Shubashi Geschrieben Montag um 16:43 Melden Geschrieben Montag um 16:43 Aus diesem Tagespost-Artikel: Quote …..Sechs Jahre lang war dort gebetsmühlenartig derselbe Vorwurf zu hören: Die katholische Kirche sei eine Täterorganisation, die wegen Dingen wie Zölibat, Sexualmoral, Hierarchie und dem Männern vorbehaltenen Priestertum massenweise sexuellen Missbrauch hervorgerufen habe. ….. In der Begründung des „Synodalen Weges“ steht hingegen einfach, dass eine systemische Verantwortung der Kirche gibt und die Dinge jahrzehntelang vertuscht wurden. Ehrlich gesagt: wenn jemand nach diesen schwerwiegenden Vergehen, die erwiesenermaßen jahrzehntelang konsequent vertuscht wurde, letztlich eine intensive institutionelle Ursachenforschung ablehnt (die sich logischerweise auch kritsch mit katholischen Besonderheiten und Traditionen beschäftigen mus), der oder die macht sich v.a. um das fundamentale Misstrauen verdient, dass der Kirche selbst von der Mehrheit der Gläubigen entgegenschlägt. Zitieren
Guppy Geschrieben Montag um 16:49 Melden Geschrieben Montag um 16:49 vor 2 Minuten schrieb Shubashi: Ehrlich gesagt: wenn jemand nach diesen schwerwiegenden Vergehen, die erwiesenermaßen jahrzehntelang konsequent vertuscht wurde, letztlich eine intensive institutionelle Ursachenforschung ablehnt (die sich logischerweise auch kritsch mit katholischen Besonderheiten und Traditionen beschäftigen mus), der oder die macht sich v.a. um das fundamentale Misstrauen verdient, dass der Kirche selbst von der Mehrheit der Gläubigen entgegenschlägt. Man kann auch für Reformen und bessere Prävention vor Kindesmissbrauch sein und den SW und seine grün-woke kirchenpolitische Agenda komplett ablehnen. Zitieren
gouvernante Geschrieben Dienstag um 06:44 Melden Geschrieben Dienstag um 06:44 vor 13 Stunden schrieb Guppy: Man kann auch für Reformen und bessere Prävention vor Kindesmissbrauch sein und den SW und seine grün-woke kirchenpolitische Agenda komplett ablehnen. Ja, das ist möglich. Es wäre aber gut, wenn man dann dann in der Lage wäre, zumindest ansatzweise zu sagen, wie die systemischen Ursachen (die nicht der Zölibat, sondern unkontrollierte oder unhinterfragte Macht, Vertuschung und Täterschutz sind) angegangen werden sollen. Zitieren
rorro Geschrieben Dienstag um 07:11 Melden Geschrieben Dienstag um 07:11 vor 21 Minuten schrieb gouvernante: Ja, das ist möglich. Es wäre aber gut, wenn man dann dann in der Lage wäre, zumindest ansatzweise zu sagen, wie die systemischen Ursachen (die nicht der Zölibat, sondern unkontrollierte oder unhinterfragte Macht, Vertuschung und Täterschutz sind) angegangen werden sollen. Eine Möglichkeit, wie in Frankreich bereits etabliert, wäre ein überdiözesanes kirchliches Strafgericht, damit alle Fälle außerhalb der Zuständigkeit des Bischofs bearbeitet werden, der wie ein Vater für seine Priester sorgen soll - der Nasenfaktor wird also ausgeschaltet. Damit wäre sehr viel erreicht. Nun darf geraten werden, warum die dt. Bischöfe das nicht aktiv forcieren… Übrigens: einen nicht geringen Anteil an dem Schlamassel trägt Rom mit nahezu kompletten Fehlen kirchlicher Disziplin ggü. Fehlverhalten von Bischöfen. Und zwar spätestens seit JP2, der vieles einfach nicht wahrhaben wollte. Zitieren
