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Guppy

Kniende Mundkommunion

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rorro

@GuppyFlo schrieb ja zuvor selbst: Gerede gibt es immer und liefert danach das beste Beispiel dafür.

 

Lass Dich nicht verunsichern. Mach Dein Ding, sofern es von der Kirche erlaubt ist - und das ist die kniende Mundkommunion definitiv. Du bist nicht rechtfertigungspflichtig.

 

Ob andere Dich belächeln, verspotten, Dich für zu katholisch halten (was immer das sein soll) - die Kirche ist kein Kuschelverein und (Gott sei's geklagt) im Umgang untereinander nicht "christlicher" als die Welt außerhalb.

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chriz
vor 5 Stunden schrieb rorro:

Lass Dich nicht verunsichern. Mach Dein Ding, sofern es von der Kirche erlaubt ist - und das ist die kniende Mundkommunion definitiv. Du bist nicht rechtfertigungspflichtig.

 

Ob andere Dich belächeln, verspotten, Dich für zu katholisch halten (was immer das sein soll) - die Kirche ist kein Kuschelverein und (Gott sei's geklagt) im Umgang untereinander nicht "christlicher" als die Welt außerhalb.

 

Aber bitte dabei aufpassen, dass man andere, die eine ebenfalls erlaubte Form des Kommunionempfangs wählen, nicht in die Ecke stellt, sie seien damit nicht katholisch. Denn auch diese sind nicht rechtfertigungspflichtig.

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rorro

Selbstverständlich. Die Kirche ist weiter als Herz und Hirn des Einzelnen.

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Guppy
Am 15.8.2019 um 23:34 schrieb Flo77:

Was blieb war der Habitus der Kommunikanten, deren "unwürdige Hände" den Leib Christi nicht berühren sollten - die Mundkommunion. Sie ist also letztlich ein Ausdruck der Distanz zwischen Gott und Mensch. Interessanterweise genau der Graben, den Christus als Menschwerdung Gottes überwinden wollte. 

 

Ist das die offizielle Lehre der Kirche, dass die Mundkommunion Ausdruck einer Distanz zwischen Gott und Mensch ist? Oder ist das deine persönliche Empfindung? Wobei ich mich dann schon frage, warum du seit 20 Jahren die Mundkommunion praktizierst, obwohl du eine offenbar so negative Sichtweise darauf hast.

 

Ich habe gelesen, dass die Mundkommunion seit dem frühen Mittelalter bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts die zulässige Form des Kommunion war. In der antiken Kirche hat man wohl die Handkommunion praktiziert, aber anders als heute üblich wohl mit einer Verbeugung, bei der dann der Mund zur Hand geführt und der Leib mit dem Mund aufgenommen wurde.

 

Eine Kommunionbank in der Kirche wäre aber doch heute auch von Vorteil, weil es die kniende Kommunion zumindest erleichtert. Ich denke für ältere und gebrechliche Gläubige dürfte es schwierig bis unmöglich sein sich bis ganz runter auf den Steinboden in der Kirche zu knien.

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Suzanne62
vor 11 Stunden schrieb chriz:

 

Aber bitte dabei aufpassen, dass man andere, die eine ebenfalls erlaubte Form des Kommunionempfangs wählen, nicht in die Ecke stellt, sie seien damit nicht katholisch. Denn auch diese sind nicht rechtfertigungspflichtig.

Das habe ich nie so empfunden. In unserer Gemeinde werden verschiedene Formen des Kommunionempfangs nebeneinander praktiziert und ich habe bislang nicht den Eindruck, dass sich irgendwer desewgen "katholischer" oder "rechtgläubiger" fühlt als die anderen. Es wäre mir aber auch egal, wenn es so wäre. 

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Flo77
vor 7 Stunden schrieb Guppy:

 

Ist das die offizielle Lehre der Kirche, dass die Mundkommunion Ausdruck einer Distanz zwischen Gott und Mensch ist? Oder ist das deine persönliche Empfindung? Wobei ich mich dann schon frage, warum du seit 20 Jahren die Mundkommunion praktizierst, obwohl du eine offenbar so negative Sichtweise darauf hast.

