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Guppy

Kniende Mundkommunion

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laura

Ich bin seit knapp 30 Jahren Kommunionhelferin. In meiner derzeitigen Gemeinde sind es immer ca 15-20% der Leute, die die Mundkommunion wünschen, einige davon knieend. Bei eher "konservativen" Sondergottesdiensten wie Nightfever etc. sind es bis zu 50%. Man gewöhnt sich als Kommunionhelfer dran - für mich nicht ungewöhnlich.

 

Laura

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Flo77

Nightfever ist konservativ?

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Moriz
vor 11 Stunden schrieb Flo77:

Nightfever ist konservativ?

Ja.

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rorro

Und das heißt konkret?

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Werner001
14 hours ago, rorro said:

Also in die Hand und mit derselben Hand zum Mund? So steht‘s in der Didache...

genau, linke Hand unter die rechte,  auf die rechte und von da direkt in den Mund. Wie in der Didache.

 

Werner

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Higgs Boson
vor 1 Stunde schrieb Werner001:

genau, linke Hand unter die rechte,  auf die rechte und von da direkt in den Mund. Wie in der Didache.

 

Werner

 

Ich habs in der Didache nicht gefunden, das steht wo?

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Werner001
9 minutes ago, Higgs Boson said:

 

Ich habs in der Didache nicht gefunden, das steht wo?

Du hast recht, es ist nicht die Didache. Man findet es bei den alten Vätern, z. B. bei Ephraem dem Syrer, Theodor vom Mopsuestia, Narsai von Nisibis  und Cyrill von Jerusalem.

 

Werner

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Higgs Boson
vor einer Stunde schrieb Werner001:

Du hast recht, es ist nicht die Didache. Man findet es bei den alten Vätern, z. B. bei Ephraem dem Syrer, Theodor vom Mopsuestia, Narsai von Nisibis  und Cyrill von Jerusalem.

 

Werner

 

Ah, danke.

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laura
vor 17 Stunden schrieb Flo77:

Nightfever ist konservativ?

Ja. Die Form wirkt erst mal jugendlich, frisch (Lichteffekte, Lobpreismusik, coole Begriffe). Aber theologisch ist das schon alles sehr traditionell und konservativ.

Es ist der Versuch, klassische Inhalte und Formen neu zu verpacken. Ob das nun ein sinnvoller Weg der Neuevangelisierung ist, müsste man separat diskutieren.

 

Laura

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rorro
vor 10 Minuten schrieb laura:

Ob das nun ein sinnvoller Weg der Neuevangelisierung ist, müsste man separat diskutieren.

 

Haben wir gefühlt 1000x. Das nur nebenbei.

Edited by rorro

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laura
vor 16 Minuten schrieb rorro:

 

Haben wir gefühlt 1000x. Das nur nebenbei.

 

Oh je ... erwischt! Ich besuche das Forum nur unregelmäßig und habe nicht alle Threads auswendig gelernt ... Peinlich!

☹️

 

 

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Long John Silver
vor 21 Stunden schrieb nannyogg57:

Der ist wirklich interessant! Danke!

 

Ja, habe mich auch durch gekaempft :-)), sehr interessant. 


Ich denke, dass im Laufe eines Lebens sich das veraendern kann, welche Art man fuer sich " besser" findet, will sagen, "angebrachter". 

 

Ich koennte beiden Formen genug abgewinnen, aber es kommt wohl auch auf die inneren Beduerfnissen an, ob man diese stets theologisch schluessig erklaeren kann, ist eher nicht so. Beides, Naehe und Distanz (zum Goettlichen) hat Grundlagen. Es muss einfach jeder selbst wissen, welche Form er wann bevorzugt.

 

Wenn ich gefragt wuerde, wuerde ich wahrscheinlich Mundkommunion  bevorzugen, ich wuesste irgendwie nicht, wohin mit der  Hostie in meiner Hand, das kaeme mir eher fremd vor und unpassend.  Aber das waere auch nur eine Momentaufnahme, und natuerlich von jemanden, der diese Wahl nicht treffen muesste, aus praktischen Gruenden. 

 

Jedenfalls ist der Artikel sehr interessant!

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gouvernante
vor 16 Minuten schrieb Long John Silver:

Ich denke, dass im Laufe eines Lebens sich das veraendern kann, welche Art man fuer sich " besser" findet, will sagen, "angebrachter". 

Ja. Und wer das von sich selbst weiß, hat es auch deutlich leichter, anderen zuzugestehen, dass die eigene Form nicht die ihre sein muss.