Chrysologus Geschrieben Dienstag um 07:49 Melden Geschrieben Dienstag um 07:49 vor 35 Minuten schrieb rorro: Damit wäre sehr viel erreicht. Nun darf geraten werden, warum die dt. Bischöfe das nicht aktiv forcieren… Sie sind dabei - allerdings recht dilletantisch (zum Glück ist der Mann nichtmehr im Amt). Aber Ich sehe in den letzen 15 Jahren keinen Fall in D, der an der Strafverfolgung gescheitert wäre. Es würde VErfahren professionalisieren und beschleunigen, das zumindest wäre zu hoffen. vor 37 Minuten schrieb rorro: Übrigens: einen nicht geringen Anteil an dem Schlamassel trägt Rom mit nahezu kompletten Fehlen kirchlicher Disziplin ggü. Fehlverhalten von Bischöfen. Und zwar spätestens seit JP2, der vieles einfach nicht wahrhaben wollte. Exakt. Je papsttreuer man sich gab. um so mehr konnte man sich erlauben. Zitieren
rorro Geschrieben Dienstag um 08:16 Melden Geschrieben Dienstag um 08:16 vor 20 Minuten schrieb Chrysologus: Sie sind dabei - allerdings recht dilletantisch (zum Glück ist der Mann nichtmehr im Amt). Aber Ich sehe in den letzen 15 Jahren keinen Fall in D, der an der Strafverfolgung gescheitert wäre. Es würde VErfahren professionalisieren und beschleunigen, das zumindest wäre zu hoffen. Zumal das Thema Mißbrauch sich ja auch weniger auf die letzten 15 Jahre bezog. Wäre ich Bischof, würde mich so eine Einrichtung ja beruhigen - sie entlastet ja auch den einzelnen Ortsbischof. vor 20 Minuten schrieb Chrysologus: Exakt. Je papsttreuer man sich gab. um so mehr konnte man sich erlauben. JP2 hat wohl vorher viel Denunziation in Polen erlebt, die einfach gelogen war. Und es sagt viel über den Vatikan aus (und noch mehr über ihn), daß er da dieselben Maßstäbe des Mißtrauens anlegte. Doch ehrlicherweise: es wurde danach nicht besser, weder unter B16 noch F1. Priester werden (mittlerweile) schnell mal suspendiert, die Bischofsweihe scheint der Rettungsanker zu sein. Da geht es mir nicht nur um Mißbrauch von Menschen, sondern auch um den Mißbrauch des Amtes. Konsequenz ist meistens Fehlanzeige. Gibt es eigentlich noch diesen "schönen" Ritus, bei dem Bischöfe vor dem Papst so nach und nach ihre Insignien abgeben müssen, wenn sie sich als absolute Fehlbesetzung herausgestellt haben? Zitieren
Chrysologus Geschrieben Dienstag um 08:42 Melden Geschrieben Dienstag um 08:42 vor 19 Minuten schrieb rorro: Zumal das Thema Mißbrauch sich ja auch weniger auf die letzten 15 Jahre bezog. Wäre ich Bischof, würde mich so eine Einrichtung ja beruhigen - sie entlastet ja auch den einzelnen Ortsbischof. Das sehe ich nicht - der Bischof unterschreibt ein Dekret und hört dann erst mal sehr lange nichts mehr von dem Verfahren - ind der Regeln erst nach dem Urteil, er unterschreibt dann einen Brief an das DDF. Wenn der Bischof die Intervention gut aufgestellt hat, dann hat er damit so viel nicht zu tun. Außer die blöden Entscheidungen zu treffen, dafür ist er nun mal da. vor 21 Minuten schrieb rorro: JP2 hat wohl vorher viel Denunziation in Polen erlebt, die einfach gelogen war. Und es sagt viel über den Vatikan aus (und noch mehr über ihn), daß er da dieselben Maßstäbe des Mißtrauens anlegte. Das ist das eine - das Misstrauen hat er wohl nie abgelegt. Das andere - und da halte ich ihn für Verantwortlich - ist eine von ihm ausgehende totale Überhöhung des priesterlichen Standes. Das hat eine Beißhemmung sondergleichen ausgelöst, mit furchtbaren Folgen. Und er ging mit schlechtem Beispiel voran, indem er Täter schütze und deckte. vor 23 Minuten schrieb rorro: Doch ehrlicherweise: es wurde danach nicht besser, weder unter B16 noch F1. Priester werden (mittlerweile) schnell mal suspendiert, die Bischofsweihe scheint der Rettungsanker zu sein. Da geht es mir nicht nur um Mißbrauch von Menschen, sondern auch um den Mißbrauch des Amtes. Konsequenz ist meistens Fehlanzeige. Franziskus hat einige Bischöfe abgesetzt - etwas transparentere VErfahren wären gut gewesen, aber er ging mit Bischöfen um wie der Ordensgeneral der Jesuiten mit Provinzialen. Und es ist eine Strukturschwäche, dass es keinen anderen Weg gibt, gegen einen Bischof vorzugehen. vor 25 Minuten schrieb rorro: Gibt es eigentlich noch diesen "schönen" Ritus, bei dem Bischöfe vor dem Papst so nach und nach ihre Insignien abgeben müssen, wenn sie sich als absolute Fehlbesetzung herausgestellt haben? Vertraue der Kirche - Rom macht keine Fehler. Zitieren
