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Die Angelika

Anschluss an Bündnis Seebrücke

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rince
vor 6 Minuten schrieb Die Angelika:

Wir reden z.B. noch viel zu wenig von den vielen Menschen, die in der Sahara auf der Flucht verdursten. Nach SChätzungen soll diese Zahl nicht niedriger sein als die der Toten im Mittelmeer.

Und das liegt auch in unserer Verantwortung, weil?

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Marcellinus
vor 2 Minuten schrieb Die Angelika:

 

Finde ich eine gute Idee.

Bei der Zusammenführung von syrischen Familien gibt es so ein Bürgschaftsmodell z.B. schon.

Flüchtlingspaten Syrien e.V.

 

Dann sollte man den Worten aber auch Taten folgen lassen. Statt dessen fordern gerade Bürgen, die nun Zahlungsaufforderungen bekommen haben, daß der Staat diese übernehmen solle. Soviel dazu.

 

Oder um mich mal selbst zu zitieren: "Scheinheiligkeit ist eine verbreitete Lichtquelle, in deren Schein man vor allem die Verfehlungen der anderen sieht." :D

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Werner001
1 minute ago, rince said:

Und das liegt auch in unserer Verantwortung, weil?

Ich habe noch nie verstanden, warum das unsere Verantwortung sein soll. Ich verstehe es nicht. Ich werde es wohl nie verstehen.

 

Ich halte das Gerede davon für den Versuch der moralischen Erpressung, angefangen damals vom papst auf Lampedusa.. Ich lasse mich aber nicht gerne erpressen und deshalb lasse ich mir nicht einreden, dass das "unsere" Verantwortung sei.

 

Es ist nicht unsere Verantwortung.

 

Werner

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Die Angelika
vor 2 Stunden schrieb Moriz:

 

Rettungsboote zu finanzieren mag zwar konstruktiv sein, ist aber leider auch keine Lösung.

 

Das sind wir uns einig. Dennoch halte ich das für besser als die Menschen mit dem Ziel der Abschreckung ertrinken zu lassen.

Wenn man nun sagt, dass die Seenotrettung Aufgabe der Anrainer sei, dann mag das zwar richtig sein. Aber sie machen ihre Aufgabe nicht.

Was also tun? Wenn man die Menschen schon nicht per NGOs gerettet wissen will, sollte man dann aber wenigstens sich deutlich positionieren, dass es Aufgabe der Anrainerstaaten ist und sie ihre Aufgabe zu erfüllen haben. Da könnte ich noch mitgehen. Nicht mitgehen kann ich aber bei der Haltung, dass es gut sei, diese Menschen ertrinken zu lassen, weil das der Abschreckung diente. Was ist denn das für eine Argumentation?

Wollen wir demnächst in unser Strafrecht Strafen aufnehmen, die mehr der Abschreckung dienen? Hand ab für den, der stiehlt? Penis ab für Vergewaltiger? Wäre sicher abschreckend, sodass die nächsten, die mit dem Gedanken spielen zu stehlen oder zu vergewaltigen, davon vielleicht doch Abstand nehmen...Man verzeihe mir meine drastischen Beispiele, ich weiß aber nicht, wie ich sonst veranschaulichen soll, welches Denken meiner Meinung nach hinter dieser Abschreckungsargumentation steckt.

 

Zitat

Das ist das Stichwort: Einwanderung.

Wenn wirklich nur die kommen würden, die in ihren Heimatländern politisch verfolgt werden, dann hätten wir kein Problem. Den allermeisten geht es aber nicht ums nackte Überleben, sondern darum, hier ein besseres Leben zu finden. Das ist verständlich und nachvollziehbar, aber kein Grund, sie so ohne weiteres bei uns aufzunehmen.

 

Das ist aber für mich ein weiteres Themenfeld.

Zunächst einmal geht es mir darum, was für Schiffbrüchige im Mittelmeer getan werden soll. Sollen wir da wirklich aus politischen Gründen zusehen, wie unterschieden wird,  warum ein Mensch in Seenot ist? Wenn er auf der Flucht war, kann er zur Abschreckung ertrinken, war er aber mit einem Kreuzfahrtschiff unterwegs, wird er gerettet? Mich verwirrt diese Haltung einfach.

 

Die Feststellung der Gründe für den Weg nach Europa ist bisher erst mit einem Asylverfahren möglich.

