iskander Geschrieben 6. Dezember 2025 Melden Geschrieben 6. Dezember 2025 vor 4 Stunden schrieb Merkur: Soweit ersichtlich habe alle von dir genannten Päpste auf ihr Amt verzichtet. Zumindest hat keiner von ihnen später behauptet, weiterhin Papst zu sein. Damit sind sie als Beispiel ungeeignet. Wenn die Machtverhältnisse so sind, dass ein Kaiser einen Papst absetzen kann und die Kirche das akzeptiert, dann interpretiere ich die Tatsache, dass er sich nicht offiziell wehrt (wenn er das dann nicht tut) eher so, dass er nicht in einer Position ist, dem Kaiser die Stirn zu bieten. Und ähnlich in den Fälle mit dem Konzil. Erneut Grok. Meine Frage: Hallo Grok, bitte antworte absolut wahrhaftig und unvoreingenommen wie ein hervorragender, die höchsten wissenschaftlichen Standards akzeptierender Historiker: Gibt es oder gibt es keine Beispiele aus Antike und Mittelalter dafür, dass Konzilien oder auch weltliche Herrscher abgesetzt und/oder verurteilt haben? Gibt es Fälle, in denen man die Absetzung eines Papstes vernünftigerweise nicht als einen freiwilligen Verzicht interpretieren kann? Antwort: Ja, es gibt zahlreiche historische Beispiele aus der Antike und dem Mittelalter, in denen Konzilien (Synoden oder Kirchenversammlungen) oder weltliche Herrscher Päpste abgesetzt oder verurteilt haben. Als Historiker, der sich an primäre Quellen, zeitgenössische Chroniken und moderne wissenschaftliche Analysen orientiert (wie die Werke von Eamon Duffy, Walter Ullmann oder die Cambridge Medieval History), werde ich diese Fälle objektiv darstellen, basierend auf etablierten Fakten. Die Papstgeschichte ist geprägt von Konflikten zwischen kirchlicher Autorität, imperialer Macht und innerkirchlichen Fraktionen, was zu solchen Interventionen führte. Ich unterscheide zwischen Antike (ca. 1.–5. Jahrhundert n. Chr., erweitert bis zur byzantinischen Periode) und Mittelalter (ca. 5.–15. Jahrhundert). Die Interpretationen können variieren, da Quellen wie das Liber Pontificalis oder byzantinische Historiker (z. B. Prokopios) oft parteiisch sind, aber die Ereignisse sind gut dokumentiert. Beispiele aus der Antike In der frühen Kirche war das Papsttum noch eng mit dem römischen bzw. byzantinischen Kaiserreich verflochten, sodass weltliche Herrscher häufig eingriffen. Konzilien spielten eine Rolle, aber Absetzungen waren oft imperial diktiert. Papst Liberius (352–366 n. Chr.): Er wurde vom römischen Kaiser Constantius II. verbannt und effektiv abgesetzt, weil er sich weigerte, die arianische Lehre zu unterstützen. Constantius installierte einen Gegenpapst (Felix II.). Dies war eine direkte Intervention eines weltlichen Herrschers in kirchliche Angelegenheiten. Papst Silverius (536–537 n. Chr.): Abgesetzt durch den byzantinischen General Belisarius auf Befehl der Kaiserin Theodora, die ihn der Kollaboration mit den Ostgoten bezichtigte. Er wurde verbannt und starb im Exil; Vigilius wurde als Nachfolger eingesetzt. Hier handelte es sich um eine militärisch erzwungene Absetzung durch byzantinische Autoritäten. Papst Martin I. (649–655 n. Chr.): Verurteilt und abgesetzt durch den byzantinischen Kaiser Constans II. wegen seiner Opposition gegen die monotheletische Häresie. Martin wurde verhaftet, nach Konstantinopel gebracht, vor Gericht gestellt und