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Synodaler Weg - schon versperrt?


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Geschrieben

Ich habe keine Ahnung, was meine Begriffserklärung mit Neuevangelisierung zu tun hat. Natürlich sind auch Taufscheinkatholiken das Ziel! Nur dass sie dann nicht konvertieren, sie sind ja - offiziell - bereits Teil der Kirche. Ich wollte lediglich darauf aufmerksam machen, dass das Wort nicht ganz passt, es ging mir rein um Begrifflichkeiten. Natürlich ändert es in der Sache nichts, dem verwandelten Herzen ist ganz egal, wie es genannt wird.

Geschrieben (bearbeitet)
vor einer Stunde schrieb Shubashi:

Abgesehen von seinen recht putinfreundlichen Positionen vor zwei Jahren, fällt mir da nichts mehr ein.

 

Die Presse lebt von Skandalen.

 

Er ist so aktiv wie eh und je, denke ich. Er hält noch Vorträge, glaube ich. In seinen letzten Büchern, die ich gelesen habe, (oh je, wie die Zeit vergeht wenn man alt wird, ich nehme alles zurück, ich bin überhaupt nicht auf dem Laufenden) das waren die aus der Reihe Glauben in Freiheit, hat er sich wirklich fachwissenschaftlich der Thematik genähert. Dieses naturwissenschaftliche Niveau, ist eine bemerkenswerte Seltenheit bei Theologen. Mannomann, was für ein guter Mann. Nicht annähernd zu vergleichen mit einem Werner Gitt und seinem pseudowissenschaftlichen Kreationismus.

 

Da wird es deshalb teilweise wirklich "Trockenes Brot", ich muss kämpfen und wenn er bei seinen Begründungen tief in die wissenschaftlichen Details geht, komm ich nicht mehr mit, wenn es zu statistisch oder zu mathematisch wird - aber das Wesentliche bringt er glasklar rüber. 

 

Glauben in Freiheit: Atem des Lebens. Die moderne Neurologie und die Frage nach Gott. Band I: Das Gehirn

Glauben in Freiheit: Atem des Lebens, Die moderne Neurologie und die Frage nach Gott: Bd II: Die Seele

Glauben in Freiheit / Der sechste Tag: Die Herkunft des Menschen und die Frage nach Gott. Band III/1

Glauben in Freiheit / ... und es geschah so: Die moderne Biologie und die Frage nach Gott. Band III/2

Glauben in Freiheit / Im Anfang ...: Die moderne Kosmologie und die Frage nach Gott. Band III/3

 

Allesamt fette Wälzer, allesamt für meine Verhältnisse kaum erschwinglich, allesamt sehr zu empfehlen. 

bearbeitet von Weihrauch
Geschrieben (bearbeitet)

Ich bin wirklich nicht mehr auf dem Laufenden. Drewermann hat sogar einen eigenen Kanal auf Youtube mit 51.800 Abonnenten und schlappen 789 Videos. WAAAAS ??? Wow! Letzte Veröffentlichung - morgen um 11:15 Uhr.

 

EDIT: Zum 85. Geburtstag von Eugen Drewermann 20. Juni 2025: Interview “Innerer Friede und äußerer Friede”

 

Er druckt noch wie geredet und redet wie gedruckt. 

bearbeitet von Weihrauch
Link eingefügt.
Geschrieben (bearbeitet)

Nur ein Hinweis: Eugen Drewermann hat weder ein Psychologiestudium abgeschlossen noch eine Therapeutenausbildung gemacht. Seine "Expertise" mußte er nie gegenüber tiefenpsychologischen Fachexperten verteidigen, sich nie entscheidenden Prüfungen unterziehen. Man stelle sich so was mal in der Medizin vor. Solche Menschen würden nicht durch die Talkshows tingeln und Bücher verticken mit medialer Unterstützung - aber in der Psycho-Buch-Branche ist so etwas ja nicht illegal und es gibt so viel Meinung (bei so wenig Ahnung).

bearbeitet von rorro
Geschrieben

Und wieso kommt der Aufschrei darüber aus dieser Ecke und nicht von den Fachexperten mit Expertise? Drewermann müsste ja der Antichrist der Zunft der Psychologie sein, in jeder Disertation müsste es wimmeln von (gegen Drewermann). Vermutlich wird er von denen wegen seiner Laienhaftigkeit komplett ignoriert, so wie das kirchliche Menschenbild von Anthropologen mit Expertise.  

Geschrieben (bearbeitet)
vor 39 Minuten schrieb Weihrauch:

Und wieso kommt der Aufschrei darüber aus dieser Ecke und nicht von den Fachexperten mit Expertise? Drewermann müsste ja der Antichrist der Zunft der Psychologie sein, in jeder Disertation müsste es wimmeln von (gegen Drewermann). Vermutlich wird er von denen wegen seiner Laienhaftigkeit komplett ignoriert, so wie das kirchliche Menschenbild von Anthropologen mit Expertise.  

