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Petrus

Opferfest.

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Petrus

so.

 

ich hoffe, ich bin im richtigen Unterforum gelandet, was ja auch mit "interreligiöser Dialog" unterbeschriftet ist.

 

Also: Ab Morgen ist Opferfest. Das ist (ich hab das einmal miterlebt und unterhalte mich darüber gerne mit Menschen) so ähnlich, wie für uns "Weihnachten".

 

Was ich gut finde:

 

1/3 des Fleisches gehört der eigenen Familie.

1/3 des Fleisches wird an die Verwandtschaft gegeben.

1/3 des Fleisches wird an die Armen geschenkt, die sich kein Fleisch leisten können.

 

 

 

 

 

 

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Werner001
14 minutes ago, Petrus said:

so.

 

ich hoffe, ich bin im richtigen Unterforum gelandet, was ja auch mit "interreligiöser Dialog" unterbeschriftet ist.

 

Also: Ab Morgen ist Opferfest. Das ist (ich hab das einmal miterlebt und unterhalte mich darüber gerne mit Menschen) so ähnlich, wie für uns "Weihnachten".

 

Was ich gut finde:

 

1/3 des Fleisches gehört der eigenen Familie.

1/3 des Fleisches wird an die Verwandtschaft gegeben.

1/3 des Fleisches wird an die Armen geschenkt, die sich kein Fleisch leisten können.

 

 

 

 

 

 

Die Rechnung geht irgendwie nicht auf. Oder ist das nur ein Fest für Wohlhabende? Oder ist der Brauch nur für Wohlhabende?

 

Werner

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Flo77
vor einer Stunde schrieb Werner001:

Die Rechnung geht irgendwie nicht auf. Oder ist das nur ein Fest für Wohlhabende? Oder ist der Brauch nur für Wohlhabende?

 

Werner

Welche Rechnung geht nicht auf? Grundsätzlich ist das Opferfest hier mit einem sozialen Touch versehen, indem diejenigen, die sich ein Opfertier leisten können angewiesen sind, dieses mit Minderbegüterten zu teilen.

 

Was den Sinn und Zweck von Tieropfern und den damit verbundenen Gottesbildern angeht ist eine Diskussion wahrscheinlich eher weniger in Petrus' Sinne.

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Lothar1962
vor 2 Minuten schrieb Flo77:

Welche Rechnung geht nicht auf?

 

Ich kann nur dann dritteln, wenn ich mir Fleisch leisten kann. Kann ich das nicht (und bin damit auf das Drittel anderer angewiesen), dann kann ich auch nicht zwei Drittel abgeben.

 

Insofern die berechtigte Anfrage von Werner, ob der Brauch (nämlich das Dritteln) nur für Wohlhabende gilt.

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Sokrates
vor 6 Minuten schrieb Lothar1962:
vor 9 Minuten schrieb Flo77:

Welche Rechnung geht nicht auf?

 

Ich kann nur dann dritteln, wenn ich mir Fleisch leisten kann. Kann ich das nicht (und bin damit auf das Drittel anderer angewiesen), dann kann ich auch nicht zwei Drittel abgeben.

 

Insofern die berechtigte Anfrage von Werner, ob der Brauch (nämlich das Dritteln) nur für Wohlhabende gilt.

Gibt es irgendeine Religion, die sich daran stört, dass ihre Bräuche unlogisch sind?

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Lothar1962
vor 1 Minute schrieb Sokrates:

Gibt es irgendeine Religion, die sich daran stört, dass ihre Bräuche unlogisch sind?

 

Keine Ahnung. Möglicherweise ist es hier auch nicht "die Religion", sondern Petrus hat einfach nicht korrekt zitiert.

Und ich wollte dem Flo77 erklären, was da unlogisch ist.

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Flo77
vor 58 Minuten schrieb Lothar1962:

 

Ich kann nur dann dritteln, wenn ich mir Fleisch leisten kann. Kann ich das nicht (und bin damit auf das Drittel anderer angewiesen), dann kann ich auch nicht zwei Drittel abgeben.

 

Insofern die berechtigte Anfrage von Werner, ob der Brauch (nämlich das Dritteln) nur für Wohlhabende gilt.

Da die Anweisung heißt, WENN geschlachtet wird, DANN wird gedrittelt, sehe ich hier keine Unlogik. Insofern ist Werners Frage doch schon beanwortet.

