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theresa???

(Warum) ist Jesus auch dann i. d. gewandelten Hostie gegenwärtig

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Werner001

Ich dachte bisher, Christus, der Vater und der Geist seien alle gleichermaßen Gott.

Wie kann man da von einem Weg "durch den Geist zu Gott" und von einem "durch Christus zu Gott" sprechen?

Das hört sich an, als ob nur der Vater "richtig Gott" wäre.

 

Werner

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Elima

Gilt die Lehre vom dreifaltigen Gott nicht als "Mysterium strictissime dictum"?

 

Ich war mir jedenfalls darüber klar, dass meine Einfalt nicht ausreicht, dieses Geheimnis zu verstehen, und dass ich in Dogmatik im Examen nie und nimmer ein Thema aus "De Deo uno et de Deo trino" wählen würde. (Das habe ich dann auch nicht, ich setzte mich mit dem Glauben an den Schöpfergott auseinander).

Edited by Elima

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Mariamante

Ich dachte bisher, Christus, der Vater und der Geist seien alle gleichermaßen Gott.

Wie kann man da von einem Weg "durch den Geist zu Gott" und von einem "durch Christus zu Gott" sprechen?

Das hört sich an, als ob nur der Vater "richtig Gott" wäre.

 

Werner

 

Die Heiligste Dreifaltigkeit- ein GOTT in Drei Personen. Was für uns "fassbar" ist, ist der menschgewordene "Sohn Gottes", Jesus Christus. Und insofern in Christus Gott ein menschliches Antlitz hat, können wir den Vater durch Jesus finden. Die Schrift sagt: "Wer mich sieht, sieht den Vater."

 

Damit wir uns Gott- Sohn und Gott- Vater auf die rechte Weise nahen können (die Schrift sagt: Diejenigen die Gott im Geist und in der Wahrheit anbeten, sind die wahren Anbeter), brauchen wir den Heiligen Geist. Insofern könnte man dann auch formulieren durch den Heiligen Geist zu Gott kommen.

Edited by Mariamante

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Petrus

 

durch den Heiligen Geist zu Gott kommen.

 

wie geht das, so ganz praktisch, Mariamante?

 

fragt Dich, Mariamante,

 

Petrus (stets neugierig).

 

:78:

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Fidelis

Ich dachte bisher, Christus, der Vater und der Geist seien alle gleichermaßen Gott.

Wie kann man da von einem Weg "durch den Geist zu Gott" und von einem "durch Christus zu Gott" sprechen?

Man "kann" so nicht nur sprechen, sondern man muss es sogar:

 

Johannes 14, 6 ff.

"Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen."

 

Johannes 10, 1.

Christus spricht: "Amen, amen, das sage ich euch: Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. ... Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden."

 

Wenn man dagegen alle drei Personen der Trinität identitär gleichsetzt, landet man bei der Häresie des Modalismus.

 

Die unterschiedlichen Aspekte der Gottheit dürfen nicht identisch gesetzt werden.

 

Jesus betet mit seinen Jüngern das "Vater unser" und betet sich nicht selbst an.

 

Das Problem ist nur, wie die Interaktion der drei Hypostasen Gottes miteinander und gegenüber dem Menschen konkret gedacht werden kann, aber nicht dass sie unterscheidbar interagieren. Letzteres ist Grundkonsens aller nicht-häretischen Gotteslehren.

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Elima

 

Jesus betet mit seinen Jüngern das "Vater unser" und betet sich nicht selbst an.

 

 

 

Bitte den Kontext betrachten: Die Jünger bitten: Herr, lehre uns beten! und Jesus sagt: "so sollt ihr beten: Vater unser!" Es ist eine Anweisung an die Jünger und soll sicher nicht so zu verstehen sein, dass Jesus zum Vater betet: Vater unser.

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Mariamante

 

 

durch den Heiligen Geist zu Gott kommen.

 

wie geht das, so ganz praktisch, Mariamante?

 

fragt Dich, Mariamante,

 

Petrus (stets neugierig).

 

:78:

 

 

Die Orthodoxie sieht das christliche Leben als "Leben im Heiligen Geist". Spiritualität (das drückt das Wort schon aus) als Leben im Heiligen Geist bedeutet in der Gegenwart Gottes leben. Um das zu erreichen ist ein intensives Gebetsleben wichtig, Aufmerksamkeit, Sensibilität und eine übernatürliche Einstellung. Im Heiligen Geist leben bedeutet, die Schöpfung, die Ereignisse im Leben als Gottes Anruf und Berührung mit Gott zu sehen und zu verstehen.