ins Exil geschickt, wo er starb. Dies war eine klare Verurteilung durch weltliche Macht, unterstützt von einer Synode in Konstantinopel. Diese Fälle zeigen, dass byzantinische Kaiser die päpstliche Autorität oft als Teil ihres Imperiums betrachteten und Absetzungen als Mittel zur Durchsetzung theologischer oder politischer Einheit nutzten. Beispiele aus dem Mittelalter Im Mittelalter eskalierten Konflikte durch den Investiturstreit, das Saeculum obscurum (10. Jahrhundert) und das Abendländische Schisma (1378–1417). Hier spielten sowohl Konzilien als auch weltliche Herrscher (wie ottonische oder salische Kaiser) eine prominente Rolle. Papst Johannes XII. (955–964 n. Chr.): Abgesetzt durch eine Synode (Konzil) in Rom unter Leitung des ottonischen Kaisers Otto I. des Großen. Johannes wurde wegen moralischer Verfehlungen (z. B. Simonie, Mordvorwürfe) verurteilt und exkommuniziert. Otto installierte Leo VIII. als Nachfolger. Dies war eine Kombination aus konzilialer und weltlicher Intervention. Papst Benedikt IX. (1032–1044, 1045, 1047–1048 n. Chr.): Dreimal abgesetzt. Zuerst 1044 durch römische Adelsfraktionen (weltliche Macht), dann 1046 durch die Synode von Sutri unter Kaiser Heinrich III., der Benedikt, Silvester III. und Gregor VI. absetzte und Clemens II. einsetzte. Benedikt wurde wegen Simonie und Korruption verurteilt. Heinrich III. agierte hier als "Schützer der Kirche". Papst Gregor VII. (1073–1085 n. Chr.): Abgesetzt und exkommuniziert durch Kaiser Heinrich IV. während des Investiturstreits, unterstützt von einer Synode in Brixen (1080). Gregor hatte Heinrich zuvor exkommuniziert; die Absetzung war eine Gegenmaßnahme weltlicher Macht, die Gregor als "falschen Mönch" brandmarkte. Abendländisches Schisma (1378–1417): Konzil von Pisa (1409): Setzte die rivalisierenden Päpste Gregor XII. (Rom) und Benedikt XIII. (Avignon) ab und wählte Alexander V. Dies führte zu drei Päpsten, da die Absetzungen nicht anerkannt wurden. Konzil von Konstanz (1414–1418): Setzte Papst Johannes XXIII. (Pisa-Linie) ab, akzeptierte den Rücktritt von Gregor XII. und verurteilte Benedikt XIII. als Häretiker. Das Konzil berief sich auf die Überlegenheit der Konzilien über den Papst (Konziliarismus) und wählte Martin V. Dies war ein Höhepunkt konzilialer Macht. Weitere Fälle umfassen Papst Sergius III. (904–911), der in Konflikte verwickelt war, oder Papst Stephen VI. (896–897), der seinen Vorgänger Formosus exhumieren und verurteilen ließ (Kadaversynode), was indirekt zu Absetzungen führte. Fälle, in denen die Absetzung vernünftigerweise nicht als freiwilliger Verzicht interpretiert werden kann Ja, es gibt mehrere solcher Fälle, in denen historische Quellen (z. B. Ottos Chroniken oder Konzilsakten) auf Zwang, Gewalt oder politischen Druck hinweisen, der eine freie Entscheidung ausschließt. Freiwillige Rücktritte (wie bei Coelestin V. 1294) sind klar dokumentiert als solche, oft mit formellen Abdankungsurkunden, während erzwungene Absetzungen mit Verbannung, Gerichtsverfahren oder militärischer Intervention einhergingen. Papst Johannes XII.: Seine Absetzung 963 war erzwungen; er floh vor Otto I., kehrte mit Gewalt zurück und starb kurz darauf. Keine Hinweise auf Freiwilligkeit – es war eine Verurteilung durch Synode und Kaiser. Papst Benedikt