führen. Manche sehen ja in Ehebruch, Lüge, Diebstahl etc. u.ä. nur "vermeintliche" Sünden.

Was die "vermeintlichen" Sünden betrifft - nun, das war für die "marianischen Christen" selbstverständlich eindeutig: Da waren bei uns im Dorf einige Nachzügler im Anmarsch, trotz abgeschlossener Familienplanung. Und das darf ja nicht sein. Wer keine weiteren Kinder mehr will, hat sich gefälligst der diesbezüglichen Akte zu enthalten. Was ganz offensichtlich nicht passiert war.

Daraufhin haben etliche Schwieger- und Großmütter kollektiv den Kartoffelschäler mit dem Rosenkranz vertauscht, bestimmt um in Liebe die Sünderinnen auf ihren Fehler aufmerksam zu machen und zum Abstellen des Fehlers zu ermuntern. Das Bereuen der Sünde geht ja bekanntlich dann am Besten, wenn man die Folge der Sünde austrägt und gleich auch noch die Arbeit derer verrichtet, die zwischenzeitlich in frommer Demut den Rosenkranz beten.

Das war, wie gesagt, kein Einzelfall. Und die "marianischen Christen" hatten keineswegs das Bedürfnis, die frühmorgendliche hl. Messe zu besuchen, (die fand ja noch vor dem Frühstück statt) das Rosenkranzgebet kurz vor dem Abendessen (also dann, wenn es viel Arbeit in der Familie gibt) erschien ihnen viel besser geeignet, um ihre Treue zum Glauben zu zeigen und zu leben.

 

:angry:

 

Dass unser Ortspfarrer die "kleinen Sünden" freudig getauft und sie als "Zeugnis von glücklichen Ehen" bezeichnet hat, sei nur am Rande erwähnt.

 

(Ja, in diesem Posting steckt einiger Sarkasmus; anders kann ich es auch gar nicht beschreiben.)

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lara

Verstehe ich nicht. Außer: es gab neue Katholiken und "marianische Christen" hatten was dagegen. Aber was sollen die "Kartoffelschäler"? :angry:

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Mariamante
Du meinst, diese "marianischen" Christen haben aus Liebe zu ihren sündigen Mitmenschen so gehandelt?

So wird es wohl sein.

Die konkreten Fälle sind mir nicht bekannt. Aber wenn man zu Sünden schweigt, kann man sich durchaus mitschuldig machen. Das was du mit Nachzügler, abgeschlossener Familienplanung meinst erschließt mir den Fall deswegen nicht klar, weil ich nicht weiß, wie die Leute davon Kenntnis hatten, und in welcher (verwandtschaftlichen) Beziehung sie standen.
Und die "marianischen Christen" hatten keineswegs das Bedürfnis, die frühmorgendliche hl. Messe zu besuchen, (die fand ja noch vor dem Frühstück statt) das Rosenkranzgebet kurz vor dem Abendessen (also dann, wenn es viel Arbeit in der Familie gibt) erschien ihnen viel besser geeignet, um ihre Treue zum Glauben zu zeigen und zu leben.
Auch hier kann ich nicht nachvollziehen, ob hier durch das RK- Gebet die Treue zum Glauben gezeigt oder bezeugt werden sollte - oder ob das eine Vermutung von dir ist.

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Gabriele
Verstehe ich nicht. Außer: es gab neue Katholiken und "marianische Christen" hatten was dagegen. Aber was sollen die "Kartoffelschäler"? :angry:

Die "Kartoffelschäler" waren das Symbol für die Hausarbeit, die die angehenden Großmütter demonstrativ niedergelegt haben, genau zu dem Zeitpunkt, an dem die schwangeren Schwiegertöchter die tatkräftige Mithilfe viel besser hätten brauchen können als das fromme Gebet.

Die neuen Katholiken waren für die "marianischen Christen" insofern makelbehaftet, als sie der Auffassung waren, dass nach Abschluß der Familienplanung eine Josefs-Ehe zu führen ist. So hat es ihr großes Vorbild schließlich auch gehalten. Und dann kommt es gar nicht erst zu ungeplanten Nachzügler.