 

Das intensive Gebetsleben, die heiligen Sakramente zu empfangen, sich immer neu zu bekehren öffnet das Leben für das Wirken des Heiligen Geistes. Und wenn ein Heiliger sagt: "Der Heilige Geist kehrt mit Vorliebe in eine Seele ein, in der ER das Abbild seiner geliebten Braut, der Gottesmutter Maria vorfindet"- dann ist auch eine herzliche Liebe zu Maria ein Weg, sich für den Heiligen Geist in besonderer Weise zu bereiten.

Edited by Mariamante

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Werner001

 

 


Und wenn ein Heiliger sagt: "Der Heilige Geist kehrt mit Vorliebe in eine Seele ein, in der ER das Abbild seiner geliebten Braut, der Gottesmutter Maria vorfindet"

Ähem, nein, ich lass es lieber.

 

Werner

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Fidelis

 

 

Jesus betet mit seinen Jüngern das "Vater unser" und betet sich nicht selbst an.

 

 

Bitte den Kontext betrachten: Die Jünger bitten: Herr, lehre uns beten! und Jesus sagt: "so sollt ihr beten: Vater unser!" Es ist eine Anweisung an die Jünger und soll sicher nicht so zu verstehen sein, dass Jesus zum Vater betet: Vater unser.

Das war jetzt von mir vielleicht etwas plakativ formuliert.

 

Aber in der Sache wirst du mir doch zustimmen, dass Jesus - nach allem was wir wissen - von Gott als "Vater" gesprochen und zum "Vater" gebetet hat, und er sich nicht selbst angebetet hat?

 

Vgl. nur:

"Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. (Lk 23,34)

"Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist. (Lk 23,46)

 

Oder siehst du das anders?

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Mariamante

 

 


Ähem, nein, ich lass es lieber.

ein spirituelleres Verständnis wäre hier vielleicht angebracht.

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Werner001

 

Ähem, nein, ich lass es lieber.

ein spirituelleres Verständnis wäre hier vielleicht angebracht.

 

Das geht mir ziemlich ab, ich kann nichts dafür, so hat der Herr mich geschaffen.

Werner

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Flo77

 

Ähem, nein, ich lass es lieber.

ein spirituelleres Verständnis wäre hier vielleicht angebracht.

 

Das hat mit Spiritualität nichts zu tun. Die Formulierung Maria sei die Braut des Heiligen Geistes ist schlicht häretisch.

 

1. Ist Maria nicht die Braut eines Göttlichen Wesens. Himmlische Vereinigungen a la Zeus und Alkmene, wie sie der Begriff "Braut" impliziert (und wenn Du myriadenfach betonst, daß es ganz anders gemeint sei), mögen in heidnischen Kulten en vogue gewesen sein - die damit verbundene Konsequenz Jesus sei ein Halbgott wie Herakles gewesen ist seit über 1600 Jahren als Häresie verurteilt.

 

2. Impliziert die Formulierung der Heilige Geist sei vom Vater und vom Sohn in seiner Gottheit verschieden. Oder hat der Vater eine andere Braut am Start? (Eine irdische Gattin des Menschen Jesus müsste aufgrund der Christologie auch korrekt als "Frau Jesu" betitelt werden aber niemals als "Gemahlin Gottes". So wie Maria korrekterweise die Gottesgebärerin ist und nicht die "Mutter Gottes" im eigentlichen Sinne.)

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rorro

Opera S. Trinitatis ad extra sunt indivisa (die Werke der Hl. Dreifaltigkeit nach außen sind ungeteilt) - das gilt im Westen wie im Osten. Das verhindert nicht, bestimmte Tateigenschaften bestimmten göttlichen Hypostasen zuzuschreiben, und das passiert auch, aber dennoch ist diese Zuschreibung nicht absolut zu verstehen.

Es ist ein Gott, es gibt keinen Modalismus.

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rorro

Übrigens kann man auch gut katholisch sein und den augustinischen Erklärungsversuch der Hl. Dreifaltigkeit für nicht so gelungen halten.

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