IX.: Seine Absetzungen (besonders 1046) waren Resultat von Synoden und imperialem Eingreifen; er wurde vertrieben und versuchte mehrmals, mit Gewalt zurückzukehren. Historiker wie Ferdinand Gregorovius sehen hier keinen freien Willen, sondern familiäre und politische Machenschaften. Papst Martin I.: Verhaftet, deportiert und verurteilt – eindeutig unfreiwillig, da er sich wehrte und im Exil starb. Papst Johannes XXIII. (1410–1415): Durch das Konzil von Konstanz abgesetzt; er floh zunächst, wurde gefangen genommen und inhaftiert. Die Konzilsakten beschreiben dies als Zwangsmaßnahme, nicht als Verzicht. Papst Silverius: Militärisch abgesetzt und verbannt; er starb unter Haftbedingungen. Insgesamt unterstreichen diese Beispiele, dass das Papsttum in Antike und Mittelalter nicht absolut war, sondern von externen Mächten beeinflusst wurde. Moderne Historiker debattieren die Legitimität solcher Absetzungen (z. B. ob Konzilien über dem Papst stehen), aber die Ereignisse selbst sind unbestritten. Für tiefergehende Analysen empfehle ich Quellen wie das "Lexikon für Theologie und Kirche" oder Ullmanns "The Growth of Papal Government in the Middle Ages". [Kurze Zusatzfrage (bitte um kurze Antwort): Wurde zumindest ein substantieller Teil dieser Absetzung damals in der Kirche allgemein akzeptiert oder nicht?] Ja – bei mehreren dieser Absetzungen wurde die Entscheidung damals von einem substantiellen (oft sogar dem überwiegenden) Teil der Kirche akzeptiert: Johannes XII. (963): Ottos Absetzung wurde von der Mehrheit des römischen Klerus und fast allen deutschen sowie norditalienischen Bischöfen anerkannt (Leo VIII. galt als legitimer Papst). Benedikt IX., Silvester III. und Gregor VI. (1046, Synode von Sutri): Die Absetzung durch Heinrich III. wurde von der gesamten abendländischen Kirche akzeptiert; Clemens II. war unbestrittener Papst. Konzil von Konstanz (1414–1418): Die Absetzung Johannes’ XXIII. und die Erklärung, Benedikt XIII. sei kein Papst mehr, wurde von praktisch der gesamten lateinischen Christenheit angenommen (Martin V. beendete das Schisma). Kurz: In den entscheidenden Fällen (besonders 10./11. und 15. Jahrhundert) wurde die Absetzung zeitgenössisch weitgehend als legitim und bindend betrachtet. Zitieren
SteRo Geschrieben 19. Januar Melden Geschrieben 19. Januar Emeritierter Papst Benedikt XVI. warnte Kardinal Marx vor Synodalem Weg: Bericht Zitieren
atheist666 Geschrieben 19. Januar Melden Geschrieben 19. Januar Ich habe es gerade auf FB gelesen, die Häresie hat ein ihr verdientes Ende gefunden Deshalb dieses Lied dazu.😊 https://youtu.be/QWg7j6BsR2U?si=RRZwiXPiVKE-aLTc Zitieren
SteRo Geschrieben 20. Januar Melden Geschrieben 20. Januar (bearbeitet) Bischof Bätzing gibt Vorsitz der Deutschen Bischofskonferenz ab "Um im Vorfeld gute diesbezügliche Überlegungen zu ermöglichen, möchte ich Euch mitteilen, dass ich für eine erneute Wahl nicht zur Verfügung stehe. Ich habe mich dazu nach Beratung und reiflicher Überlegung entschieden." Wenn ich mich recht erinnere, hatte er sich vor einigen Woche noch anders geäußert. Vielleicht hatte man ihn ja wissen lassen, dass er nicht mehr gewählt werden würde? Oder sein Gespräch mit Leo verlief nicht so wie von ihm erhofft? ZdK-Chefin bedauert Bätzings Abgabe des