 

Sorry, dass das in der Kürze zu sehr verschlüsselt war.

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Mariamante
Die neuen Katholiken waren für die "marianischen Christen" insofern makelbehaftet, als sie der Auffassung waren, dass nach Abschluß der Familienplanung eine Josefs-Ehe zu führen ist. So hat es ihr großes Vorbild schließlich auch gehalten. Und dann kommt es gar nicht erst zu ungeplanten Nachzügler.

 

Sorry, dass das in der Kürze zu sehr verschlüsselt war.

Wolltest du auf diese Weise verschlüsselt ausdrücken, dass marianische Christen gegen künstliche Empfängnisverhütung waren?

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Gabriele

Die neuen Katholiken waren für die "marianischen Christen" insofern makelbehaftet, als sie der Auffassung waren, dass nach Abschluß der Familienplanung eine Josefs-Ehe zu führen ist. So hat es ihr großes Vorbild schließlich auch gehalten. Und dann kommt es gar nicht erst zu ungeplanten Nachzügler.

 

Sorry, dass das in der Kürze zu sehr verschlüsselt war.

Wolltest du auf diese Weise verschlüsselt ausdrücken, dass marianische Christen gegen künstliche Empfängnisverhütung waren?

 

Nein.

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Sokrates
Sorry, dass das in der Kürze zu sehr verschlüsselt war.

Wenn man solch bigotte Betschwestern aus eigener Anschauung kennt, war das sehr wohl verständlich. Ich bin dankbar, dass meine Mutter und Großmutter das anders gehandhabt haben.

 

Es soll, wenn auch wesentlich seltener, auch bei Männern vorkommen, dass sie der Verantwortung für ihren Nachwuchs entfliehen und sich, statt "bequem" und "ruhig" für ihre Kinder zu sorgen, stattdessen das so viel schwierigere und unbequemere Gebet vorziehen.

Edited by Sokrates

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Mariamante
Wenn man solch bigotte Betschwestern aus eigener Anschauung kennt, war das sehr wohl verständlich. Ich bin dankbar, dass meine Mutter und Großmutter das anders gehandhabt haben.
Ja- wie schön, wenn man so gute Voraussetzungen hat. Die Verantwortung wird dann halt größer. Denn wem viel gegeben, von dem wird auch viel erwartet.
Es soll, wenn auch wesentlich seltener, auch bei Männern vorkommen, dass sie der Verantwortung für ihren Nachwuchs entfliehen und sich, statt "bequem" und "ruhig" für ihre Kinder zu sorgen, stattdessen das so viel schwierigere und unbequemere Gebet vorziehen.
Hast du da auch einen konkreten Fall im Auge, einen Link- Verweis oder war das nur mal so ein pauschaler Rundumschlag, den du bei anderen zwar verurteilst, aber bei dir- großzügig wie du dir selbst gegenüber nun mal bist- tolerierst?

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lara
Die "Kartoffelschäler" waren das Symbol für die Hausarbeit, die die angehenden Großmütter demonstrativ niedergelegt haben, genau zu dem Zeitpunkt, an dem die schwangeren Schwiegertöchter die tatkräftige Mithilfe viel besser hätten brauchen können als das fromme Gebet.

Die neuen Katholiken waren für die "marianischen Christen" insofern makelbehaftet, als sie der Auffassung waren, dass nach Abschluß der Familienplanung eine Josefs-Ehe zu führen ist. So hat es ihr großes Vorbild schließlich auch gehalten. Und dann kommt es gar nicht erst zu ungeplanten Nachzügler.

 

Sorry, dass das in der Kürze zu sehr verschlüsselt war.

 

 

Jetzt ist alles klar, Gabriele. – Tja, das kommt leider häufiger vor; kirchliche oder (vermeintlich) göttliche Vorschriften werden zur Durchsetzung eigener Interessen benutzt. Und das beschränkt sich nicht nur auf die Marianischen.