Warum ich diese Form des Kommunionempfangs mache, habe ich ja schon beschrieben.

 

Nichts desto trotz ist diese Praxis das Resultat einer bestimmten theologischen Entwicklung - die sich paradoxerweise auch dann noch hielt, als sich die Lehre (in diesem Fall vor allem die Volksfrömmigkeit) schon wieder verändert hatte.

 

Wenn man das weiß und berücksichtigt sind Bestrebungen die 1890er oder gar 1590er zu restaurieren leichter, einzuschätzen und abzuwehren.

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rorro

Die byzantinischen Kirchen kennen seit rund 1500 Jahren nur die Mundkommunion. Insofern ist man da in guter Gesellschaft (ohne andere Formen abzuwerten). Wer diese ausblendet in seiner Bewertung (wobei mir unklar ist, warum das überhaupt bewertet werden muss), hat kein Gesamtbild.

Sprich: wer nur die lateinische Brille aufhat, dessen Brille ist in liturgischen Fragen nicht ganz katholisch (sondern eben bloß lateinisch).

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Wunibald
vor 9 Stunden schrieb Guppy:

Eine Kommunionbank in der Kirche wäre aber doch heute auch von Vorteil, weil es die kniende Kommunion zumindest erleichtert. Ich denke für ältere und gebrechliche Gläubige dürfte es schwierig bis unmöglich sein sich bis ganz runter auf den Steinboden in der Kirche zu knien.

Als älterer Gläubiger mit vier Knieoperationen müsste für mich auch die Kommunionbank noch gut gepolstert sein. Hilfe beim Aufstehen würde ich wohl auch noch benötigen. Da ist für mich die Wahl einfach.

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rorro

Wer knien will, soll knien. Warum sollte Ehrfurcht gepolstert werden? 

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Klaffer
Am 13.8.2019 um 22:52 schrieb Guppy:

Hallo,

 

Ich wünsche mir den Leib des Herrn kniend in den Mund zu empfangen. In meiner Gemeinde habe ich bislang niemanden gesehen, der überhaupt die Mundkommunion empfängt. Darum habe ich keine wirkliche Orientierung zu dieser Praxis.

 

Mich würde mal interessieren, wie es andere so machen, die auch die kniende Mundkommunion empfangen. Wie signalisiert ihr dem Pfarrer, dass ihr nun "anders" kommunizieren möchtet? Oder besprecht ihr das am besten mal vorher mit dem Pfarrer, damit dieser Bescheid weiss?

 

Kniet ihr euch ganz runter auf den Fußboden? Ich bin mit 1,57 m schon ziemlich klein, im Knien wäre mein Mund entsprechend sehr niedrig gegenüber dem stehenden Pfarrer. Ich habe da auch die Sorge, dass die Hostie eventuell herunterfallen könnte, wenn der Pfarrer sie mir nicht richtig in den Mund legt oder mir die Hostie irgendwie aus dem Mund rutscht oder ähnliche Pannen.

 

Würde mich über ein paar Erfahrungen freuen.

 

 

In der Einschulung für Kommunionhelfer wurde uns ziemlich klar gesagt, wie es gehandhabt werden soll: Jeder Gläubige hat das Recht zu entscheiden, ob er zum Priester oder zum Kommunionhelfer geht und er hat das Recht zu entscheiden, ob der die Hand- oder Mundkommunion empfangen möchte.

Die Mundkommunion ist zwar auch bei uns selten, aber (selbstverständlich) kein Problem.

Wenn Sie Bedenken haben, weil Sie der Einzige sind, der die Mundkommunion kniend empfangen möchte, dann würde ich vorschlagen, dass Sie zunächst die Mundkommunion im Stehen empfangen und nach der nächsten Hl. Messe, die Sie besuchen, in die Sakristei zum Pfarrer gehen und das mit ihm besprechen.

Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, in der Pfarre irgendwie mitzuhelfen. Sie können ja z.B. beim nächten Pfarrcafe (oder einer ähnlichen Veranstaltung) die Kaffeetassen zur Abwasch bringen oder beim Pfarrfest beim Zeltaufbau mithelfen ...  Ich kann mir nicht vorstellen, dass es viel Gerede gibt, auf welche Weise Sie die Kommunion empfangen.

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Julius
Am 17.8.2019 um 00:43 schrieb Guppy:

Ich denke für ältere und gebrechliche Gläubige dürfte es schwierig bis unmöglich sein sich bis ganz runter auf den Steinboden in der Kirche zu knien. 


Ältere und gebrechliche Gläubige nehmen bei uns in der ersten Bank Platz und bekommen die Kommunion dort gespendet. Dort können sie die Haltung einnehmen, die sie für richtig halten: knien oder eben stehen (Wunibald hat bereits darauf hingewiesen, dass es Menschen gibt, denen mit einer Kniebank auch nicht geholfen ist).

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Suzanne62
vor 23 Stunden schrieb Julius:

Ältere und gebrechliche Gläubige nehmen bei uns in der ersten Bank Platz und bekommen die Kommunion dort gespendet. Dort können sie die Haltung einnehmen, die sie für richtig halten: knien oder eben stehen

So kenne ich das bei uns auch.

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Flo77
vor 2 Minuten schrieb pipa:

Wer an Liturgie interessiert ist - meine ich - sollte die außerordentliche Form auf jeden Fall mal erlebt haben.

Als Zuschauer sicherlich interessant, aber für jemanden der nicht in diesem Ritus lebt auf Dauer keine Alternative.

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rorro

Ich kenne solche, die diese Form mir ein paar Mal erlebt haben und solche, die sie immer vorziehen.

Das vorerst letzte Ökumenische Konzil stieß eine Reform der Liturgie an, um diese besser verständlich zu machen (so steht's in den Texten). Offenbar finden manche die althergebrachte Form für sich selbst ausreichend verständlich.

Leben und leben lassen.

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Suzanne62
vor einer Stunde schrieb pipa:

@Guppy In der Messe in der "außerordentlichen Form" (d.h die "tridentinische"/"alte lateinische" Messe) ist nur die "herkömmliche Form der Kommunionsspendung" zulässig (d.h. Mundkommunion im Knien).

 

Wer an Liturgie interessiert ist - meine ich - sollte die außerordentliche Form auf jeden Fall mal erlebt haben.

Findet in unserer Gemeinde einmal pro Woche abends statt und hat, wenn ich das mal so salopp formulieren darf, durchaus ihre Fans. Da kommen auch viele Leute aus anderen Gemeinden.

Ich war einmal da, weil ich gerne mal selbst erleben wollte, um mir ein eigenes Bild zu machen. Damit hatte es sich für mich aber auch, das muss ich nicht noch mal haben. Ist definitv "nicht meins".

Aber wie rorro schon sagte: Leben und leben lassen.

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gouvernante
vor 10 Stunden schrieb pipa:

@Guppy In der Messe in der "außerordentlichen Form" (d.h die "tridentinische"/"alte lateinische" Messe) ist nur die "herkömmliche Form der Kommunionsspendung" zulässig (d.h. Mundkommunion im Knien).

Das ist so nicht korrekt. Es sind beide Formen zulässig (je nachdem, was der Ortsordinarius bestimmt hat), aber nur eine üblich.

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Flo77

Na, erzähl das mal den Priestern der Petrusbruderschaft.

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gouvernante
vor 36 Minuten schrieb Flo77:

Na, erzähl das mal den Priestern der Petrusbruderschaft.

Der Zelebrant meiner lokalen Messe im außerordentlichen Usus weiß es und respektiert es.

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Moriz
vor 6 Stunden schrieb Flo77:

Na, erzähl das mal den Priestern der Petrusbruderschaft.

Die Petrusbrüder dürften sich an die Regeln in ihrem Bistum halten, selbst wenn es ihnen schwer fällt.

Den Piusbrüdern sind die kirchlichen Regeln ja sowieso egal.

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