Bischofskonferenz-Vorsitzes "Insbesondere auf dem Synodalen Weg war Georg Bätzing ein mit Augenmaß agierender, zugleich zukunftsorientiert vorangehender Vorsitzender, mit dem ich im Co-Vorsitz der Synodalversammlungen und im Synodalen Ausschuss sehr gern zusammengearbeitet habe", sagte Stetter-Karp mit Blick auf den Reformprozess in der katholischen Kirche in Deutschland. Sie hoffe zugleich, dass sein Nachfolger in ähnlicher Weise zukunftsorientiert sein werde. Am 11.1.2026 um 09:44 schrieb SteRo: Papst beim Konsistorium: „Synodalität ist keine Organisationstechnik“ Leo XIV. stellte klar, dass der synodale Prozess, den die Kirche derzeit beschreitet, weit über bürokratische Strukturen hinausgehe. Dieser Weg der Erneuerung sei ein „lebendiger Prozess der Bekehrung“. Ein Wort wie ein Donnerschlag! Erneuerung ist Bekehrung! Halleluja! bearbeitet 20. Januar von SteRo Zitieren
SteRo Geschrieben 24. Januar Melden Geschrieben 24. Januar Bernhard Meuser, Gründer von „Neuer Anfang“: In Deutschland tobt „kirchlicher Kulturkampf“ Ich empfehle dem Herrn Meuser ein Beruhigungsbad. Vielleicht gelingt es ihm dann etwas entspannter auf die Sachlage zu blicken. Von einem tobenden Kulturkampf ist mir nichts bekannt. Vielleicht tobt da was im Innern von Herrn Meuser, das mag sein. „Hoffe, dass dieser Irrweg bald ein Ende hat“: Erzbischof Gänswein zum Synodalen Weg Also mir scheint, dass sich seine Hoffnung bereits erfüllt hat. Zitieren
Cosifantutti Geschrieben 2. Februar Melden Geschrieben 2. Februar (bearbeitet) Am Samstag - vorgestern - war nach sechs Jahren und mehreren Vollversammlungen das vorerst letzte Gesamttreffen des "Synodalen Weges" in der Katholischen Kirche in Deutschland zu Ende gegangen. Es soll dann im Spätjahr - die Zustimmung der Kirchenleitung in Rom vorausgesetzt - auf synodalem Wege weitergehen mit der Installierung einer "Synodalkonferenz". Der bisherige "Synodale Weg" wird natürlich sehr unterschiedlich bewertet, je nach Standpunkt und Anliegen...... bei www.katholisch.de finden sich ein paar Eindrücke und Bilanzen von Teilnehmern..... Die deutschen Bischöfe und der Vatikan sind am Zug - katholisch.de Bibelwerk-Chefin: Gab Spannungen bei Debatte über Synodalität - katholisch.de Bischof Jung kritisiert Zeitdruck bei Synodalem Weg - katholisch.de bearbeitet 2. Februar von Cosifantutti Zitieren
Chrysologus Geschrieben 3. Februar Melden Geschrieben 3. Februar Keine Sorge, nach den Erfahrungen der letzten Jahre beginnt spätestens 2029 der nächste Dialogprozess. Zitieren
SteRo Geschrieben 3. Februar Melden Geschrieben 3. Februar Bischof Oster: Synodalkonferenz in Deutschland wird kommen Oster zeigte sich erfreut darüber, dass man bei der letzten Synodalversammlung in Stuttgart am vergangenen Wochenende versucht habe, "den Anschluss an die römische Synode über Synodalität herzustellen". Auch habe die Kirche in Deutschland durch den Synodalen Weg zur Bewusstseinsbildung, Aufarbeitung und Prävention in Bezug auf den Missbrauchsskandal beigetragen. Aus seiner Sicht hat der Synodale Weg aber Polarisierungen eher verstärkt. Kritisch stehe er Reformforderungen gegenüber, die "einen sehr zentralen Kern der Kirche berühren, nämlich das, was wir theologisch die sakramentale Verfassung der Kirche nennen". Zitieren
