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Umgang der Kirche mit Alleinstehenden


Donata

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Sehr gut finde ich das in englischen Kirchen übliche Kaffee-/Teetrinken nach dem Gottestdienst. Es scheint da auch üblich zu sein, dass der Pfarrer die neu Hinzugekommenen direkt anspricht. Auf diese Weise wird dann vermieden, dass sie zwischen den Alteingessenen stehen wie bestellt und nicht abgeholt.

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Franciscus non papa

Um das klarzustellen:

Ich bin pro Kirche eingestellt.

 

Aber ich wünsche mir kein Salonchristentum für arrivierte und saturierte Bildungsbürger, Studentenverbindungsbrüder und Kleinstadthonoratioren, die mitsamt ihrer heiligen Patrizierfamilie unter sich bleiben wollen und die Kirche nur für den feierlich-erzkonservativen Rahmen brauchen. Sondern eine Kirche, in der dauerhaft unverheiratete Alleinstehende, (oftmals ungewollt) kinderlose und geschiedene Menschen, und zwar auch die sog. kleinen Leute bzw. solche aus den sog. bildungsfernen Gesellschaftsschichten, sich ebenso zugehörig, willkommen, wertvoll und von Gott gesegnet fühlen können wie (angehende) Brautleute, Eheleute, Schwangere, Mütter, Väter, Großeltern und sonstige Familienclanmitglieder, Kinder und Verwitwete.

 

 

Ich sehe da keinen Gegensatz, zumal ich diese "arrivierte und saturierte Bildungsbürger, Studentenverbindungsbrüder und Kleinstadthonoratioren, die mitsamt ihrer heiligen Patrizierfamilie unter sich bleiben wollen" kaum in Kirche erlebe, sondern eher Kommunionkinder, von denen die wenigsten aus sog. "intakten" Familien kommen, viele Alleinerziehende, Geschiedene usw.

 

Kirche soll und muss für alle da sein, oder sie ist sinnlos, wenn sie ihre Hauptaufgabe vergisst, Zeichen des Heiles in dieser Welt zu sein, UrSakrament der Liebe Gottes.

 

Das ist bisweilen schwer vermittelbar, auch wegen der teilweisen instinktlosen Äusserungen - meist höherer - Kleriker.

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Es gibt Leute, die eingeladen, angesprochen, einbezogen werden in katholischen Kirchengemeinden?

 

Zumindest neu Hinzugezogene. Aber alle Christen tun das nicht, die meisten bleiben ja auf dem Kirchhof lieber unter sich und interessieren sich nicht für Leute, die neu in der Gemeinde sind, nicht so leben wie sie und nicht zu ihrem Bekanntenkreis gehören.

Doch, die Christen in anderen Konfessionen tun das in der Regel, es sei denn, es sind riesige Pfarreien der hiesigen Volkskirche. Aber bei den etwas kleineren ist das anders.

Gestern habe ich das nochmal rausgesucht und überprüft, es gibt nämlich im Netz eine Seite mit "geheime Gottesdienstbesucher", die weltweit in die Kirche gehen und danach darüber schreiben. Bei Katholiken (weltweit!) wird man weder vor dem Gottesdienst noch nachher angesprochen. Wenn man nicht selbst auf die Leute zugeht, muss man keinen Kontakt befürchten. Das ist in fast allen anderen Konfessionen anders, da werden Fremde beim Betreten der Kirche begrüßt und danach noch zu einem Kirchenkaffee oder Imbiss eingeladen. Wenn man da nicht genau aufpasst, hat man da schnell mal versehentlich mehreren Gruppen zugesagt, bei ihnen mitzuwirken.

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Franciscus non papa

auch kleine Gruppen entwickeln ihre eigene Hierarchie und ihre eigenen Abgrenzungsmechanismen.

 

es ist im übrigen auch durchaus menschlich, wenn man irgendwo hingeht, sich mit den Menschen zu beschäftigen, die man schon kennt.

 

Das ist nicht nur ein Problem in kirchlichen Gemeinden, sondern überall sonst auch.