Ich persönlich trete gar nicht dafür ein, dass alle aus Seenot geretteten geflüchtete Menschen einfach aufgenommen werden. Mir wäre auch neu, dass die Aktion Seebrücke das täte. Natürlich soll in einem Asylverfahren herausgefunden werden, ob sie asylberechtigt sind oder eben nicht.

Nur ist das halt bisher nicht außerhalb eines grundsätzlich zur Aufnahme bereiten Staates möglich. Zugleich sehe ich da schon auch das Problem, dass Abschiebungen aus den verschiedensten Gründen nicht so recht funktionieren. Das muss aber von der Frage der Seenotrettung getrennt behandelt werden.

 

Deine Idee einer Greencard emfpinde ich als durchaus diskussionswürdig.

 

Zitat

Ja, aber man muß die Problematiken auseinanderhalten.

 

Ansonsten darfst Du mir gerne eine Spende zukommen lassen, "weil" es ja so viele Obdachlose gibt :evil:

 

Bei deiner Forderung nach dem Auseinanderhalten von Problematiken rennst du bei mir offene Türen ein. Siehe meine Beiträge hier.

Den letzten Satz hättest du dir besser sparen sollen, weil du damit mMn deinen eigenen sonstigen Beitrag abwertest.s willst du mir eigentlich mit dem Smilie mitteilen? Die häufige Unterstellung, dass Menschen, die sich einerseits für Flüchtlinge engagieren, die eigenen Landsleute egal seien?

Und wieso sollte ich dir eine Spende zukommen lassen, weil es ja so viele Obdachlose gibt? Bist du dort engagiert? Ich spende eigentlich grundsätzlich nicht an Privatpersonen, sondern an Organisationen, die zertifiziert sind. Übrigens gibt es mittlerweile auch hinreichend obdachlose Flüchtlinge, sogar solche, die keinen ablehnenden Asylbescheid erhalten haben.

 

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Werner001
Just now, Die Angelika said:

Nicht mitgehen kann ich aber bei der Haltung, dass es gut sei, diese Menschen ertrinken zu lassen, weil das der Abschreckung diente. Was ist denn das für eine Argumentation?

Wer argumentiert denn so?

 

Werner

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Werner001
4 minutes ago, Die Angelika said:

Übrigens gibt es mittlerweile auch hinreichend obdachlose Flüchtlinge, sogar solche, die keinen ablehnenden Asylbescheid erhalten haben.

Hast du da mal einen Link? Es wird immer behauptet, für deren Unterkunft müssten die Gemeinden vornehmlich sorgen.

 

Edit: Oder meinst du solche mit abgeschlossenem Verfahren und Aufenthaltsgenehmigung? Ja, wenn man mal soweit ist, bleibt man tatsächlich weitgehend sich selbst überlassen (gilt auch z. B. für EU-Migranten, die haben ja von vornherein eine Aufenthaltsgenehmigung)

 

Werner

bearbeitet von Werner001

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Die Angelika
vor 2 Stunden schrieb rorro:

Das Problem ist nicht der Glaube. Das Problem beginnt da, wo die praktische Caritas des einzelnen Gläubigen externalisiert wird - d. h. vom Staat verlangt wird. Der christliche Glaube stellt karitative Forderungen an mich, nicht an andere.

 

Ich habe höchsten Respekt vor jedem Christen, der aus Glaubensgründen bspw. für Migranten bürgt oder sie bei sich aufnimmt. Und ich habe gleichzeitig höchstes Unverständnis, wenn Menschen meinen, ihr Glaube dränge sie, daß der Staat das gefälligst zu tun habe. Letztere tun der Evangelisierung übrigens überhaupt keinen Gefallen.

 

Fettmarkierung von mir.

Das finde ich einen ganz interessanten Aspekt.

Das fände ich auch problematisch, wenn dies absolut geschähe.

Ich denke aber nicht, dass Christen unpolitisch sein sollten. Ich denke, sie dürfen schon auch Forderungen an den Staat stellen. Solche Forderungen sind allerdings dann unglaubwürdig und hohl, wenn man selbst als Christ Caritas nicht praktiziert.

 

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Die Angelika
vor 8 Minuten schrieb Werner001:

Wer argumentiert denn so?

 

Werner

 

 

Was ist das hier?

 

Zitat

So bitter das ist: Publicitywirksam umherirrende Helferschiffe, die nirgendwo anlegen dürfen, sind derzeit das wirksamste Mittel gegen Ertrunkene, weil sich dadurch weniger in Gefahr begeben.

