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Einsteinchen

Einsteinchens Spielwiese

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Werner001

Mohammed hat nichts aufgeschrieben. Erst nach seinem Tod wurde der Koran allmählich schriftlich erfasst. Dabei hat der dritte Kalif verfügt, dass nur Aufnahme in den Kanon findet, wofür es mindestens zwei Männer gibt, die bezeugen, dass Mohammed das tatsächlich selbst gesagt hat. Das wurde dann noch ein paarmal überarbeitet und das Ergebnis ist der heutige Koran, der angeblich von Gott selbst diktiert wurde.

Juristen würden es bestenfalls "Hörensagen" nennen, was da heute steht, denn selbst wenn Gott das dem Mohammed wirklich alles eingeflüstert hätte, ist das, was jetzt in Schriftform dasteht, mit Sicherheit nicht mehr dasselbe.

Wenn man also, um dein Argument aufzugreifen, die verschriftlichte Form des Koran als wörtliches Diktat Gottes bezeichnet, ist das schon per se falsch, denn es impliziert ja, Gott hätte das dem Mohammed in die Feder diktiert. 

Insofern stellt sich auch die Frage nicht, warum sich die Arabische Sprache, wie jede andere sprache auch, weiterentwickelt hat. Sie ist nicht heiliger als jede andere Sprache.

 

Interessante Anmerkung am Rand:

Das Wort "Koran", eigentlich ja besser transliteriert als Qur'an, existiert im vorislamischen Arabisch nicht.

Es existieren aber aramäische Wörter mit offensichtlichen Parallelen: Qur-yana ist die Schriftlesung während der Heiligen Messe, Qur-bana ist die Heilige Messe selbst.

 

Werner

Edited by Werner001
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Wunibald

Danke an Einsteinchen für die Frage und Werner001 für die Antwort.

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helmut
vor einer Stunde schrieb Werner001:

....

Wenn man also, um dein Argument aufzugreifen, die verschriftlichte Form des Koran als wörtliches Diktat Gottes bezeichnet, ist das schon per se falsch, denn es impliziert ja, Gott hätte das dem Mohammed in die Feder diktiert.....

jakob lorber nimmt ein diktat gottes in anspruch, als schreibknecht gottes. auch gabriele wittek ist dem propheten über.

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Einsteinchen

Ein etwas böser Spruch: "Wer zu Gott spricht, ist gläubig, zu wem Gott spricht, der ist schizophren."

Aber wer an Stimmenhören und Gedankeneingebungen, wenn er sie erfährt und genießt, nicht seelisch leidet, den bezeichne ich ungern als schizophren.

Ich kenne zum Beispiel Christen, die sagen: Gott hat mir dieses und jenes gesagt...

Ich darf sie nicht als schizophren bezeichnen oder als Stimmenhörer, allerdings habe ich schon Mohammed als schizophren bezeichnet.

Ich selbst habe auch oft Stimmen gehört, habe mir aber nicht angemaßt, irgend ein Sprachrohr zu sein.

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helmut
vor 9 Minuten schrieb Einsteinchen:

....Aber wer an Stimmenhören und Gedankeneingebungen, wenn er sie erfährt und genießt, nicht seelisch leidet, den bezeichne ich ungern als schizophren.

.....

er leidet nicht, seine familie leidet.

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Einsteinchen

Wie unschuldige kleine Kinder auch schon gut und böse in sich haben

 

Kleine Kinder sind unschuldig und nicht strafmündig und schuldfähig, ist die allgemeine Ansicht. Das ist auch meine eigene Meinung. Das Böse, das sie in sich haben ist das, was ihnen die Erwachsenen lehren. Politisch zum Beispiel sind  fast alle Kleinkinder im Nahen Osten antisemitisch. Sie übernehmen die Gedanken der Eltern und können gar nicht anders.

Ab welchem Alter sind die selben Ansichten strafbar und schuldfähig?

Hier muss ich wieder das Zeugnis von Bassam Tibi hernehmen.

Er sagt, er war selbstverständlich antisemitisch wie alle dort in seiner Heimat.

Dann hatte er das Glück, in Deutschland Philosophie zu studieren bei Max Horkheimer, er lernte von Kant ( sich des Verstandes zu bedienen und aus der kindlichen Unmündigkeit auszusteigen) und Popper.

Und er bewunderte Horkheimer, der Jude war, und er legte den Antisemitismus ab.

 

Er sagte, er schäme sich sehr, dass er antisemitisch war, aber ich sage, das muss er nicht, denn er war unmündig und gehorchte nur den Vorgaben der Eltern.