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auch kleine Gruppen entwickeln ihre eigene Hierarchie und ihre eigenen Abgrenzungsmechanismen.

 

es ist im übrigen auch durchaus menschlich, wenn man irgendwo hingeht, sich mit den Menschen zu beschäftigen, die man schon kennt.

 

Das ist nicht nur ein Problem in kirchlichen Gemeinden, sondern überall sonst auch.

Ja, sicher. Es ist aber auch durchaus logisch, wenn der katholischen Kirche die Leute in Scharen weglaufen. Wer monate- oder jahrelang in eine Gemeinde geht und dann den Leuten dadurch unangenehm auffällt, dass er sie anspricht - schließlich wollen die sich nur mit ihren Bekannten unterhalten - wird bald gar nicht mehr hingehen, weder zum "Gemeindeleben" noch in die Kirche. Wenn dann die Austrittszahlen fürs vergangene Jahr sehr hoch sind, kann man es ja immer auf irgendeinen Bischof oder auf die Medien schieben.

 

Vor einiger Zeit hat ein Geistlicher, der für die Neu-Evangelisierung arbeitet, in einem Vortrag gesagt, langjährige Ehrenamtliche und Pöstchenbesitzer, die aus Rotierungsgründen (damit nach 20 Jahren mal andere was machen dürfen) ihre Gemeindearbeit freiwillig stark einschränken, gehen bald schon nicht mehr in die Gottesdienste und treten bald aus. Das hat mich schon sehr überrascht.

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Es gibt Leute, die eingeladen, angesprochen, einbezogen werden in katholischen Kirchengemeinden?

 

Zumindest neu Hinzugezogene. Aber alle Christen tun das nicht, die meisten bleiben ja auf dem Kirchhof lieber unter sich und interessieren sich nicht für Leute, die neu in der Gemeinde sind, nicht so leben wie sie und nicht zu ihrem Bekanntenkreis gehören.

Doch, die Christen in anderen Konfessionen tun das in der Regel, es sei denn, es sind riesige Pfarreien der hiesigen Volkskirche. Aber bei den etwas kleineren ist das anders.

Gestern habe ich das nochmal rausgesucht und überprüft, es gibt nämlich im Netz eine Seite mit "geheime Gottesdienstbesucher", die weltweit in die Kirche gehen und danach darüber schreiben. Bei Katholiken (weltweit!) wird man weder vor dem Gottesdienst noch nachher angesprochen. Wenn man nicht selbst auf die Leute zugeht, muss man keinen Kontakt befürchten. Das ist in fast allen anderen Konfessionen anders, da werden Fremde beim Betreten der Kirche begrüßt und danach noch zu einem Kirchenkaffee oder Imbiss eingeladen. Wenn man da nicht genau aufpasst, hat man da schnell mal versehentlich mehreren Gruppen zugesagt, bei ihnen mitzuwirken.

 

 

Bei uns waren die offenbar noch nicht.

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Bei uns waren die offenbar noch nicht.

 

Ihr seid wahrscheinlich die Riesen-Ausnahme, normalerweise vermittelt eine katholische Gemeinden niemandem, willkommen zu sein, egal ob bei Erst- oder Zwanzigstbesuch.

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Bei uns waren die offenbar noch nicht.

 

Ihr seid wahrscheinlich die Riesen-Ausnahme, normalerweise vermittelt eine katholische Gemeinden niemandem, willkommen zu sein, egal ob bei Erst- oder Zwanzigstbesuch.

Was würdest Du denn von einer Gemeinde erwarten, damit Du Dich willkommen fühlst?

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Thomas B, das habe ich oben schon mal kurz angedeutet, siehe unten:

 

Doch, die Christen in anderen Konfessionen tun das in der Regel, es sei denn, es sind riesige Pfarreien der hiesigen Volkskirche. Aber bei den etwas kleineren ist das anders.