 

Das wurde in diesem Thread vor 2 Stunden geschrieben. Diese Art der Argumentation höre und lese ich nicht das erste Mal.

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Werner001
12 minutes ago, Die Angelika said:
2 hours ago, rorro said:

Das Problem ist nicht der Glaube. Das Problem beginnt da, wo die praktische Caritas des einzelnen Gläubigen externalisiert wird - d. h. vom Staat verlangt wird. Der christliche Glaube stellt karitative Forderungen an mich, nicht an andere.

 

Ich habe höchsten Respekt vor jedem Christen, der aus Glaubensgründen bspw. für Migranten bürgt oder sie bei sich aufnimmt. Und ich habe gleichzeitig höchstes Unverständnis, wenn Menschen meinen, ihr Glaube dränge sie, daß der Staat das gefälligst zu tun habe. Letztere tun der Evangelisierung übrigens überhaupt keinen Gefallen.

 

Fettmarkierung von mir.

Das finde ich einen ganz interessanten Aspekt.

Das fände ich auch problematisch, wenn dies absolut geschähe.

Ich denke aber nicht, dass Christen unpolitisch sein sollten. Ich denke, sie dürfen schon auch Forderungen an den Staat stellen. Solche Forderungen sind allerdings dann unglaubwürdig und hohl, wenn man selbst als Christ Caritas nicht praktiziert.

Dieses Thema ist nochmal ein weiteres Thema.

Ich bin, nach vielen Gesprächen mit Leuten aus anderen, "mehr solidarischen" Gesellschaften, der Überzeugung, dass unsere "institutionalisierte Solidarität" die persönliche Solidarität weitgehend zerstört hat. "Warum soll ich dir helfen, ich zahle genug Steuern und Abgaben, geh doch zum Sozialamt", so könnte man es auf denm Punkt bringen.

Und diese Grundhaltung ist selbst bei Leuten zu beobachten, die das für sich selbst energisch zurückweisen würden und die viel auf ihre persönliche Solidarität halten.

Letztlich ist aber die Forderung, der Staat und die Gesellschaft müssten helfen, nichts anderes als dieses "Sozialamtsdenken".

Der Barmherzige Samariter würde heute die Rettung anrufen und sich damit begnügen, dass "man" dem verletzten hilft. Und er würde sich freuen, in was für einer toll solidarischen und helfenden Gesellschaft er doch lebt. Aber es würde ihm nicht im Traum einfallen, dem Wirt Geld zu geben. Er würde höchstens den Wirt beschimpfen, wenn der den Verletzten nicht kostenlos aufnehmen will.

 

Werner 

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Werner001
4 minutes ago, Die Angelika said:

 

 

Was ist das hier?

 

 

Das wurde in diesem Thread vor 2 Stunden geschrieben. Diese Art der Argumentation höre und lese ich nicht das erste Mal.

Und wo genau steht da, man müsse Leute ertrinken lassen?

 

Werner

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Shubashi
vor einer Stunde schrieb Die Angelika:

 

 

 

Sind das absolute oder relative Zahlen? Es gelangen ja meines Wissens auch weniger Flüchtlinge überhaupt auf das Mittelmeer.

Ob das als begrüßenswert zu bezeichnen ist, stelle ich noch in Frage. Denn wenn sich die Fluchtrouten lediglich ändern und die flüchtenden Menschen halt nicht mehr vor unserer Haustür sterben, wäre das ein Nullsummenspiel.

Wir reden z.B. noch viel zu wenig von den vielen Menschen, die in der Sahara auf der Flucht verdursten. Nach SChätzungen soll diese Zahl nicht niedriger sein als die der Toten im Mittelmeer.

Zudem müssen wir bei der Ursachenbestimmung für den Rückgang der Todesopfer auch andere Faktoren berücksichtigen: z.B. die (mMn unglaublichen) Abkommen mit der Türkei und Libyen.

 

Natürlich ist die Seenotrettung keine Lösung des eigentlichen Problems, das sehe ich schon auch. Nur bin ich der Meinung, dass man die Menschen nicht ertrinken lassen darf. Mir ist auch bewusst, dass das Wissen um Rettungsschiffe vielleicht die Bereitschaft erhöht, doch diese Route zu nehmen. Aber darf dann wirklich die Lösung sein, Menschen wissentlich dort ertrinken zu lassen? Es ist ja mittlerweile, so man denn den NGOs Glauben schenken darf, durchaus so, dass andere Schiffe die in Seenot geratenen Flüchtlinge ignorieren.