Flo77 Geschrieben Dienstag um 09:03 Melden Geschrieben Dienstag um 09:03 vor 20 Minuten schrieb Chrysologus: Rom macht keine Fehler. Und der Mond ist aus grünem Käse? Zitieren
rorro Geschrieben Dienstag um 10:04 Melden Geschrieben Dienstag um 10:04 (bearbeitet) vor einer Stunde schrieb Chrysologus: Das sehe ich nicht - der Bischof unterschreibt ein Dekret und hört dann erst mal sehr lange nichts mehr von dem Verfahren - ind der Regeln erst nach dem Urteil, er unterschreibt dann einen Brief an das DDF. Wenn der Bischof die Intervention gut aufgestellt hat, dann hat er damit so viel nicht zu tun. Außer die blöden Entscheidungen zu treffen, dafür ist er nun mal da. Wie jede Maßnahme geht es hier auch, nicht nur, um die Außenwirkung. Der Eindruck wird zumindest vermindert, daß persönliche Sympathien hier Einfluß nehmen. vor einer Stunde schrieb Chrysologus: Das ist das eine - das Misstrauen hat er wohl nie abgelegt. Das andere - und da halte ich ihn für Verantwortlich - ist eine von ihm ausgehende totale Überhöhung des priesterlichen Standes. Das hat eine Beißhemmung sondergleichen ausgelöst, mit furchtbaren Folgen. Und er ging mit schlechtem Beispiel voran, indem er Täter schütze und deckte. Ja, leider war das so. vor einer Stunde schrieb Chrysologus: Franziskus hat einige Bischöfe abgesetzt - etwas transparentere VErfahren wären gut gewesen, aber er ging mit Bischöfen um wie der Ordensgeneral der Jesuiten mit Provinzialen. Und es ist eine Strukturschwäche, dass es keinen anderen Weg gibt, gegen einen Bischof vorzugehen. Der Papst könnte das ändern. vor einer Stunde schrieb Chrysologus: Vertraue der Kirche - Rom macht keine Fehler. Ach, jetzt rutscht Du aber sehr ab mit Deinem Niveau. Ich habe nie behauptet, daß Rom keine Fehler macht - und in disziplinarischen Fragen ist noch nicht einmal ein Ökumenisches Konzil unfehlbar. Lernt man so was etwa nicht im ach so "kritischen" Studium? bearbeitet Dienstag um 10:04 von rorro Zitieren
Chrysologus Geschrieben Dienstag um 10:16 Melden Geschrieben Dienstag um 10:16 vor 10 Minuten schrieb rorro: vor 1 Stunde schrieb Chrysologus: Vertraue der Kirche - Rom macht keine Fehler. Ach, jetzt rutscht Du aber sehr ab mit Deinem Niveau. Ich habe nie behauptet, daß Rom keine Fehler macht - und in disziplinarischen Fragen ist noch nicht einmal ein Ökumenisches Konzil unfehlbar. Lernt man so was etwa nicht im ach so "kritischen" Studium? Es ist eine reine Erfahrung - wer Stellen besetzt, der gibt keien Fehler zu. Daher wird einen solchen Vorgang nicht geben. So funktioniert der Laden nun einmal. Das ein anderen Vorgehen wünschenswert wäre, das steht außer Frage, aber damit rechne ich alsbald nicht. Zitieren
rorro Geschrieben Dienstag um 10:37 Melden Geschrieben Dienstag um 10:37 vor 19 Minuten schrieb Chrysologus: Es ist eine reine Erfahrung - wer Stellen besetzt, der gibt keien Fehler zu. Daher wird einen solchen Vorgang nicht geben. So funktioniert der Laden nun einmal. Das ein anderen Vorgehen wünschenswert wäre, das steht außer Frage, aber damit rechne ich alsbald nicht. Diese menschliche Schwäche scheint - da es in der Politik ähnlich ist, die eigenen Gesetze sind auch immer hervorragend - sich in allen Sphären so abzuspielen, wo man den Umgang mit macht sieht. Hier könnte zumindest ein Papst Bischöfe disziplinieren, die er nicht selbst ernannt hat. Selbst das fällt wohl zu schwer... Zitieren