Kara Geschrieben 3. Februar Melden Geschrieben 3. Februar Passaus Diözesanratsvorsitzender dazu: Selbstverständlich ist es theoretisch in die Hand jedes einzelnen Bischofs gelegt, ob die Entscheidungen ‑wie soeben ausgeführt — umgesetzt werden. Allerdings wird es sicherlich zahlreiche Bischöfe geben die, dies mit voller Überzeugung durchführen werden. Sobald sich dies in einzelnen Diözesen abzeichnet, werden auch die Bischöfe, die nicht gewillt sind alles umzusetzen, in Zugzwang geraten, nachzuziehen, um keine unterschiedlichen Rechtslagen oder Vorgaben in Deutschland zu schaffen. Das Vokabular... 🤦♀️ Er versucht nicht mal, so zu tun, als wäre nicht Sinn und Zweck der Synodalkonferenz, die Bischöfe so zu nötigen, dass sie springen müssen... Süß auch, dass es die Verweigerer wären, die "unterschiedliche Rechtslagen oder Vorgaben" schaffen, nicht die, die Entscheidungen umsetzen. 🤦♀️ Man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll. Mir ist momentan eher nach Heulen. Ich seh schwarz. 1 Zitieren
Cosifantutti Geschrieben 3. Februar Melden Geschrieben 3. Februar vor 2 Stunden schrieb Kara: Passaus Diözesanratsvorsitzender dazu: Selbstverständlich ist es theoretisch in die Hand jedes einzelnen Bischofs gelegt, ob die Entscheidungen ‑wie soeben ausgeführt — umgesetzt werden. Allerdings wird es sicherlich zahlreiche Bischöfe geben die, dies mit voller Überzeugung durchführen werden. Sobald sich dies in einzelnen Diözesen abzeichnet, werden auch die Bischöfe, die nicht gewillt sind alles umzusetzen, in Zugzwang geraten, nachzuziehen, um keine unterschiedlichen Rechtslagen oder Vorgaben in Deutschland zu schaffen. Das Vokabular... 🤦♀️ Er versucht nicht mal, so zu tun, als wäre nicht Sinn und Zweck der Synodalkonferenz, die Bischöfe so zu nötigen, dass sie springen müssen... Süß auch, dass es die Verweigerer wären, die "unterschiedliche Rechtslagen oder Vorgaben" schaffen, nicht die, die Entscheidungen umsetzen. 🤦♀️ Man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll. Mir ist momentan eher nach Heulen. Ich seh schwarz. Kannst du mal erläutern, wo eigentlich dein Problem ist ? Es spricht doch überhaupt nichts dagegen, wenn man sich bei bestimmten Themen und Problembereichen an gemeinsame Standards hält. Beispiel: Missbrauchsprävention….. So wie in der Erzdiözese Köln unter Kardinal Meißner mit einem Aktenordner mit der Aufschrift „Brüder im Nebel“….da wünscht man sich schon, dass man sich auf einheitliche, verbindliche Mindeststandards einigt. Das Amt, das der Bischof in Vollmacht ausübt, heißt ja nicht, dass es in bestimmten Bereichen keine Transparenz und Kontrolle gibt….. Ist man denn wirklich so naiv und nimmt an, dass das Prinzip der Synodalität überhaupt nichts in der KIrche verändern wird und alles wie gehabt „beim Alten“ bleibt ? Hinzukommt: der von Franziskus angestoßene Weg der Synodalität wird ja von Leo ausdrücklich fortgeführt. Zudem: wenn der Entwurf zur künftigen Synodalkonferenz von Rom letztlich approbiert wird, haben die Bischöfe ja auch keinen Grund mehr, sich dem künftigen gemeinsamen Weg zu verweigern. Es geht doch hier nicht um Fragen das Glaubens oder Fragen, die nur gesamtkirchlich entschieden werden können, etwa Zölibat der Priester, Diakonat der Frau, Weihe von Frauen. Obwohl: Von der Zölibatspflicht entbinden kann ja jeder Ortsbischof jederzeit, was ja real auch geschieht. Zitieren