  • Like 1

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pipa
Am 25.8.2019 um 23:22 schrieb Chrysologus:

Da der Eucharistieempfang in außerordentlichen Ritus nicht zur Messfeier gehört, ist hier auch keine Unvereinbarkeit gegeben.

 

Das wird gerne behauptet, allein habe ich dafür noch nie einen Beleg gesehen.

 

Das Missale Romanum von 1570 sah wohl keine Kommunion der Gläubigen vor. Das wurde schon bald so gelöst, dass nach der Kommunion des Priesters eine Art Krankenkommunion eingeschoben wurde - mit einem weiteren Confiteor vorher.

 

Im jetzt gebräuchlichen Messbuch von 1962 erfolgt kein Confiteor mehr vor der Kommunion. Wenn keine Gläubigen an der Kommunion teilnehmen, wird das "Ecce Agnus Dei..." und "Domine, non sum dignus..." weggelassen (irgendwie logisch) - habe ich aber noch nie erlebt (es gehen erstaunlicherweise immer alle zur Kommunion - die scheinen sehr wenig zu sündigen 😉 ). Somit ist die Kommunion der Gläubigen auch Teil der Liturgie.

 

Daher gehe ich auch weiter davon aus, dass der Ortsbischof in Bezug auf die Kommunionsspendung im alten Ritus nichts zu melden hat.

 

Grundsätzlich finde ich beide Formen des Kommunionsempfangs legitim. Jesus ist "Herr und Bruder", aber auch "Herr und Gott". Seinem Bruder nicht die Hand geben zu wollen ist genauso seltsam, wie vor seinem Gott nicht knien zu können.

 

Ich persönlich passe mich eher an die übliche Form an, da eine zur Schau gestellte Frömmigkeit auch nicht im Sinne Christi sein kann. Wobei jeder sein Ding machen soll - über andere zu urteilen ist in diesem Fall besonders unangebracht.

 

Und doch: Das Pew Institute hat gerade herausgefunden, dass 69% der US Katholiken die Blut und Leib Christi für pure Symbole halten. Nicht mal ein Drittel glaubt an die Realpräsenz! Da frage ich mich doch, ob das Knien nicht ein angebrachter Wink mit dem Zaunpfahl ("nudge") sein könnte.

 

 

 

 

 

 

 

 

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rorro
vor 10 Stunden schrieb pipa:

Und doch: Das Pew Institute hat gerade herausgefunden, dass 69% der US Katholiken die Blut und Leib Christi für pure Symbole halten. Nicht mal ein Drittel glaubt an die Realpräsenz! Da frage ich mich doch, ob das Knien nicht ein angebrachter Wink mit dem Zaunpfahl ("nudge") sein könnte.

 

Ich liebe ja die amerik. Vorliebe für Empirie und Evidenz. hier ist es besonders spannend zu sehen, daß 43% der Befragten (und somit rund zwei Drittel der Symbolanhänger) glauben, daß die Kirche genau das auch lehren würde, daß gewandeltes Brot und Wein nur Symbole seien. Der aktive Widerspruch zur Kirchenlehre besteht "nur" bei 22% der Befragten.

Edited by rorro

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Werner001

Die Frage ist halt, was man unter dem Begriff "Symbol" versteht.

 

"Dem Hut soll gleiche Ehre wie ihm selbst geschehn,
Man soll ihn mit gebognem Knie und mit
Entblösstem Haupt verehren
"

 

Werner

 

 

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duesi
Am 9.9.2019 um 01:24 schrieb pipa:

 

😉

Ich persönlich passe mich eher an die übliche Form an, da eine zur Schau gestellte Frömmigkeit auch nicht im Sinne Christi sein kann. Wobei jeder sein Ding machen soll - über andere zu urteilen ist in diesem Fall besonders unangebracht.

Ich finde, dass das ein schöner Gedanke ist. Demut durch fehlende Dünkelhaftigkeit zum Ausdruck zu bringen. Da beide Formen erlaubt sind, kann ich der Kirche vertrauen, dass ich in beiden Formen Jesus begegnen kann. Ich kann also guten Gewissens auch zuweilen die Formen wechseln, je nachdem ob ich Jesus gerade als Gott und Herr ehren oder ihm als Bruder begegnen möchte, kann andere unabhängig von ihrer Form als Geschwister ansehen, ohne mich aufgrund der Form für besser, demütiger oder sonstwas anzusehen, kann mich der Mehrheit oder auch der Minderheit anpassen, ohne mich dafür schlecht fühlen zu müssen.

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