Gestern habe ich das nochmal rausgesucht und überprüft, es gibt nämlich im Netz eine Seite mit "geheime Gottesdienstbesucher", die weltweit in die Kirche gehen und danach darüber schreiben. Bei Katholiken (weltweit!) wird man weder vor dem Gottesdienst noch nachher angesprochen. Wenn man nicht selbst auf die Leute zugeht, muss man keinen Kontakt befürchten. Das ist in fast allen anderen Konfessionen anders, da werden Fremde beim Betreten der Kirche begrüßt und danach noch zu einem Kirchenkaffee oder Imbiss eingeladen. Wenn man da nicht genau aufpasst, hat man da schnell mal versehentlich mehreren Gruppen zugesagt, bei ihnen mitzuwirken.

Eigentlich das gleiche, was man erlebt, wenn man neu in einen Sportverein oder eine ähnliche Truppe kommt. Allerdings habe ich die Hoffnung auf sowas schon vor Jahren aufgegeben.

 

Hier ist übrigens die englische Seite, auf der über 2700 Berichte von Gottesdienstbesuchen auf der ganzen Welt und in allen Konfessionen stehen: Link

(Darf man hier überhaupt verlinken? Falls nicht, bitte löschen.)

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Sehr gut finde ich das in englischen Kirchen übliche Kaffee-/Teetrinken nach dem Gottestdienst. Es scheint da auch üblich zu sein, dass der Pfarrer die neu Hinzugekommenen direkt anspricht. Auf diese Weise wird dann vermieden, dass sie zwischen den Alteingessenen stehen wie bestellt und nicht abgeholt.

Hm, sehr still hier. Es wäre schön gewesen, wenn jemand geschrieben hätte: Mensch, das müssten wir mal ausprobieren, drei oder vier Mal und sehen, ob da was Neues entstehen könnte.

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Sehr gut finde ich das in englischen Kirchen übliche Kaffee-/Teetrinken nach dem Gottestdienst. Es scheint da auch üblich zu sein, dass der Pfarrer die neu Hinzugekommenen direkt anspricht. Auf diese Weise wird dann vermieden, dass sie zwischen den Alteingessenen stehen wie bestellt und nicht abgeholt.

Hm, sehr still hier. Es wäre schön gewesen, wenn jemand geschrieben hätte: Mensch, das müssten wir mal ausprobieren, drei oder vier Mal und sehen, ob da was Neues entstehen könnte.

dat jibbet hier. Funzt.
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Sehr gut finde ich das in englischen Kirchen übliche Kaffee-/Teetrinken nach dem Gottestdienst. Es scheint da auch üblich zu sein, dass der Pfarrer die neu Hinzugekommenen direkt anspricht. Auf diese Weise wird dann vermieden, dass sie zwischen den Alteingessenen stehen wie bestellt und nicht abgeholt.

Hm, sehr still hier. Es wäre schön gewesen, wenn jemand geschrieben hätte: Mensch, das müssten wir mal ausprobieren, drei oder vier Mal und sehen, ob da was Neues entstehen könnte.

dat jibbet hier. Funzt.

 

Gibt es seit Jahren (und mehr oder weniger regelmäßig) auch in einigen Gemeinden hier in der Umgebung. Weiss ich aber nur vom Hörensagen und von Berichten, ich frühstücke gerade sonntags lieber zuhause oder auch mal bei der Freiwilligen Feuerwehr, wenn ich da mit dem Hund vorbeikomme.

 

Zweimal im Jahr wird bei einigen Gemeinden aus dem Gemeindefrühstück eine Veranstaltung in etwas größerem Rahmen, zu der alle seit dem letzten Mal Neuzugezogenen persönlich und schriftlich eingeladen werden: bei der Gelegenheit stellen sich dann auch die verschiedenen Gruppen in der Gemeinde vor.

bearbeitet von Julius
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Sehr gut finde ich das in englischen Kirchen übliche Kaffee-/Teetrinken nach dem Gottestdienst. Es scheint da auch üblich zu sein, dass der Pfarrer die neu Hinzugekommenen direkt anspricht. Auf diese Weise wird dann vermieden, dass sie zwischen den Alteingessenen stehen wie bestellt und nicht abgeholt.