rorro Geschrieben 3. Februar Melden Geschrieben 3. Februar (bearbeitet) vor 7 Minuten schrieb Cosifantutti: Ist man denn wirklich so naiv und nimmt an, dass das Prinzip der Synodalität überhaupt nichts in der KIrche verändern wird und alles wie gehabt „beim Alten“ bleibt ? Der Synodale Weg hat nur damit nichts zu tun. Das ist Parlamentarismus geistlich angehaucht. Synodalität im Sinne Roms bedeutet ein gemeinsames(!) Gehen - und zwar so, daß alle mitwollen, nicht so, daß man die beschimpft, die andere Wege oder Tempi wollen. vor 7 Minuten schrieb Cosifantutti: Hinzukommt: der von Franziskus angestoßene Weg der Synodalität wird ja von Leo ausdrücklich fortgeführt. Zudem: wenn der Entwurf zur künftigen Synodalkonferenz von Rom letztlich approbiert wird, haben die Bischöfe ja auch keinen Grund mehr, sich dem künftigen gemeinsamen Weg zu verweigern. Die Bischöfe sind sehr autark in ihren Entscheidungen (auch wenn das Klischee des alles alleine machenden Bischofs eine Chimäre ist). Warum soll sich ein Bischof Gremien unterwerfen, die keinerlei Verantwortung für ihre Entscheidungen übernehmen? vor 7 Minuten schrieb Cosifantutti: Obwohl: Von der Zölibatspflicht entbinden kann ja jeder Ortsbischof jederzeit, was ja real auch geschieht. Das wäre mir neu. Dispens erteilt Rom. Zur Einordnung dieser Synodalkonferenz empfehle ich diese Lektüre: https://www.herder.de/communio/theologie/kirchenrechtliche-anfragen-an-die-geplante-synodalkonferenz-wer-ist-verantwortlich/ bearbeitet 3. Februar von rorro Zitieren
Werner001 Geschrieben 3. Februar Melden Geschrieben 3. Februar vor 2 Minuten schrieb rorro: Das wäre mir neu. Dispens erteilt Rom. Ich vermute, auf Wunsch des Bischofs? Sagt der Bischof zum Kandidaten „nö, will ich nicht“ gibt es in Rom nichts zu erteilen, sagt der Bischof „ich lass dich dispensieren“, dann erteilt Rom vermutlich die Dispens. Werner Zitieren
Kara Geschrieben 3. Februar Melden Geschrieben 3. Februar vor 8 Minuten schrieb Cosifantutti: Beispiel: Missbrauchsprävention Ja, das war ganz bestimmt das, was der Diözesanratsvorsitzende bei obiger Aussage im Sinn hatte 🙄. (Weil sich ja auch irgendwelche Bischöfe einheitlichen Mindeststandards bei der Missbrauchsprävention verweigern.) Zitieren
rorro Geschrieben 3. Februar Melden Geschrieben 3. Februar vor 2 Minuten schrieb Werner001: Ich vermute, auf Wunsch des Bischofs? Sagt der Bischof zum Kandidaten „nö, will ich nicht“ gibt es in Rom nichts zu erteilen, sagt der Bischof „ich lass dich dispensieren“, dann erteilt Rom vermutlich die Dispens. In Einzelfällen wird das so sein. Dabei gilt dann, daß die Ehe dann kein Weihehindernis ist - umgekehrt gilt das aber durchaus. Zitieren
rorro Geschrieben 3. Februar Melden Geschrieben 3. Februar (bearbeitet) vor 2 Minuten schrieb Kara: Ja, das war ganz bestimmt das, was der Diözesanratsvorsitzende bei obiger Aussage im Sinn hatte 🙄. (Weil sich ja auch irgendwelche Bischöfe einheitlichen Mindeststandards bei der Missbrauchsprävention verweigern.) Schlechtere Werbung für diesen Kram kann der Oberste Diözesanlaie wirklich nicht bringen. Vor allem aus Passau - wenn man will, daß Bischof Oster zustimmt, dann haut man doch nicht so was raus. Naja, gebt ihr (ZdK, Synodalwegfans aller Art mit und ohne Weihen) mal weiter Geld aus, trefft Euch weiter in gehobenen Hotels und diniert fein. So kann man sich auch Papst Franziskus' Wunsch einer armen Kirche schneller nähern... bearbeitet 3. Februar von rorro Zitieren