Chrysologus Geschrieben Dienstag um 13:10 Melden Geschrieben Dienstag um 13:10 vor 2 Stunden schrieb rorro: Diese menschliche Schwäche scheint - da es in der Politik ähnlich ist, die eigenen Gesetze sind auch immer hervorragend - sich in allen Sphären so abzuspielen, wo man den Umgang mit macht sieht. Hier könnte zumindest ein Papst Bischöfe disziplinieren, die er nicht selbst ernannt hat. Selbst das fällt wohl zu schwer... Un dhier gehen unsere Sichtweisen ausienander - ich halts dies für keine indivduelle Schwäche (die die Frage nach Systemschwächen außen vor lassen kann), sondenr für ein strukturelles Problem. Weil Rom hier alle Kompetenz an sich gezogen hat und die Besetzungsverfahren komplett im Verborgenen ablaufen, wird ein hohes Maß an Vertrauen verlangt. Das Eingeständnis, dass man etwas falsch einschätzte, etwas übersah, etwas vorgemacht bekam (für alles finden sich leicht Beispiele), dieses Eingeständnis stellt das System in Frage. Denn wenn man zugäbe, etwas nicht zu wissen - wäre es dann nicht sinnvoll, transparenter zu fragen? Die Besetzungsverfahren öffentlicher zu gestalten? Mehr Menschen einzubinden? Solange ich das nur für die Schwäche eines Einzelnen in einem ansonsten guten System halte, stellt sich die Frage nicht - ich nehme eher bemühte und weitgehend gut arbeitende Menschen in einem defizitäten System wahr. Zitieren
Guppy Geschrieben Dienstag um 17:32 Melden Geschrieben Dienstag um 17:32 vor 10 Stunden schrieb gouvernante: Ja, das ist möglich. Es wäre aber gut, wenn man dann dann in der Lage wäre, zumindest ansatzweise zu sagen, wie die systemischen Ursachen (die nicht der Zölibat, sondern unkontrollierte oder unhinterfragte Macht, Vertuschung und Täterschutz sind) angegangen werden sollen. Vielleicht können wir uns erstmal darauf einigen, dass Themen wie Zölibat, Priesterweihe für Frauen, Segnungen von homosexuellen Verbindungen etc. pp. absolut nichts mit Prävention vom sexuellem Kindesmissbrauch zu tun haben . Dann bin ich wirklich gerne bereit eine vernünftige Diskussion darüber zu führen, wie man Missbrauchsprävention verbessern kann, sowohl in wie auch ausserhalb der Kirche, denn die Mechanismen sind eigentlich überall dieselben. Solange das Thema Missbrauch gar nicht ernsthaft diskutiert, sondern nur in widerlichster Art und Weise von kirchenpolitischen Aktivisten missbraucht wird, um irgendwelche alten Wünsche und Forderungen mal wieder rauszukramen, bin ich raus. 1 Zitieren
rorro Geschrieben Dienstag um 18:46 Melden Geschrieben Dienstag um 18:46 (bearbeitet) vor 5 Stunden schrieb Chrysologus: Un dhier gehen unsere Sichtweisen ausienander - ich halts dies für keine indivduelle Schwäche (die die Frage nach Systemschwächen außen vor lassen kann), sondenr für ein strukturelles Problem. Weil Rom hier alle Kompetenz an sich gezogen hat und die Besetzungsverfahren komplett im Verborgenen ablaufen, wird ein hohes Maß an Vertrauen verlangt. Das Eingeständnis, dass man etwas falsch einschätzte, etwas übersah, etwas vorgemacht bekam (für alles finden sich leicht Beispiele), dieses Eingeständnis stellt das System in Frage. Denn wenn man zugäbe, etwas nicht zu wissen - wäre es dann nicht sinnvoll, transparenter zu fragen? Die Besetzungsverfahren öffentlicher zu gestalten? Mehr Menschen einzubinden? Solange