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Spadafora

Neues Motu proprio

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Jorge
Am 14.9.2017 um 00:47 schrieb gouvernante:

Ich würde das älter vermuten - sichtbar noch an den sogenannten "Leisen", also Lieder, die die (zusammengezogene) Phrase Kyrieleis enthalten. (Bsp. GL 252)

Es lohnt sich, mal zuzuhören, wie Gemeinden das singen.

Ja, glaube ich auch.

Ist doch oft so, dass sich in den protestantischen Traditionen Sprachgebräuche finden, die in der Reformationszeit generell oder regional üblich waren, also nicht konfessionsspezifisch, sondern einfach zeitgenössisch frühneuzeitliches Deutsch, das dann auch bestimmt schon älter war. Das hat sich dann bei denen eher erhalten als bei uns, erstens weil im prot. Bereich der deutsche Gottesdienst stärker gepflegt wurde und zweitens weil solche Dinge, die in der Gründungszeit einer Tradition üblich sind, ja oft über lange Zeit in Erinnerung bleiben.

 

Mir fällt das zum Bsp. immer auf, wenn im prot. Bereich generell von "Mönchen" die Rede ist (etwa für Augustiner wie Luther oder für Franziskaner oder andere Bettelorden, oft auch polemisch natürlich), wo wir heute im katholischen Bereich niemals von "Mönchen", sondern von Ordensleuten oder Religiosen sprechen würden, weil es im kirchenrechtlichen Sinn ja keine monastischen Mönche sind. Das kommt in protestantischer Literatur, auch Fachliteratur, aber ständig so vor, einfach weil es in den zeitgenössischen Streitschriften immer so gesagt wurde. Das war damals sicher allgemeiner Sprachgebrauch und nicht spezifisch protestantisch.

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