Für mich katholisch Geprägtem wäre das gleichbedeutend mit dem 4. Gebot: Du sollst Vater und Mutter ehren (und ihre Gedanken übernehmen).

Mündigkeit ist, wenn man sich von diesem Über-Ich befreit im Sinne Kants und sich seines eigenen Verstandes bedient.

Ab wann etwas Sünde ist, wer kann das sagen?

 

Meine Kindheitserinnerung war folgende: Ich war ein sehr liebes Kind und die Erwachsenen herzten und küssten mich (was nicht ganz unwiderlich war) und sagten:

 

Liest du Bessy-Hefterln? Ich ( so verlogen und unverfroren) mit Empörung: Nein.

 

Sie: Aber Fix und Foxi schon? (Und sie zwinkerten erlaubend). Ich (übertrieben lachend): Ja.

Die Erwachsenen: Mei, wie lieb!

 

 

Meine Eltern hätten in Wahrheit alle Comics verbrannt, wenn sie uns erwischt hätten.

 

Ich war ein Spielball der Erwachsenen, deren Gedanken übernahm ich als meine Gedanken. 

 

Ich empfand schon als Kind meine Unehrlichkeit. Aber die Erwachsenen waren meine Eltern, praktisch alle Erwachsenen. Und das 4. Gebot brachte mich dazu, sie alle zu ehren, so dass ich lange lebe und es mir wohl ergehe auf Erden.

 

Ich war unmündig.

Edited by Einsteinchen
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Einsteinchen

Als Novize im Kloster musste ich auch Ministrantenstunden abhalten. Ich war der Erwachsene, und die Ministranten waren die Kinder.

Ich litt darunter.

Ein anderer Kleriker, nicht viel älter als ich, aber auch in Talar, und damit für die Wahrnehmung der Buben ein Erwachsener, sagte mit Verve in seiner Stimme zu den Buben: "Ach, wenn ich euch doch nicht so liebte und narrisch gern hätte!"

 

Ich versteifte mich vor Entsetzen, die Buben auch, aber wir unterstanden ja dem 4. Gebot Gottes.

 

Ich flüchtete mich vor so viel Liebe, die ja eine Himmelsmacht ist, in die Schizophrenie und wurde Laie.

Edited by Einsteinchen
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Einsteinchen

Es gibt nur die Liebe, ist die Frucht meiner Erkenntnis, unter dem Schutzschirm der Schizophrenie:

 

Es gibt nur die Liebe.

Und zwar die gute Liebe und die böse Liebe.

 

Wer hellhörig oder hellfühlend oder hellsichtig ist, könnte da mit der Assoziation "Mißbrauch" angeweht werden.

Aber durch diesen meinen Schutzschirm der Schizophrenie bin ich in der glücklichen Lage, kein Augenzeuge, Ohrenzeuge, Zeuge welcher Art auch immer zu sein für Mißbrauch.

Durch meine Sensibilität habe ich lediglich die Sünden der Welt auf mich genommen, wie man das auch von Jesus sagt.

Aber wer meine Schriften kennt, hier in meiner Spielwiese, weiß, dass ich mich auch schon oft von Jesus distanziert habe und ihn im Sinne der Mündigkeit Kants, und um der Menschen willen, die keine Christen sind, abgelegt habe.

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Einsteinchen

Dass ich als Christ, der ich bin, so trocken sagen kann, ich habe Jesus abgelegt, empfinde ich nicht als Ketzerei oder Glaubensverlust. Die ganze Welt kennt Jesus, ernsthaft und aufrichtig denkende Philosophen, Theologen, Psychologen, Christen, Muslime, Buddhisten und Religiöse und Nichtreligiöse aller Art. Sie denken, fühlen, bemühen sich aufrichtig, gehorchen alle deren Autoritäten, jeder einzelne mag ja durchaus unter einer eigenen Autorität stehen, und wenn Gott, - wie ich ihn verstehe, - wollte, dass alle Christen sein sollen, würde das auch so sein.

Martin Buber, Pinchas Lapide und andere Juden, die wirklich aufrichtig denken, waren nicht in der Lage, sich zu Christus zu bekehren.

Ich selber, falls man das nicht bemerkt haben sollte, habe als Gedankenexperiment versucht, mich zum Islam zu bekehren, in den letzten Wochen. Auch das ist gescheitert.

Falls aber der Islam wieder häßlich werden sollte und es heissen sollte: Entweder Islam annehmen oder Rübe ab, würde ich den Islam annehmen.

Als Sachse unter Karl dem Großen hätte ich, um nicht enthauptet zu werden, hingegen das Christentum angenommen.