ich das nur für die Schwäche eines Einzelnen in einem ansonsten guten System halte, stellt sich die Frage nicht - ich nehme eher bemühte und weitgehend gut arbeitende Menschen in einem defizitäten System wahr. Ich halte das primär für eine Conditio Humana. "Wenn Du jemanden kennenlernen willst, gib ihm Macht" heißt es nicht umsonst. Auch wenn der Herr warnt "bei Euch soll es nicht so sein", ist der Machtgebrauch und aufgrund der gefallenen Natur auch der Machtmißbrauch immer als Schatten mit dabei. Wenn man rein binnenkirchlich bleibt, also in der eigenen Blase, wird man da Ursachenforschung betreiben - und wie es auch geschieht bei Mißbrauch andernorts verneinen, daß das mit der eigenen Blase vielleicht gar nicht so singulär ist. Ist nachvollziehbar, weil man sich in der eigenen Blase am besten zurechtfindet, wird aber dem Phänomen nicht gerecht, daß eben ein ubiquitäres ist. Machtmißbrauch kann man durch geeignete Personalauswahl mindern, aber nicht ausschließen. Und oftmals wird das richtige Urteil, in beide Richtungen, erst rückwirkend gefällt. Daher erscheint mir eine Kulturänderung hin zum offenen Ansprechen (mittels am besten externen Vertrauenspersonen überall, nicht mittels Pranger!), zum konsequenten Suspendieren und Bestrafen bis hin zum Trennen erfolgversprechender als eine noch so transparente und komplizierte Auswahl vorab. Ein Leitungsfigur in der Kirche hat zudem nicht die Funktion desjenigen, der bei möglichst vielen gut ankommt (das taten auch viel charismatische Täter). bearbeitet Dienstag um 18:47 von rorro Zitieren
iskander Geschrieben Dienstag um 23:06 Melden Geschrieben Dienstag um 23:06 vor 5 Stunden schrieb Guppy: Vielleicht können wir uns erstmal darauf einigen, dass Themen wie Zölibat, Priesterweihe für Frauen, Segnungen von homosexuellen Verbindungen etc. pp. absolut nichts mit Prävention vom sexuellem Kindesmissbrauch zu tun haben . Warum sollten wir? Es gibt genug Anhaltspunkte, die wenigstens für indirekte Verbindungen zwischen Zölibat und Sexualmoral einerseits und und (nicht nur) Kindes-Missbrauch andererseits sprechen, und die haben wir ja auch schon diskutiert (oder genauer gesagt: diese wurden bereits genannt, samt entsprechenden Quellenhinweisen). Einen Beweis dafür, dass es absolut keinen Zusammenhang gebe, hat hingegen noch niemand vorgelegt. Zitieren
atheist666 Geschrieben vor 22 Stunden Melden Geschrieben vor 22 Stunden vor 5 Stunden schrieb iskander: Warum sollten wir? Es gibt genug Anhaltspunkte, die wenigstens für indirekte Verbindungen zwischen Zölibat und Sexualmoral einerseits und und (nicht nur) Kindes-Missbrauch andererseits sprechen, und die haben wir ja auch schon diskutiert (oder genauer gesagt: diese wurden bereits genannt, samt entsprechenden Quellenhinweisen). Einen Beweis dafür, dass es absolut keinen Zusammenhang gebe, hat hingegen noch niemand vorgelegt. Anhaltspunkte von Ideologiegetrieben sind keine Beweise, sondern nur der Beweis für Ideologiegetriebenheit. Dazu hat MagStrauss auf Youtube, allerdings mit anderen Worten als ich, einiges gesagt. Z.B. wie will man den Mißbrauch bei anderen erklären, die genau diese Strukturen besitzen, welche die Ideologiegetriebenen bei der katholischen Kirche einfordern? Nö, mir waren diese Vorwürfe mit Zölibat etc. schon von Anfang an verdächtigt. Ich nenne das Ganze Mißbrauch mit dem Synodalen Weg! Zitieren