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Lothar1962
vor einer Stunde schrieb Flo77:

Da die Anweisung heißt, WENN geschlachtet wird, DANN wird gedrittelt, sehe ich hier keine Unlogik. Insofern ist Werners Frage doch schon beanwortet.

 

Ah. Das hat aber Petrus nicht geschrieben. So passt es dann.

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nannyogg57

Es gibt tatsächlich Muslime, deren Teilnahme am Opferfest darin besteht, Fleisch geschenkt zu bekommen.

 

Es ist ein Bisserl schwierig, rauszubekommen, wie das mit der Verteilerei genau ist.

 

Ich habe auch schon mal Folgendes gehört: Wer arbeitet, muss ein Schaf schlachten (oder schlachten lassen). Dann wird das in sieben Teile geteilt. Er oder sie behält für jedes Mitglied des Haushaltes ein Siebtel, der Rest geht an Bedürftige, wobei die in der Familie bevorzugt werden. 

 

 

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Studiosus

Wo genau findet denn hier der im Eröffnungspost genannte "interreligiöse Dialog" statt? Ich sehe Nutzer, die keine Moslems sind, über deren Opferfest schreiben. Versteht man darunter neuerdings Dialog? Worin artikuliert sich der andere Dialogpartner, der christliche? Irgendwie scheint mir die Platzierung in dieser Kategorie verfehlt.

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus. 

Edited by Studiosus

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Petrus

danke, Studiosus, für Deine Einschätzung.

 

Nun hatte ich bereits in meinem Eröffnungs-Posting darauf hingewiesen, dass für Muslime das Opferfest von meinem konkreten Erleben so etwas Ähnliches ist wie für Christen das Weihnachtsfest, und damit - aus meiner Sicht hinreichend -  den kirchlichen Bezug des von mir eröffneten Themas dargestellt.

 

Zum Andern: Soll ich hier Muslime zum Diskutieren auftreiben, bloß damit Studiosus zufriedengestellt ist?

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ThomasB.
vor 2 Minuten schrieb Petrus:

Soll ich hier Muslime zum Diskutieren auftreiben, bloß damit Studiosus zufriedengestellt ist?

Nein. Aber Du könntest konvertieren.

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Petrus
vor 1 Minute schrieb ThomasB.:

Nein. Aber Du könntest konvertieren.

 

Dein Hinweis ist für mich nicht neu.

 

Als ich vor vielen Jahren von der evang .-luth. zur röm.-kath. Konfession konvertiert war, blaffte mich der damalige evang.-luth. Studentenpfarrer der evang.-luth. Augustana Hochschule zu Neuendettelsau, stinkesauer, an: "Und! Was machen Sie dann als Nächstes, Herr X? Werden Sie Moslem?" was vermutlich, dem wütenden Ton nach, nicht als Frage gedacht war.

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Petrus

ach ja, da fällt mir ein: Wir könnten doch wieder mal "Rollentausch" spielen - ist schon Jahre her, und das war für mich damals ein sehr spannendes Experiment, hier in diesem Forum. ich gehörte der Fraktion der "Atheisten"  an.

 

 

 

Edited by Petrus

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Christopher
Am 21. August 2018 um 23:07 schrieb nannyogg57:

Es gibt tatsächlich Muslime, deren Teilnahme am Opferfest darin besteht, Fleisch geschenkt zu bekommen.

 

Es ist ein Bisserl schwierig, rauszubekommen, wie das mit der Verteilerei genau ist.

 

Ich habe auch schon mal Folgendes gehört: Wer arbeitet, muss ein Schaf schlachten (oder schlachten lassen). Dann wird das in sieben Teile geteilt. Er oder sie behält für jedes Mitglied des Haushaltes ein Siebtel, der Rest geht an Bedürftige, wobei die in der Familie bevorzugt werden. 

 

 

 

Ernst gemeinte Frage: Was ist, wenn man vegetarisch lebt? Dann ist man, um am Opferfest teilnehmen zu können, entweder gezwungen, Fleisch zu essen oder zu schlachten. Beides für Vegetarier ja eigentlich keine Option. 

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kam
vor 7 Stunden schrieb Christopher:

 

Ernst gemeinte Frage: Was ist, wenn man vegetarisch lebt? Dann ist man, um am Opferfest teilnehmen zu können, entweder gezwungen, Fleisch zu essen oder zu schlachten. Beides für Vegetarier ja eigentlich keine Option. 