 

Unter allen Umständen den Tod vermeiden, ist derzeit meine einzige Devise. Das war es wahrscheinlich schon immer.

Edited by Einsteinchen
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Einsteinchen

Wenn ich sage, ich habe Jesus abgelegt, kommt bei mir, da ich als Christ ja auch bekennen will, dass ich eine persönliche Beziehung zu ihm habe, die Vorstellung, die ich jetzt habe:

Jesus ist eine abstrakte weisse kleine Scheibe, ( eine Hostie). Ich halte sie in der Hand und sage: Ich lege dich ab. Und dann lege ich die Hostie in die goldene oder silberne Hostienschale.

 

Wer das visualisieren kann, wie ich es kann, der zählt zu den Visionären, wie Don Bosco, Pater Pio, und all die Heiligen, die visionär waren.

Aber das sind harmlose Visionen, es sind so harmlose Visionen, wie bei Goethe, der die Urblume sah. Schiller korrigierte Goethe und meinte: Das ist keine Vision, sondern eine Idee.

Goethe aber dachte innerlich etwas säuerlich gegenüber Schiller: Aber ich sehe doch die Blume wirklich.

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Einsteinchen

Über die Jesuiten werden bisweilen Ungeheuerlichkeiten erzählt.

Zwei Beispiele:

1. Die Devise: Der Zweck heiligt die Mittel.

2. Der Kadavergehorsam. Man mache sich gleichsam zum Kadaver und zum vollkommenen Instrument und ausführenden Organ des Vorgesetzten.

Der Vorgesetzte gibt einen Befehl aus.

 

Und die Kadaver begreifen den Befehl und führen ihn aus.

Das ist übrigens bei einigen die Definition des Engels: Das ausführende Organ des Oberbefehlenden, wie ein Kadaver, allerdings mit Willensfreiheit innerhalb des Handlungsspielraums, das der Engel oder der Untergebene hat zum Ausführen des Befehls.

 

Diese hierarchische Struktur soll den Soldaten Ignatius von Loyola sehr fasziniert haben, und er soll es auch umgesetzt haben.

Aber auch die Nazis wurden von dieser Idee inspiriert.

 

Und das ist der Haken und die Zwickmühle:

Innerhalb der Schwärmerei für Gott (ad maiorem Dei gloriam) ist die Idee für manche gut, aber da die Nazis gleichzeitig dafür schwärmten, ist die Idee schlecht.

 

Und für mich, der ich die Allerlösung in mir habe, ist es überhaupt schwer, Position zu beziehen.

 

 

Edited by Einsteinchen
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Einsteinchen

Religion, Sex, frommes Verhalten, Reinheit, Sonntagspflicht, sogar der hl. Messe beiwohnen, Nietzscheverstehen, das sich Beschäftigen mit Christen von allen antagonistischen sich ausschließenden Denominationen, und anderen Religionen....

 

alles das habe ich in dem Zaubergerät namens Smartphone.

 

 

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Einsteinchen

Es bedarf der größten Konzentration, den Gesängen des Homer zu folgen. Und auch den Gesängen der deutschen Dichtung, wie dem Nibelungenlied.

Denn wer nun wen getötet hat, der Hildebrand den Hadubrand oder umgekehrt, oder der Patroklus den Hektor oder der Agamemnon den Achill, so weit ich weiss, sind für uns alle diese Gestalten Helden, und wir fiebern im Grunde mit deren Schicksal nicht mehr mit, und es ist egal, wer wen tötet, sie sind uns alle wahrscheinlich sympathisch.

Aber, um geistig glasklar zu sein, ist das eben nicht egal.

Sonst könnte man sich die Bibel bildungsweise wie ein Historiensänger à la Homer aneignen:

 

"Lange Zeit vor Babel

erschlug den Kain der Abel".

Das wäre falsch gesungen.

 

Richtig gesungen:

"Lange Zeit vor Babel

erschlug der Kain den Abel."

 

Eine kleine grammatikalische Änderung entscheidet zwischen richtig und falsch.

 

Und der Homer muss eben mit dieser höchsten Aufmerksamkeit gelesen werden, sonst geht es uns allen so wie mir mit dem Textverständnis.

Edited by Einsteinchen
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Alfons
vor 39 Minuten schrieb Einsteinchen:

Denn wer nun wen getötet hat, der Hildebrand den Hadubrand oder umgekehrt [...]

 

Das werden wir wohl nie erfahren.
 

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Einsteinchen

Wenn man etwas über Engel lernen und wissen will, liest man eine Anthologie von einem Spezialisten, der sich sein ganzes Leben lang mit Engel beschäftigt hat, also einem Experten.