atheist666 Geschrieben vor 22 Stunden Melden Geschrieben vor 22 Stunden (bearbeitet) vor 6 Stunden schrieb iskander: Warum sollten wir? Es gibt genug Anhaltspunkte, die wenigstens für indirekte Verbindungen zwischen Zölibat und Sexualmoral einerseits und und (nicht nur) Kindes-Missbrauch andererseits sprechen, und die haben wir ja auch schon diskutiert (oder genauer gesagt: diese wurden bereits genannt, samt entsprechenden Quellenhinweisen). Einen Beweis dafür, dass es absolut keinen Zusammenhang gebe, hat hingegen noch niemand vorgelegt. bearbeitet vor 22 Stunden von atheist666 Falscher Adressat. Zitieren
atheist666 Geschrieben vor 22 Stunden Melden Geschrieben vor 22 Stunden vor 11 Stunden schrieb Guppy: Vielleicht können wir uns erstmal darauf einigen, dass Themen wie Zölibat, Priesterweihe für Frauen, Segnungen von homosexuellen Verbindungen etc. pp. absolut nichts mit Prävention vom sexuellem Kindesmissbrauch zu tun haben . Dann bin ich wirklich gerne bereit eine vernünftige Diskussion darüber zu führen, wie man Missbrauchsprävention verbessern kann, sowohl in wie auch ausserhalb der Kirche, denn die Mechanismen sind eigentlich überall dieselben. Solange das Thema Missbrauch gar nicht ernsthaft diskutiert, sondern nur in widerlichster Art und Weise von kirchenpolitischen Aktivisten missbraucht wird, um irgendwelche alten Wünsche und Forderungen mal wieder rauszukramen, bin ich raus. Vollkommen richtig, das wollen die Ideologiegetriebenen aber nicht hören und noch viel weniger zugeben. Parallelen zu derzeitigen politischen Diskussionen zu einer bestimmten Partei in Deutschland sind diesmal nicht rein zufällig, wie es sonst immer im Filmvorspann heißt. Zitieren
rorro Geschrieben vor 12 Stunden Melden Geschrieben vor 12 Stunden vor 16 Stunden schrieb iskander: Einen Beweis dafür, dass es absolut keinen Zusammenhang gebe, hat hingegen noch niemand vorgelegt. 😂 1 Zitieren
atheist666 Geschrieben vor 5 Stunden Melden Geschrieben vor 5 Stunden Es gibt Leute, die sind nie um eine faule Ausrede verlegen. Aber hier offenbart sich die gesamte Verlogenheit des Zeitgeist. https://katholisch.de/artikel/67304-bischof-baetzing-der-synodale-weg-war-ein-kraftakt Zitieren
Guppy Geschrieben vor 5 Stunden Melden Geschrieben vor 5 Stunden vor 23 Stunden schrieb iskander: Warum sollten wir? Es gibt genug Anhaltspunkte, die wenigstens für indirekte Verbindungen zwischen Zölibat und Sexualmoral einerseits und und (nicht nur) Kindes-Missbrauch andererseits sprechen, und die haben wir ja auch schon diskutiert (oder genauer gesagt: diese wurden bereits genannt, samt entsprechenden Quellenhinweisen). Einen Beweis dafür, dass es absolut keinen Zusammenhang gebe, hat hingegen noch niemand vorgelegt. Ich kann dir auch keinen Beweis dafür vorlegen, dass das Wetter nicht in Zusammenhang mit Missbrauch steht. Das ist Unsinn. In der Beweispflicht ist derjenige, die behauptet, es bestehe ein Zusammenhang und nicht derjenige, der keinen Zusammenhang sieht. Meines Wissens ist der typische Missbrauchstäter in der Gesellschaft kein zölibatär lebender Mann. Meistens sind es in "Beziehungen" lebende Männer, nicht selten auch Ehemänner,, die Kinder missbrauchen, seien es die eigenen, seien es Nachbarskinder, Kinder im Sportverein oder wo auch immer sie die Gelegenheit sehen. Zitieren