 

Nun fehlt andererseits für Schwiegermütter auch das biblische Vorbild (soweitmirbekannt), und eine Heilige, die primär aufgrund überragender Schwiegermutterqualitäten offiziell zur Ehre der Altäre erhoben wurde, gibt’s ja nun auch nicht. Hier gäbe es doch für engagierte Geistliche mal ein Thema, um die entsprechenden Damen von der Kanzel anzufeuern?

Edited by lara

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Elima

Gabriele hatte diese Überlegungen schon einmal in einem Marienthread in einer Diskussion mit Mariamante dargestellt. Ich wusste sofort, worauf sie anspielt (da ich da ähnliche Erfahrungen gemacht habe). Ach, ja, das Forum lebt auch von den Wiederholungen.... :angry:

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Gabriele

Wenn man solch bigotte Betschwestern aus eigener Anschauung kennt, war das sehr wohl verständlich. Ich bin dankbar, dass meine Mutter und Großmutter das anders gehandhabt haben.

Ja- wie schön, wenn man so gute Voraussetzungen hat. Die Verantwortung wird dann halt größer. Denn wem viel gegeben, von dem wird auch viel erwartet.

Sorry, ich glaube, ich habe den Faden verloren:

Wessen Verantwortung wird größer?

Die von Sokrates? Oder die von Mariamante? Oder von den Betschwestern bzw. den "marianischen" Christen?

Und was wird von ihnen erwartet? Dass sie noch mehr beten?

 

Es soll, wenn auch wesentlich seltener, auch bei Männern vorkommen, dass sie der Verantwortung für ihren Nachwuchs entfliehen und sich, statt "bequem" und "ruhig" für ihre Kinder zu sorgen, stattdessen das so viel schwierigere und unbequemere Gebet vorziehen.

Hast du da auch einen konkreten Fall im Auge, einen Link- Verweis oder war das nur mal so ein pauschaler Rundumschlag, den du bei anderen zwar verurteilst, aber bei dir- großzügig wie du dir selbst gegenüber nun mal bist- tolerierst?

Was toleriert Sokrates in seiner Großzügigkeit sich selbst gegenüber?

Tut mir Leid, Peter, ich verstehe grad nicht, um was es Dir geht.

 

:angry:

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Sokrates
Was toleriert Sokrates in seiner Großzügigkeit sich selbst gegenüber?

Tut mir Leid, Peter, ich verstehe grad nicht, um was es Dir geht.

 

:angry:

So gehts mir auch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass MM allen Ernstes meint, ich würde in die Kirche rennen, um meinen sonstigen Pflichten aus dem Wege zu gehen. Irgendwie wäre diese Sünde gegen mein Naturell.

Edited by Sokrates

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Gerlinde Blosche
Was toleriert Sokrates in seiner Großzügigkeit sich selbst gegenüber?

Tut mir Leid, Peter, ich verstehe grad nicht, um was es Dir geht.

 

:angry:

So gehts mir auch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass MM allen Ernstes meint, ich würde in die Kirche rennen, um meinen sonstigen Pflichten aus dem Wege zu gehen. Irgendwie wäre diese Sünde gegen mein Naturell.

Hallo ihr beiden,

ihr seid halt nicht von Engeln beflügelt! :D

Liebe Grüße,Gerlinde

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Petrus
Es sind sicher nicht "marianische" Christen, die z.B. Wasser predigen und Wein trinken. Und doch findet sich das bei vielen Christen- und (Gott sei´s geklagt) wohl auch bei uns selbst.
wen meinst Du mit "uns"? ist das jetzt der "pluralis maiestatis", oder meinst Du Dich selbst?

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Mariamante
ich habe den Faden verloren:

Wessen Verantwortung wird größer?

Wenn jemand eine gediegene christliche Erziehung hatte, vorbildliche Eltern, Großeltern, dann wird seine Verantwortung größer.
Was toleriert Sokrates in seiner Großzügigkeit sich selbst gegenüber?

