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Einsteinchen

Einsteinchens Spielwiese

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Alfons
vor 4 Stunden schrieb Einsteinchen:

Lorber ist ein katholischer Satiriker.

 

ūüėÄ

Ein ganz neuer Blick auf Lorber. Gefällt mir. Ich werde mal versuchen, mit dieser Brille in seine Texte zu schauen.
 

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Einsteinchen
vor 1 Minute schrieb Alfons:

 

ūüėÄ

Ein ganz neuer Blick auf Lorber. Gefällt mir. Ich werde mal versuchen, mit dieser Brille in seine Texte zu schauen.
 

Ich vermute, du wirst die Texte m√ľhselig empfinden, die Sprache ist sehr fade, aber ich setze beim Lesen meine ganze Phantasie ein und sehe √ľber den Stil hinweg. Es spricht ja immer Jesus ( die diktierende Stimme Jakob Lorbers).

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Einsteinchen

Die Unauflöslichkeit der Ehe, dargestellt in einer Episode von Star Trek, Deep Space Nine. (Rätselhafte Fenna).

 

Oder: Scheidung auf Italienisch.

 

Es wird da das katholische hohe Ideal der Ehe dargestellt.

 

Es ist die Geschichte eines Terraformers. Der Terraformer ist ein "Liebling der Götter", ein Tausendsassa und sozusagen ein Renaissance-Mensch. Und er ist auch von sich selbst gänzlich fasziniert und eingenommen.

Er ist nach seinen vielen Heldentaten mit dem Projekt beschäftigt, einen erloschenen Stern wieder zum Leben zu erwecken.

 

Er war schon mehrmals verheiratet. Seine Frauen waren anfangs sehr gl√ľcklich, aber die Faszination und der Anfangszauber der Ehe erloschen mit der Zeit, und die Frauen taten laut seiner eigenen Aussage das einzige Richtige: Sie lie√üen sich scheiden.

 

Seine letzte Frau allerdings war aus einer Welt, wo man sich f√ľr das Leben bindet. Scheidung war unm√∂glich.

 

Da war eine gewisse Schönheit, die rätselhafte Fenna, die bandelte in Liebe mit dem Commander der Station Deep Space Nine, Benjamin Sisko, an, aber sie verschwand immer wieder.

 

Im Laufe der Geschichte stellt sich heraus, dass Fenna und die Frau des Terraformers völlig gleich aussehen. Sie sind dieselbe Frau. Doch die Frau des Terraformers weiß von Fenna und deren Existenz nichts. Sie hat ja Liebe und Treue dem Terraformer geschworen.

 

Fenna stellt sich als psychische Projektion der Frau des Terraformers heraus. Solange Fenna lebt, ist die projizierende Frau im Koma, und Fenna weiß nichts vom Terraformer.

 

Der Terraformer wei√ü, dass Scheidung die Frau erl√∂sen k√∂nnte, aber eben nur durch den Tod, und er st√ľrzt sich in den Stern, den er zum Leben erweckt.

 

Sobald er nicht mehr am Leben ist, gesundet die Frau, die sich nicht scheiden kann, und Fenna verschwindet.

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Einsteinchen

Die kanonisierten Heiligen bezeichnet man mit der Silbe "Hl."

Hl. Franziskus

Hl. Maria

Hl. Theresa

Hl. Johannes Paul II

usw.

 

Einer schafft es nie in diese Liste:

"Hl. Jesus".

 

Dagegen d√ľrfen wir trotzdem singen: Heilig, heilig, heilig, heilig ist der Herr.

Meint man da Jesus, oder meint man da Jahwe?

Diese beiden Bedeutungswolken (Jesus, Jahwe) spießen sich. Bei Markion war es so. Und bei den Gnostikern.

 

Mein Bestreben war es immer, beide als eins zu sehen.

Wer das kann, darf sich mit dem "Hl." schm√ľcken lassen.

 

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helmut
vor 10 Stunden schrieb Einsteinchen:

Die kanonisierten Heiligen bezeichnet man mit der Silbe "Hl."

Hl. Franziskus

Hl. Maria

Hl. Theresa

Hl. Johannes Paul II

usw.