 

Ich befürchte halt, dass mit der wissentlichen Hinnahme von Ertrinkenden im Mittelmeer sich unsere moralischen Werte massiv verschieben.

Keiner von uns käme auf die Idee, junge Autofahrer bei Unfällen nicht  mehr zu retten wollen, um sie davor abzuschrecken, zu riskant zu fahren. Dabei gibt es Untersuchungen, dass junge Autofahrer aggressiver und risikobereiter fahren.

 

 

Es sind sowohl absolute als auch relative Zahlen. Grob gesagt ging nach dem verlinkten Bericht die Zahl der Bootsflüchtlinge um ein Drittel zurück, entsprechend die Zahl der Ertrunkenen.

 

Was mich an Deinem Betrag etwas irritiert, sind die unterschwelligen politischen Unterstellungen: niemand lässt in Europa jemanden "wissentlich" ertrinken - die eigentliche Ursache sind nun mal Menschen, die sich für die Aussicht auf ein Stück von Europas Reichtum in die Hände rücksichtsloser Verbrecher begeben.

Die Folgen dieses Handels können wir nur begrenzt beeinflussen, weil es außerhalb europäischer Grenzen seinen Anfang nimmt und auch im wesentlichen abläuft.

(Deshalb passt der Vergleich mit rücksichtslosen Autofahrern in keiner Weise: wo wir können, adressieren wir ein solches Verhalten, wie wir selbstverständlich auch die Verursacher rechtsstaatlich zur Verantwortung ziehen. Im Ausland können wir das nicht - allerdings wäre früher eine Situation wie in Libyen oder vor Ceuta schlicht  militärisch geregelt worden.)

 

Wir haben aber leider erlebt, dass die Situation (bzw. die Migrationskrise insgesamt) im Mittelmeer das Potential hatte (hat?), unsere politische Ordnung in Europa gravierend zu beschädigen. Inzwischen sind aufgrund Beruhigung diverser Konflikte und vers. EU-Maßnahmen bzw. nationaler Strategien die Zahlen maßgeblich zurückgegangen, wie man hier ganz gut nachvollziehen kann.

https://data2.unhcr.org/en/situations/mediterranean#_ga=2.116276806.1998363441.1547185512-709371960.1547185512

 

Und da habe ich definitiv eine Meinung zu:

Unsere jetzige politische Ordnung, insbes. die EU, ist das Ergebnis der Lehre zweier verheerender Kriege mit dutzenden Millionen an Opfern. 

Ich erwarte, dass diese Ordnung mit jedem rechtsstaatlichen und demokratischen Mittel verteidigt wird. Auch gegen Organisationen politischer Traumtänzer, die weder ein Mandat haben noch genügend Verantwortungsbewusstsein zeigen, die Folgen ihres Handels zu überschauen.

 

 

 

bearbeitet von Shubashi
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mn1217

Also, wer zusärzlich der Kehrwoche auch noch einen städtischen Streu- und Räumdienst und vielleicht  auch eine Müllabfuhr  befürwortet, ist schon sehr verdächtig oder wie?

Warum geht denn nicht beides, Eigenverantwortung so weit wie möglich und eben staatliche Aufgaben für das, was man, warum auch immer, alleine halt nicht hingekommen? 

Das scheint hier so ein Entweder Oder zu sein.

Es gibt doch noch  sowohl als auch.

 

Rechts,links und liberal sind eher Etiketten.  Was dahinter steht, ist wichtig. Ich halte knallharte liberale Positionen ( Mäusestrategie und so ein Kram)nicht für rechts.

Ich stimme ihnen nicht zu.

 

Was Verantwortung anbetrifft, existiert da ein großer  Unterschied  zu Schuld.  Nicht verwechseln. 

Verantwortung zu übernehmen, ist nicht schlimm, eher erwachsen. 

"You say, we' re not responsible. But we are ." ( Ana).

Verantwortung übernehmen kann viele Gesichter haben, ob nun in afrikanischen  Ländern oder hier , ob im Großen oder Kleinen.

bearbeitet von mn1217

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Xamanoth
vor 2 Stunden schrieb rorro:

Das ist erst einmal kein "liberaler Liberalismus" (was soll das bitte sein? So was wie ein holziger Baumstamm?), sondern nennt sich "klassischer Liberalismus".

 

Rechts ist u.a. autoritäres Staatsverständnis (was sie mit links gemein haben übrigens), liberal bedeuet WENIGER staatliche Eingriffe in die Freiheit und zwischenmenschliche Beziehungen.