rorro Geschrieben 3. Februar Melden Geschrieben 3. Februar Fiel eigentlich jemals das Wort Subsidiarität auf diesem deutschen Sonderweg? Zitieren
Kara Geschrieben 3. Februar Melden Geschrieben 3. Februar vor einer Stunde schrieb rorro: wenn man will, daß Bischof Oster zustimmt, dann haut man doch nicht so was raus Warum sollte er das wollen? Oster muss nicht zustimmen. Er ist in der Minderheit. Die DBK wird das auf jeden Fall so abnicken. Und später bei der Umsetzung der Beschlüsse wird Oster schon "in Zugzwang geraten". Zitieren
rorro Geschrieben 4. Februar Melden Geschrieben 4. Februar vor 8 Stunden schrieb Kara: Und später bei der Umsetzung der Beschlüsse wird Oster schon "in Zugzwang geraten". Damit wird er klarkommen, da bin ich sicher. Er wird im Gegensatz zu anderen sein Weihevesprechen halten. Zitieren
Chrysologus Geschrieben 4. Februar Melden Geschrieben 4. Februar vor 43 Minuten schrieb rorro: Er wird im Gegensatz zu anderen sein Weihevesprechen halten. Welcher Bischof tut das denn nicht? Zitieren
rorro Geschrieben 4. Februar Melden Geschrieben 4. Februar (bearbeitet) vor 31 Minuten schrieb Chrysologus: Welcher Bischof tut das denn nicht? Nun, zum Weiheversprechen gehören ja u.a. folgende Fragen: Bist du bereit, das von den Aposteln überlieferte Glaubensgut, das immer und überall in der Kirche bewahrt wurde, rein und unverkürzt weiterzugeben? Bist du bereit, am Aufbau der Kirche, des Leibes Christi, mitzuwirken und zusammen mit dem Bischofskollegium unter dem Nachfolger des heiligen Petrus stets ihre Einheit zu wahren? Bist du bereit, dem Nachfolger des Apostels Petrus treuen Gehorsam zu erweisen? Wenn nun Bischöfe das Priestertum der Frau fordern (wie der Vorsitzende der DBK), was JP2 für "endgültig" unmöglich erklärt wurde und mehrere Präfekte von Kongregation und Dikasterium für die Glaubenslehre anschließend als "de fide" beschrieben haben (zuletzt Kardinal Ladaria unter Papst Franziskus), dann wage ich hinter den ersten Punkte ein Fragezeichen in bezug auf manche Bischöfe zu setzen. Andere Bischöfe, wie bspw. ein oder der Weihbischof von Aachen, fordern auch eine Änderung der Lehre über die Sexualität. Zur Beurteilung gilt dasselbe. Der zweite Punkt - zusammen mit dem Bischofskollegium, also dem Weltepiskopat - schließt gerade aus, daß man eigene Wege geht, die man dann medienwirksam und mit pressure groups (das dt. Geld wird ja gerne als Druckmittel angeführt, keine Ahnung wie sinnig das ist) versucht durchzubringen. "Zusammen mit dem Bischofskollegium" ist übrigens die deutsche Übersetzung von wirklich "synodal". Und der treue Gehorsam zeigt sich darin, daß man "im Sinne von" und "so wie" derjenige handelt, dem man gehorcht. Der mehrheitlich episkopale Umgang in Deutschland mit dem Papstbrief von 2019 läßt da bekanntlich noch kilometerweise Luft nach oben erkennen. Möchtest Du eine Auflistung derer, die diese Punkte ihres Weiheversprechens in ihren Aussagen gebrochen haben? bearbeitet 4. Februar von rorro Zitieren