Tut mir Leid, Peter, ich verstehe grad nicht, um was es Dir geht.

Als ich vor einiger Zeit von schlechter Priesterausbildung schrieb, setzte es von Sokrates Hiebe. Das sei eine pauschale Unterstellung. Nun schriebt Sokrates pauschal- unterstellend:
Es soll, wenn auch wesentlich seltener, auch bei Männern vorkommen, dass sie der Verantwortung für ihren Nachwuchs entfliehen und sich, statt "bequem" und "ruhig" für ihre Kinder zu sorgen, stattdessen das so viel schwierigere und unbequemere Gebet vorziehen.
- daher meine Frage nach Konkretisierung dieser pauschalen Unterstellung. Unverständnis spielen ist keine Antwort.

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Mariamante
Es sind sicher nicht "marianische" Christen, die z.B. Wasser predigen und Wein trinken. Und doch findet sich das bei vielen Christen- und (Gott sei´s geklagt) wohl auch bei uns selbst.
wen meinst Du mit "uns"? ist das jetzt der "pluralis maiestatis", oder meinst Du Dich selbst?
Du schließt sich also hiermit konkret und ausdrücklich vom Kreis jener aus, die "Wasser predigen und Wein trinken" - aus dem Kreis jener, die den christlichen Ansprüchen manchmal nicht gerecht werden, versagen???? Das "uns" war kein majestatis pluralis, sondern zur Kenntnisnahme dessen, was die Schrift sagte: Dass wir alle Sünder sind. Und Sündern ist es eigen, zu versagen. Und das Versagen besteht u.a. auch darin, Wasser zu predigen und Wein zu trinken. Schön, wenn dir das noch nie passiert ist. Gratuliere. Edited by Mariamante

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Sokrates
Nun schriebt Sokrates pauschal- unterstellend:
Es soll, wenn auch wesentlich seltener, auch bei Männern vorkommen, dass sie der Verantwortung für ihren Nachwuchs entfliehen und sich, statt "bequem" und "ruhig" für ihre Kinder zu sorgen, stattdessen das so viel schwierigere und unbequemere Gebet vorziehen.
- daher meine Frage nach Konkretisierung dieser pauschalen Unterstellung. Unverständnis spielen ist keine Antwort.

Was "pauschal" bedeutet, weißt Du also auch nicht. Danke, keine weiteren Fragen.

Edited by Sokrates

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Mariamante
Nun schriebt Sokrates pauschal- unterstellend:
Es soll, wenn auch wesentlich seltener, auch bei Männern vorkommen, dass sie der Verantwortung für ihren Nachwuchs entfliehen und sich, statt "bequem" und "ruhig" für ihre Kinder zu sorgen, stattdessen das so viel schwierigere und unbequemere Gebet vorziehen.
- daher meine Frage nach Konkretisierung dieser pauschalen Unterstellung. Unverständnis spielen ist keine Antwort.

Was "pauschal" bedeutet, weißt Du also auch nicht. Danke, keine weiteren Fragen.

Eine konkrete ANtwort auf die Frage, wer es denn sei, der der Verantwortung für den Nachwuchs entflieht, ist dir also nicht zu entlocken. Signifikant würde ich sagen. Ausweichmanöver sind keine Antwort, das sollte dir bewußt sein.

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Sokrates
Eine konkrete ANtwort auf die Frage, wer es denn sei, der der Verantwortung für den Nachwuchs entflieht, ist dir also nicht zu entlocken. Signifikant würde ich sagen. Ausweichmanöver sind keine Antwort, das sollte dir bewußt sein.

Da es von mir keine pauschale Unterstellung gibt, gibt es auch nichts diesbezüglich zu konkretisieren. Dass es Männer gibt, die Kinder in die Welt setzen und sich dann aus dem Staub machen, wirst Du ja wohl nicht abstreiten wollen. Oder doch?

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