Als Naiver meint man dann: Ah, endlich erfahre ich die Wahrheit über Engel.

Dabei erfährt man nur die Summe der Vorstellungen, die sich die Menschheit über die Engel gemacht hat, von den biblischen Befunden, und dann für Christen ernüchternde Aussagen, dass die Engelvorstellung nichts genuin Jüdisches oder Christliches ist, sondern übernommen von vorbiblischen Völkern.

Das ernüchtert einen Bibelchristen ungemein, denn ein echter Bibelchrist will das nicht hören, dass es eine Entwicklungsgeschichte gibt von Vorstellungen über Engel.

Und dann steht in einer Anthologie auch alles drin von den Vorstellungen über Engel von Anselm Grün bis Rainer Maria Rilke, bis zu den Spielfilmen über Engel.

Und was lernt man daraus?

Man kann es glauben oder nicht, kann sich etwas herauspicken oder nicht.

 

Da hat man das Werk eines absoluten Spezialisten und ist, wie Faust sagen würde, so klug als wie zuvor.

 

Gäbe es eine Anthologie über Gott, wäre das Ergebnis genauso nichtig.

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Einsteinchen

Man ist, wie Faust sagen würde, so klug als wie zuvor.

 

Der Satz kann doppelt aufgefasst werden:

1. ironisch: Man weiß sowenig nach ausgiebigem Studium wie zuvor.

2. trostreich: Man weiß tatsächlich schon vor dem Studium sehr vieles, wenn nicht alles. 

 

In der Philosophie und Theologie ist es so. Das Baby ist schon vollkommen und weiß alles und ist vor dem Studium so klug wie nach dem Studium.

 

Das ist der holografische Aufbau alles Seins: Im Teil steckt schon das Ganze.

Das ist gut, denn so wird verhindert, dass sich ein erwachsener Besserwisser über ein Baby erhebt.

 

Wo man wirklich an Wissen zunimmt, objektiv, das sind nur Fakten. Es sind die Bücher des sogenannten "nutzlosen Wissens". Hier kann man Wissen ansammeln. Aber die Seele nährt das nicht.

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Einsteinchen

Die Mystiker wussten das. Sie schrieben in ihrer Weisheit Bücher wie : " The Cloud of Unknowing". (Ohne dass ich das Buch kenne.) 

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helmut
vor 6 Stunden schrieb Einsteinchen:

....Wo man wirklich an Wissen zunimmt, objektiv, das sind nur Fakten. Es sind die Bücher des sogenannten "nutzlosen Wissens". Hier kann man Wissen ansammeln. Aber die Seele nährt das nicht.

mach einen braten, eine suppe, eine mehlspeise daraus. meine seele mag das.

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Einsteinchen

Träume

Erich Fromm meint, dass Träume deuten so ist, wie wenn man eine Sprache beherrscht, und dass in weit entfernter Vergangenheit die Menschen die Träume deuten konnten, und dass man, wenn man es nicht konnte, als Analphabet galt.

Ich habe eine andere Zugangsweise:

Die Traumwelt ist einfach eine Parallelwelt, und diese Parallelwelt braucht man genauso wenig deuten, wie es absurd ist, unser Wachleben zu "deuten".

Für mich zumindest ist es oft möglich, den Traum, so wie das Wachleben, zu leben mit bewusster Wahrnehmung.

Ich glaube, es gibt drei Reiche.

Das Diesseits: Es teilt sich ein in Wachwelt und Traumwelt. Die Wachwelt kennen wir alle. Sie hat ihre Logik und man kann in ihr kommunizieren, kaufen, handeln, ruhig dasitzen und nichts denken oder scharf denken, sich anstrengen oder einfach nichts tun, das heißt, man ist frei. Oder man kann zur Arbeit gehen, man muss sogar, für die meisten ist das Pflicht.

Die Traumwelt ist eine andere Welt, die es noch zu erforschen gilt, sie hat ihre Landschaften und Gebäude und ihre Geographie, ich kann mich darin noch nicht sehr gut orientieren, sie hat ihre Bewohner, Männer, Frauen und Kinder, teilweise sind es bekannte Leute, aber ich habe sie noch nie bei Namen genannt, wenn sie denen aus der Wachwelt glichen. Ich warte vielmehr, dass ich soweit mit ihnen umgehen kann, wie in der Wachwelt, dann sollen sie ihren Namen nennen. Denn sie sind nicht die aus der Wachwelt. Sonst könnte man ja zu jemanden aus der Wachwelt sagen: Heute bist du mir im Traum erschienen. Und derjenige könnte sagen: Ich bin mir dessen nicht bewusst.