iskander Geschrieben vor 3 Stunden Melden Geschrieben vor 3 Stunden vor 18 Stunden schrieb atheist666: Anhaltspunkte von Ideologiegetrieben sind keine Beweise, sondern nur der Beweis für Ideologiegetriebenheit. Klar, aber das ist doch hier nicht relevant. Wenn beispielsweise erkennbar wird, dass viel häufiger Priester als verheiratete Diakone Missbrauch begingen, dann hat das ja nichts mit "Ideologiegetriebenheit" zu tun. Ähnliches gilt für den Rest. vor 8 Stunden schrieb rorro: 😂 Was ist daran witzig? Guppy will, dass wir uns darauf einigen, dass der Zölibat "absolut" keine Rolle für den Missbrauch spielt. Wieso sollten wir eine solche Behauptung ohne überzeugende Evidenz als "absolute Wahrheit" akzeptieren? Und wenn der gerade genannte Befund der umgekehrte wäre - nämlich, dass zölibatär lebende Priester auch nicht öfter Missbrauch begehen als verheiratete Diakone -, dann wäre das zumindest ein gutes Indiz dafür, dass der Zölibat weder eine direkte noch eine indirekte Rolle spielt. Aber selbst das ist ja nicht der Fall. vor einer Stunde schrieb Guppy: Ich kann dir auch keinen Beweis dafür vorlegen, dass das Wetter nicht in Zusammenhang mit Missbrauch steht. Das ist Unsinn. In der Beweispflicht ist derjenige, die behauptet, es bestehe ein Zusammenhang und nicht derjenige, der keinen Zusammenhang sieht. Nein, was Du scheibst ist Unsinn: - Wetter und sexueller Missbrauch sind zwei kategorial verschiedene Phänomene, und es gibt keinerlei für uns erkennbare wesentliche und direkte Verbindung, - Ein bestimmter geforderter Umgang mit der eigenen Sexualität und ein bestimmtes (missbräuchliches) Ausleben der eigenen Sexualität hingegen sind einander nicht kategorial völlig fremd. Mögliche Bezüge wurden bereits genannt. Und nein, nicht nur jemand, der behauptet, dass ein Zusammenhang zwischen Zölibat und Missbraucht besteht, ist in der Beweispflicht - sondern auch, wer behauptet, dass dies definitiv nicht der Fall sei. Wenn Ohne Beweispflicht steht nur derjenige da, der sich eines Urteils enthält. vor einer Stunde schrieb Guppy: Meines Wissens ist der typische Missbrauchstäter in der Gesellschaft kein zölibatär lebender Mann. Meistens sind es in "Beziehungen" lebende Männer, nicht selten auch Ehemänner,, die Kinder missbrauchen, seien es die eigenen, seien es Nachbarskinder, Kinder im Sportverein oder wo auch immer sie die Gelegenheit sehen. Das stimmt, ändert aber nichts daran, dass die Männer, die wohl am ehesten mit zölibatär lebenden Klerikern vergleichbar sind - ständige Diakone - eben deutlich weniger auffallen. Und man sollte Vergleichbares mit Vergleichbarem in Bezug setzen und zudem spezifische Charakteristika und Risikofaktoren zur Kenntnis nehmen: "In allen Teilbereichen der Studie ist der Anteil der Beschuldigten unter den Diakonen deutlich niedriger als unter den Priestern - die meisten Diakone leben verheiratet. Bemerkenswert ist auch, dass die Forscher nur 14 der 50 befragten mutmaßlichen Täter als fixiert pädophil ansehen, bei sieben eine "narzisstisch-soziopathische" Persönlichkeitsstruktur vermuten. Die Mehrheit von 29 Befragten aber ordneten die Wissenschaftler einem "regressiven Muster" zu, das "sich vor allem durch eine fehlende Integration, Verleugnung oder Verdrängung sexueller Bedürfnisse, fehlende sexuelle Reife und soziale Gehemmtheit charakterisieren lässt"." https://www.sueddeutsche.de/panorama/missbrauchsstudie-der-katholischen-kirche-diakone-werden-seltener-beschuldigt-als-priester-1.4134835 Es ist wohl nicht aus der Luft gegriffen, dass der Zölibat Männern mit derartigen Defiziten anziehen könnte. Zumindest ist das eine Möglichkeit, die man gewiss ernst nehmen sollte. Ich sehe nicht ein, wieso wir uns ohne entsprechende Evidenz darauf einigen sollten, solch eine Möglichkeit für definitiv ausgeschlossen zu erklären. Selbst wenn kein definitiver Beweis vorliegen mag, dass X wahr ist (sondern es vielleicht nur Anhaltspunkte für X gibt), folgt daraus nicht, dass X definitiv falsch sein muss. Zitieren
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