 

Ich habe auch gar nichts gegen rechte Positionen - außer daß ich sie nicht teile. Wer "rechts" als Schmähwort empfindet, ist allerdings einfach nur dumm.

 

Nachtrag: der von mir verlinkte Text ist wirklich lesenswert

Nein, rechts ist KEIN autoritäres Staatsverständnis, sondern eine Reduktion der Staatsaufgabe auf Sicherstellung öffentlicher Sicherheit und Ordnung - die allerdings straff durchzusetzen ist. 

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Werner001
10 minutes ago, mn1217 said:

Also, wer zusärzlich der Kehrwoche auch noch einen städtischen Streu- und Räumdienst und vielleicht  auch eine Müllabfuhr  befürwortet, ist schon sehr verdächtig oder wie?

Das hat doch keiner gesagt! Was gesagt wurde, war, dass man sich nicht wundern muss, wenn keiner mehr selbst räumt, wenn eh der Räumdienst kommt. 

(Und der kann halt nicht gleichzeitig vor jedem Haus sein)

 

Werner

bearbeitet von Werner001
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Xamanoth
vor 8 Minuten schrieb mn1217:

Also, wer zusärzlich der Kehrwoche auch noch einen städtischen Streu- und Räumdienst und vielleicht  auch eine Müllabfuhr  befürwortet, ist schon sehr verdächtig oder wie?

Warum geht denn nicht beides, Eigenverantwortung so weit wie möglich und eben staatliche Aufgaben für das, was man, warum auch immer, alleine halt nicht hingekommen? 

Das scheint hier so ein Entweder Oder zu sein.

Es gibt doch noch  sowohl als auch.

 

Rechts,links und liberal sind eher Etiketten.  Was dahinter steht, ist wichtig. Ich halte knallharte liberale Positionen ( Mäusestrategie und so ein Kram)nicht für rechts.

Ich stimme ihnen nicht zu.

 

Was Verantwortung anbetrifft, existiert da ein großer  Unterschied  zu Schuld.  Nicht verwechseln. 

Verantwortung zu übernehmen, ist nicht schlimm, eher erwachsen. 

"You say, we' recht not responsible. But we are ." ( Ana).

Verantwortung übernehmen kann viele Gesichter haben, ob nun in afrikanischen  Ländern oder hier , ob im Großen oder Kleinen.

Was verstehst du überhaupt definitorisch als rechts? Das würde. mich wirklich interessieren. 

 

Für mich sind es vor allem folgende Punkte:

 

1. Rechtsstaatsprinzip 

2. Subsidiaritätsprinzip 

3. Absolutes Strafverständnis

4. Naturrechtslehre

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duesi

Traditionell haben sich meines Wissens die Begriffe "rechts" und "links" aus der Zusammensetzung der Paulskirchenversammlung heraus etabliert. Und da saßen rechts die Monarchisten, links die Revoluzzer und in der Mitte die Bürgerlich-Gemäßigten. Jedoch sind es keine eindeutig definierten Begriffe, so dass jeder darunter etwas anderes versteht.

bearbeitet von duesi

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mn1217
vor 16 Minuten schrieb Werner001:

Das hat doch keiner gesagt! Was gesagt wurde, war, dass man sich nicht wundern muss, wenn keiner mehr selbst räumt, wenn eh der Räumdienst kommt. 

(Und der kann halt nicht gleichzeitig vor jedem Haus sein)

 

Werner

Wobei ich da im Alltag andere Erfahrungen mache. Es gibt natürlich  Müllabfuhr und Strassenwacht, trotzdem putzen und räumen wir selbst(in und vor dem Haus, in Abwechslung mit den anderen Mietparteien). Das kenne ich auch nicht anders.

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Werner001
5 minutes ago, Flo77 said:

Naturrecht? 

Ich vermute:

“Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, daß alle Menschen gleich erschaffen worden, daß sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräusserlichen Rechten begabt worden, ...”

 

Werner

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mn1217
vor 26 Minuten schrieb Xamanoth:

Was verstehst du überhaupt definitorisch als rechts? Das würde. mich wirklich interessieren. 

 

Für mich sind es vor allem folgende Punkte:

 

1. Rechtsstaatsprinzip 

2. Subsidiaritätsprinzip 

3. Absolutes Strafverständnis

4. Naturrechtslehre

Hm, schwierig. 