 

Einer schafft es nie in diese Liste:

"Hl. Jesus".

 

Dagegen d√ľrfen wir trotzdem singen: Heilig, heilig, heilig, heilig ist der Herr.

Meint man da Jesus, oder meint man da Jahwe?

Diese beiden Bedeutungswolken (Jesus, Jahwe) spießen sich. Bei Markion war es so. Und bei den Gnostikern.

 

Mein Bestreben war es immer, beide als eins zu sehen.

Wer das kann, darf sich mit dem "Hl." schm√ľcken lassen.

 

 hast du den heiligen geist, gelingt es dir. du hast gute chancen.

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Einsteinchen

Wenn man keinen physikalischen und mathematischen Geist hat.

"Geschwindigkeit ist Weg durch Zeit".

Das kann man brav auswenig lernen. Ohne es zu verstehen.

Allerdings verstehe ich "Weg pro Zeit"

 

Dass "pro" das gleiche ist wie "durch" und gleichbedeutend wie "dividieren", das ist f√ľr mich nicht direkt evident einsichtig.

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Einsteinchen

Und dass man Masse mit quadrierter Lichtgeschwindigkeit multiplizieren kann ist mir so nichtevident wie Multiplizieren von √Ąpfeln mit Birnen.

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Einsteinchen

Es gibt den Spruch "Gott ist ein Mathematiker"

Meine Vorstellung von Gott ist ein Wesen, das Pi bis auf eine beliebig hohe (unendlich hoch) Nachkommastelle hersagen kann.

Diesen Gott gibt es nicht.

Hingegen haben, glaube ich, die menschlichen Mathematiker und Computerwissenschaftler das Verfahren beschrieben, den Algorithmus, wie man Pi auf beliebige Genauigkeit berechnen kann.

Mensch ist Gott

Gott ist Mensch

 

Allerdings ist das nur ein Teilaspekt Gottes, die abstrakte Intelligenz.

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Einsteinchen
vor 3 Minuten schrieb Flo77:

Hast Du dich schon mal mit dem Transhumanismus beschäftigt?

 

https://www.heise.de/tp/features/Transhumanismus-Von-der-Technikverehrung-zur-Mythologie-4467072.html

Das ist mir ein Begriff. Es ist die Erschaffung eines Gottes, einer Superintelligenz.

Aber ich wei√ü zum Gl√ľck durch meine katholische Sozialisation, dass sich Gott nicht instrumentalisieren l√§sst.

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Einsteinchen

Die politische Korrektheit treibt groteske Bl√ľten.

Bei Festplattenprogrammierungen soll der Begriff "master" und "slave" abgeschafft werden.

Dabei betrifft das nur tote Materie und abstrakte Konzepte.

Die Geschichte wiederholt sich. Da gab es die römische Kontroverse zwischen den Patriziern und den Plebejern.

Edited by Einsteinchen
.

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Einsteinchen

Das erinnert mich an eine Komödie, eigentlich ein sogenannter Problemfilm.

Da fragt eine Person einen spätpubertierenden Mann: Wie geht es deiner Frau? Und der Mann geifert giftig:

Meiner Frau? Wieso meiner? Was erlaubst du dir!¬†Sie ist nicht meine! Sie ist doch kein Besitz. Das Besitzf√ľrwort "mein" sollte verboten werden....!

  • Haha 1

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Alfons

Mein lieber Scholli!

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Einsteinchen

Vielleicht hatten die alten Lateiner auch schon solche Debatten.

"Ich habe eine Frau" hei√üt in heutigem K√ľchenlatein: habeo feminam.

Vielleicht aber sagten sie in Wahrheit:

Mihi est femina. (Mir ist eine Frau).

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helmut
Am 16.6.2020 um 10:53 schrieb Einsteinchen:

......

Mihi est femina. (Mir ist eine Frau).

"mir ist etwas" ist magdeburger dialekt.

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Einsteinchen
Am 25.4.2020 um 20:27 schrieb Alfons:

 

Das finde ich recht spannend. Aber es hat ja schon einige Ans√§tze gegeben, das Voynich-Manuskript zu entziffern, und alle f√ľhrten fr√ľher oder sp√§ter in die Sackgasse: Alt-Hebr√§isch, d√§nisch-deutsch, eine mittelamerikanische Sprache usw. Der Beitrag, den Du verlinkt hast, ist von 2/2018. Wei√üt Du, ob es f√ľr den dort vorgetragenen Ansatz weitere Erkenntnisse gibt? Oder hat der sich ebenfalls als Irrweg herausgestellt?