Hm, sehr still hier. Es wäre schön gewesen, wenn jemand geschrieben hätte: Mensch, das müssten wir mal ausprobieren, drei oder vier Mal und sehen, ob da was Neues entstehen könnte.

Ich habs nicht gelesen gehabt. Gemeindefrühstück ist bei uns ca. 1x im Monat - ich tue mich aufgrund meiner Kontaktschwierigkeiten und natürlichen Schüchternheit extrem schwer mit solchen Veranstaltungen (zumal ohne brückenbauenden Pfarrer), aber grundsätzlich möchte ich es mittlerweile nicht mehr missen.

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Sehr gut finde ich das in englischen Kirchen übliche Kaffee-/Teetrinken nach dem Gottestdienst. Es scheint da auch üblich zu sein, dass der Pfarrer die neu Hinzugekommenen direkt anspricht. Auf diese Weise wird dann vermieden, dass sie zwischen den Alteingessenen stehen wie bestellt und nicht abgeholt.

Hm, sehr still hier. Es wäre schön gewesen, wenn jemand geschrieben hätte: Mensch, das müssten wir mal ausprobieren, drei oder vier Mal und sehen, ob da was Neues entstehen könnte.

dat jibbet hier. Funzt.

*aufzeig*

Bei uns auch.

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Bei uns hier gibt es das nur in der evangelischen Gemeinde. Da die Katholiken ja die Mehrheit haben, scheint das nicht nötig. Angebote gibt es während der Woche für Ältere und Nicht-Berufstätige. (Eigentlich würde ich da ja dazugehören..... :()

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Bei uns hier gibt es das nur in der evangelischen Gemeinde. Da die Katholiken ja die Mehrheit haben, scheint das nicht nötig. Angebote gibt es während der Woche für Ältere und Nicht-Berufstätige. (Eigentlich würde ich da ja dazugehören..... :()

 

Dann geh doch einfach mal hin. Einfach mal sehen und gucken, vielleicht ist es ja etwas. Vielleicht auch nicht. Erst danach wird man schlau.

 

Also ich kann in meiner Gemeinde mich über fast gar nix beklagen. Angebote gibt es zuhauf. Für Alleinstehende, für Familien mit Kleinkindern, und auch für Jugendliche, und auch für Suchende, und für Neu-Hingezogene.

 

Fazit: Ich bin sehr zufrieden mit meiner Pfarrgemeinde, und diese Zufriedenheit äussert sich darin, dass ich mich selbst auch mit einbringe und darüber froh bin, es zu tun!

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Sehr gut finde ich das in englischen Kirchen übliche Kaffee-/Teetrinken nach dem Gottestdienst. Es scheint da auch üblich zu sein, dass der Pfarrer die neu Hinzugekommenen direkt anspricht. Auf diese Weise wird dann vermieden, dass sie zwischen den Alteingessenen stehen wie bestellt und nicht abgeholt.

Hm, sehr still hier. Es wäre schön gewesen, wenn jemand geschrieben hätte: Mensch, das müssten wir mal ausprobieren, drei oder vier Mal und sehen, ob da was Neues entstehen könnte.

dat jibbet hier. Funzt.

*aufzeig*

Bei uns auch.

Hier auch.

Und es ist nicht nur der Pfarrer, der auf Neue zugeht und sie anspricht.

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Bei uns hier gibt es das nur in der evangelischen Gemeinde. Da die Katholiken ja die Mehrheit haben, scheint das nicht nötig. Angebote gibt es während der Woche für Ältere und Nicht-Berufstätige. (Eigentlich würde ich da ja dazugehören..... :()

 

Dann geh doch einfach mal hin. Einfach mal sehen und gucken, vielleicht ist es ja etwas. Vielleicht auch nicht. Erst danach wird man schlau.

 

Also ich kann in meiner Gemeinde mich über fast gar nix beklagen. Angebote gibt es zuhauf. Für Alleinstehende, für Familien mit Kleinkindern, und auch für Jugendliche, und auch für Suchende, und für Neu-Hingezogene.