Deinen Punkt 1 und 2 nicht. Das halte ich für notwendig für Demokratie. Ohne Richtungsetikett.

 

Was genau Punkt 3 heisst,  wäre zu klären. Aber immer, wenn ich das Wort " absolut" höre oder lese, gehe ich auf inneren Widerstand. Auch Recht und Ordnung ist ja eine Definitionssache. Hand ab für Diebstahl finde ich zB nicht  okay.

Von Punkt 4 halte ich nicht viel.

 

Rechts ist für mich schon mit FremdenfeindlichkeIT,  Aufgabe von Freiheit, zuviel Überwachung und Kontrolle  und einem sehr patriarchalischen Staats- und Frauenbild belegt. Und mit einem sehr problematischen Umgang mit Menschen,die beeinträchtigt sind und/ oder nicht so " funktionieren"wie ein seltsames Leistungsideal es vorsieht.

bearbeitet von mn1217

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Xamanoth

Aufgabe von Freiheit und Kontrolle sind für mich links konnontiert. Der Schutz der Schwachen und Bewinträchtigten wie auch der Verfolgten und bedrängten - mithin die Caritas- hingegen rechts. „Absolut“ ist hier schlicht ein recht klar definierter Begriff der Strafrechtsdogmatik, wikipedia ist hier ganz gut. 

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rorro
vor 30 Minuten schrieb Werner001:

Dieses Thema ist nochmal ein weiteres Thema.

Ich bin, nach vielen Gesprächen mit Leuten aus anderen, "mehr solidarischen" Gesellschaften, der Überzeugung, dass unsere "institutionalisierte Solidarität" die persönliche Solidarität weitgehend zerstört hat. "Warum soll ich dir helfen, ich zahle genug Steuern und Abgaben, geh doch zum Sozialamt", so könnte man es auf denm Punkt bringen.

Und diese Grundhaltung ist selbst bei Leuten zu beobachten, die das für sich selbst energisch zurückweisen würden und die viel auf ihre persönliche Solidarität halten.

Letztlich ist aber die Forderung, der Staat und die Gesellschaft müssten helfen, nichts anderes als dieses "Sozialamtsdenken".

Der Barmherzige Samariter würde heute die Rettung anrufen und sich damit begnügen, dass "man" dem verletzten hilft. Und er würde sich freuen, in was für einer toll solidarischen und helfenden Gesellschaft er doch lebt. Aber es würde ihm nicht im Traum einfallen, dem Wirt Geld zu geben. Er würde höchstens den Wirt beschimpfen, wenn der den Verletzten nicht kostenlos aufnehmen will.

 

Werner 

 

Hervorhebung von mir. Das sehe ich ganz genauso. Das eine ist persönliche Erfahrung in einem osteurop. Land, aus dem mein angeheiratete Familie stammt. Kaum staatl. Hilfe und dementsprechend mehr Elend, aber auch eine prinzipiell höhere Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung (noch!).

Andereseits gibt es auch Momente in D, bei denen staatl. Hilfe versagt (besonders Naturkatastrophen wie Überschwemmungen), bei denen dann doch die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung groß ist. SPrich: sie ist da, wenn sonst keiner gut helfen kann. Also ist sie im allgemeinen klein.

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Werner001
26 minutes ago, mn1217 said:

Rechts ist für mich schon mit FremdenfeindlichkeIT,  Aufgabe von Freiheit, zuviel süberwachung und Kontrolle  und einem sehr patriarchalischen Staats- und Frauenbild belegt.

Karl Marx nennt die”Herbeischaffung von Arbeitermassen aus fernen Ländern” einen wichtigen Grund für die Verelendung des Proletariats 

 

Werner

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Xamanoth
vor 1 Minute schrieb Werner001:

Karl Marx nennt die”Herbeischaffung von Arbeitermassen aus fernen Ländern” einen wichtigen Grund für die Verelendung des Proletariats 

 

Werner

Findest du dass er damit falsch liegt? Frau Wagenknecht sieht das doch auch so.

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Julius
vor einer Stunde schrieb mn1217:

Also, wer zusärzlich der Kehrwoche auch noch einen städtischen Streu- und Räumdienst und vielleicht  auch eine Müllabfuhr  befürwortet, ist schon sehr verdächtig oder wie?

 

Wer sagt das? Wer in knappen Worten (augenzwinkernd) auf den Punkt bringt, was Subsidiarität ist? Oder jemand, der den Witz nicht verstanden hat?

 

 

bearbeitet von Julius

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