Das Neueste, was ich zum Voynich-Manuskript gefunden habe, ist dies hier. Vor ein paar Wochen erst publiziert. Danach soll es sich um Proto-romanisch, eine Art Volkslatein, handeln.

 

Das Neueste ist von einem Deutschen, der im Juni Erfolg meldete.

 

http://rainer-hannig.com/voynich

Edited by Einsteinchen
.

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Einsteinchen
Am 29.8.2019 um 07:21 schrieb Einsteinchen:

Jeder Mensch weiß, dass man die ägyptischen Pyramiden mathematisch analysiert hat ( die Länge der Höhe ist exakt der soundsovielmillionste Teil (eine möglichst interessante Zahl) des Abstandes von der Erde zu diesem oder jenem Stern - ich bin kein Mathematiker und kann mir solcherlei nicht merken).

Aber man findet viele zahlenmystische Tatsachen bei der Pyramidenmathematik, sodass die Forscher an eine hohe Intelligenz glauben, die verantwortlich ist f√ľr die Planung der Pyramiden.

Harald Lesch hat, um das zu relativieren, eine Fahrradmathematik vorgestellt.

Auch beim Fahrrad kann man unglaublich beeindruckende zahlenmystische Tatsachen entdecken. 

Und im Buch von Umberto Eco, Das Foucaultsche Pendel, macht ein Verschwörungstheoretiker dasselbe mit einer banalen Telefonzelle. Er legt immense Bedeutung in die Maße der Zelle hinein.

Beim Bibelcode ist es dasselbe.

Man kann alles und jedes mystifizieren und mit Bedeutung aufladen.

Diese meine Erkenntnis kann man auch auf das Voynich-Manuskript anwenden.

 

Es bringt Ordnung ins Chaos.

Und der menschliche Geist ist es, der einen Sinn hineingibt.

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Alfons
vor 1 Stunde schrieb Einsteinchen:

Das Neueste ist von einem Deutschen, der im Juni Erfolg meldete.

 

http://rainer-hannig.com/voynich

 

 

Das klingt gut und ist das bisher Einleuchtendste, was ich zu dem Thema Voynich gelesen habe.
Bin gespannt, was die Fachwelt dazu sagt.

 

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Lothar1962
Am ‚Äé21‚Äé.‚Äé05‚Äé.‚Äé2020 um 07:14 schrieb Einsteinchen:

Lorber ist ein katholischer Satiriker. ÔĽŅ

 

Eher ein Zyniker. Ein Mensch, der Jesus schwere Kindesmisshandlung (ein Beispiel: "Strafe Dein Kind, wenn es lacht, Gott hört lieber Kinder weinen als Lachen") als Vorschrift Gottes unterschiebt oder ein Mensch, der Jesus sagen lässt, dass Vögel mit Wasserstoff fliegen, weil der sie leicht macht und durch Verbrennung die Vortriebskraft erzeugt, ist kein normaler Satiriker mehr.

Ich wei√ü, dass es daf√ľr keine wirklichen Evidenzen gibt, aber vom Gef√ľhl her habe ich den Eindruck, dass Lorber Sachen geraucht oder getrunken¬†hat, die ihn irgendwie - √§h - pr√§gten.

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Einsteinchen
vor 19 Minuten schrieb Lothar1962:

 

Eher ein Zyniker. Ein Mensch, der Jesus schwere Kindesmisshandlung (ein Beispiel: "Strafe Dein Kind, wenn es lacht, Gott hört lieber Kinder weinen als Lachen") als Vorschrift Gottes unterschiebt oder ein Mensch, der Jesus sagen lässt, dass Vögel mit Wasserstoff fliegen, weil der sie leicht macht und durch Verbrennung die Vortriebskraft erzeugt, ist kein normaler Satiriker mehr.