Also: Strickte Trennung zwischen Traumwelt und Wachwelt.

 

Die Traumwelt betritt man durch den Tod. Eigentlich durch den kleinen Tod, den Schlaf. Es ist ein Übungstod.

 

Das dritte Reich neben Wachwelt und Traumwelt ist das Jenseits.

Auch das ist ein Land, das man erst erkunden muss, und wo man die Regeln und die Logik noch lernen muss. 

 

Die ewigen Jagdgründe.

 

Alle drei Länder muss man und kann man erlernen.

 

Dass es aber beim Tod gar nichts gibt, das glaube ich nicht.

Edited by Einsteinchen
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Einsteinchen

Im Iran, erzählt man sich, dass vielen Menschen (Moslems) Jesus in Traum erscheint. Es sickert durch, dieses Gerücht, meistens von Christ zu Christ.

Aber das sind nur Erzählungsfetzen innerhalb der dreigeteilten Welt (Wachwelt, Traumwelt, Jenseits).

 

Kein Mensch ist in der Lage, Jesus zu fragen: "Erscheinst du wirklich im Iran den Moslems?"

Da ist zwar für die Christen Jesus derselbe wie Gott, aber er lässt sich nicht ausfragen.

Meine Theorie, die ich beschrieben habe, ist plausibler.

 

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Einsteinchen

Man kann sagen:

Die Sonne scheint und man kann sagen: Die Sonne scheint nicht.

Man kann aber das nicht mit dem Wind machen:

Der Wind weht.

Der Wind weht nicht.

Kaspar Hauser konnte so sprechen.

 

Wir Aufgeklärten hingegen sagen: "Der Wind weht nicht" ist eigentlich anthropomorphes Denken, denn wenn "er nicht weht", ist er von vornherein nicht da und existent.

Wind und Sonne sind zwar beide Objekte, grammatikalisch sowieso, aber Objekte verschiedener Kategorien.

Die Sonne ist ein Objekt und immer da, auch wenn sie nicht scheint, sondern zum Beispiel von Wolken verdeckt ist oder auf der anderen Hemisphäre, der Wind, wenn er nicht weht, ja, dann ist es kasparhausermäßig, trotzdem von Wind als Objekt zu sprechen. Er ist nichtexistent bei Windstille.

 

Ob sich der erleuchtete Meister Jesus dessen bewusst war, als er den Sturm stillte und über ihn gebot?

Wahrscheinlich wusste er es und hatte eine Ahnung von den meteorologischen Tatsächlichkeiten.

 

Aber er ist ja auch Gott sowohl für Gemüter wie Kaspar Hauser als auch für Aufgeklärte.

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Werner001
27 minutes ago, Einsteinchen said:

Wir Aufgeklärten hingegen sagen: "Der Wind weht nicht" ist eigentlich anthropomorphes Denken, denn wenn "er nicht weht", ist er von vornherein nicht da und existent.

Das gilt umgekehrt aber auch für die Sonne: Die scheint immer, man sieht es nur nicht immer...

 

Werner

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Einsteinchen

Der Wind weht wahrscheinlich auf der Erde immer irgendwo, aber er ist nicht als Objekt festmachbar, anders als die Sonne.

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Werner001
14 minutes ago, Einsteinchen said:

Der Wind weht wahrscheinlich auf der Erde immer irgendwo, aber er ist nicht als Objekt festmachbar, anders als die Sonne.

ok, da hast du natürlich Recht.

 

Werner

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Einsteinchen

Da gibt es einen 35000 Jahre alten Geist, der nennt sich Ramtha, er spricht durch JZ Knight, dieser Ramtha behauptet, der erste aufgestiegene Meister der Menschheit zu sein, er sei der Wind, von dem ich soeben geschrieben habe, oder zumindest, er lebe mit ihm, (der Entität, die ja keine ist, wenn er windstill ist).

Zu diesem Geist gibt es eine interessante Geschichte, die mit meiner Heimatstadt Linz zu tun hat. Ramtha ist berühmt in der Szene und auch JZ Knight, durch die er spricht.

Da erschien in der Szene eine andere Person, durch die Ramtha auch sprach, und JZ Knight klagte auf dem Gerichtsweg, dass Ramtha nur durch sie spricht.

Das Gerichtsverfahren war in Linz.

Die säkularen Richter mussten über einen Geist befinden. Wie das Urteil ausging, weiß ich nicht mehr.

Edited by Einsteinchen
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