Chrysologus Geschrieben 4. Februar Melden Geschrieben 4. Februar vor einer Stunde schrieb rorro: Möchtest Du eine Auflistung derer, die diese Punkte ihres Weiheversprechens in ihren Aussagen gebrochen haben? Ja. Zitieren
rorro Geschrieben 4. Februar Melden Geschrieben 4. Februar Okay, ohne Anspruch auf Vollständigkeit: 1. Bischof Bätzing als Vorsitzender der DBK (daher fraglich auch im Namen anderer Ortsbischöfe): Positive Sicht auf Sex auch außerhalb der Ehe, Wertschätzung homosexueller Handlungen (Quelle dazu) Wunsch nach Priesteramt der Frau (Quelle dazu) 2. Weihbischof Scheepers aus Essen (das habe ich mit Aachen verwechselt, ich bitte um Entschuldigung) Forderung nach umfassender Änderung der Lehre zur Sexualität, u.a. Anerkennung, daß es nicht nur Männer und Frauen gebe (Quelle dazu) - wobei diese Wortmeldungen, wenn sie der Bischof wirklich so getätigt haben sollte, mich haben fragen lassen, was der Bischof von katholischer Moraltheologie verstanden hat... 3. Bischof Timmerevers aus Dresden-Meißen Forderung nach Änderung der Anthropologie der Kirche (Quelle dazu) 4. Bischof Overbeck aus Essen Fordert neben Weiheämtern für Frauen auch eine "ernsthafte und zutiefst wertschätzende Neubewertung der Homosexualität" (Quelle dazu) Soweit nur kursorisch und nur wenige. Wer mag, kann sich bei gängigen KI-Anbietern über seinen Ortsbischof infomieren, inwiefern er hinter der überlieferten Lehre der Kirche (und daher dem Weiheversprechen) steht. Zitieren
SteRo Geschrieben 4. Februar Melden Geschrieben 4. Februar (bearbeitet) Ich glaub nicht, dass irgendeiner der Bischöfe so ein Lappen ist, dass er seine innere Stimme von Argumenten wie "Mehrheitsbeschluss" oder "damit's in D einheitlich ist" bestimmen lässt. Nein, wenn einer für sich damit argumentiert, dann nur um sein Handeln (und damit seine Überzeugung) der weltlichen Öffentlichkeit anzudienen und sie zu gewinnen. Der Verantwortung gegenüber Gott und Rom können "Mehrheitsbeschluss" oder "damit's in D einheitlich ist" doch nicht gerecht werden, aber eine solche Verantwortung versteht die weltliche Öffentlichkeit eh nicht. Wenn's einem wirklich um die Einheit der Kirche geht, warum sollte die Einheit der deutschen Kirche wichtiger sein als die Einheit der europäischen oder globalen? Ich bin also ziemlich zuversichtlich, dass sich an dem deutschen Fleckerlteppich auch in Zukunft nichts ändern wird. Was ggf. neu sein wird ist, dass bisher stillschweigend hingenommene Unterschiede in die Öffentlichkeit gezogen werden und die deutsche Journaille dabei mitmischt, wenn sie darin ihr Lieblingsthema "liberal gegen reaktionär" aufmachen kann. bearbeitet 4. Februar von SteRo Zitieren
Kara Geschrieben 4. Februar Melden Geschrieben 4. Februar (bearbeitet) Wen es interessiert, hier Bischof Osters Fazit zum Synodalen Weg: Link zum Video und zum Text, wer lieber lesen mag. bearbeitet 4. Februar von Kara Zitieren
Merkur Geschrieben 4. Februar Melden Geschrieben 4. Februar vor 5 Stunden schrieb rorro: Okay, ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Ach das schon wieder. Das sind halt aktuelle Themen, die besprochen werden müssen. Der Kirche wäre schlecht gedient, wenn es unter Berufung auf das Weiheversprechen verboten wäre, darüber zu reden. 1 Zitieren
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