Ich wei√ü, dass es daf√ľr keine wirklichen Evidenzen gibt, aber vom Gef√ľhl her habe ich den Eindruck, dass Lorber Sachen geraucht oder getrunken¬†hat, die ihn irgendwie - √§h - pr√§gten.

Ich will ihn gar nicht verteidigen. Und ich selbst glaube auch nicht, dass die diktierende Stimme, die er in der Nähe seines Herzens vernahm, Jesus war.

 

Aber ich glaube, wir sind f√§hig, in jedem Menschen das Negative und Falsche herauszufinden. Das betrifft auch die heilige Schrift. Aber damit will ich Lorbers Schriften nicht auf die gleiche Ebene stellen. Oder soll man das d√ľrfen?

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Alfons
Am 21.5.2020 um 07:14 schrieb Einsteinchen:

Lorber ist ein katholischer Satiriker.

 

 

Jedenfalls mochte er f√ľllige Frauen.

 

Zitat

 

Wenn jemand eine Jungfrau ansieht, die in ihrer fleischlichen Formsph√§re sehr vollendet dasteht und vor √úppigkeit strotzt, so wird er von solch einer Gestalt alsogleich durch und durch ergriffen, und sein Herz wird sogleich eine liebegl√ľhige Sehnsucht dahin an den Tag legen, diese Jungfrau sein nennen zu k√∂nnen. Ja warum denn das also? Weil der Jungfrau fleischliche √úppigkeit pur ein Produkt vieler Liebe ist! Was als Stoff aber die Liebe zum Grunde hat, kann und mu√ü im Nebenmenschen auch das erwecken, was es selbst ist. Treten wir aber zu einer andern Jungfrau hin, die ganz entsetzlich mager ist, und Ich sage es euch, da√ü diese niemandes Herz besonders m√§chtig r√ľhren wird; man wird sie heimlich bemitleiden, aber verlieben wird sich schwerlich jemand in sie. Warum denn da wiederum also? Weil √ľber ihren Knochen viel zu wenig desjenigen Materials h√§ngt, das nur ein Produkt der Liebe ist! [Das gro√üe Evangelium Johannes Band 4, Abschnitte 152,02+03]


 

 

Das finde ich sympathisch.

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Einsteinchen

Wenn man in der Kirche gemeinsam betet, kommt man sich gar nicht blöd dabei vor, wenn man laut spricht.

Wenn man allein ist, kommt man sich sehr blöd vor, wenn man laut spricht.

 

Ausserdem ist nach Aussage der Bibel Jesus mitten unter uns, wenn wir mindestens zu zweit versammelt sind. Da ist laut beten nicht blöd.

 

Aber meistens sind wir allein.

Wie betet man unter diesen Umständen?

Indem man denkt?

 

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Alfons
vor 4 Stunden schrieb Einsteinchen:

Aber meistens sind wir allein.

Wie betet man unter diesen Umständen?

Indem man denkt?

 

Das w√ľrde mich auch interessieren. Also der Unterschied zwichen einem gesprochenen und einem gedachten Gebet. Spontan w√ľrde ich da eine Entwicklung vermuten √§hnlich der beim Lesen. Bis vor 800 Jahren war Lesen ja eine k√∂rperliche T√§tigkeit, das Aneignen eines Textes durch den K√∂rper, der sich im Rhythmus der Worte bewegte; der Mund kaute die W√∂rter, die Ohren h√∂rten, was der Mund murmelte. Das war etwas v√∂llig anderes als das intellektuelle Umsetzen eines Textes in Bedeutung, wie es beim sp√§ter √ľblich werdenden stummen Lesen geschieht. Ivan Illich hat 1990 dar√ľber ein Buch geschrieben, "Im Weinberg des Textes". Hier ist eine Besprechung des Buchs, das 2010 neu aufgelegt wurde.

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Einsteinchen

Dass sich das erst seit nur 800 Jahren geändert hat, wundert mich.

Ich kenne¬†die erstaunte Feststellung und Beobachtung des heiligen Augustinus, der dem heiligen Ambrosius beim Lesen zugeschaut hat. Dabei¬†wunderte sich Augustinus, dass Ambrosius die Lippen beim Lesen √ľberhaupt nicht bewegte.

Das kam ihm wie Magie vor.

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