 

Die akademische Welt der Tiefenpsychologie geht mit dem Nicht-Psychologen und Nicht-Therapeuten Drewermann so um wie die akademische Welt der bspw. Mediävistik mit selbsternannten Mittelalterexperten.

 

Drewermann hat seine Fanbase, meistens nicht mehr als 20 Jahre jünger als er selbst, das war's dann auch. 

 

Ein großes Echo in der Fachwelt hat sein Ansatz jedenfalls nicht hinterlassen.

 

Prinzipiell finde ich den Ansatz übrigens wichtig, die Hl. Schrift auch tiefenpsychologisch auszulegen - doch das Problem ist der apodiktische Ansatz, nur seinen gelten zu lassen. Vielleicht bei Menschen verständlich, die Ruhm bekamen (siehe auch Küng), das ist aber nicht nur bei Theologen so.

bearbeitet von rorro
Geschrieben

Wir können es gerne konkret und sachbezogen machen:

 

Drewermann: Was Kirche wirklich sein sollte. Von Einsamkeit zu Gemeinsamkeit. 7.Sommervorlesung 2025

 

Da zitiert er übrigens Papst Franziskus voller Hochachtung. 

 

Küchenpsychologie (hast du nicht gesagt) ist ein Schlagwort. Gibt es eigentlich auch Küchentheologie? Falls ja, müsste man den Laden hier vielleicht ganz schnell dicht machen? 

Geschrieben

Wenn ein Nichttheologe aus diesem Forum plötzlich behauptet, die wichtigste, geradezu "eigentliche" Theologie gefunden zu haben, es besser zu wissen als die Kirche und damit durch Talkshows tingelt und Bücher verkauft - dann bitte das Forum schließen, ja.

Geschrieben

Danke. Dann muss ich mir keine Sorgen machen. Du hast so etwas beruhigendes und beschützendes. 

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Weihrauch:

Wir können es gerne konkret und sachbezogen machen:

Vorlesungen und überhaupt öffentliche Auftritte sind nicht seine Stärke, aber schriftlich finde ich ihn originell und lesenswert. Jedenfalls nicht langweilig. 

 

Dass er die falschen Fans hätte wurde ihm seinerzeit schon angekreidet. Kann man sich halt nicht aussuchen. Dass er nicht zum staatlich finanzierten Wissenschaftsbetrieb paßt, ist auch nicht unbedingt ein Nachteil. Freud würde heute auch nicht als wissenschaftlich angesehen. 

Geschrieben
vor 6 Minuten schrieb Merkur:

Freud würde heute auch nicht als wissenschaftlich angesehen. 

 

War er auch nicht, bei allen bahnbrechenden Entdeckungen die er machte.

 

Deswegen spielt die Psychoanalyse auch bei wiss. arbeitenden Psycholog. Psychotherapeuten auch keine Rolle mehr.

 

Machen fast nur noch Ärzte, die in dem Fall wenig Interesse an evidenzbas. Medizin haben (und über deren wiss. Fortbildungswille ich mal den Mantel des Schweigens decke).

Geschrieben
vor 24 Minuten schrieb rorro:

Deswegen spielt die Psychoanalyse auch bei wiss. arbeitenden Psycholog. Psychotherapeuten auch keine Rolle mehr.

 

Machen fast nur noch Ärzte, die in dem Fall wenig Interesse an evidenzbas. Medizin haben (und über deren wiss. Fortbildungswille ich mal den Mantel des Schweigens decke).

 

Mein letzter Stand ist, dass die unterschiedlichen Psychotherapie-Methoden (jedenfalls bei den meisten psychischen Problemen) ähnlich effektiv sind, weil vor allem unspezifische Faktoren für die Effektivität der Psychotherapie verantwortlich sind. Man kann Psychotherapie ohnehin nur sehr bedingt mit der somatischen Medizin vergleichen. 

Geschrieben

Die analytische Psychotherapie ist weiterhin ein Richtlinienverfahren und hat mit den Anfängen der Psychanalyse auch nicht mehr so viel gemein. Es ist immer eine Frage, ob eine Theorie, ein Verfahren bereit ist, sich aufgrund neu gewonnener Erkenntnisse auch weiterzuentwickeln.

Geschrieben

Und mit dem Wort "Weiterentwicklung" wäre auch elegant der Bogen zum Threadthema gemacht ;)

Geschrieben

Wow... ich weiß gar nicht, was ich sagen soll... da muss ich mir ein Tränchen verdrücken.

 

vor 29 Minuten schrieb Weihrauch:

Mehr als zehn Blumen kann man hier nicht an einem Tag pflücken und zu einem Strauß binden. So sind es zwei Blumensträußchen geworden, und das ergibt sogar Sinn.

Ich muss zugeben, ich habe mich sehr gewundert 😅. Vielen lieben Dank 💐.

 

Ich fand unser Gespräch auch sehr schön und bereichernd, hatte ich ja schon geschrieben.