Warum sollte ein Moslem (oder auch ein Katholik) vegetarisch leben? Eine Religion reicht doch.

  • Haha 1

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OneAndOnlySon
vor 8 Stunden schrieb Christopher:

 

Ernst gemeinte Frage: Was ist, wenn man vegetarisch lebt? Dann ist man, um am Opferfest teilnehmen zu können, entweder gezwungen, Fleisch zu essen oder zu schlachten. Beides für Vegetarier ja eigentlich keine Option. 

 Das wird so sein, wie ein Überzeugungsabstinenzler am Weinfest teilnimmt, nämlich überhaupt nicht. Wieso sollte jemand, der aus Überzeugung Vegetarier ist, an Opferfest teilnehmen wollen?

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gouvernante
vor einer Stunde schrieb kam:

Warum sollte ein Moslem (oder auch ein Katholik) vegetarisch leben? Eine Religion reicht doch.

:lol:

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Werner001
19 hours ago, Christopher said:

 

Ernst gemeinte Frage: Was ist, wenn man vegetarisch lebt? Dann ist man, um am Opferfest teilnehmen zu können, entweder gezwungen, Fleisch zu essen oder zu schlachten. Beides für Vegetarier ja eigentlich keine Option. 

Wenn diese Frage irgendwann einmal tatsächlich akkut wird, dann wissen wir, dass der Islam tatsächlich (und  nicht nur geografisch) im Westen angekommen ist.

 

Werner

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rince

Bei säkularen Menschen besagten Kulturkreises wird das Opferfesz dazu genutzt, sich mal wieder bei Freunden und Familie zu melden. 

 

Also ähnlich wie bei uns zu Weihnachten...

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Werner001

Beim Opferfest wird der (verhinderten) Opferung Isaaks durch Abraham gedacht.

Irgendwie seltsam, dass ausgerechnet das das höchste islamische Fest ist.

 

Werner

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Petrus

nun, wir Christen feiern doch auch sowas Ähnliches. Bei uns hat Gott seinen eigenen Sohn geopfert.

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Christopher
vor 14 Stunden schrieb OneAndOnlySon:

 Das wird so sein, wie ein Überzeugungsabstinenzler am Weinfest teilnimmt, nämlich überhaupt nicht. Wieso sollte jemand, der aus Überzeugung Vegetarier ist, an Opferfest teilnehmen wollen?

 

Weil er gleichzeitig auch überzeugter Muslim sein kann? Das eine schließt das andere ja nicht aus. 

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Werner001
15 minutes ago, Petrus said:

nun, wir Christen feiern doch auch sowas Ähnliches. Bei uns hat Gott seinen eigenen Sohn geopfert.

Ja, das ist das Zentrum unserer Religion.

Aber diese Abraham-Legende ist doch nicht das Zentrum des Islam.

 

Werner

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Higgs Boson
vor 19 Minuten schrieb Christopher:

 

Weil er gleichzeitig auch überzeugter Muslim sein kann? Das eine schließt das andere ja nicht aus. 

 

Mir hat mal meine syrische Freundin ein Video gezeigt, wie eine Schlachtung aussieht, die halal abläuft. Das Tier darf nicht gequält werden, liegt ganz ruhig da. Da habe ich das mit dem 'Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird' so richtig verstanden. Und es hatte so garnichts mit den brutalen Schlachthausvideos gemein, die man so bei youtube sehen kann. Sie meinte, damit könnte sie einen Veganer wie mich überzeugen...

 

Islam und Judentum haben von der Idee her den Tierschutz 'eingebaut', das Christentum nicht. Das Tier ist ein Opfer, ein Opfer ist respektvoll zu behandeln. Christus, das letzte Opfer macht diesen Aspekt zunichte. Das Tier muss nicht geopfert, sondern nur irgendwie zu Tode gebracht werden. Dass das möglichst 'sanft' zu erfolgen hat, ist keine religiöse Pflicht mehr, sondern rein weltlichen Tierschutzgesetzen geschuldet.

 

Und darum nimmt der Tierschutzcharakter gelegentlich auch religiöse Züge an. Weil wir wissen, dass das Töten auch von Tieren, eine transzendente Note hat.

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