 

Fazit: Ich bin sehr zufrieden mit meiner Pfarrgemeinde, und diese Zufriedenheit äussert sich darin, dass ich mich selbst auch mit einbringe und darüber froh bin, es zu tun!

 

Ich habe nur das Problem, dass ich in der Gottesdienstgemeinde (wir sind keine Pfarrei) der Steyler recht aktiv bin (und deshalb für viele Ältere, die nur einen Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche als Erfüllung ihrer Sonntagspflicht betrachten, nicht "richtig katholisch"). Ich fühle mich aufs Ganze gesehen, aber inzwischen gut aufgehoben.

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Hier gibt es auch 2 Gemeinden, die Kennenlern-Kaffees anbieten. Bei der einen sind dann die Leute, die sich eh seit 30 Jahren kennen an ihren Tischen beim Kaffee und lernen sich noch besser kennen. Die könnten nicht einmal sagen, ob ein neues Gesicht im Raum gewesen ist. Die Hauptamtlichen sind immer im Gespräch mit Neben- und Ehrenamtlichen, manchmal noch kurz mit den Honoratioren, wenn sie von denen angesprochen werden. Bei der anderen Pfarrei müsste es genauso laufen. Auf diese Veranstaltungen geht man als Neuer sowieso nur ein oder zwei Mal und dann nie wieder. Bald werden die beiden Gemeinden ohnehin zusammengelegt, wahrscheinlich aber nicht die Kennenlern-Kaffees, der Weg wäre zu weit. Falls aber doch, dann gäbe es neue Leute zum Kennenlernen.

 

 

Ich habe nur das Problem, dass ich in der Gottesdienstgemeinde (wir sind keine Pfarrei) der Steyler recht aktiv bin (und deshalb für viele Ältere, die nur einen Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche als Erfüllung ihrer Sonntagspflicht betrachten, nicht "richtig katholisch"). Ich fühle mich aufs Ganze gesehen, aber inzwischen gut aufgehoben.

 

Dann hast du ja eine Gemeinde. Das ist doch schön. :)

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Hier gibt es auch 2 Gemeinden, die Kennenlern-Kaffees anbieten. Bei der einen sind dann die Leute, die sich eh seit 30 Jahren kennen an ihren Tischen beim Kaffee und lernen sich noch besser kennen. Die könnten nicht einmal sagen, ob ein neues Gesicht im Raum gewesen ist. Die Hauptamtlichen sind immer im Gespräch mit Neben- und Ehrenamtlichen, manchmal noch kurz mit den Honoratioren, wenn sie von denen angesprochen werden. Bei der anderen Pfarrei müsste es genauso laufen. Auf diese Veranstaltungen geht man als Neuer sowieso nur ein oder zwei Mal und dann nie wieder. Bald werden die beiden Gemeinden ohnehin zusammengelegt, wahrscheinlich aber nicht die Kennenlern-Kaffees, der Weg wäre zu weit. Falls aber doch, dann gäbe es neue Leute zum Kennenlernen.

 

 

Ich habe nur das Problem, dass ich in der Gottesdienstgemeinde (wir sind keine Pfarrei) der Steyler recht aktiv bin (und deshalb für viele Ältere, die nur einen Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche als Erfüllung ihrer Sonntagspflicht betrachten, nicht "richtig katholisch"). Ich fühle mich aufs Ganze gesehen, aber inzwischen gut aufgehoben.

 

Dann hast du ja eine Gemeinde. Das ist doch schön. :)

 

Das Problem hat mich auch in meiner Zeit als Religionslehrerin mehr belastet. Da war es schon viel schwieriger, was sagst du Schülern, die dir sagen:" Meine Oma (oder jemand anderes in der Familie) sagt: Sie gehen nicht in die richtige Kirche. Sind Sie überhaupt katholisch?"

Gott sei Dank für mich "tempi passati" (Aber die rechte Form christlichen Glaubens ist das in meinen Augen nicht.)