 

Aber auch an dieser Stelle nochmal ein Danke zurück 🙂!

Geschrieben

Kardinal Müller kritisiert Segnung homosexueller Verbindungen in deutschen Bistümern

 

Wie immer, nimmt er kein Blatt vor den Mund und geht dabei weiter als andere sich wagen würden.

 

Besonders scharf kritisierte Müller das vatikanische Dokument Fiducia supplicans. Den Text bezeichnete er als „in sich selbst schon konfus“ und im Widerspruch zu vorangegangenen Dokumenten der Glaubenskongregation.

In einem früheren Aufsatz für das amerikanische Magazin First Things führte Müller aus, dass Fiducia supplicans zwar nicht unmittelbar häretisch sei, aber logisch zur Häresie führe. Er kritisierte, dass das Dokument eine neue Kategorie von Segnungen einführe, die weder in der Heiligen Schrift noch in der Tradition der Kirche begründet sei.

 

 

Geschrieben
Am 19.7.2025 um 09:11 schrieb SteRo:

die weder in der Heiligen Schrift noch in der Tradition der Kirche begründet sei.

Wann hat eigentlich die kirchliche Tradition mit senfdazugebenden Kardinälen  begonnen?

Gibt es irgendeinen Stichtag, zu dem irgendein Quatsch angefangen haben muss, um als „Tradition der Kirche“ zu gelten?

Oder muss man nur einfach eineWeile warten, und dann sind diese Segnungen automatisch „Tradition der Kirche“?

 

Was für ein blödsinniges Argument des Herrn Müller, aber wie sagt man doch „Alter schützt vor Torheit nicht“ Spruch des Herrn

 

Werner

Geschrieben (bearbeitet)

Warum können homosexuelle Verbindung in Deutschland gesegnet werden, polygame Verbindungen aber nicht? Gibt es dafür einen konkreten theologischen Grund? Oder liegt das einfach nur daran, weil Homosexualität gerade ein gesellschaftlicher Trend ist und Polygamie nicht?

bearbeitet von Guppy
Geschrieben
vor 27 Minuten schrieb Guppy:

Warum können homosexuelle Verbindung in Deutschland gesegnet werden, polygame Verbindungen aber nicht? Gibt es dafür einen konkreten theologischen Grund? Oder liegt das einfach nur daran, weil Homosexualität gerade ein gesellschaftlicher Trend ist und Polygamie nicht?

 

Och, ich würde gar nicht ausschließen, daß das geht. Es gibt genug Angebote für "Paare, die sich lieben". Dann geht man mal mit der einen hin, mal mit der anderen (bei Polyandrie umgekehrt). Ich finde es auch interessant, daß durch solche Angebo te auch die außerheliche Beziehung zu Geliebten einen Segen bekommen kann. 

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb Werner001:

Wann hat eigentlich die kirchliche Tradition mit senfdazugebenden Kardinälen  begonnen?

Gibt es irgendeinen Stichtag, zu dem irgendein Quatsch angefangen haben muss, um als „Tradition der Kirche“ zu gelten?

Oder muss man nur einfach eineWeile warten, und dann sind diese Segnungen automatisch „Tradition der Kirche“?

 

Was für ein blödsinniges Argument des Herrn Müller, aber wie sagt man doch „Alter schützt vor Torheit nicht“ Spruch des Herrn

 

Werner

 

Die Aufgabe der Kardinäle ist es, den Papst bei der Leitung der Kirche zu unterstützen. Wer da nur Jasager haben will, hat eine seltsame Vorstellung vom Amt. Ob allerdings ein Kardinal in jedes Mikro tuten muß, ist noch einmal eine andere Frage.

Die Tradition der Kirche begann sich nach Christi HImmelfahrt und Pfingsten schrittweise zu entfalten.

Geschrieben
vor 13 Minuten schrieb rorro:

 

Och, ich würde gar nicht ausschließen, daß das geht. Es gibt genug Angebote für "Paare, die sich lieben". Dann geht man mal mit der einen hin, mal mit der anderen (bei Polyandrie umgekehrt). Ich finde es auch interessant, daß durch solche Angebo te auch die außerheliche Beziehung zu Geliebten einen Segen bekommen kann. 

 

Ich würde das wirklich gerne mal wissen. Wenn nun ein Mann drei Frauen hat und mit denen zusammenlebt, könnte sowas etwa im Bistum Limburg gesegnet werden? Oder wenn Herr und Frau Müller miteinander verheiratet sind, beide aber auch noch neben ihrer Ehe jeweils Geliebte haben, könnten diese Liebesbeziehungen dann auch gesegnet werden zum Beispiel im Bistum von Bischof Bätzing?

Geschrieben

Ohne jetzt irgendwelche Beziehungen in irgendeiner Weise werten zu wollen:

Was die Kirche so alles schon gesegnet hat, wenn der Zeitgeist es wünschte, da ist das Segnen von Liebesbeziehungen gleich welcher Art doch wirklich sehr harmlos

 

Werner

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