 

Ich hoffe, wir sind die einzige Pfarrei mit diesem Problem. Wer keine hat, macht sich welche. Ich habe vor einigen Jahren eine längere Zeit in der Pfarrei meiner Mutter gelebt (Stadt mit neun Pfarreien). Es war gerade zu dem Zeitpunkt, als die Pfarreien-Gemeinschaften gebildet wurden. Da gab es etwas Ähnliches zwischen den Pfarreien (schon längst) nicht mehr, obwohl ich mich an die "invidia clericalis" der Pfarrer dieser Stadt vor 50 oder 60 Jahren noch sehr lebhaft erinnere.

bearbeitet von Elima
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Hier gibt es auch 2 Gemeinden, die Kennenlern-Kaffees anbieten. Bei der einen sind dann die Leute, die sich eh seit 30 Jahren kennen an ihren Tischen beim Kaffee und lernen sich noch besser kennen. Die könnten nicht einmal sagen, ob ein neues Gesicht im Raum gewesen ist. Die Hauptamtlichen sind immer im Gespräch mit Neben- und Ehrenamtlichen, manchmal noch kurz mit den Honoratioren, wenn sie von denen angesprochen werden. Bei der anderen Pfarrei müsste es genauso laufen. Auf diese Veranstaltungen geht man als Neuer sowieso nur ein oder zwei Mal und dann nie wieder. Bald werden die beiden Gemeinden ohnehin zusammengelegt, wahrscheinlich aber nicht die Kennenlern-Kaffees, der Weg wäre zu weit. Falls aber doch, dann gäbe es neue Leute zum Kennenlernen.

 

Da hast Du mit der Wahl Deines Wohnortes allerdings extremes Pech gehabt: gleich zwei solcher Gemeinden ... :(

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... Auf diese Veranstaltungen geht man als Neuer sowieso nur ein oder zwei Mal und dann nie wieder. ...

Ich würde erst gar nicht hingehen. Entweder bekommt man schon beim normalen Gottesdienstbesuch das Gefühl, willkommen zu sein vermittelt, oder eben nicht. Ich vermute, dass das in der Diaspora besser klappt als in traditionell katholischen Gegenden. Nach meinem Empfinden ist der Katholizismus aber ohnehin nicht besonders stark auf Gemeinschaft ausgerichtet. Typisch katholisch ist für mich eher das Nebeneinander verschiedener Gruppierungen. Insofern ist es wohl sinnvoller, sich gleich einer dieser Gruppierungen anzuschließen.

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Ich würde erst gar nicht hingehen. Entweder bekommt man schon beim normalen Gottesdienstbesuch das Gefühl, willkommen zu sein vermittelt, oder eben nicht. Ich vermute, dass das in der Diaspora besser klappt als in traditionell katholischen Gegenden. Nach meinem Empfinden ist der Katholizismus aber ohnehin nicht besonders stark auf Gemeinschaft ausgerichtet. Typisch katholisch ist für mich eher das Nebeneinander verschiedener Gruppierungen. Insofern ist es wohl sinnvoller, sich gleich einer dieser Gruppierungen anzuschließen.

Hier ist so was wie Diaspora, nur die Migranten lassen zahlentechnisch einen anderen Eindruck entstehen. Zu den Kennenlern-Kaffees geht auch niemand Neues hin, in die Messen auch nicht, darum schrumpfen die GoDi-Besucherzahlen. Die Leute machen sich nicht die Mühe, eine Gemeinschaft außerhalb der Pfarrei zu suchen. Wer den Widerspruch zwischen Kernaussage des Christentums (Liebt Gott und den Nächsten, wie euch selbst) mit den Erfahrungen in den real existierenden Gemeinden vergleicht, geht nicht mehr hin und kommt Jahre später auf die Idee auszutreten.

Die Pfarreien könnten hier über die Kirchtüren Schilder hängen: "Kommen Sie ruhig rein, aber glauben Sie nicht, dass hier jeder willkommen ist!" Vielleicht würde sich dann der Schwund entschleunigen, denn die Leute machen ja nie, was man von ihnen erwartet.

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